Wie wird der Sommer 2017?

Nach den zur Verfügung stehenden Langfristprognosen der Wettermodelle ist ein durchwachsenes Wetter im Sommer 2017 in Deutschland zu erwarten, welcher im Trend zu warm ausfallen kann. Mehr dazu unter den täglich aktualisierten Wetterprognosen zum Sommer 2017.

Anzeige

Die häufigste Frage, welche uns über die Sommermonate per E-Mail gestellt wird: Wie wird das Wetter im Sommer, bleibt es trocken und warm, können wir wandern, Partys feiern, Grillabende organisieren oder können Ausflüge, Kurztrips oder gar der Urlaub in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant werden? Denn stabile Wetterlagen sind im Sommer über Deutschland gar nicht so häufig wie man annehmen kann.

Wer in den letzten Jahren den Sommer in Deutschland verbracht hat, hatte aber in der Regel "gutes" Wetter. Der normale Durchschnitts Sommer zeigt sich in längeren hochdruckdominierten Wetterlagen, welche hin und wieder durch Tiefdrucksysteme mit teils kräftigen, örtlich auch unwetterartigen Wetterereignissen unterbrochen werden kann. In Deutschland sind die Sommermonate von Juni bis Juli häufiger noch durchwachsen, bevor ab Mitte Juli sich bis Mitte August aus statistischer Sicht häufig der Hochsommer durchsetzen kann. Schönwetter- und Hitzeperioden sind in diesem Zeitraum am wahrscheinlichsten. Aber eben auch kühles und regnerisches Wetter sind im Sommer über Deutschland vor allem noch im Juni und Anfang Juli häufiger möglich.

Wann ist der Sommerbeginn?

  • Der meteorologische Sommer beginnt mit dem 1. Juni und endet am 31. August.
  • Der kalendarische Sommeranfang beginnt mit der Sonnenwende am 21. Juni 2017 um 06:24 MESZ.
  • Der Tag der Sommersonnenwende ist zugleich auch der längste Tag des Jahres, danach werden die Tage auf der Nordhalbkugel wieder kürzer.

Statistik zum Sommerwetter

Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt über Deutschland +16,3 Grad bei einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 239 l/m². Bemüht man die Statistik und betrachtet die letzten Jahre, so fällt auf, dass die Sommer seit 1997 bis 2016 gegenüber dem langjährigen Mittelwert durchweg zu warm ausgefallen sind. Der letzte Sommer, welcher zu kalt ausgefallen ist, war 1996 und liegt nun mehr als 20 Jahre zurück. Wenig verwunderlich ist somit die Tatsache, dass die durchschnittliche Temperatur der letzten 15 Sommer um +1,2 über dem langjährigen Mittelwert lag. Der bislang über Deutschland wärmste Sommer wurde im Jahr 2003 registriert. Die durchschnittliche Temperatur betrug damals +19,67 Grad und führte mit einer stabilen Omegawetterlage zu einem Rekordsommer in ganz Europa.

Definitionen zum Sommerwetter

  • Was ist ein Sommertag? Temperaturen von mehr als +25 Grad werden als Sommertag definiert.
  • Was ist eine tropische Nacht? Wenn die Temperatur im Sommer in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken kann.
  • Was ist ein Hitzetag (Tropentag)? Wenn die Temperatur über die +30 Grad Marke steigt
  • Wie viele Sommertage gibt es im Schnitt in Deutschland? Über dem Norden 13 bis 40 Tage (über den Inseln am wenigsten) und über dem Süden bis 70 Tage. Meist im Zeitraum von Juni bis August.

Wetterkapriolen im Sommer

Besonders auffällig sind die Niederschläge im Sommer - meist kurz und kräftig mit Blitz und Donner können binnen weniger Minuten und Stunden ganze Landstriche unter "Wasser" gestellt werden (Flut Simbach am Inn Juni 2016). Unter ungünstigen Bedingungen kommt es im Sommer zur Ausbildung eines Mittelmeertief, welches über mehrere Tage hinweg für lang anhaltenden und ergiebigen Niederschlag sorgen kann (Oderhochwasser 1997, 2010). So verwundert es nicht, dass die Sommermonate zu den niederschlagsreichsten Monaten des ganzen Jahres gehören und im Schnitt fällt von Juni bis August 30 Prozent des Niederschlages vom gesamten Jahr (zum Vergleich: Winter 22 Prozent, Frühling 24 Prozent und Herbst 24 Prozent). Übrigens - hier können Sie die Sommerbilanz 2016 nachlesen.

Wettersingularitäten im Sommer

Wettersingularitäten sind häufig wiederkehrende Ereignisse. Diese sind im Sommer:
  • Die Schafskälte um den 11. Juni herum (kann aber auch im Zeitraum vom 4. und 20. Juni auftreten).
  • Die Siebenschläferregel hat über Süddeutschland eine hohe Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent und Mancherorts gar bis 80 Prozent. Die Regel besagt, dass die Großwetterlage wie sie in der ersten Juli Woche ist, auch noch sieben weitere Wochen bestand haben und damit das Wetter im Sommer maßgeblich beeinflussen kann. Der eigentliche Siebenschläfertag ist am 27. Juni, es hat sich aber gezeigt, dass die erste Juli Woche entscheidender ist.
  • Dann wären da noch die Hundstage im Sommer im Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Die Hundstage (nein, sie haben nichts mit den Hunden zu tun) sind dann auch meist die Zeit, in der der Sommer auf Hochtouren laufen kann und häufiger die heißesten Tage des Jahres möglich sind.

Die Abweichung der Temperaturen Sommer der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Sommer Tem­peratur Ab­weichung
Sommer 2016 17,8 Grad +1,5 Grad
Sommer 2015 18,4 Grad +2,1 Grad
Sommer 2014 17,1 Grad +0,8 Grad
Sommer 2013 17,7 Grad +1,4 Grad
Sommer 2012 17,1 Grad +0,8 Grad
Sommer 2011 16,8 Grad +0,5 Grad
Sommer 2010 17,8 Grad +1,5 Grad
Sommer 2009 17,2 Grad +0,9 Grad
Sommer 2008 17,4 Grad +1,1 Grad
Sommer 2007 17,2 Grad +0,9 Grad

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Aktuelle Witterungstrend, Wettertrend, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für das Wetter im Sommer:

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!