Wetter April - Wie wird das Wetter im April?
Der April – wohl aus meteorologischer Sicht ein sehr interessanter Wettermonat. Von eisiger Kälte bis hin zu sommerlichen Temperaturen mit allen Niederschlagsvarianten wird es für Meteorologen im April nicht langweilig. Der Grund für diese Wetterextreme ist die generelle Umstellung des Wetters von Winter auf Sommer. Die eigentliche Ursache liegt aber im Sonnenstand. Im April hat der Sonnenstand eine Höhe erreicht, wo die Landmassen stärker aufgeheizt werden, als die noch kalten Meere. Das führt zu Temperaturunterschieden und damit zu Wetterreaktionen, welche z.T. auch recht heftig ausfallen können. Im letzten Aprildrittel beruhigt sich das bis dahin wechselhafte Wetter und stellt sich bis zum Mai so langsam auf das milde Frühlingswetter um. Der durchschnittliche April hat eine Mitteltemperatur von +7,4 Grad und durchschnittlich fallen im April 58 Liter Niederschlag pro m² nach dem langjährigen Mittel.

Wie wird das Wetter im April 2018?

Kommt es im April 2018 noch einmal zu Schneefall und Kaltlufteinbrüchen mit Frost, oder setzt sich schon frühzeitig der Frühling mit warmen Temperaturen durch? Das der April macht , was er will lässt sich zum heutigen keine eindeutige Antwort auf die Frage finden. Das Langfristmodell jedenfalls berechnet in seiner aktuellen Wettervorhersage April 2018 einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um +1 bis +4 Grad deutlich zu warmen Frühlingsmonat. In der Niederschlagsbilanz zeigt sich der April 2018 nach den Berechnungen unauffällig gegenüber seinem Sollwert der letzten Jahre. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose April 2018.

Bereits Ende März liegt der Durchschnittswert der Temperaturen über 5 Grad, was für die Vegetationsperiode entscheidend ist, denn erst ab dieser 5 Grad Grenze legt die Vegetation richtig los - sehr zum Leidwesen mancher Allergiker - es zeigt aber auch, dass der Frühling im April nun so langsam Einzug hält.

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Außergewöhnliche Temperaturen im April

Generell werden im April fast in ganz Deutschland die +20 Grad erreicht, bzw. überschritten (mit Ausnahme von Helgoland und den Gipfellagen). So ab den 15. April herum sind dann mit, bzw. auch über +25 Grad die ersten Sommertage nicht unwahrscheinlich, lediglich entlang der Ostsee und in höheren Lagen gab es an ein paar Messstationen noch nie einen Sommertag im April zu verzeichnen. Die höchste Temperatur wurde am 28. April 2012 mit 32,9 Grad (was ja eigentlich schon ein Hitzetag ist) in Bad Mergentheim und in Kitzingen (Main) registriert. 40 Prozent aller Messstationen registrierten im April auch schon den einen oder anderen Eistag, bei dem die Temperaturen nicht über 0 Grad ansteigen und Nachtfrost Anfang April gehört eher zur Regel als zur Ausnahme. Bei 20 Prozent der Messstationen wurden in den frühen Morgenstunden auch schon Temperaturwerte jenseits der -10 Grad gemessen, am kältesten war es aber mit -14,2 Grad am 5. April 1929 in Cottbus.

Aprilwetter mit Schneefall

Der meiste Niederschlag im April wurde mit 553 l/m² auf der Zugspitze registriert und in tieferen Lagen wurde das Monatsmittel auch schon um 250 Prozent überschritten. Komplett ohne Niederschlag war in einigen Regionen entlang des Rheins der April im Jahr 2007. Mit Schneefall ist im April immer zu rechnen, allerdings wird eine geschlossene Schneedecke im April zunehmend seltener. Und dennoch: 20 cm und mehr wurden schon an 30 Prozent der Messstationen in Deutschland registriert und das der "April macht, was er will", zeigt die Tatsache, dass an den Orten, wo eine Schneedecke von mehr als 20 cm gemessen wurde, im Jahr zuvor +30 Grad registriert wurden.

Der Aprilmonat und der Sonnenschein

Sonnenschein gab es mit bis zu 350 Sonnenstunden bei Berus (Saarland), was in etwa 10 Sonnenstunden am Tag entspricht. Es ist im Übrigen nicht verwunderlich, dass die meisten Sonnenstunden im April des Jahres 2007 gemessen wurden, denn gleichzeitig war in diesem Jahr auch wenig an Niederschlag gefallen. Die geringste Sonnenscheindauer gab es im April 170 mit 44 Stunden in Seesen am Harz.

Die Abweichung der Temperaturen im April der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Jahr Tem­peratur Ab­weichung
Trend April 2018 +7,9 bis +9,4 Grad +0,5 bis +2 Grad
April 2017 +7,4 Grad + 0 Grad
April 2016 +7,9 Grad +0,5 Grad
April 2015 +8,4 Grad +1,0 Grad
April 2014 +10,8 Grad +3,4 Grad
April 2013 +8,1 Grad +0,5 Grad
April 2012 +8,1 Grad +0,5 Grad
April 2011 +11,6 Grad +4,2 Grad
April 2010 +8,7 Grad +1,3 Grad
April2009 +11,8 Grad +4,4 Grad

Temperaturabweichung im April der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Deutlich positiv stechen die beiden Aprilmonate 2009 und 2011 hervor, wobei 2009 der wärmste Aprilmonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 war. Überraschend - aber auch nicht außergewöhnlich - war der April 2017, welcher gegenüber dem langjährigen Mittelwert seit langem einmal wieder normal ausgefallen ist. Der letzte zu kalte April stammte übrigens aus dem Jahre 2001 mit einer Abweichung von -0,3 Grad.

Was fällt auf? In 75 Prozent der Fälle war das Wetter im April zu warm, 0 Prozent zu kalt und in 25 Prozent der Fälle normal (-0,5 bis +0,5). Das ist sehr deutlich! Zieht man nur die letzten 10 Jahre heran, so war in 80 Prozent der Fälle der April zu warm und 20 Prozent normal. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert sind die Aprilmonate der letzten 20 Jahre im Schnitt um +0,75 Grad wärmer geworden. Das unterstreicht, dass der zweite Frühlingsmonat April eine hohe Signifikanz hat, zu warm auszufallen. Der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer Abweichung von +4,4 Grad im Jahre 2009 registriert. Der kälteste April stammt aus dem Jahre 1917 mit einer Abweichung von -3,0 Grad.

Klimadiagramm April in Deutschland der letzten 20 Jahre

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