Wetter August
Augustwetter: Daten und Fakten

Wetter August

Veröffentlicht: 09. März 2011
Aktualisiert: 15. April 2021

Statistisch gesehen ist das Augustwetter durchschnittlich nicht mehr so warm, wie im Juli. Der August ist im meteorologischen Sinn zugleich der letzte Sommermonat, der zum Ende schon manches Mal frisch und damit wenig sommerlich ausgefallen ist.

Wer seinen Sommerurlaub in Deutschland plant, dem sei aus statistischer Sicht die erste Augusthälfte empfohlen. Der Temperaturmittelwert erreicht im letzten Sommermonat nach dem Durchschnittswert von 1961 und 1990 +16,5 Grad (91/20: +17,9 Grad) und tendenziell neigt das Wetter in der ersten Hälfte häufiger zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche noch zu den sog. Hundstagen gehören (hat aber mit Hunde nichts gemeinsam).

Im Schnitt bringt es der letzte Sommermonat auf 77 l/m² an Niederschlag - häufig kommen die Regenmengen durch kräftige Gewitter und seltener durch lange Regenphasen zustande.

Die Wende vom Hochsommer in den Spätsommer erfolgt meist ab der Monatsmitte. Manches Mal brachial mit viel Getöse und einem erhöhten Unwetterpotential, manchmal aber auch schleichend.

Das Wetter im August in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur (1991 - 2020)
    +17,9 Grad
  • Durchschnitt­stemperatur (1961 - 1990)
    +16,5 Grad
  • Kältester August
    +13,97 Grad (1912)
  • Wärmster August
    +20,6 Grad (2003)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +18,1 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,6 Grad
  • Höchste Temperatur
    +40,3 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    +7 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -1,4 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    77 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    580,5 l/m²
  • Sonnenschein­dauer
    200 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 15 h 35 min
    Ende 13 h 44 min
  • Wettersingularität
    Hundstage; Hochsommer
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Wetterprognose

Wie wird der August 2021?

Wie das Wetter im August 2021 im Detail wird ausfallen können, kann zum derzeitigen Stand noch niemand sagen. Aus statistischer Sicht aber ist mit einem erneut deutlich zu warmen Wetter zu rechnen. In den letzten 20 Jahren waren 75 Prozent der Augustmonate zu warm. Die wärmsten Monate stammte aus dem Jahre 2003, gefolgt von 2015, 2018 und 2020.

Der Wettertrend für den August 2021

Man braucht also nicht viel an Phantasie um einen zu warmen Wettertrend vorauszusehen. Zudem sich die Anzahl der Hitzetage in Zeiten des Klimawandels weiter erhöht und extreme Hitzewellen zunehmend die Menschen plagen.

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose eine Abweichung der Tempertauren gegenüber 1961 und 1990 von +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich. Gegenüber dem - wärmeren - Mittelwert von 1991 und 2020 liegt die Abweichung zwischen -0,4 und +0,6 Grad im weitgehend normalen Bereich.

Die Niederschlagsprognose ist unauffällig gegenüber dem Sollwert und im Trend als leicht zu trocken einzustufen.

Mehr Details dazu in Kürze in den aktuellen Wetterprognosen zum Wetter August 2021.

Der Hochsommer

Die Temperaturen im August

Vom Sommer in den Spätsommer

Für alle die unterhalb von etwa 1.500 Meter Höhe wohnen, haben schon einmal die +30 Grad erleben dürfen. Die höchsten Temperaturen wurden 2015 mit +40,3 Grad in Kitzingen registriert. Die höchste Nachttemperatur wurde mit +26 Grad am 8. August 2003 auf dem Weinbiet erfasst, wobei Tropennächte (>+20 Grad) im letzten Sommermonat keine Seltenheit darstellen. Wer oberhalb 500 Meter wohnt, hat gute Chancen an manchen Tagen einstellige Temperaturen von unter 10 Grad zu bestaunen.

Darunter gehen die Werte aber selten. Ist die zweite Hälfte erreicht, wandelt sich das Wetter langsam und nimmt zum Ende einen spätsommerlichen Charakter an.

Der Sonnenstand sinkt merklich und die Nächte werden wieder länger. So verwundert es nicht, dass unter bestimmten Voraussetzungen es oberhalb etwa 400 Meter schon zu Frost kommen kann. Die kälteste Nachttemperatur wurde am 31. August 1959 mit -1,8 Grad in Trochtelfingen registriert.

Der Durchschnitt

Im Schnitt aber ist gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 eine Temperatur von +16,5 Grad zu erwarten (91/20: +17,9 Grad). Die durchschnittliche Temperaturspanne bewegt sich häufig zwischen +22 bis +26 Grad und phasenweise an der +30 Grad Marke. Hitze-Tage von mehr als +30 Grad sind häufiger in der ersten Hälfte zu erwarten.

Zunehmend wärmer

Man sieht es schon im Vergleich von 1961 und 1990 zu 1991 und 2020 - das Wetter ist im Schnitt um +1,4 Grad wärmer geworden. Die Anzahl der Sommertage (> +25 Grad) hat sich in den letzten 30 Jahren von 8,0 auf 11,6 Tage erhöht. Die Anzahl der Hitzetage (> +30 Grad) ist von 1,6 Tage auf 3,1 Tage angestiegen.

Die Temperaturen im August - Der Hochsommer befindet sich im Höhepunkt, bevor zum Ende August die Temperaturen zurückgehen
  • Durchschnittliche Temperatur (1991 - 2020)

    +17,9 Grad
  • Durchschnittliche Temperatur (1961 - 1990)

    +16,5 Grad
  • Wärmster August

    +20,6 Grad (2003)
  • Kältester August

    +13,97 Grad (1912)
  • Höchste Temperatur

    +40,3 Grad
  • Niedrigste Temperatur

    -1,4 Grad
  • Anfang des Monats

    +22 bis +32 Grad
  • Ende des Monats

    +18 bis +27 Grad
Viel Sonnenschein

Die Sonne im August

Die Tage werden kürzer

Den meisten Sonnenschein gab es mit 353 Stunden über Kap Arkona, sonst werden zumeist die Regionen um die Schwäbische Alb und der Nordosten von der Sonnenscheindauer begünstigt. Weniger Sonnenschein gibt es mit 163 Stunden über der Donauregion, sowie über dem Bergischen Land und auch dem Sauerland.

Sonnenstand sinkt

Liegt die durchschnittliche Tageslänge am Monatsanfang noch bei 15 Stunden und 35 Minuten, so sind es am Ende 13 Stunden und 44 Minuten. Die Tage verkürzen sich im Laufe des Monats um 1 Stunde und 51 Minuten.

Mehr Sonnenschein

In Summe wird das Wetter zunehmend sonniger. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 gab es in den letzten 30 Jahren rund 11 Stunden mehr Sonnenschein.

Wetter August - Die Sonne brennt regelrecht im Hochsommer vom Himmel herab
  • Sonnen­scheindauer Anfang des Monats

    13 Stunden 44 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende des Monats

    13 Stunden 44 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    200 Stunden
Manchmal nass, häufiger trocken

Der Niederschlag im August

Meist trockenes Hochsommer-Wetter; Wenn es aber regnet, dann richtig

Vergleichsweise viel Regen ist mit 150 l/m² über dem Voralpenland zu erwarten, wobei mit 580,5 l/m² der Rekord bei Marktschellenberg-Ettenberg aufgestellt wurde. Als imposant gilt der August aus dem Jahre 2002, als mit dem Elbhochwasser mit 464 l/m² in Zinnwald ein extremer Wert gemessen wurde. Allein im Zeitraum vom 11. und 12. fielen dort 312 l/m² an Niederschlag.

Einer der niederschlagsreichsten Monate gab es mit durchschnittlich 157 l/m² im Jahre 2010 zu vermelden.

Wenig Niederschlag gab es mit rund 3 l/m² im Einzugsbereich vom Ober- bis zum Niederrhein, wobei der August aus dem Jahre 2003 an 10 Prozent aller Messstationen der trockenste Monat war. Im Dürre-Sommer 2018 gab es in manchen Regionen über dem Osten nicht einen Regentropfen zu vermelden.

Eine Stunde lang Schneefall wurde immerhin am 6. August 1987 auf dem Brocken (Gipfellage) registriert. Im Schnitt bringt es der August auf eine Niederschlagssumme von 77 l/m² und zählt damit den niederschlagsreichsten Monaten im ganzen Jahr (Juni: 81 l/m²; Juli: 78 l/m²).

Kaum Veränderung in der Niederschlagsentwicklung

Gemessen am vieljährigen Mittelwert der Jahre von 1961 bis 1990 gab es in den letzten 30 Jahren rund 1,1 l/m² minimalst mehr Niederschlag. Die Tage mit mehr als 1 l/m² Regen betrugen in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 10,2 Tage und ist identisch zu 1961 und 1990.

Wetter August - Die meiste Zeit über trockenes Sommer-Wetter, doch wenn es regnet, dann richtig
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    77 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    580,5 l/m²
  • Schneefall

    Sehr geringe Wahrscheinlichkeit
    - in Gipfellagen in Form
    von Graupelschauern möglich
Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im August

Wenn´s knallt, dann richtig!

Nicht selten kippt die Großwetterlage in der zweiten Augustälfte und der Hochsommer neigt sich so langsam seinem Ende entgegen. Atlantische Tiefdruckgebiete greifen auf Mitteleuropa über und beenden die Hochdruckdominanz allmählich.

In dieser Übergangsphase sind kräftige Schauer und Gewitter mit einem erhöhten Potential für Unwetter zu erwarten.

Aber auch sonst hat der letzte Sommermonat mit seinen Hitzewerten ein erhöhtes Potential für kräftige und lokal auftretende Gewitter.

Von Blitzschlag, Hagel, stürmischen Windböen, extremen Niederschlagsmengen bis hin zu orkanartigen Winden oder Tornados reicht die Spanne der unwetterartigen Wettererscheinungen.

Die höchste Windgeschwindigkeit abseits der Gebirge wurde am 20.08.1987 mit 166,7 km/h über Saarbrücken registriert. Den meisten Niederschlag binnen 24 Stunden hat sich am 12.08.2002 mit 312 l/m² über Zinnwald-Georgenfeld (Elbhochwasser 2002) ergeben.

Wetter August - Extreme und unwetterartige Wetterereignisse sind im August häufiger möglich

Die Abweichung der Temperaturen im August der letzten 10 Jahre im Vergleich

AugustTem­peraturAb­weichung
Trend 2021
+17,5 bis
+18,5 Grad
+1,0 bis
+2,0 Grad
+19,9 Grad
+3,4 Grad
+19,06 Grad
+2,53 Grad
+20,0 Grad
+3,5 Grad
+17,9 Grad
+1,4 Grad
+17,7 Grad
+1,2 Grad
+19,9 Grad
+3,4 Grad
+16,0 Grad
-0,5 Grad
+17,9 Grad
+1,4 Grad
+18,4 Grad
+1,9 Grad
Wetter August - Sommerferien und Bade-Wetter - Der August ist ein Urlaubsmonat

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im August der letzten 20 Jahre

Der wärmste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer durchschnittlichen Temperatur von 20,6 Grad im Jahr 2003 registriert. Die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert betrug damals +4,1 Grad. Der August 2018 war zwar sehr warm, doch erreichte er im Mittel nur +20 Grad und bildete den drittwärmsten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ab. Mit einer Abweichung von mehr als +2 Grad reihten sich die Jahre 2009, 2015 und 2019 ein Der letzte Augustmonat, welcher zu normal bis leicht zu kalt ausfiel, war im Jahr 2014 mit einer Abweichung von -0,5 Grad registriert worden.

Auch im letzten Sommermonat zeigt sich im Vergleich zu den letzten 20 Jahre eine Auffälligkeit - in 75 Prozent der Fälle war das Wetter zu warm, in 15 Prozent der Fälle normal und in nur 10 Prozent zu kalt. Das ist mehr als Signifikant! Die Abweichung betrug +1,6 Grad.

Im Vergleich zu dem - wärmeren - Mittelwert von 1991 und 2020 gab es in den letzten 20 Jahren in 25 Prozent der Fälle einen zu kalten in 35 Prozent einen normalen und in 40 Prozent der Fälle einen zu warmen Sommermonat. Die Abweichung betrug +0,2 Grad.


Deutschlandwetter August - Klimatabelle

Temperatur (ohne Nachtwerte), Regen, Regentage, Sonne, Schneetage und Sommertage gegenüber dem Mittelwert 1961 und 1990. In Klammer der Mittelwert von 1991 und 2020
Bundesland Temperatur
(Grad)
Regen
(l/m²)
Regentage
(>1 l/m²)
Sonne
(Stunden)
Schneetage
(Tage)
Sommertage
(Tage)
Brandenburg
(Potsdam) / Berlin
+23,0
(+24,6)
58,4
(58,7)
8,5
(8,6)
213
(219)
0
(0)
9,9
(13,8)
Baden-Württemberg
(Stuttgart)
+22,4
(+24,2)
94,6
(86,4)
11,2
(10,4)
208
(223)
0
(0)
9,6
(13,8)
Bayern
(München)
+21,9
(+23,9)
97,6
(95,4)
11,2
(10,6)
202
(221)
0
(0)
8,7
(13,1)
Hessen
(Wiesbaden)
+22,0
(+23,8)
65,8
(65,8)
9,6
(9,5)
190
(206)
0
(0)
8,3
(12,0)
Mecklenburg-Vorpommern
(Schwerin)
+21,5
(+23,2)
58,5
(64,4)
9,1
(9,7)
218
(214)
0
(0)
5,7
(9,2)
Niedersachsen
(Hannover) / Bremen / Hamburg
+21,7
(+23,2)
70,6
(74,0)
10,7
(10,9)
192
(196)
0
(0)
6,6
(9,6)
Nordrhein-Westfalen
(Düsseldorf)
+21,9
(+23,4)
72,7
(82,0)
10,6
(10,7)
183
(194)
0
(0)
7,4
(10,1)
Rheinland-Pfalz
(Mainz)
+22,3
(+23,9)
67,7
(65,5)
9,5
(9,3)
194
(211)
0
(0)
9,0
(12,4)
Schleswig-Holstein
(Kiel)
+20,9
(+22,2)
73,8
(85,6)
10,9
(11,6)
211
(208)
0
(0)
4,6
(6,7)
Saarland
(Saarbrücken)
+22,4
(+24,2)
73,3
(71,9)
9,8
(9,8)
202
(216)
0
(0)
8,9
(13,0)
Sachsen
(Dresden)
+22,2
(+23,9)
76,0
(78,0)
9,5
(9,6)
195
(214)
0
(0)
9,0
(12,7)
Sachsen-Anhalt
(Magdeburg)
+22,8
(+24,5)
58,7
(57,7)
8,6
(8,7)
197
(210)
0
(0)
9,6
(13,4)
Thüringen
(Erfurt)
+21,3
(+23,4)
64,0
(64,0)
9,2
(10,7)
191
(204)
0
(0)
7,3
(11,2)
Deutschland +22,0
(+23,7)
77,0
(78,1)
10,2
(10,2)
200
(211)
0
(0)
8,0
(11,6)

Temperaturabweichung im August der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm August der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2020

Wie war das Wetter im August 2020?

Extrem zu warm

Am Ende erreichte das Wetter eine durchschnittliche Temperatur von +19,9 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +3,4 Grad zu warm. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1981 und 2010 betrug die Abweichung +2,4 Grad. Damit war der August 2020 gleich warm wie 2018 und 2015 und damit der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881

Leicht zu nass

Zum Monatsbeginn gab es über dem Süden ergiebigen Dauerregen, was am 3. über Aschau-Innerkoy binnen 24 Stunden zu 154 l/m² an Niederschlag brachte. Lokal begrenzte Starkregengewitter sorgten in der zweiten Dekade für enorme Stundensummen von örtlich bis zu 50 l/m². Die Dürre setzt sich vom Saarland bis an den Niederrhein weiter fort, was dort noch nicht einmal zu Regensummen von 15 l/m² führte, was die Vegetation extrem schädigte. Aber auch Norddeutschland hatte bis zum letzten Drittel mit der Trockenheit und der Hitze zu kämpfen, bevor in der letzten Dekade die Niederschlagsneigung zunahm.

Normalerweise kommt nach dem vieljährigen Mittelwert eine Niederschlagssumme von 77 l/m² zustande. In2020 wurde mit 90 l/m² das Soll um 115 Prozent übererfüllt.

Zu viel Sonnenschein

Ganze 220 Stunden schien die Sonne im Schnitt. An einem normalen Augustmonat sind es rund 200 Stunden und so wurde das Soll um rund 10 Prozent übererfüllt.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter August 2020.

Häufige Fragen zum Wetter im August

Wie wird das Wetter im August 2021?

Der Wettertrend für den August 2021

Man braucht also nicht viel an Phantasie um einen zu warmen Wettertrend vorauszusehen. Zudem sich die Anzahl der Hitzetage in Zeiten des Klimawandels weiter erhöht und extreme Hitzewellen zunehmend die Menschen plagen.

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose eine Abweichung der Tempertauren gegenüber 1961 und 1990 von +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich. Gegenüber dem - wärmeren - Mittelwert von 1991 und 2020 liegt die Abweichung zwischen -0,4 und +0,6 Grad im weitgehend normalen Bereich.

Die Niederschlagsprognose ist unauffällig gegenüber dem Sollwert und im Trend als leicht zu trocken einzustufen.

Mehr Details dazu in Kürze in den aktuellen Wetterprognosen zum Wetter August 2021.

Wie ist das Wetter im August in Deutschland?

Der August startet häufig durchwachsen, doch rasch stellt sich eine sommerliche bis hochsommerliche Wetterlage ein, die bis zur Monatsmitte anhalten kann. Nachfolgend kippt der August zur Monatsmitte in den Spätsommer über und die Niederschlagstendenz steigt an.

Welche Temperaturen gibt es im August?

Der August kann schon mal mit Werten von unter der +20 Grad Marke beginnen, doch häufiger sind es sommerliche bis hochsommerliche Werte von +24 bis +28 Grad und örtlich bis +32 Grad, die den Temperaturcharakter in der ersten Hälfte dominieren können. Nachfolgend gehen die Werte wieder zurück und pendeln sich am Ende des Sommers auf +18 bis +27 Grad ein.

Durchschnittlich schafft es der August auf +16,5 Grad (Tag- und Nachttemperaturen). Am Tage liegt der Schnitt bei +21,9 Grad und in der Nacht bei +11,6 Grad.

Wie war das Wetter im August 2020?

Extrem zu warm

Am Ende erreichte das Wetter eine durchschnittliche Temperatur von +19,9 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +3,4 Grad zu warm. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1981 und 2010 betrug die Abweichung +2,4 Grad. Damit war der August 2020 gleich warm wie 2018 und 2015 und damit der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881

Leicht zu nass

Zum Monatsbeginn gab es über dem Süden ergiebigen Dauerregen, was am 3. über Aschau-Innerkoy binnen 24 Stunden zu 154 l/m² an Niederschlag brachte. Lokal begrenzte Starkregengewitter sorgten in der zweiten Dekade für enorme Stundensummen von örtlich bis zu 50 l/m². Die Dürre setzt sich vom Saarland bis an den Niederrhein weiter fort, was dort noch nicht einmal zu Regensummen von 15 l/m² führte, was die Vegetation extrem schädigte. Aber auch Norddeutschland hatte bis zum letzten Drittel mit der Trockenheit und der Hitze zu kämpfen, bevor in der letzten Dekade die Niederschlagsneigung zunahm.

Normalerweise kommt nach dem vieljährigen Mittelwert eine Niederschlagssumme von 77 l/m² zustande. In2020 wurde mit 90 l/m² das Soll um 115 Prozent übererfüllt.

Zu viel Sonnenschein

Ganze 220 Stunden schien die Sonne im Schnitt. An einem normalen Augustmonat sind es rund 200 Stunden und so wurde das Soll um rund 10 Prozent übererfüllt.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter August 2020.


Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten August

Statistische Wetterwerte für August

  • Sehr häufig gibt es zwischen dem 4./7. August Regenphasen
  • Fallen die Regenphasen aus so ist bis zum 12. August mit Hochdruck zu rechnen
  • Zur Monatsmitte hin (12./14. August) oft kühlere Wetterphasen bis zum 23. August
  • Vom 25. bis 31. August sehr häufig Hochdruck (Spätsommer)

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