Wetter Sommer
Sommer: Wetter, Daten und Fakten

Wetter Sommer

Veröffentlicht: 07. Januar 2011
Aktualisiert: 13. März 2021

Wie wird das Wetter im Sommer, bleibt es trocken und warm, eignet sich das Wetter zum Wandern, Partys feiern, Grillabende organisieren oder können Ausflüge, Kurztrips oder gar der Sommerurlaub in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant werden? Ja, es gibt sie - die Supersommerjahre - wie 2018, 2019 und 2020 - doch die Regel ist das nicht!

Wer in den letzten Jahren die Sommermonate in Deutschland verbracht hat, hatte aber in der Regel gutes Wetter. Der normale Durchschnitts-Sommer zeigt sich in längeren hochdruckdominierten Wetterlagen, welche hin und wieder durch Tiefdrucksysteme mit teils kräftigen - örtlich auch unwetterartigen Wetterereignissen - unterbrochen werden kann.

Juni

Der Juni - besonders die Zeit bis zur Schafskälte gehört noch zum Frühsommer. Erst mit Überschreiten der Monatsmitte zeigt sich ein zunehmend stabiler werdender Wettercharakter, bei der häufiger die Werte über die +25 Grad Marke ansteigen können. Der Juni gehört zudem noch zu den Wettermonaten, in denen turbulente Wetterereignisse in Erscheinung treten können. Ende Juni beginnt zudem die Siebenschläferzeit.

Juli

Der Juli ist der eigentliche Sommermonat. Anfang noch unbeständig und über dem Norden manchmal kühl, strebt er zur Monatsmitte dem Hochsommer entgegen. Auch die Hundstage zum Beginn der letzten Juli-Dekade bezeichnet eine Wettersingularität, welche auch die erste August-Hälfte mit beeinflussen kann. Unwetterartige Wetterereignisse sind in Form von kräftigen Schauern und Gewittern zu erwarten und die Tageswerte orientieren sich immer häufiger in Richtung der +30 Grad Marke.

August

Vom Hochsommer in den Spätsommer. Anfangs zeigt sich der August noch launisch und unbeständig, doch findet er rasch in den Hochsommer zurück, bevor der Wettercharakter ab der Monatsmitte so langsam in die Spätsommerphase übergeht. Liegen die Werte Anfangs zwischen +25 bis +30 Grad, so sind es am Ende +15 bis +25 Grad.

Das Wetter im Sommer in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur (91-20)
    +17,6 Grad
  • Durchschnitt­stemperatur (61-90)
    +16,3 Grad
  • Kältester Sommer
    +14,74 Grad (1913)
  • Wärmster Sommer
    +19,67 Grad (2003)
  • Durchschnittliche Eistage
    0,1
  • Durchschnittliche Frosttage
    0,4
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +17,8 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,5 Grad
  • Höchste Temperatur
    +41,2 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    +4,7 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -4,3 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    239 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    349 l/m²
  • Anzahl Sommertage (>+25 Grad)
    24,7
  • Anzahl Hitzetage (>+30 Grad)
    5,1
  • Sonnenschein­dauer
    604 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 16 h 35 min
    Ende 13 h 44 min
  • Wettersingularität
    Zweite Juni-Dekade Schafskälte; Siebenschläfer­zeitraum 25. Juni bis 11. Juli; Hundstage; Hochsommer
Anzeige
Wetterprognose

Wie wird der Sommer 2021?

Für eine detaillierte Sommerprognose ist es derzeit noch viel zu früh, doch sei angemerkt, dass mit dem Januar 2021 ein neues Klimamittel gilt. Das bisher von 1961 bis 1990 gültige wird vom Klimamittel 1991 bis 2020 abgelöst.

Die durchschnittliche Temperatur in den Sommermonaten von 1961 bis 1990 betrug +16,3 Grad. Nach dem neuen Klimamittelwert beträgt die Durchschnittstemperatur +17,6 Grad. Der letzte Sommer ist zum alten Klimamittelwert mit einer Differenz von +1,9 Grad zu warm ausgefallen. Nach dem neuen Klimamittelwert beträgt die Differenz lediglich noch +0,6 Grad und wäre als nur leicht zu warm zu definieren.

Normale Sommer werden zunehmen

Das ist die Konsequenz aus dem neuen Klimamittelwert. Die Sommer der kommenden Jahre haben wieder eine höhere Wahrscheinlichkeit normal auszufallen, wenn man nicht das alte Klimamittel erwähnt.

Der Trend für den Sommer 2021 ist zu warm

Aber egal in welchem Verhältnis man das betrachtet - die Hitze- und Dürrephasen nehmen in den letzten Sommer-Jahren rasant zu. Die Großwetterlagen sind länger andauernd, stabiler und neigen häufiger zu Extremen (Unwetter & Hitze gleichermaßen). Daran wird sich auch im Sommer 2021 nichts ändern. Anders formuliert ist auch im Sommer 2021 ein zu warmer Temperaturcharakter zu erwarten. Hitzephasen sind in der Zeit vom 22. Juli bis 22. August sehr wahrscheinlich. Durchwachsenes Wetter zeigt sich häufiger Anfang Juni und Juli.

Wettertrend Sommer nach dem Langfristmodell

Zusammen mit einer schwachen Sonnenintensität und einem Major-Warming im Winter kann über den Sommer hinweg ein meridionales Strömungsmuster vorherrschen, was zu sehr warmen, heißen und sehr trockenen oder aber zu kühlen und verregneten Wetterlagen führen kann.

Nur leicht zu warm

Geht es nach dem aktuellen Wettertrend des Langfristmodells, so soll der Juni und der August im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm ausfallen können. Der Juli wird mit einer Differenz von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert.

Kein trockener Sommer

Das Langfristmodell geht von einer tiefdruckdominierten Trogwetterlage aus, was immer wieder zu Niederschlagsereignissen führen kann. In Summe zeigt sich eine normale Niederschlagsentwicklung, die allenfalls in Trend als leicht zu trocken interpretiert werden kann.

Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter Sommer 2021 und im aktuellen Wettertrend Sommer der Langfristmodelle.

Wann beginnt und endet der Sommer?

  • Der meteorologische Sommer beginnt mit dem 1. Juni und endet am 31. August.
  • Der kalendarische Sommerbeginn 2021 ist mit der Sonnenwende am 21. Juni 2021, 05:31 Uhr MESZ
  • Das kalendarische Sommerende 2021 ist am 22. Sep. 2021, 21:19 Uhr MESZ
  • Der Tag der Sommersonnenwende ist zugleich auch der längste Tag des Jahres, danach werden die Tage auf der Nordhalbkugel wieder kürzer.
Zunehmend heiße Sommer

Die Temperaturen im Sommer

Von lauen Nächten bis zu unangenehmer Hitze

Die durchschnittliche Sommer-Temperatur beträgt über Deutschland +16,3 Grad (1961 bis 1990) und ist in den letzten 30 Jahren (91-20) um +1,3 Grad auf +17,5 Grad wärmer geworden. Der Juni bringt es auf +15,4 Grad, der Juli auf +16,9 Grad und der August auf +16,5 Grad. Der Juli also ist der wärmste Monat im gesamten Jahr.

Der Sommer wird wärmer und die Hitze nimmt zu

Die letzten 24 Sommer waren im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert durchweg zu warm (Abweichung > 0 Grad). Aber nicht nur das, auch die Hitze nimmt zu. Waren die Temperaturen früher meist unter der +30 Grad Marke angesiedelt, wird in den letzten 10 Jahren immer häufiger die 35 Grad Marke angepeilt und in manchen Jahren die +40 Grad Marke überschritten. Der Temperaturrekord stammte mit +41,2 Grad aus dem Jahre 2019.

Mehr Hitzetage im Sommer

Im Zeitraum von 1961 bis 1990 gab es im Schnitt 4 Hitzetage im Sommer. Hitzetage sind die Tage, an denen die Werte die +30 Grad Marke überschreiten. Im Zeitraum von 1991 bis 2020 waren es durchschnittlich 8,3 Hitzetage - mehr als eine Verdoppelung!

Die höchste Temperatur

Die höchste seit 1881 in Deutschland gemessene Temperatur stammte aus dem Jahre 2019 und betrug +41,2 Grad (25. Juli 2019, Duisburg-Baerl, Nordrhein-Westfalen). Ein Novum!

Der kälteste Temperaturwert

gerade der Juni kann mit seiner Wettersingularität der Schafskälte nochmals für Nachtfrost sorgen. Der tiefste Wert von -4,3 Grad entstammt dieser Zeit (Trochtelfingen, 4. Juni 1962).

Die kalten Sommer

Aber nicht nur heiße und warme Sommer gibt es. Wenn der Atlantik nicht mitspielt, können die Sommermonate über Deutschland auch verregnet ausfallen, was in den von 1974 bis 1980 häufiger der Fall war (Rudi Carrell´s Song - Wann wird’s mal wieder richtig Sommer stammt aus dieser Zeit). Damals gab es eine ganze Reihe von Sommermonaten, die im Schnitt unter der +15 Grad Marke lagen. Der kälteste Sommer aber entstand im Jahre 1913 mit einem Durchschnittswert von +14,74 Grad. Der im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert letzte zu kalte Sommer liegt nun schon 25 Jahre zurück!

Die warmen Sommer

Der stammt unangefochten aus dem Jahre 2003 und entsprach einem Jahrhundert-Sommer. Ein Omegahoch sorgte über Wochen in ganz Europa für außergewöhnliche Temperaturen. Die Durchschnittstemperatur betrug damals +19,67 Grad. Die beiden Sommer aus dem Jahre 2019 und 2018 sind aber mit +19,3 Grad knapp auf den Fersen. Nichtsdestotrotz zeigt das, dass die wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881 allesamt in den letzten 30 Jahren zu finden sind.

Die Temperaturen im Sommer - Hitze und Dürre wird zu einem Problem
  • Durchschnittliche Temperatur (91-20)

    +17,5 Grad
  • Durchschnittliche Temperatur (61-90)

    +16,3 Grad
  • Wärmster Sommer

    +19,67 Grad (2003)
  • Kältester Sommer

    +14,74 Grad (1913)
  • Höchste Temperatur im Sommer

    +41,2 Grad
  • Niedrigste Temperatur im Sommer

    -4,3 Grad
  • Anzahl Sommertage (>+25 Grad)

    24,7
  • Anzahl Hitzetage (>+30 Grad)

    5,1

Wettersingularitäten im Sommer

  • Die Schafskälte um den 11. Juni herum (kann aber auch im Zeitraum vom 4. und 20. Juni auftreten).
  • Die Siebenschläferregel hat über Süddeutschland eine hohe Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent und Mancherorts gar bis 80 Prozent. Die Regel besagt, dass die Großwetterlage wie sie in der ersten Juliwoche ist, auch noch sieben weitere Wochen Bestand haben und damit das Wetter im Sommer maßgeblich beeinflussen kann. Der eigentliche Siebenschläfertag ist am 27. Juni, es hat sich aber gezeigt, dass die erste Juli-Woche entscheidender ist.
  • Dann wären da noch die Hundstage im Sommer im Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Die Hundstage (nein, sie haben nichts mit den Hunden zu tun) sind dann auch meist die Zeit, in der der Sommer auf Hochtouren laufen kann und häufiger die heißesten Tage des Jahres möglich sind.
Sonnestand sinkt

Die Sonne im Sommer

Der Sonnenstand sinkt, die Tage werden kürzer

Der maximal mögliche Sonnenstand wird im Zeitraum vom 20. bis 22. Juni erreicht (Sommersonnenwende). Die Tage sind um diesem Zeitraum am längsten. Anschließend werden die Tage wieder kürzer.

Durchschnittliche Sonnenscheindauer

Die durchschnittliche Sonnenscheindauer beträgt im Sommer 604 Stunden. Den meisten Sonnenschein gab es im Jahr 1947 mit 814 Stunden. Wenig Sonnenschein gab 1987 mit 487 Stunden. Der Rekord-Sommer aus dem Jahre 2003 brachte es auf 791 Sonnenstunden. Aber 2018 und 2019 waren mit 777 Stunden und 764 Stunden auf einem ebenfalls sehr hohen Niveau.

Die Sonnenscheindauer nimmt erst zu, dann ab

Am 1. Juni beträgt die Tageslänge 16 Stunden und 35 Minuten und zur Sonnenwende rund 17 Stunden. Ende Juli sind es bereits nur noch 15 Stunden und 39 Minuten und Ende August 13 Stunden und 44 Minuten.

Wetter Sommer - der Sonnenstand sinkt
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    604 Stunden
  • Sonnen­scheindauer Anfang Juni

    16 Stunden 35 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende Juli

    15 Stunden 39 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende August

    13 Stunden 44 Minuten
  • Sommersonnenwende

    ~ 17 Stunden
  • Dunkelster Sommer

    487 Stunden
  • Hellster Sommer

    814 Stunden

Definitionen zum Sommerwetter

  • Was ist ein Sommertag?
    Temperaturen von mehr als +25 Grad werden als Sommertag definiert.
  • Was ist eine tropische Nacht?
    Wenn die Temperatur im Sommer in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken kann.
  • Was ist ein Hitzetag (Tropentag)?
    Wenn die Temperatur über die +30 Grad Marke steigt
  • Was ist ein Wüstentag?
    Wenn die Temperatur über die +35 Grad Marke steigt
  • Wie viele Sommertage gibt es im Schnitt in Deutschland?
    Über dem Norden 13 bis 40 Tage (über den Inseln am wenigsten) und über dem Süden bis 70 Tage. Meist im Zeitraum von Juli bis August.
Dürre und heftige Unwetter

Der Niederschlag im Sommer

Die Dürre im Sommer nimmt zu

Im Durchschnitt erreicht der Sommer eine Niederschlagssumme von 239 l/m² und beinhaltet zugleich die niederschlagsreichsten Monate im ganzen Jahr.

Kräftige Schauer und Gewitter im Sommer

Mal sind es die durchziehenden Tiefdruckfronten, welche für mehrtägigen und ergiebigen Landregen sorgen können (Oderhochwasser | Hochwasser 2002 in Europa), doch meist sind es die unwetterartigen Schauer und Gewitter, welche binnen kürzester Zeit für enorme Niederschlagsmengen sorgen können. Der Höchstwert der Niederschlagssumme in einem Sommermonat betrug 777 l/m².

Die kräftigen Schauer und Gewitter> können sowohl im Juni, Juli, als auch im August in Erscheinung treten. Meist begleitet von einem Wetterumschwung - von sehr warmen zu gemäßigten Werten. Sommerliche Hitzegewitter treten lokal auf, während bei einem Wetterumschwung eine ganze Niederschlagsfront mit erhöhtem Unwetterpotential> durchrauscht.

Dürre-Sommer

Mit Besorgnis wurden die Dürre-Sommer 2018, 2019 und 2020 zur Kenntnis genommen, welche an der Vegetation und vor allem am Wald zu erheblichen Schäden führte. Die Niederschlagssumme der Sommermonate von 2018 und 2019 zusammen betrug 306 l/m²! Das Niederschlagssoll wurde jeweils nur zu 54 Prozent, bzw. 74 Prozent erfüllt.

Nasse Sommer

Ärgerlich, wenn zur Urlaubszeit im Sommer Regen dominiert. Besonders im Jahre 2007 gab es mit 322 l/m² verhältnismäßig viel Niederschlag. Der Rekord aber stammt mit 349 l/m² aus dem Jahre 1927.

Der Sommer wird trockener

Nicht nur, dass der Sommer zunehmend wärmer wird, sondern auch die durchschnittliche Niederschlagsmenge nimmt ab. Seit 2005 sind das im Schnitt -12,53 l/m².

Wetter Sommer - Die Dürre wird zunehmend zum Problem
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    239 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    349 l/m²
  • Niedrigste Niederschlags­mengen

    130 l/m² (2018) | 124 l/m² (1911)
Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im Sommer

Extreme Niederschlagsmengen und Unwetter mit hohem Schadpotential

Nicht ein Sommer vergeht ohne Unwetter> und zunehmend häufiger werden über Deutschland auch sog. Tornados gesichtet und registriert (Tornados in Deutschland).

Immer wenn es zu einem Wetterwechsel kommt und die Tage zuvor extrem warm waren, besteht die größte Gefahr vor unwetterartigen Wetterereignissen. Von Blitzschlag, sintflutartigen Niederschlägen, Hagelschlag bis hin zu Starkwindereignissen und Tornados ist so ziemlich alles vertreten, was Schaden verursachen kann.

Enorme Niederschlagsmengen

Am 12.08.2002 wurden in Zinnwald-Georgenfeld binnen 24 Stunden 312 l/m² an Niederschlag gemessen. Den Vogel im Sommer aber abgeschossen hat mit 636 l/m² am 16. Juni 2019 Sigmaringen.

Wetter Sommer - Gewitterstürme

Die Abweichung der Temperaturen im Sommer der letzten 10 Jahre im Vergleich

SommerTem­peraturAb­weichung
Trend 2021
+16,8 bis
+17,8 Grad
+0,5 bis
+1,5 Grad
+18,2 Grad
+1,9 Grad
+19,3 Grad
+3,0 Grad
+19,3 Grad
+3,0 Grad
18,0 Grad
+1,7 Grad
+17,8 Grad
+1,5 Grad
+18,4 Grad
+2,1 Grad
+17,1 Grad
+0,8 Grad
+17,7 Grad
+1,4 Grad
+17,1 Grad
+0,8 Grad
Wetter Sommer - Die Hitze-Perioden nehmen zu

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Sommer der letzten 20 Jahre

Keine Frage - die Sommer der letzten 20 Jahre waren im Schnitt um +1,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 zu warm, darunter der Rekordsommer aus dem Jahre 2003 mit einer Abweichung von +3,37 Grad. Extrem auffällig ist, dass die letzten 24 Sommer allesamt zu warm ausgefallen sind (Abweichung > 0).

Betrachtet man also nur die letzten 20 Jahre, so liegt man mit einer zu warmen Sommerprognose zu 100 Prozent richtig. Man kann also nur wenig falsch machen. Doch das Wetter hält sich nicht an die Statistik und Ausnahmen bestätigen die Regel!


Der Sommer in der Statistik

Im Schnitt wurden die Monate gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 von Juni bis August in den letzten 20 Jahren etwa um +1,5 Grad wärmer.


Temperaturabweichung im Sommer der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Sommer der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2020

Wie war das Wetter im Sommer 2020?

Der Sommer 2020 war zu warm

Dabei begann der Sommer 2020 verhältnismäßig "normal". Im Juni war der Norden zu warm und der Süden zu kühl, und im Juli der Norden zu kühl und der Süden zu warm. In Summe glichen sich die zwei Monate nahezu aus und waren mit einer Differenz von rund +1,0 Grad nur leicht zu warm. Der August aber, der heizte ordentlich ein und sein Temperaturüberschuss betrug zum 23. August im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert noch immer rund +5 Grad.

Die durchschnittliche Temperatur betrug im Sommer 2020 +18,2 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961-1990 um +1,9 Grad zu warm. Im Vergleich zum Referenzwert von 1981-2010 betrug die Abweichung +1,1 Grad.

Niederschlag: Im Flächenmittel nur leicht zu trocken, doch die regionalen Unterschiede waren erheblich

Die Dürre setzte sich vom Saarland, dem Niederrhein, der Leipziger Tieflandbucht bis zur Uckermark fort. Dort wurden mit 70 bis 100 l/m² noch nicht einmal die Hälfte der üblichen Niederschlagssummen erreicht.

Überflutungen

Im Gegensatz zu den trockenen Regionen, gab es auch Gebiete, die deutlich zu nass ausfielen. Dazu gehört das Alpenvorland, wo mit teils 700 l/m² zehn Mal so viel wie über den trockenen Regionen gemessen wurde. Die Starkniederschläge Anfang August stachen besonders hervor, als mit 150 l/m² über Oberbayern der meiste Niederschlag binnen 24 Stunden registriert wurde.

Der Sommer bringt es nach dem vieljährigen Mittelwert auf eine durchschnittliche Niederschlagssumme von 239 l/m². Im Sommer 2020 wurden 230 l/m² erreicht. Auch wenn das aussieht, als wäre der Sommer 2020 aus Sicht der Niederschläge normal verlaufen, so täuscht dieser Eindruck. Als problematisch erwiesen sich die Hitzewelle im August und die regional deutlich zu trockenen Wetterphasen aus dem Juni, Juli und August. Die Starkniederschläge von Anfang und Ende August verzerren das Bild teils deutlich.

Fast durchschnittliche Sonnenscheinbilanz

Den über weite Strecken durchwachsene Sommer 2020 spiegelt sich in der Sonnenscheindauer wieder. Im Schnitt brachte es der Sommer auf eine Sonnenscheindauer von 675 Stunden und übertraf den Sollwert von 614 Stunden um rund 10 Prozent.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter Sommer 2020.

Häufige Fragen zum Wetter im Sommer

Wie wird der Sommer 2021?

Der Trend für den Sommer 2021 ist zu warm

Aber egal in welchem Verhältnis man das betrachtet - die Hitze- und Dürrephasen nehmen in den letzten Sommer-Jahren rasant zu. Die Großwetterlagen sind länger andauernd, stabiler und neigen häufiger zu Extremen (Unwetter & Hitze gleichermaßen). Daran wird sich auch im Sommer 2021 nichts ändern. Anders formuliert ist auch im Sommer 2021 ein zu warmer Temperaturcharakter zu erwarten. Hitzephasen sind in der Zeit vom 22. Juli bis 22. August sehr wahrscheinlich. Durchwachsenes Wetter zeigt sich häufiger Anfang Juni und Juli.

Wettertrend Sommer nach dem Langfristmodell

Zusammen mit einer schwachen Sonnenintensität und einem Major-Warming im Winter kann über den Sommer hinweg ein meridionales Strömungsmuster vorherrschen, was zu sehr warmen, heißen und sehr trockenen oder aber zu kühlen und verregneten Wetterlagen führen kann.

Nur leicht zu warm

Geht es nach dem aktuellen Wettertrend des Langfristmodells, so soll der Juni und der August im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm ausfallen können. Der Juli wird mit einer Differenz von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert.

Kein trockener Sommer

Das Langfristmodell geht von einer tiefdruckdominierten Trogwetterlage aus, was immer wieder zu Niederschlagsereignissen führen kann. In Summe zeigt sich eine normale Niederschlagsentwicklung, die allenfalls in Trend als leicht zu trocken interpretiert werden kann.

Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter Sommer 2021.

Wie ist das Wetter im Sommer in Deutschland?

Wie wird das Wetter im Sommer, bleibt es trocken und warm, eignet sich das Wetter zum Wandern, Partys feiern, Grillabende organisieren oder können Ausflüge, Kurztrips oder gar der Sommerurlaub in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant werden? Ja, es gibt sie - die Supersommerjahre - wie 2018, 2019 und 2020 - doch die Regel ist das nicht!

Wer in den letzten Jahren die Sommermonate in Deutschland verbracht hat, hatte aber in der Regel "gutes" Wetter. Der normale Durchschnitts-Sommer zeigt sich in längeren hochdruckdominierten Wetterlagen, welche hin und wieder durch Tiefdrucksysteme mit teils kräftigen - örtlich auch unwetterartigen Wetterereignissen - unterbrochen werden kann.

Welche Temperaturen gibt es im Sommer?

Die durchschnittliche Sommer-Temperatur beträgt über Deutschland +16,3 Grad (1961 bis 1990) und ist in den letzten 30 Jahren (91-20) um +1,3 Grad auf +17,5 Grad wärmer geworden. Der Juni bringt es auf +15,4 Grad, der Juli auf +16,9 Grad und der August auf +16,5 Grad. Der Juli also ist der wärmste Monat im gesamten Jahr.

Der Sommer wird wärmer und die Hitze nimmt zu

Die letzten 24 Sommer waren im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert durchweg zu warm (Abweichung > 0 Grad). Aber nicht nur das, auch die Hitze nimmt zu. Waren die Temperaturen früher meist unter der +30 Grad Marke angesiedelt, wird in den letzten 10 Jahren immer häufiger die 35 Grad Marke angepeilt und in manchen Jahren die +40 Grad Marke überschritten. Der Temperaturrekord stammte mit +41,2 Grad aus dem Jahre 2019.

Mehr Hitzetage im Sommer

Im Zeitraum von 1961 bis 1990 gab es im Schnitt 4 Hitzetage im Sommer. Hitzetage sind die Tage, an denen die Werte die +30 Grad Marke überschreiten. Im Zeitraum von 1991 bis 2020 waren es durchschnittlich 8,3 Hitzetage - mehr als eine Verdoppelung!

Wie war das Wetter im Sommer 2020?

Der Sommer 2020 war zu warm

Dabei begann der Sommer 2020 verhältnismäßig "normal". Im Juni war der Norden zu warm und der Süden zu kühl, und im Juli der Norden zu kühl und der Süden zu warm. In Summe glichen sich die zwei Monate nahezu aus und waren mit einer Differenz von rund +1,0 Grad nur leicht zu warm. Der August aber, der heizte ordentlich ein und sein Temperaturüberschuss betrug zum 23. August im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert noch immer rund +5 Grad.

Die durchschnittliche Temperatur betrug im Sommer 2020 +18,2 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961-1990 um +1,9 Grad zu warm. Im Vergleich zum Referenzwert von 1981-2010 betrug die Abweichung +1,1 Grad.


Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +4,8 +0,2 -0,9 305 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns