Wie wird der Sommer 2019?

Das Wetter im Frühling und Sommer 2018 war zu warm und deutlich zu trocken. Ein Teil unserer Leser freut sich über solches Wetter, der andere bekommt Panik, wie weit diese Dürre und Hitze noch gehen mag.
Droht etwas ähnliches für den Sommer 2019? Zumindest nach den Prognosen der Langfristmodelle ist zum aktuellen Stand noch nichts in diese Richtung zu erkennen. Die Abweichung liegt gegenüber dem langjährigen Mittelwert für die Sommermonate Juni, Juli und August bei +0,5 bis +1 Grad im leicht zu warmen Bereich bei einer normalen Niederschlagsentwicklung. Sollte das eintreten, so wäre das der 23. Sommer in Folge, welcher zu warm ausfallen kann. Mehr dazu in den Wetterprognosen zum Sommer 2019.

Die häufigste Frage, welche uns kurz vor Sommerbeginn gestellt wird: Wie wird das Wetter im Sommer, bleibt es trocken und warm, eignet sich das Wetter zum Wandern, Partys feiern, Grillabende organisieren oder können Ausflüge, Kurztrips oder gar der Sommerurlaub in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant werden? Ja, es gibt sie - die Supersommerjahre - wie 2018 - doch die Regel ist das nicht!

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Der Sommer in Deutschland

Wer in den letzten Jahren die Sommermonate in Deutschland verbracht hat, hatte aber in der Regel gutes Wetter. Der normale Durchschnitts-Sommer zeigt sich in längeren hochdruckdominierten Wetterlagen, welche hin und wieder durch Tiefdrucksysteme mit teils kräftigen - örtlich auch unwetterartigen Wetterereignissen - unterbrochen werden kann.

In Deutschland sind die Monate von Juni bis Juli häufiger noch durchwachsen, bevor ab Mitte Juli sich bis Mitte August aus statistischer Sicht häufig der Hochsommer durchsetzen kann. Schönwetter- und Hitzeperioden sind in diesem Zeitraum am wahrscheinlichsten. Aber eben auch kühles und regnerisches Wetter sind im Sommer über Deutschland vor allem noch im Juni und Anfang Juli häufiger möglich.

Wann ist der Sommerbeginn?

  • Der meteorologische Sommer beginnt mit dem 1. Juni und endet am 31. August.
  • Der kalendarische Sommerbeginn 2019 ist mit der Sonnenwende am 21. Juni um 17:54 MESZ.
  • Das kalendarische Sommerende 2019 ist am 23. September um 9:49 MEZ.
  • Der Tag der Sommersonnenwende ist zugleich auch der längste Tag des Jahres, danach werden die Tage auf der Nordhalbkugel wieder kürzer.

Statistik zum Sommerwetter

Die durchschnittliche Sommertemperatur beträgt über Deutschland +16,3 Grad bei einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 239 l/m². Bemüht man die Statistik und betrachtet die letzten Jahre, so fällt auf, dass die Sommer von 1997 bis 2018 gegenüber dem langjährigen Mittelwert durchweg zu warm ausgefallen sind.

Der letzte Sommer, welcher zu kalt ausgefallen ist, war 1996 und liegt nun mehr als 22 Jahre zurück. Wenig verwunderlich ist somit die Tatsache, dass die durchschnittliche Sommertemperatur der letzten zwanzig Jahre um +1,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert lag. Der bislang über Deutschland wärmste Sommer wurde im Jahr 2003 registriert. Die durchschnittliche Temperatur betrug damals +19,67 Grad und führte mit einer stabilen Omegawetterlage zu einem Rekordsommer in ganz Europa. Zum Vergleich: der Sommer 2018 schaffte es nur auf eine Abweichung von +19,3 Grad.

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Definitionen zum Sommerwetter

  • Was ist ein Sommertag? Temperaturen von mehr als +25 Grad werden als Sommertag definiert.
  • Was ist eine tropische Nacht? Wenn die Temperatur im Sommer in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken kann.
  • Was ist ein Hitzetag (Tropentag)? Wenn die Temperatur über die +30 Grad Marke steigt
  • Wie viele Sommertage gibt es im Schnitt in Deutschland? Über dem Norden 13 bis 40 Tage (über den Inseln am wenigsten) und über dem Süden bis 70 Tage. Meist im Zeitraum von Juli bis August.

Wetterkapriolen

Besonders auffällig sind die Niederschläge im Sommer - meist kurz und kräftig mit Blitz und Donner können binnen weniger Minuten und Stunden ganze Landstriche unter Wasser gestellt werden (Flut Simbach am Inn Juni 2016).

Unter ungünstigen Bedingungen kommt es im Sommer zur Ausbildung eines Mittelmeertief, welches über mehrere Tage hinweg für lang anhaltenden und ergiebigen Niederschlag sorgen kann (Oderhochwasser 1997, 2010). So verwundert es nicht, dass die Sommermonate zu den niederschlagsreichsten Monaten des ganzen Jahres gehören und im Schnitt fällt von Juni bis August 30 Prozent des Niederschlages vom gesamten Jahr (zum Vergleich: Winter 22 Prozent, Frühling 24 Prozent und Herbst 24 Prozent).

Wettersingularitäten im Sommer

Wettersingularitäten sind häufig wiederkehrende Ereignisse. Diese sind in den Sommermonaten:
  • Die Schafskälte um den 11. Juni herum (kann aber auch im Zeitraum vom 4. und 20. Juni auftreten).
  • Die Siebenschläferregel hat über Süddeutschland eine hohe Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent und Mancherorts gar bis 80 Prozent. Die Regel besagt, dass die Großwetterlage wie sie in der ersten Juli Woche ist, auch noch sieben weitere Wochen bestand haben und damit das Wetter im Sommer maßgeblich beeinflussen kann. Der eigentliche Siebenschläfertag ist am 27. Juni, es hat sich aber gezeigt, dass die erste Juli Woche entscheidender ist.
  • Dann wären da noch die Hundstage im Sommer im Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Die Hundstage (nein, sie haben nichts mit den Hunden zu tun) sind dann auch meist die Zeit, in der der Sommer auf Hochtouren laufen kann und häufiger die heißesten Tage des Jahres möglich sind.

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Die Abweichung der Sommertemperaturen der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Sommer Tem­peratur Ab­weichung
Trend Sommer 2019 19,3 Grad +3 Grad
2018 19,3 Grad +3 Grad
2017 18,0 Grad +1,7 Grad
2016 17,8 Grad +1,5 Grad
2015 18,4 Grad +2,1 Grad
2014 17,1 Grad +0,8 Grad
2013 17,7 Grad +1,4 Grad
2012 17,1 Grad +0,8 Grad
2011 16,8 Grad +0,5 Grad
2010 17,8 Grad +1,5 Grad
2009 17,2 Grad +0,9 Grad
2008 17,4 Grad +1,1 Grad

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert
Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Sommer der letzten 20 Jahre

Keine Frage - die Sommer der letzten 20 Jahre waren im Schnitt um +1,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 zu warm, darunter der Rekordsommer aus dem Jahre 2003 mit einer Abweichung von +3,37 Grad. Extrem auffällig ist, dass die letzten 22 Sommer allesamt zu warm ausgefallen sind.

Betrachtet man also nur die letzten 20 Jahre, so liegt man mit einer zu warmen Sommerprognose zu 100 Prozent richtig. Man kann also nur wenig falsch machen. Doch das Wetter hält sich nicht an die Statistik!

Aktuelle Witterungstrend, Wettertrend, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für das Wetter im Sommer:

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