Wie wird das Wetter im Sommer 2018? Nach einem zu heißen Start in den Sommer zeigt sich aktuell ein kühler Wettercharakter, doch im Siebenschläferzeitraum zeigt sich eine signifikante Wetterentwicklung.

Das Wetter in den kommenden Junitagen zeigt sich zunächst noch leicht unterkühlt und wechselhaft. Vor allem die Nächte können mit Werten von unter +10 Grad und örtlich bis +2 Grad für eine ordentliche Abkühlung sorgen. Doch zur neuen Woche setzt sich von England her ein Hochdrucksystem durch und sorgt mir viel Sonnenschein für erneut sommerlich bis hochsommerlich warme Temperaturen.

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Siebenschläferzeitraum und die Entwicklung des Sommerwetters

Der Siebenschläferzeitraum beginnt um den 25. Juni und endet am 11. Juli. Gemäß der langjährigen Statistik zeigt sich über dem Süddeutschen Raum eine sehr hohe Singularität der Abfolge von Wetterereignissen der kommenden sieben Wochen, welche durch die Wetterlage hervorgerufen wird, welche sich in diesem Zeitraum eingestellt hat. Insofern spielt der Zeitraum für den Wettertrend des Sommers 2018 eine gewichtige Rolle.

Außergewöhnlicher Sommer 2018

Meteorologisch beginnt der Sommer mit dem 1. Juni und kalendarisch am 21. Juni. Nun hält sich das Wetter ab nicht immer an das, was Menschen auf dem Kalender ankreuzen, sondern das Wetter gehorcht seinen ganz eigenen Gesetzen. Der Grundstein für eine ganze Reihe außergewöhnlicher Wetterlagen wurde bereits im Februar 2018 mit dem Major-Warming in Stratosphärenhöhe gelegt.

Ein sog. Major-Warming hat nachfolgend häufiger ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum zur Folge, so auch in 2018. Im Ergebnis sorgte der hohe Luftdruck über Skandinavien für einen zu kalten Februar und März und mit steigendem Sonnenstand für die Rekordhitze im April und Mai.

Ein Skandinavienhoch sorgt zudem dafür, dass die normale Ost-West Strömung gestört ist und man spricht deshalb auch von einer gestörten Zirkulation. Kurzzeitig gestörte Zirkulationen sind kein Problem, halten sie aber länger an, so entsteht ein Erhaltungsmuster, welches sich schwerer auflösen lässt.

Ein Versuch der Auflösung der Erhaltungsneigung gab es im Juni, bei der sich zwei kurzfristige kühlere Wetterphasen haben durchsetzen können, doch im Ergebnis bleibt auch der Juni mit einer aktuellen Abweichung von rund +2,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm. Hatte aber am 10. Juni schon mal eine Abweichung von über +4 Grad vorzuweisen.

Die Erhaltungsneigung und das Sommerwetter

Ok, nun hat man eine ausgeprägte Erhaltungsneigung, welche sich schon seit Februar dominierend auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz auswirkt. Zudem beginnt nun in den Zeitraum der Wettersingularität des Siebenschläfers.
Interessant wird sein: kann sich die Erhaltungsneigung mit den extrem zu warmen und zu trockenen Wetter die nächsten sieben Wochen behaupten und somit nachhaltig den Sommer 2018 prägen, oder setzt sich das Ausgleichsverhalten mit gemäßigten Sommertemperaturen durch?

Polarwirbelberechnung Sommer

Berechnung Polarwirbel nach amerikanischen Prognosemodell: Hochdruckzone mal stärker, mal schwächer berechnet - doch zeigt sich für die atlantische Frontalzone kaum ein Durchkommen © www.meteociel.fr

Sommer 2018 Hochdruckzone über Nord- und Mitteleuropa

Die Prognosemodelle berechnen in ihrer aktuellen Wettervorhersage immer wieder Varianten, bei der sich im Zeitraum vom 25. Juni bis 7. Juli eine Hochdruckzone zwischen den Azoren und dem nördlichen Skandinavien ausbilden kann.

Sollte dies gelingen, so wäre das Zirkulationsmuster weiterhin gestört und die atlantische Frontalzone könnte sich nicht, bzw. nur unter erschwerten Bedingungen bis nach Mitteleuropa durchsetzen. Das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz würde dann auch östlichen Richtungen kommen und das ist im Sommer nur selten kühl und nass.
Anders formuliert: setzt sich die Hochdruckzone durch, so hätte das eine hohe Wahrscheinlichkeit für warmes Sommerwetter bei einer gemäßigten Niederschlagsneigung (meist in Form von Schauern und Gewittern) zur Folge.

Da dieser Aufbau im Siebenschläferzeitraum geschieht, hat das möglicherweise auch weitreichende Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Sommers 2018. In jedem Fall ist schon zum aktuellen Stand das Wetter im Sommer als außergewöhnlich zu bewerten.

Sommer 2018 Trog Mitteleuropa

Die besondere Lage des Hochdrucksystem hat aber auch das Potential sich anders zu positionieren, als es derzeit von den Vorhersagemodellen berechnet wird. Man erkennt es schon auf der weiter oben gezeigten Wetterkarte sehr gut, dass eine Trogstruktur am östlichen Hochdruckgradienten kühlere Luftmassen über das östliche Europa nach Süden führt.

Polarwirbelberechnung Sommer

Berechnung Polarwirbel nach Kontrolllauf: Omegastruktur. Jedoch liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der kühlen Seite © www.meteociel.fr

Geschieht das nun wenige tausend Kilometer weiter westlich, so würden Deutschland, Österreich und die Schweiz voll im Einflussbereich eines mitteleuropäischen Troges liegen können. Ist für den Sommer eher ungewöhnlich, doch das gehört auch zum Wesen einer gestörten Zirkulation und ist als eine mögliche Wettervariante nicht auszuschließen. Und damit sind wir beim Ausgleichsverhalten.

Kühler Sommer

Sollte der Trog tatsächlich weiter westlich niedergehen - und das noch im Siebenschläferzeitraum - so könnte das der Beginn einer nachhaltigen Wetterumstellung sein, bei der sich mit kühleren Temperaturen und einem unbeständigen Wettercharakter so langsam das Ausgleichsverhalten einschleicht.

Wie wahrscheinlich ist ein zu kühles Wetter im Juli und August?

Gemäß der Statistik der letzten 20 Jahre gab es in gerade einmal 10 Prozent der Fälle einen zu kalten Juli, bzw. August. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist also als gering einzustufen. Das letzte Mal, als dass der Juli und August zu kalt ausfielen, war 1993 - möglich ist es also. Warum wir 1993 erwähnen? Weil hier der Januar zu warm, der Februar und März zu kalt, der April und Mai zu warm waren - ganz ähnlich wie in diesem Jahr. Der Juni hatte damals eine Abweichung von +0,2 Grad, der Juli von -0,8 Grad und der August von -0,7 Grad vorzuweisen und zeigt, wie eindrucksvoll das Ausgleichsverhalten zuschlagen kann.

Doch in 2018 verhält sich der Juni anders und die Wahrscheinlichkeiten, dass der erste Sommermonat normal oder zu kalt ausfällt, sind verschwindend gering.

Wetter im Sommer 2018 nach der Prognose des Langfristmodells: Kühle Phasen nicht ausgeschlossen

Keine Frage, derzeit deutet vieles darauf hin dass, sich das Sommerwetter mit für die Jahreszeit zu warmen Temperaturen bis weit in den Juli hineinziehen kann und hat somit eine höhere Wahrscheinlichkeit als andere Varianten.
Doch das Langfristmodell berechnet seit geraumer Zeit die Sommermonate Juli und August mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm. Somit geht das Langfristmodell in seiner Wetterprognose nicht davon aus, als ob die außergewöhnlich warmen Temperaturen im weiteren Verlauf des Sommers eine Fortsetzung finden können.

Im Fazit, bzw. der Zusammenfassung lässt sich festhalten: ein immer weiter so mit den außergewöhnlich warmen Temperaturen ist in Frage zu stellen. Die möglicherweise entscheidende Wetterentwicklung steht schon in der kommenden Woche bevor - gelingt der Hochdruckaufbau über Skandinavien (Erhaltungsneigung) oder ist das eine Wetterentwicklung, welche den Trog Mitteleuropa initialisieren kann? Die kommenden Tage werden für Gewissheit sorgen. Die Sommermonate nach den Berechnungen des Langfristmodells im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +2 bis +3 Grad Trend: Zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: Etwas zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018 vom 23.06.2018

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Über das Wochenende kühlt sich das Sommerwetter ab und in den Nächten kann es empfindlich kühl werden. Doch im weiteren Verlauf zeigt sich der Aufbau eines Hochdrucksystems über dem nördlichen Europa.

Ein Tiefdrucksystem über Skandinavien sorgt im Tagesverlauf für einen markanten Temperaturrückgang, welcher über das Wochenende hin Bestand haben kann. So sinken die Werte von Nord nach Süd auf +14 bis +18 Grad ab, wobei heute über dem Süden nochmals +24 bis +30 Grad erreicht werden können. Entsprechend hoch ist die Neigung zu Schauern und Gewittern mit örtlichen Potential für Unwetter über dem Süden einzustufen (Gewitterradar | Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Die Front selbst ist aber vergleichsweise wenig wetteraktiv.
Am Wochenende sorgt der böige Nordwind für Tageswerte, welche sich bis zum Sonntag auf +15 bis +20 Grad und örtlich bis +22 Grad einpendeln können. In den Nächten können die Werte auf unter die +10 Grad Marke absinken. Die Niederschlagsneigung ist als schwach bis mäßig hoch zu bewerten und liegt mit ihrem Schwerpunkt über den Gebieten etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden.

Zum Start in die neue Woche dehnt sich nach der aktuellen Wettervorhersage Juni ein Hochdrucksystem bei England weiter in Richtung Deutschland aus und sorgt bei einer zunehmenden Sonnenscheindauer für eine abklingende Niederschlagsneigung. Die Temperaturen können bis zum Dienstag auf sommerliche Werte zwischen +24 bis +28 Grad ansteigen. Die frische Brise ist also nur von kurzer Dauer und das bislang zu warme Sommerwetter setzt sich weiter fort. Bleibt das so?

Weiterlesen: Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 21.06.2018 - Sorgt ein Skandinavienhoch für ein...

Der Sommer legt zum Wochenende eine Pause ein. Doch zeigt sich in den Wetterprognosen der Vorhersagemodelle eine eindeutige Entwicklung der Großwetterlage, was die Nachhaltigkeit einer kühlen Witterung in Frage stellt.

Bis zum Mittwoch dehnt sich ein Keil des Azorenhochs über Deutschland aus und lässt mit vermehrten Sonnenschein die Temperaturen mit +24 bis +28 Grad und örtlich bis +32 Grad in den hochsommerlich warmen Bereich ansteigen. Zum Donnerstag aber sorgt ein Tiefdrucksystem über Skandinavien für die Auflösung des Hochdruckkeils und sorgt mit einer nördlichen Strömungskomponente für die Zufuhr kühlerer Luftmassen, welche sich nach der aktuellen Wettervorhersage Juni bis einschließlich Sonntag über Deutschland behaupten können.

Wenn man so will, steht ein Temperatursturz bevor, bei dem sich die Temperaturen mancherorts binnen 24 Stunden um bis zu 17 Grad abkühlen können. Und wer eine frische Sommerbrise mag, kann in den Nächten kühle +5 bis +12 Grad genießen. Die Niederschlagsneigung ist am Donnerstag in Form von teils kräftigen Schauern und Gewittern als erhöht zu bewerten, sonst hält sich die Niederschlagsneigung weiterhin in Grenzen.

Weiterlesen: Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 19.06.2018 - Kaltes Sommerwetter nur von kurzer...

Ein Kaltluftvorstoß könnte den sommerlich warmen Temperaturen in der letzten Juni-Dekade ein Ende bereiten. Doch für wie lange?

Das Auf und Ab der Temperaturen setzt sich in der kommenden Juni-Woche weiter fort. Bis zum Mittwoch können mit Werten von +24 bis +28 Grad und örtlich über die +30 Grad Marke hinaus in den hochsommerlich warmen Bereich ansteigen, bevor zum Donnerstag von Norden ein Temperaturrückgang einsetzt und die Werte bis zum Freitag auf +14 bis +22 Grad absinken lassen kann. Die Niederschlagsneigung ist am heutigen Sonntag und am kommenden Donnerstag als nennenswert erhöht einzustufen, sonst bleibt es mit gelegentlich vereinzelten Regentropfen weitgehend trocken. Mehr zum Wetter Juni 2018 in der aktuellen Wettervorhersage.

Weiterlesen: Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 17.06.2018 - Kühles und unbeständiges Sommerwetter?

Sommerwetter oder markanter Kaltluftvorstoß in der letzten Juni-Dekade? Auf die Konstellation der Wettersysteme kommt es an.

Ein Tiefdrucksystem verlagert sich in den kommenden Tagen von England nach Skandinavien und streift am Samstag und Sonntag Deutschland. So ist am Wochenende mit einer erhöhten Schauer- und Gewitteraktivität zu rechnen. Von Montag bis Mittwoch dominiert ein Hochdruckkeil des Azorenhochs das Wetter über Deutschland, was häufiger die Sonne zum Vorschein kommen lässt, aber regionale Schauer und vereinzelte Gewitter nicht verhindern kann.
Die Temperaturen erreichen meist Werte zwischen +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad, können aber am Samstag und auch am Mittwoch örtlich bis auf +30 Grad ansteigen. Mehr zum Wetter Juni 2018 in der aktuellen Wettervorhersage.

Weiterlesen: Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 15.06.2018 - Im Wettertrend ein durchwachsenes...