Wetter Dezember 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Was vom Wetter im Dezember 2021 zu erwarten ist

Endlich wieder richtiges Winterwetter?
Endlich wieder richtiges Winterwetter?

Der erste Wintermonat fällt nicht selten nasskalt bis zu mild aus, doch ab und an stellt sich eine Großwetterlage ein, dass ein richtiger Wintereinbruch möglich ist - und neben dem Winter gibt es noch das Thema der weißen Weihnachten zu diskutieren!

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Nicht nur der November kann schon für eine winterliche Wetterentwicklung entscheidend sein, auch der Dezember kann maßgeblich Einfluss nehmen.

Ist bspw. das zweite Dezemberdrittel zu kalt und fällt die Wettersingularität des Weihnachtstauwetters aus, so ist die Landmasse schon ordentlich abgekühlt und der mögliche Hochwinter im Januar hat ein leichtes Spiel, da er die Landmassen nicht erst noch abkühlen muss. Fallen hingegen die Temperaturen deutlich zu warm aus und wird die Großwetterlage von einer immer wiederkehrenden Südwest- oder Westströmung beeinflusst, so ist schon relativ früh davon auszugehen, dass der Winter 2021/2022 insgesamt zu warm ausfallen kann.

Statistisch ein nasskalter Wintermonat

In Folge aus den kürzer werdenden Tagen kühlen die Landmassen schneller als die Meeresflächen ab, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik durch die Temperaturunterschiede erhöht. So wird in der ersten Dezemberdekade das Wetter von wechselhaften Wetterlagen mit stürmischen Winden beeinflusst. Entsprechend nasskalt ist mit Werten von +0 bis +10 Grad das zu erwartende Temperaturspektrum.

Das typische Wetter

Durch die entsprechende Dynamik kommt es ab der zweiten Dezemberdekade zu meridionalen Strömungsmustern, welche mit einer Nord-Süd-, bzw. Süd-Nord-Strömung vermehrt das Wetter beeinflussen können. So liegen die Tageshöchstwerte zur Monatsmitte zwischen -2 bis +5 Grad und gehen um die Weihnachtszeit nochmals auf +4 bis +8 Grad hoch, bevor zum Ende mit -3 bis +7 Grad wieder überwiegend nasskalte Tageswerte zu erwarten sind. Die ersten Schneefälle sind in der ersten und zweiten Dekade nicht unüblich.

Daten und Fakten

Der höchste Temperaturwert wurde am 16. Dezember 1989 mit +24 Grad über Müllheim (Baden-Württemberg) registriert. Der tiefste Wert (außerhalb der Gebirge) stammt mit -32,4 Grad vom 21. Dezember 1939 und wurde über Hüll in Bayern gemessen. Im vieljährigen Schnitt von 1961 bis 1990 wird eine durchschnittliche Temperatur von +0,8 Grad erreicht und im Vergleich zur Referenzperiode von 1991 bis 2020 liegt der Wert bei +1,8 Grad. Anders formuliert ist der Dezember in den letzten 30 Jahren um rund +1,0 Grad wärmer geworden. Schaut man sich nur die letzten 20 Jahre an, so liegt die Differenz bei +1,25 Grad. Weitere Daten und Fakten zum Dezember.

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Dass ein Dezember zu kalt ausgefallen ist, war letztmalig 2010 der Fall (Abweichung -4,46 Grad). Der wärmste Dezembermonat stammt mit einer durchschnittlichen Temperatur von +6,48 Grad (Abweichung: +5,64 Grad) aus dem Jahre 2015. Man sieht, dass - trotz oder gerade wegen der Klimaerhitzung - der Dezember in den letzten 10 Jahren zunehmend wärmer wurde und ein zu kaltes Wetter besondere Großwetterlagen braucht.

Noch deutlicher wird das, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten nach der Statistik anschaut. Im Vergleich zum Mittelwert von 1961 und 1990 war in den letzten 10 Jahren kein Dezembermonat zu kalt oder normal. Ja, 100 Prozent waren zu warm. Blickt man auf die letzten 20 Jahre, so waren 10 Prozent zu kalt, 25 Prozent normal und 65 Prozent zu warm. Das ist eine Ansage und eine klare Aussage, dass das Wetter im ersten Wintermonat mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu warm ausfallen wird. Und diese Aussage kann man treffen, ohne irgendwelche Wetterkarten oder Langfristprognosen zu studieren!

Das erklärt auch, warum es in tieferen Lagen weniger Schnee gibt, als in den Jahrzehnten zuvor. Eine Veränderung der Temperaturen von +1,0 Grad bedeutet, dass die Schneefallgrenze um etwa 100 Meter ansteigt. Rundet man das Ergebnis, so liegt die Schneefallgrenze der letzten 20 Jahre - im Schnitt - um etwa 100 bis 150 Meter höher, als das früher der Fall war. Ein Flachlandwinter wird unwahrscheinlicher und auch die mittleren Lagen beklagen sich im zunehmenden Maße über den Mangel an Schnee.

Merkmale

Die nachfolgenden Daten sind im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 und in Klammer von 91/20:
Bodenfrost gab es an 20,0 Tagen zu erwarten (19,2 Tage). Nachtfrost gab es an 17,9 Tagen (15,9 Tagen) und Dauerfrost (sog. Eistage) an 7,2 Tagen (5,0 Tage). Schneetage gab es an 9,1 Tagen (5,9 Tage). Das sind allesamt statistische Werte auf die Fläche gemittelt. Über Niedersachsen, oder Nordrhein-Westfalen sind keineswegs an 9,1 Tagen Schnee zu erwarten!

Der Dezember ist ein Dunkelmonat

Für die einen ist es schrecklich, wenn das Wetter nasskalt, trüb und dunkel ist. Zudem ist am 21./22. Dezember mit 7 Stunden und 51 Minuten der kürzeste Tag und mit 16 Stunden und 9 Minuten die längste Nacht zu erwarten. Anschließend werden die Tage mit der Wintersonnenwende wieder länger und die Nächte kürzer (mehr dazu: Tage werden im Herbst kürzer).

Die schönen Seiten

Was aber für die einen schrecklich ungemütlich ist, ist für die anderen ein Hochgenuss, wenn die Tage kühl, abwechslungsreich und dunkel sind. Und mal ehrlich, es gibt doch nichts Gemütlicheres, als in der warmen Stube zu sitzen und das stürmische Winterwetter mit einem Buch auf dem Sofa zu genießen?

Zudem freut es hauptsächlich die jüngere Generation, wenn die ersten Schneeflocken liegen bleiben und so für eine verschneite Winterlandschaft sorgen können. Aber auch Dauernebel kann mit einer Hochdruckdominanz zum Thema werden, kommt jedoch seltener als im November oder zum Hochwinter im Januar vor. Es liegt also ganz bei Ihnen, wie Sie das Wetter empfinden - das Wetter lässt sich jedenfalls nicht davon beeinflussen.

Lässt das Dezemberwetter Rückschlüsse auf den Winter zu?

Dezember, veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
Herrscht im Dezember recht strenge Kält’, sie volle 18 Wochen hält Bauernregeln für den Dezember
Betrachtung der einzelnen Dezembermonate mit Auswirkung auf die Wintersaison
Monat Winter kalt Winter warm Häufig­keit
Dezember warm 11 % 53 % 45 (64 %)
Dezember kalt 24 % 11 % 25 (36 %)

Interessant ist in der obenstehenden statistischen Auswertung, dass der erste Wintermonat in den letzten 70 Jahren 16 Mal zu kalt (≤ +0,3 Grad - 23 Prozent) und 38 Mal zu warm (>=+1,3 Grad - 54 Prozent) und 16 Mal normal (+0,8 +/- 0,5 - 23 Prozent) ausfiel. Zudem zeigt sich, dass ein warmer Dezembermonat vielfach auch einen zu warmen Winter zur Folge (53 Prozent) hatte. War er hingegen zu kalt, so gab es nur in 24 Prozent der Fälle einen zu kalten Winter.

Die Abweichung der Temperaturen in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990
Dezembermonate Tem­peratur Ab­weichung
2011-2020 +3,4 Grad +2,6 Grad
2001-2010 +0,8 Grad 0 Grad
1991-2000 +1,3 Grad +0,5 Grad
1981-1990 +1,6 Grad +0,8 Grad
1971-1980 +1,6 Grad +0,8 Grad
1961-1970 -0,8 Grad -1,6 Grad

Besonders sticht in der Dekadenbetrachtung das aktuelle Jahrzehnt auf. Der Mittelwert liegt mit einem Überschuss von +2,6 Grad deutlich über dem der vergangenen Jahrzehnte. Maßgeblich daran beteiligt waren die viel zu warmen Werte der vergangenen Dezembermonate der Jahre. Anders formuliert wartet man schon seit über zehn Jahren vergeblich auf einen kalten Dezember!

Statistische Auffälligkeiten

Der Dezember aus dem Jahre 2015 ist im Übrigen der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881. Somit ist die zurückliegende Dekade die wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen seit 1881. Niemals zuvor waren zehn Dezembermonate in Folge so warm wie von 2011 bis 2020.

  • In vielen Fällen dominiert tiefer Luftdruck das Wettergeschehen im ersten Drittel
  • In Folge der hohen Tiefdruckaktivität fällt die erste Dekade gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm aus
  • Mit 69 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kaltlufteinbruch im Zeitraum vom 10. bis 20. sehr hoch
  • Schneefall zeigte sich häufiger um die Mitte des Monats
  • Insgesamt ist der erste Wintermonat als nasskalter Monat zu bewerten
  • Mit 76 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter im Zeitraum vom 20. bis 27. Dezember als sehr hoch einzustufen
  • Nach Weihnachten - und häufiger zum Jahreswechsel - wird es wieder zunehmend winterlicher

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Wie wird das Wetter im Dezember 2021?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Vorhersagen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen.

Das Wetterjahr war im Winter 2020/21 und vom Frühjahr bis in den Herbst hinein meridional strukturiert. In den letzten 18 Monaten gab es eine zonal verlaufende Wetterlage so gut wie nicht mehr. Dabei gilt die Westwetterlage als die normale und dominante Wetterlage über Mitteleuropa. Meridional bedeutet keineswegs immer zu warmes Wetter. Die Grundströmung erfolgt entweder von Nord nach Süd, was - wie im April und Mai - auch zu kühleren Wetterphasen führen kann, oder aber von Süd nach Nord, was zu extrem hohen Temperaturen führen kann, wie es bspw. im Juni und September der Fall war.

Der Herbst ist bislang deutlich zu warm und auch im Oktober deutet sich eine fortsetzende Dominanz der meridionalen Wetterlage an. Von entscheidender Bedeutung wird sein, ob das Strömungsmuster noch im Herbst (und damit wohl im November) auf westliche Richtungen kippt und damit den Winter mit einer nachhaltigen Zonalisierung schon frühzeitig beendet, oder aber ob sich das meridional verlaufende Zirkulationsmuster wird fortsetzen können.

Dann sind auch weiße Überraschungen in Form von Schnee und winterlichen Temperaturen möglich. Im Grunde aber - und das wurde in den obenstehenden Fakten deutlich - ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von einem milden Dezember auszugehen.

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Wettertrend der Langfristmodelle

Wettertrend des Langfristmodells CFSv2: zu warm

Immerhin - möchte man sagen - zählt der Dezember 2021 nach der Wetterprognose des CFSv2 Modells noch zu den kühleren Wintermonaten. Doch im Vergleich zu vieljährigen Mittelwert soll das Wetter am Ende um +0,5 bis +1,5 Grad und im Trend um bis +2 Grad zu warm ausfallen können. Anders formuliert tut sich - in dieser Prognose - eine Chance für eine winterliche Wetterphase auf.

Wettertrend Langfristmodell NASA: ein normales Dezemberwetter

Das ist interessant. Die Langfristprognose der NASA berechnet eine Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad und im Trend bis +1,5 Grad normal und tendenziell etwas zu warm. Der Winter hätte also echte Chancen. Schaut man sich die Niederschlagsprognose an, so wird ein zu trockener Monat simuliert. Interpretiert man das, so soll das Wetter hochdruckdominiert ausfallen, was auch die nur mäßig milden Temperaturen erklärt. Viel Nebel und klare Nächte können das Temperaturniveau ordentlich dämpfen.

Wettertrend des europäischen Langfristmodells: ebenfalls zu warm

Die Abweichung gegenüber dem vieljährigen Mittelwert beträgt im Dezember nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells +0,5 bis +2,0 Grad und fällt zu warm aus. Auch nach dieser Wetterprognose wäre mit einer winterlichen Phase zu rechnen, bzw. nicht auszuschließen. Die Niederschlagsbilanz ist gegenüber dem Sollwert unauffällig und im Trend etwas zu trocken.

Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter Dezember 2021 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen an dieser Stelle ab Mitte November.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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