Im November geht die Wintersaison los und die Winterfans warten schon gespannt auf die ersten Schneeflocken. Für andere ist der November ein meist grau-trüber und unangenehmer Monat. Dabei hat der letzte Herbstmonat auch seine gemütlichen Seiten.

Der Winter gibt schon sehr häufig im November sein erstes Gastspiel. Während im Oktober noch häufiger warme goldene Oktober-Tage zu erwarten sind, wird der Wettercharakter im November allmählich grau, nasskalt, teils windig und trüb. Auch Schnee gab es schon im November bis in tiefer Lagen hinab, häufiger kommt das aber erst ab den mittleren Lagen zwischen 400 bis 800 Meter vor und meist in der letzten Novemberdekade vor.

Wie wird der November 2018?

Von vielen Winterfans wird bereits der Winter sehnlichst erwartet, andere wiederum wünschen sich ihn ganz weit weg. Und dennoch, der Wetterverlauf November kann ein Indikator für den Winterverlauf sein, denn nicht selten gab es nach einem längeren Wintereinbruch in der letzten Novemberdekade anschließend einen Winter, der normal bis leicht zu kalt ausfiel.
Aktuell berechnet das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen im November gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich.
In der Niederschlagsprognose zeigt sich der November 2018 in der Simulation leicht negativ (zu trocken). Noch ist es aber für eine detaillierte Wetterprognose zu früh, die Berechnungen der Langfristmodelle können jedoch schon eine Richtung hinsichtlich der möglichen Temperaturentwicklung und der Niederschlagsneigung geben. Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Wetterprognosen November 2018.



Durchschnittswerte im November

In einem Durchschnittsnovember erreichen die Temperaturen einen Mittelwert von +4 Grad und der Sollwert der Niederschlagserwartung liegt bei 67 Liter Regen pro m². Der November gilt für die meisten Menschen als ein trüber und nicht gerade angenehmer Monat - für manche Menschen ist er aber der Beginn der faszinierenden Winterzeit - mit allem was dazugehört. Andere Menschen nutzen den letzten Herbstmonat für die ruhigeren Momente, wenn es draußen regnet und windet, macht man es sich eben Zuhause gemütlich, freut sich auf ein warmes Bad usw..

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Das November-Wetter

Der November ist häufig von Nebel und Hochnebel geprägt - löst sich dieser auf, so kann mancherorts auch häufiger die Sonne zum Vorschein kommen. Niederschlag ist im November seltener anzutreffen. Das es auch anders gehen kann, zeigte der November 1950 als am Feldberg (Schwarzwald) mit 417,7 l/m² der Niederschlagsrekord im November aufgestellt wurde. Den meisten Niederschlag binnen 24 Stunden verzeichnete die Station Wernigerode am Harz mit rund 144 l/m². Andersherum gab es auch einige Stationen im November, wo überhaupt kein Niederschlag fiel - auffallend hierbei war das Jahr 2011, als beim durchschnittlichen Mittelwert nur 2,5 l/m² an Niederschlag registriert wurden. Normal sind im November aber Niederschlagssummen und die 67 l/m².

Die Temperaturen im November

Der höchste Temperaturwert im November wurde am 6. November mit +25,9 Grad in Rosenheim (Bayern) mit Föhnunterstützung aufgestellt. Ansonsten wird in der Regel die +25 Grad Marke im November nicht mehr überschritten. +20 Grad und mehr wurden jedoch an 40 Prozent der Wetterstationen registriert. Am kältesten war es am 28. November 1915, als mit -25,9 Grad der Tiefstwert über der Zugspitze gemessen wurde. Aber nicht nur dort kann es im November richtig kalt werden - der zweitniedrigste Wert wurde mit -24,4 Grad am 23. November 1858 an der Sternwarte in Jena gemeldet.

Schnee im November

Schnee hat im November keinen Seltenheitswert, so gab es kaum eine Messstation, welche nicht schon einmal Schneefall gemeldet hatte - vor allem im Bergland ist schon häufiger mit einem Wintereinbruch zu rechnen. Den meisten Schnee gab es am 13. November 1952 mit einer Schneedecke von 460 cm auf der Zugspitze. Aber auch in tieferen Lagen sind Schneedecken im November nicht auszuschließen. Erst am 25./26. November 2005 wurden im Münsterland Schneedecken von über 50 cm Höhe registriert.

November-Stürme

Häufiger sind im November die ersten Herbststürme oder gar Orkane zu erwarten. Bedingt durch den höheren Unterschied der Temperaturen zwischen den Landmassen und Meeresflächen nehmen die Turbulenzen in der Wetterentwicklung zu. Den stärksten Wind gab es am 27. November 2011, wo auf Sylt mit 126 km/h der Windrekord für einen November aufgestellt wurde.

November-Sonne

Anstatt Novembergrau kann sich der November manchmal auch von seiner sonnigen Seite zeigen, bspw. im November 1978, als auf der Zugspitze 234,7 Sonnenstunden gemessen wurden. Wenn man bedenkt, dass im November maximal 270 Sonnenstunden möglich sind, so schien die Sonne damals fast die ganze Tageszeit über. Häufiger als Sonnenschein sind jedoch die typischen Nebel- und Hochnebelfelder, welche sich oftmals gar nicht mehr auflösen können. Der November ist also durchaus ein abwechslungsreicher Monat, wo teils noch sommerliche Werte, aber verbreitet auch schon Frost und Schnee zu erwarten sind - wie im April…nur eben in seiner Richtung umgekehrt.

Der Sonnenstand im November

Die Sonne geht am 1. November um 7:01 Uhr auf und um 16:38 Uhr unter. Der Tag hat somit eine Länge von 9 Stunden und 37 Minuten. Am 30. November geht die Sonne um 7:51 auf und um 15:58 Uhr unter. Die Länge des Tages beträgt 8 Stunden und 7 Minuten. Die Tage werden im November um 1 Stunde um 30 Minuten kürzer. Vergleicht man die Tageslänge, so ist der 1. November mit dem 9. Februar und der 30. November mit dem mit dem 11. Januar zu vergleichen. Bedingt durch den niedrigen Sonnenstand sind die Bedingungen für zähe Nebel- und Hochnebelfelder nahezu ideal.

Die Abweichung der Temperaturen im November der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
November Tem­peratur Ab­weichung
Trend November 2018 +3,5 bis +4,5 Grad -0,5 bis +0,5 Grad
November 2017 +5,1 Grad +1,1 Grad
November 2016 +3,8 Grad -0,2 Grad
November 2015 +7,5 Grad +3,5 Grad
November 2014 +6,5 Grad +2,5 Grad
November 2013 +4,6 Grad +0,6Grad
November 2012 +4,6 Grad +0,6 Grad
November 2011 +5,2 Grad +1,2 Grad
November 2010 +4,5 Grad +0,5 Grad
November 2009 +4,8 Grad +0,8 Grad
November 2008 +7,4 Grad +3,4 Grad
November 2007 +5,1 Grad +1,1 Grad

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im November der letzten 20 Jahre

Sehr schön erkennt man im Klimadiagramm vom November der letzten 20 Jahre, dass in 35 Prozent der Fälle der November normal, in nur 5 Prozent zu kalt und in den restlichen 60 Prozent zu warm ausfiel. Das ist im Gegensatz zum September und Oktober eine signifikante Gewichtung für einen normalen bis zu warmen Temperaturtrend.
Ebenfalls auffällig, dass die wärmsten Novembermonate allesamt in den letzten 10 Jahre liegen, darunter auch der Rekordnovember aus dem Jahre 2015, welche schon frühzeitig den milden Winterverlauf ankündigte.

Im Schnitt waren die Novembermonate der letzten 20 Jahre im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert etwa um +1 Grad zu warm.

Klimadiagramm November in Deutschland der letzten 20 Jahre

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