Das Wetter im Februar kann eisig kalt, aber manchmal auch schon frühlingshaft mild sein. Zudem gilt der Februar auch noch als schneereichster Monat, sofern die Temperaturen es auch zulassen. Die Durchschnittstemperatur (nach dem langjährigen Mittel) liegt im Februar bei +0,4 Grad und die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 49 Liter pro m² - somit ist der Februar auch gleichzeitig der niederschlagsärmste Monat des Jahres. Spürbar wird im Februar der höhere Sonnenstand mit einer längeren Sonnenscheindauer, so dass mögliche Wintertage dann zum Erlebnis werden können.

Wie wird das Wetter im Februar 2018?

Die letzten zu kalten Februarmonate waren 2012 und 2013, seitdem ist der letzte Wintermonat zu warm und teils deutlich zu warm ausgefallen. Wie zeigt sich der Februar 2018? Auch hier gilt die Faustregel: im Zuge des Klimawandels werden insbesondere die Wintermonate und somit auch der Februar wärmer. Tippt man auf einen zu milden Februar, so liegt die Wahrscheinlichkeit über 50 Prozent. Betrachtet man die aktuellen Wetterprognosen des Langfristmodells, so wird der Februar mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1 bis +2 Grad leicht bis deutlich zu warm berechnet. Ob das aber so kommt, steht auf einem anderen Blatt. Nachverfolgen können Sie das ab Mitte Januar in unseren täglichen Wettervorhersagen zum Wetter Februar 2018.

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Bauernregel zum Februarwetter

Eine Bauernregel besagt: "Ist's zu Lichtmess mild und rein, wird es ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." Mariä Lichtmess wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und ist somit am 2. Februar. Insofern gilt der Februar auch oftmals als Übergangsmonat vom Winter in den Frühling, welcher meteorologisch am 1. März beginnt.

Wetter im Februar hängt stark vom Januar ab

War der Hochwinter im Januar lang anhaltend und mit einem Hochdrucksystem besonders stabil, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu kalten Februar. War der Januar hingegen mild und ohne hochwinterliche Wetterphase, so steigt die Wahrscheinlichkeit, als dass im Februar kein nachhaltiger Winter mehr nachkommt.

Schnee im Februar

Wie eingangs schon beschrieben, gehört der Februar oftmals zu den schneereichsten Monaten des Winters. Warum ist das so? Der Dezember ist häufig zu mild, der Januar zu kalt und trocken und erst im Februar gelingt mit dem höheren Sonnenstand den Tiefdrucksystemen wieder mehr Dynamik ins Spiel zu bringen. Entsprechend turbulent kann das Wetter im Februar ausfallen. So können kräftige Schauer binnen kurzer Zeit für einige Zentimeter Schnee sorgen, was hauptsächlich in mittleren und höheren Wetterlagen (ab 400 bis 500 Meter) den Winter nochmals verschärfen kann. Weiter unten verabschiedet sich hingegen so langsam der Winter und geht in eine nasskalte Temperaturphase über.

Mehr Sonnenschein im Februar

Dank des höheren Sonnenstandes verlängern sich die Tage vom Anfang Februar mit 9 Stunden und 17 Minuten bis Ende Februar mit 10 Stunden und 55 Minuten um satte 1 Stunde und 30 Minuten. Das reicht aus, um die Hasel und die Schneeglöckchen zum Blühen zu bringen (phänologische Jahreszeit im Mittel zwischen dem 22. bzw. 24. Februar).

Wetterrekorde Februar

Besonders kalt war es im Februar 1929 und 1956 als mit einer Durchschnittstemperatur von -9,6 Grad der bisher kälteste Februarmonat registriert wurde (zum Vergleich: Normtemperatur +0,4 Grad). Interessant ist bei solch lang anhaltenden niedrigen Temperaturwerten, dass in fast ganz Deutschland die Flüsse zufrieren. Viele von Ihnen kennen sicherlich noch die Bilder, als sich die Eisschollen Meterhoch auf den Flüssen anstauen konnten und eine Schifffahrt unmöglich machten. Besonders mild war es hingegen in den Jahren 1990 und 2002 mit +5,7 Grad, bzw. +5,1 Grad. Der kälteste Temperaturwert wurde am 1. Februar mit -35,5 Grad in Deutschneudorf-Brüderwiese und Marienberg (Erzgebirge) gemessen. Am wärmsten war es am 26. Februar 1900 auf der Sternwarte in Jena mit +23,1 Grad.

Niederschlagsrekorde im Februar

Im Februar 1890 wurde mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 5,9 l/m² so gut wie kein Niederschlag registriert, während im Februar 1946 mit 127,2 l/m² der bisherige Rekord aufgestellt wurde. Die höchste Niederschlagsmenge wurde damals mit 212,9 l/m² in Nordrhein-Westfalen gemessen, wo in der Nacht vom 8./9. Februar der Damm der Emscher an der Stadtgrenze von Gelsenkirchen zu Essen brach.

Die Abweichung der Temperaturen im Februar der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Februar Tem­peratur Ab­weichung
Trend Februar 2018 +1,4 bis +2,4 Grad +1 bis +2 Grad
Februar 2017 +2,9 Grad +2,5 Grad
Februar 2016 +3,3 Grad +2,9 Grad
Februar 2015 +0,7 Grad +0,3 Grad
Februar 2014 +4,3 Grad +3,9 Grad
Februar 2013 -0,7 Grad -1,1 Grad
Februar 2012 -2,5 Grad -2,9 Grad
Februar 2011 +0,9 Grad +0,5 Grad
Februar 2010 -0,5 Grad -0,9 Grad
Februar 2009 +0.5 Grad +0,1 Grad
Februar 2008 +3,7 Grad +3,3 Grad

Temperaturabweichung im Februar der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Was fällt auf? In 50 Prozent der Fälle war der Februar zu warm, 30 Prozent zu kalt und 20 Prozent normal. Rein aus der statistischen Fortschreibung besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu warme Februarmonate. Nimmt man nur das letzte Jahrzehnt, so lag die Wahrscheinlichkeit mit 40 Prozent zu warm, 30 Prozent zu kalt und 30 Prozent normal in etwa ähnlich. Weiteauffällig ist, dass es eine Reihe zu warmer und dann zu kalter Februarmonate gibt, welche im Abstand von 3 bis 4 Jahren zueinander auftreten. So wäre aus statistischer Sicht ein zu kalter Februarmonat zu erwarten. Der wärmste Feburar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer Abweichung von +5,34 Grad im Jahre 1990 registriert. Der kälteste Februar stammt aus dem Jahre 1956 mit einer Abweichung von -10 Grad.

Klimadiagramm Februar in Deutschland der letzten 20 Jahre

Aktuelle Witterungstrend, Wettertrend, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für Februar:

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