Die Tage werden im Februar spürbar heller, doch nicht selten sind im letzten Wintermonat noch länger andauernde Kältephasen möglich und ist somit der zweit kälteste Monat im Jahr. Auch die Turbulenzen nehmen wieder zu und sorgen mit Trogwetterlagen für tiefwinterliche Wetterlagen. Auch sog. Polarwirbelsplits spielen nun wieder verstärkt eine Rolle.

Das Wetter im Februar kann eisig kalt, aber manchmal auch schon frühlingshaft mild sein. Zudem gilt der letzte Wintermonat auch noch als schneereichster Monat, sofern die Temperaturen es auch zulassen. Die Durchschnittstemperatur (nach dem langjährigen Mittel) liegt bei +0,4 Grad und die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei 49 l/m² - somit ist er auch gleichzeitig der niederschlagsärmste Monat des Jahres. Spürbar wird der höhere Sonnenstand mit einer längeren Sonnenscheindauer, so dass mögliche Wintertage dann zum Erlebnis werden können.



Wie wird das Wetter im Februar 2019?

Letztes Jahr gab es zum Winterausklang ein sog. Major-Warming in Stratosphärenhöhe und sorgte mit einer Abweichung von -2,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert für einen zu kalten Monat. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Major-Warming in diesem Jahr zum Februar wiederholen wird, ist als gering einzustufen. Die Langfristmodelle berechnen den Februar 2019 unterschiedlich. Der Trend zeigt aber durchgängig eine normale und Jahreszeit-typische Entwicklung. Winterwetter ist also möglich. Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter Februar 2019.

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Häufige Großwetterlagen

Das Wetter im Februar wird meist von drei Großwetterlagen bestimmt. Zum einen die kontinentale Hochdruckwetterlage, welche noch vom Januar bis in den Februar hineinreichen kann. Als zweites wäre die Trogwetterlage zu benennen, welche häufiger durch einen instabilen Polarwirbel (Polarwirbelsplit) zustande kommen kann. Zu guter Letzt wäre die West- bis Südwestwetterlage zu erwähnen. Diese tritt meist ab der zweiten Februarhälfte auf, oder wenn der Hochwinter im Januar nicht vorhanden war.

Bauernregel zum Februarwetter

Eine Bauernregel besagt: "Ist's zu Lichtmess mild und rein, wird es ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." Mariä Lichtmess wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und ist somit am 2. Februar. Insofern gilt der Februar auch oftmals als Übergangsmonat vom Winter in den Frühling, welcher meteorologisch am 1. März beginnt.

Wetter im Februar hängt stark vom Januar ab

War der Hochwinter im Januar lang anhaltend und mit einem Hochdrucksystem besonders stabil, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu kalten Wetterverlauf. War der Januar hingegen mild und ohne hochwinterliche Wetterphase, so steigt die Wahrscheinlichkeit, als dass kein nachhaltiger Winter mehr nachkommt.

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Schnee

Wie eingangs schon beschrieben, gehört der Februar oftmals zu den schneereichsten Monaten des Winters. Warum ist das so? Der Dezember ist häufig zu mild, der Januar zu kalt und trocken und erst im Februar gelingt mit dem höheren Sonnenstand den Tiefdrucksystemen wieder mehr Dynamik ins Spiel zu bringen. Entsprechend turbulent kann das Wetter ausfallen: Kräftige Schauer können binnen kurzer Zeit für einige Zentimeter Schnee sorgen, was hauptsächlich in mittleren und höheren Wetterlagen (ab 400 bis 500 Meter) den Winter nochmals verschärfen kann. Weiter unten verabschiedet sich hingegen so langsam der Winter und geht in eine nasskalte Temperaturphase über.

Die Februarsonne

Dank des höheren Sonnenstandes verlängern sich die Tage mit 9 Stunden und 17 Minuten bis zum Ende auf 10 Stunden und 55 Minuten um satte 1 Stunde und 30 Minuten. Das reicht aus, um die Hasel und die Schneeglöckchen zum Blühen zu bringen (phänologische Jahreszeit im Mittel zwischen dem 22. bzw. 24. Februar).

Die Temperaturen

Besonders kalt war es im Februar 1929 und 1956 als mit einer Durchschnittstemperatur von -9,6 Grad der bisher kälteste Februarmonat registriert wurde (zum Vergleich: Normtemperatur +0,4 Grad). Interessant ist bei solch lang anhaltenden niedrigen Temperaturwerten, dass in fast ganz Deutschland die Flüsse zufrieren. Viele von Ihnen kennen sicherlich noch die Bilder, als sich die Eisschollen Meterhoch auf den Flüssen anstauen konnten und eine Schifffahrt unmöglich machten. Besonders warm war es hingegen in den Jahren 1990 und 2002 mit +5,7 Grad (Abweichung: +5,3 Grad), bzw. +5,1 Grad (Abweichung +4,7 Grad). Der kälteste Temperaturwert wurde am 1. Februar mit -35,5 Grad in Deutschneudorf-Brüderwiese und Marienberg (Erzgebirge) gemessen. Am wärmsten war es am 26. Februar 1900 auf der Sternwarte in Jena mit +23,1 Grad. Der wärmste Februartag der jüngeren Zeit wurde im Jahr 2002 mit 22,2 Grad am 3. Februar erreicht.

Niederschlagsrekorde im Februar

Im Februar 1890 wurde mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 5,9 l/m² so gut wie kein Niederschlag registriert, während im Februar 1946 mit 127,2 l/m² der bisherige Rekord aufgestellt wurde. Die höchste Niederschlagsmenge wurde damals mit 212,9 l/m² in Nordrhein-Westfalen gemessen, wo in der Nacht vom 8./9. Februar der Damm der Emscher an der Stadtgrenze von Gelsenkirchen zu Essen brach.

Starkwindereignisse

Sind mit steigendem Sonnenstand und der damit einhergehenden ansteigenden Wetteraktivität grundsätzlich möglich. Vor allem dann, wenn es zu heftigen Kaltluftausbrüchen mit entsprechenden Gegenreaktionen kommt. Doch gehört der letzte Wintermonat eher zu den ruhigeren Wettermonaten.

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Die Abweichung der Temperaturen im Februar der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Februar Tem­peratur Ab­weichung
Trend 2019 +0,9 bis +2,4 Grad +0,5 bis +2 Grad
2018 -2,1 Grad -1,7 Grad
2017 +2,9 Grad +2,5 Grad
2016 +3,3 Grad +2,9 Grad
2015 +0,7 Grad +0,3 Grad
2014 +4,3 Grad +3,9 Grad
2013 -0,7 Grad -1,1 Grad
2012 -2,5 Grad -2,9 Grad
2011 +0,9 Grad +0,5 Grad
2010 -0,5 Grad -0,9 Grad
2009 +0.5 Grad +0,1 Grad

Temperaturabweichung der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Was fällt auf? In 45 Prozent der Fälle war der letzte Wintermonat zu warm, 35 Prozent zu kalt und 20 Prozent normal. Rein aus der statistischen Fortschreibung besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu warme Februarmonate.

Nimmt man nur das letzte Jahrzehnt, so lag die Wahrscheinlichkeit mit 30 Prozent zu warm, 30 Prozent normal und 40 Prozent zu kalt. Auffällig ist, dass die Februarmonate in den letzten 10 Jahren häufiger zu kalt, als zu warm ausgefallen sind. Weiter auffällig ist, dass es eine Reihe zu warmer und dann zu kalter Februarmonate gibt, welche im Abstand von 3 bis 4 Jahren zueinander auftreten. So wäre aus statistischer Sicht in diesem Jahr wieder ein zu kalter Februarmonat zu erwarten.

Im Schnitt waren die Februarmonate der letzten 20 Jahre im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert etwa um +0,85 Grad zu warm.

Klimadiagramm Februar in Deutschland der letzten 20 Jahre
Klimadiagramm Februar in Deutschland der letzten 20 Jahre

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