Das Wetter im Juli zählt in Deutschland neben dem August zu den Wetter beständigen Sommermonaten. Durchschnittlich erreicht die Temperatur im Juli einen Wert von +16,9 Grad und damit ist der Juli – in der durchschnittlichen Betrachtung – der wärmste Sommermonat mit dem höchsten Sonnenstand.
Wer also Urlaub in Deutschland machen möchte, sollte sich den Juli vormerken. Allerdings ist das Wetter im Juli auch relativ nass – durchschnittlich fallen in einem Juli 78 Liter Regen pro m². Meist begrenzen sich diese Niederschläge auf kurze Zeiträume in Form von Gewittern und Starkregen, wobei es auch zu kräftigen Unwettern mit erheblichen Schadenspotential kommen kann. Die übliche Wetterkonstellation im Juli ist aber von Hochdruckgebieten geprägt.

Wie wird das Wetter im Juli 2018?

Der Juli ist nicht selten geprägt von hochsommerlichen Wetterphasen, welche häufiger zu den sog. Hundstagen (22. Juli bis 23. August) auftreten. Gerade aber die Wetterwechsel können im Juli ein hohes Potential für Unwetter hervorrufen. Aktuell berechnet das Langfristmodell für den Juli eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +1 Grad einen normalen bis leicht zu warmen Wettertrend. In der Niederschlagsberechnung wird das Wetter im Juli gegenüber seinem Sollwert normal und im Trend leicht zu nass berechnet. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose Juli 2018.

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Wetterereignisse im Juli

Der Sommer kommt im Juli so langsam auf Hochtouren und erreicht Ende Juli mit den Hundstagen seinen Höhepunkt, welcher sich noch in den August hineinziehen kann. So wurde die +40 Grad am 27. Juli 1983 gleich an mehreren Messstationen über dem Südosten von Deutschland (Ingolstadt, Neuburg an der Donau) erreicht. Hingegen wurden über einigen Bergregionen, sowie über Helgoland im Juli noch nie die +30 Grad Marke überschritten. Dass es im Juli auch kühl werden kann, zeigen die 20 Prozent der Stationen, welche bereits Tageshöchstwerte von unter +10 Grad im Juli registrierten. Boden- und auch Luftfrost wurden in den Nächten ebenfalls an 20 Prozent der Messstationen erreicht, selbst in den Niederungen wurden schon bis -2 Grad registriert.

Die Sonne im Juli

Die Sonne erreicht Anfang Juli ihren Höchststand und sorgt meist für viel Sonnenschein. Am meisten schien die Sonne auf Arkona mit 402,5 Stunden im Juli 1994. Im Mittel gab es damals also 13 Stunden Sonnenschein pro Tag - maximal möglich gewesen wären 16,5 Stunden und zeigt, wie damals die Touristen und Urlauber mit Sonnenschein verwöhnt wurden. Viele Wolken gab es hingegen im Juli 2000, als an 10 Prozent der Stationen gerade einmal 2-3 Sonnenstunden registriert wurden. Mit insgesamt 48,4 Stunden war die Sonne in Nordhessen im Jahr 2000 durchschnittlich sogar weniger als 2 Stunden pro Tag zu sehen. Die Tage werden im Juliverlauf etwa um 1 Stunde und 9 Minuten kürzer.

Viel Niederschlag im Juli

Die Sommermonate sind - bedingt durch ihre Wärme und damit verbundene Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit auch gleichzeitig die niederschlagsreichsten Monate des Jahres. Den meisten Niederschlag gab es mit 578 l/m² im Juli 1958 in Siegsdorf (Chiemsee) und mit 778,5 l/m² an der Station Aschau-Stein zu vermelden. Rechnet man daraus den täglichen Durchschnitt aus, so wäre das eine ergiebige Regenmenge von 19 l/m², bzw. 25 l/m² pro Tag! Wenig Niederschlag von unter 10 l/m² wurden im Juli schon an rund 20 Prozent der Messstationen in Deutschland registriert.

Die Abweichung der Temperaturen im Juli der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Jahr Temperatur Abweichung
Trend Juli 2018 16,4 bis 17,9 Grad -0,5 bis +1 Grad
Juli 2017 18,1 Grad +1,2 Grad
Juli 2016 18,6 Grad +1,7 Grad
Juli 2015 19,4 Grad +2,5 Grad
Juli 2014 19,3 Grad +2,4 Grad
Juli 2013 19,5 Grad +2,6 Grad
Juli 2012 17,4 Grad +0,5 Grad
Juli 2011 16,1 Grad -0,8 Grad
Juli 2010 20,3 Grad +3,4 Grad
Juli 2009 18,0 Grad +1,1 Grad
Juli 2008 18,0 Grad +1,1 Grad

Auffälligkeiten im Juli der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Der wärmste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer durchschnittlichen Temperatur von 21,99 Grad im Jahr 2006 registriert. Die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert betrug damals +5,09 Grad. Mit einer Abweichung von mehr als +2 Grad reihten sich die Jahre 1999 (+2,1 Grad), 2003 (+2,2 Grad), 2010 (+3,4 Grad), 2013 (+2,6 Grad), 2014 (+2,4 Grad) und 2015 (+2,5 Grad) ein.

Im Schnitt waren die Julimonate der letzten 20 Jahre gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1,33 Grad zu warm.

Auffälligkeiten im Juli

Die Daten der letzten 20 Jahre zeigen vor allem eine Auffälligkeit. In rund 10 Prozent der Fälle war der Juli zu kalt (Abweichung < -0,5 Grad), in 20 Prozent der Fälle normal (-0,5 bis +0,5 Grad) und in 70 Prozent der Fälle zu warm (Abweichung > +0,5 Grad). Das ist Signifikant!

Temperaturabweichung Juli der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Juli in Deutschland der letzten 20 Jahre

Aktuelle Witterungstrend, Wettertrend, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für Juli:

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