Wetter Winter 2021/2022 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Winterprognose 2022: Der Winter klopft an

Wo bleibt er, der Hochwinter? © Martin Bloch
Wo bleibt er, der Hochwinter? © Martin Bloch

Der Winter steht vor der Tür, er klopft an, doch tritt er auch ein? Diese Metapher bringt es relativ gut auf den Punkt, was mit diesem Winter nicht stimmt. Die Rahmenbedingungen sind gut, doch trotzdem reicht es nicht, dass der Winter über die Türschwelle nach Deutschland eintritt. Ändert sich das in der letzten Januar-Dekade?

Kein Winterwetter. Ruhiges Wetter ja, Nachtfrost ja, doch das aktuelle Wetter ist am Tage viel zu warm und sehr weit von einer hochwinterlichen Wetterlage entfernt. Tagsüber erreichen die Temperaturen über dem Norden bis +8 Grad und können nach Süden zwischen +0 bis +5 Grad pendeln. In den Nächten ist über dem Süden mit leichtem Frost von bis -5 Grad und über Schnee bis -10 Grad möglich. Weiter nach Norden bleiben die Nächte meist frostfrei.

Ein angetäuschter Wetterwechsel

Es ist ein Paradebeispiel, worauf wir immer wieder hinweisen, dass man extremen Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle mit einem gesunden Maß an Skepsis gegenüberstehen sollte. Die Amerikaner hatten vor 24 Stunden für den Start in die neue Woche noch einen Wintersturm berechnet. Aktuell bleibt von dem nicht mehr viel übrig. Insgesamt hat sich die Wetterprognose der Amerikaner - wie bereits gestern erläutert - der Berechnung der Europäer angepasst, die - erfahrungsgemäß - mit komplexen Wetterentwicklungen besser zurechtkommen. Und so ändert sich in Summe zum Start in die neue Woche nur wenig. Es gibt mehr Wolken, es gibt leichten Niederschlag, der verbreitet als Regen und über dem Süden als Schneeregen oder Schnee niedergehen kann - wirklich nennenswert ist das aber nicht. Die Temperaturen erreichen über dem Süden und Osten +1 bis +4 Grad und über dem Westen und Norden bis +8 Grad. Das bleibt also weit vom Winter entfernt. Weitere Informationen: Wetter Januar.

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Wetter Winter 2022: Der Winter steht vor der Tür

Steht ein Wintereinbruch bevor? © Martin Bloch
Steht ein Wintereinbruch bevor? © Martin Bloch

Markanter Wetterwechsel. Das aktuell wetterbestimmende Hoch verlagert sich zum Start in die neue Woche auf den Atlantik und ermöglicht so den Vorstoß polarer Luftmassen nach Süden. Ob das aber für Winterwetter über Deutschland reicht, hängt noch von vielen Details ab.

Ruhiges Wetter ist in den kommenden Tagen über Deutschland zu erwarten. Verbreitet ist mit einem sonnigen und trockenen Wettercharakter zu rechnen. Mancherorts können sich zähe Nebel- und Hochnebelfelder längere Zeit halten und von dichten Wolken ergänzt werden. Über diesen Regionen ist leichter Sprühregen oder Schneegriesel möglich. Der Wind frischt über dem Nordosten gelegentlich auf und kann über den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern für stürmische Windböen sorgen. Über dem restlichen Land bekommt man vom Wind nicht allzu viel mit.

Frostige Nächte, milde Tage und ein Temperatursturz

Klart es in der Nacht auf, so können über dem Süden Tiefstwerte von -5 bis +0 Grad möglich sein. Über Schnee können die Werte auf bis -10 Grad absacken. Weiter nach Norden verlaufen die Nächte mit -1 bis +3 Grad milder und verbreitet frostfrei. Am Tage bewegt sich das Temperaturspektrum meist zwischen +2 bis +6 Grad und über dem Norden können bis +8 Grad möglich sein. Zum Start in die neue Woche trogt ein Tief über der Barentssee nach Süden aus und führt kühlere Luftmassen nach Süden, die auch Deutschland erreichen können. Ein markanter Temperaturrückgang ist möglich und die Niederschläge können bis zum Abend in Schnee oder Schneeregen übergehen. Dazu bläst ein böiger bis stürmischer Wind aus nördlichen Richtungen. Weitere Informationen: Wetter Januar 2022.

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Wetterprognose Winter 2021/2022: Die Entscheidung findet innerhalb des Polarwirbels statt

Von vielen sehnsüchtig erwartet - der Winter mit Schnee, Eis und Frost © Martin Bloch
Von vielen sehnsüchtig erwartet - der Winter mit Schnee, Eis und Frost © Martin Bloch

Ob sich der Winter über Deutschland in der letzten Januar-Dekade durchsetzen kann, wird davon abhängen, welche Position ein Hochdrucksystem einnimmt und hinsichtlich der Hochdruckposition sind sich die Prognosen der Vorhersage-Modelle alles andere als einig.

Sonniges Januarwetter. Eigentlich - ja eigentlich ist jetzt die Zeit des Hochwinters, bei der ein Hoch über Deutschland bei einer geschlossenen Schneedecke die Temperaturen auf -0 bis -5 Grad und in den Nächten auf bis -15 Grad absinken lassen kann. Das Hoch ist da, doch der Rest ist alles andere als winterlich.

Nebel, Sonne und Wolken

Nebelfelder dominieren in den kommenden Tagen vielerorts die Vormittagsstunden, doch löst sich der Nebel meist rasch auf und mit nahezu ungehemmten Sonnenschein kann gerechnet werden. Über Fluss- und Seeniederungen kann sich der Nebel für einen längeren Zeitraum behaupten und für trübe Januartage sorgen. Die Temperaturen erreichen +2 bis +6 Grad und können über dem Norden auf bis +8 Grad ansteigen. Die Nächte verlaufen südlich der Linie von Köln und Dresden leicht frostig, während nach Norden die Nächte frei von Frost bleiben können. Weitere Informationen: Wetter Januar 2022.

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Aktuelle Winter-Prognose: Dem Winter ein Stück näher?

Wo bleibt der Winter?
Wo bleibt der Winter?

Hoher Luftdruck dominiert das Wetter in dieser Woche über Deutschland. Was zunächst wenig nach Winterwetter aussieht, kann sich mit der richtigen Hochdruckposition rasch verändern.

Hochdruckaufbau. Hoher Luftdruck baut sich in den kommenden Stunden über Deutschland auf. Die Niederschlagstätigkeit über dem Osten und Südosten lässt nach und über dem Westen und Norden werden die sonnigen Momente nicht nur zahlreicher, sondern auch länger andauernd. Weiter nach Süden und Osten ist mit einem Mix aus Wolken, Nebel und Hochnebel zu rechnen.

Nebel, Sonne und Wolken

Mit turbulentem Wetter ist im Wochenverlauf nicht zu rechnen. Das Hoch dehnt sich weiter über Deutschland aus und festigt bis zum Wochenende seine Position. In den Nächten kann es mit +3 bis -3 Grad und über Schnee bis -8 Grad frostig werden, wobei die Nächte über dem Norden und Nordwesten meist frostfrei bleiben können. Bei schwachen Windbewegungen aus unterschiedlichen Richtungen ist nicht mit Niederschlag zu rechnen und lösen sich die nächtlichen Nebelfelder auf, ist verbreitet mit einem sonnigen Wettercharakter zu rechnen. Die Temperaturen erreichen am Tage +2 bis +6 Grad und können über dem Süden und Osten, sowie über Schnee mit -1 bis +2 Grad kühler ausfallen. Weitere Informationen: Wetter Januar.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,21 +0,92 -0,09 806 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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