Wetterprognose Deutschland

Wetter Oktober - Daten und Fakten

Wetter Oktober
Veröffentlicht: 04. Juli 2018
Aktualisiert: 15. Oktober 2021

Frühwinter oder goldener Oktober? Der zweite Herbstmonat kann beides! Abhängig ist das u.a. durch die Entwicklung der Großwetterlage im Sommer, wie auch im September.

Das Wetter im Oktober gilt häufig als ein sehr ausgeglichenes. So kommt es im Schwerpunkt der ersten Hälfte zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche den sog. goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen bringen können. Hält sich der hohe Luftdruck in der zweiten Hälfte so steigt die Neigung zu teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern an, welche sich im Tagesverlauf nur sehr langsam auflösen können.

Markant für den Oktober

Altweibersommer oder auch der goldene Oktober sind Begrifflichkeiten, die eine stabile Hochdruckwetterlage definieren. Meist stellt sich Ende September bis Mitte Oktober eine solche Wetterlage ein. Durch die klaren Nächte können sich ausgedehnte Nebelfelder ausbilden und mancherorts ist Boden- oder Nachtfrost möglich, während sich am Tage die Wete an der +20 Grad-Marke orientieren können. Wettersingularität Oktober

Der Herbst hält Einzug

Letztlich geht die Natur vollständig in den Herbst über. Die Blätter werden bunter und fallen zum Ende des Monats schon vielfach von den Bäumen herunter und die ersten Nachtfröste sind zu erwarten. Und manchmal gibt es am Ende des zweiten Herbstmonats den ersten Schnee zu bestaunen.

Winterreifen aufziehen

Es empfiehlt sich - spätestens ab der Monatsmitte - die Winterreifen aufzuziehen, da die Temperaturen in 60 Prozent der Messstationen schon unter die 0 Grad Grenze gefallen sind und in 90 Prozent der Fälle unter die +2 Grad-Marke (was relevant für den Bodenfrost ist) - siehe dazu unser Begleitartikel: Wann Winterreifen montieren?

Faktencheck

  • Durchschnitt­stemperatur 1991 - 2020
    +9,4 Grad
  • Durchschnitt­stemperatur 1961 - 1990
    +9 Grad
  • Kältester Oktober
    +4,46 Grad (1905)
  • Wärmster Oktober
    +12,48 Grad (2001)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +9,72 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +0,72 Grad
  • Höchste Temperatur
    +30,9 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    -3,8 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -11,7 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    56 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    516,3 l/m²
  • Sonnenschein­dauer
    109 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 11 h 39 min
    Ende 9 h 41 min
  • Wettersingularität
    Anfang und Ende Oktober häufiger Kaltluftausbrüche; Goldener Oktober
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Wetterprognose

Wie wird das Wetter im Oktober 2021?

Detaillierte Wetterprognosen auf einen längeren Zeitraum hin sind nicht möglich. Berechnungen der Langfristmodelle können helfen, eine Entwicklung der Großwetterlage in Form von Temperatur- und Niederschlagsabweichung zu erkennen.

Zu warmes Wetter

Das Oktoberwetter überrascht bisweilen und zeigt sich keineswegs immer zu warm, wie es bei anderen Monaten der Fall ist. Schaut man sich die Statistik der letzten 20 Jahre an, so war der zweite Herbstmonat im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 in 20 Prozent der Fälle zu kalt, in 35 Prozent normal und in 45 Prozent zu warm.

Ein im Zuge der Klimaerwärmung automatisch zu warmes Oktoberwetter ist nicht anzunehmen. Vielmehr gilt es zu differenzieren, und vieles hängt davon ab, wie sich die Hochdruckwetterlage im Herbst generell verhält.

Update Langfristprognose

Die Langfristprognose wurde zwischenzeitlich korrigiert. Lag die Abweichung bisher bei +0,5 bis +1,5 Grad, so liegt diese im Vergleich zum Klimamittelwert von 1961 und 1990 nun zwischen +1,0 bis +3,0 Grad. Im Vergleich zum - wärmeren - Mittelwert von 1991 und 2020 soll die Abweichung +0,6 bis +2,6 Grad betragen.

Normal in der Niederschlagsprognose

Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als durchschnittlich und im Trend etwas zu trocken zu bewerten. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Wetterprognose Oktober 2021.

Herbst oder Frühwinter?

Die Temperaturen

Zwischen Spätsommer, Herbst und Frühwinter

In großen Schritten in Richtung Herbst

Gemessen am langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990 erreicht der Oktober eine durchschnittliche Temperatur +9,0 Grad (vgl. September +13,3 Grad und November +4,0 Grad). Es geht also in großen Schritten in Richtung Herbst.

Schnee und Nachtfrost am Ende möglich

Aus meteorologischer Sicht handelt es sich um den zentralen Herbstmonat und von heißen Tagen bis hin zu ersten Schneedecke ist alles möglich - besonders Auffällig war der Oktober im Jahre 2012, als binnen einer Woche die Temperaturen von sommerliche auf kalte Werte umschwenkten und örtlich den ersten Eistag (<0 Grad) mit Ausbildung einer Schneedecke bescherten.

Von der Hitze in den Frost

Mehr als +30 Grad sind zum Oktoberbeginn über dem Südwesten noch möglich, wenngleich +25 Grad rund 80 Prozent der Messstationen schon registriert haben und damit häufiger anzutreffen sind. Selbst Tropennächte gab es zum Beginn schon, bei der die Tiefstwerte in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken konnten - das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel. Ab Mitte Oktober sinken die Temperaturwerte - dank des niedrigeren Sonnenstandes - rasch ab, sodass die +25 Grad Marke allenfalls noch mit Föhnunterstützung entlang der Alpen erreicht werden kann.

Bis Ende Oktober war es häufig in ganz Deutschland - mit der Ausnahme von Helgoland - schon einmal frostig. Vor allem über den höheren Lagen der Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes, des Schwarzwaldes und der Alpen wurden auch schon Tiefstwerte unter der -10 Grad Marke registriert.

Der Referenzmonat

Setzt man den Oktober mit den anderen Monaten in Vergleich, so bildet er mit seiner Mitteltemperatur von +9,0 Grad so ziemlich exakt das Jahresmittel von +8,2 Grad ab. Wenn man so will, bildet der zweite Herbstmonat den Querschnitt des ganzen Jahres ab.

Die Temperaturen im Oktober - Von Spätsommer, goldener Oktober über Altweibersommer bis hin zu herbstlichen oder frühwinterlichen Temperaturen ist alles möglich
  • Durchschnittliche Temperatur

    +9,0 Grad
  • Wärmster Oktober

    +12,48 Grad (2001)
  • Kältester Oktober

    +4,46 Grad (1905)
  • Höchste Temperatur im Oktober

    +30,9 Grad
  • Niedrigste Temperatur im Oktober

    -11,7 Grad
  • Anfang des Monats

    +15 bis +25 Grad
  • Ende des Monats

    +10 bis +15 Grad
Der Sonnenstand sinkt weiter

Die Sonne

Goldenes und warmes Licht

Der Sonnenstand sinkt weiter ab und es wird später hell und früher dunkel - die Tage werden insgesamt kürzer. So geht die Sonne am Anfang um 07:06 Uhr auf und um 18:45 Uhr unter, was einer Tageslänge von 11 Stunden und 39 Minuten entspricht. Die gleiche Sonnenscheindauer ist übrigens am 10. März gegeben.

Ende Oktober geht die Sonne um 06:59 Uhr auf und um 16:40 Uhr unter (Achtung: Zeitumstellung auf Normalzeit). Die Tageslänge liegt bei nur noch 9 Stunden und 41 Minuten (Vergleichbar mit dem 10. Februar). Im Monatsverlauf nimmt die Sonnenscheindauer um 2 Stunden ab.

Apropos Sonnenschein - Durchschnittlich bringt es die Sonne auf 110 Stunden - am häufigsten scheint die Sonne mit knapp 189 Sonnenstunden über der Zugspitze und dort ist auch der Rekord mit 270 Sonnenstunden aufgestellt worden.

Wann wird 2021 die Zeit auf die Normalzeit umgestellt?

Das geschieht in der Nacht auf den letzten Sonntag im Oktober, was in diesem Jahr am 31. Oktober 2021 ist. Die Uhren werden dann um 1 Stunde auf die Normalzeit zurückgestellt (Es gibt keine Winterzeit).

Wetter Oktober - Goldenes Oktober-Wetter
  • Sonnen­scheindauer Anfang Oktober

    11 Stunden 39 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende Oktober

    9 Stunden 41 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    110 Stunden
Niederschlagsphasen mehren sich

Der Regen

Niederschlagsphasen nehmen zu

In 60 Prozent der Fälle gab es über Deutschland auch schon Schneefall mit der Ausbildung einer Schneedecke. Der Oktober 2015 sticht besonders hervor - bedingt durch das viele Laub auf den Bäumen konnte der nasse Schnee die Bäume regelrecht niederdrücken, was den Schienenverkehr in erheblichem Maße beeinflusste.

56 l/m² Niederschlag sind üblich und wurden an manchen Stationen um bis 400 Prozent überboten - andersherum gab es auch schon Oktobermonate, welche komplett ohne Niederschlag auskamen (bspw. 1943). In jüngster Zeit traten der Oktober 1995 mit 22,46 l/m², 2007 mit 26,3 l/m² und 2018 mit 29,36 l/m² als besonders trockene Oktobermonate hervor.

Wetter Oktober - Die Schauerneigung nimmt im Oktober zu
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    56 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    516,3 l/m²
  • Schneefall

    Kommt in der letzten Oktober-Dekade vor
Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse

Die ersten Herbst-Stürme machen sich bemerkbar

Der arktische Polarwirbel kommt im Oktober so langsam in Schwung und sorgt für zunehmende Turbulenzen. Gerade in der Entstehungszeit kann ein Trogausbruch mit dem ersten Schwall arktischer Luftmassen Kurs in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen.

In der Übergangsphase vom Warm auf Kalt sind unwetterartige Starkwindereignisse nicht auszuschließen. Die stärksten Winde wurden an den Küstenregionen 2013 mit rund 170 km/h registriert. Aber auch über dem Landesinneren kann der Wind ordentliche Kräfte entwickeln, wie bspw. mit 140,8 km/h am 20.10.1986 in Stuttgart.

Ansonsten können - bevorzugt in der letzten Oktober-Dekade - die ersten frühwinterlichen Wetterereignisse für Turbulenzen sorgen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn noch nicht alle auf Winterreifen gewechselt haben.

Wetter Februar - Turbulente Wetterereignisse sind möglich

Die Abweichung der Temperaturen im Oktober der letzten 10 Jahre im Vergleich

OktoberTem­peraturAb­weichung
+10,0 bis
+12,0 Grad
+1,0 bis
+3,0 Grad
+10,2 Grad
+1,2 Grad
+10,9
+1,9 Grad
+10,7 Grad
+1,7 Grad
+11,1 Grad
+2,1 Grad
+8,5 Grad
-0,5 Grad
+8,4 Grad
-0,6 Grad
+11,9 Grad
+2,9 Grad
+10,6 Grad
+1,6 Grad
+8,7 Grad
-0,3 Grad
Wetter Oktober - Der goldene Oktober dominiert das Wettergeschehen

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert der letzten 20 Jahre

Der wärmste Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer durchschnittlichen Temperatur von +12,48 Grad im Jahr 2001 registriert (Abweichung 61/90: +3,48 Grad).

Interessant ist, dass die Oktobermonate im Rückblick häufiger normal bis zu kalt ausfallen können. Zu erwähnen ist der Oktober im Jahr 2003, der mit einer Abweichung von -3,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert (61/90) deutlich zu kalt ausfiel. Der kälteste Oktober wurde mit einer Abweichung von -4,7 Grad im Jahre 1805 registriert.

Vergleicht man die letzten 20 Jahre, so ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent, dass der Oktober zu warm, von 35 Prozent normal und 20 Prozent zu kalt ausfallen kann. Ein fast ausgeglichenes Verhältnis mit dem Trend etwas zu warm auszufallen. Vergleicht man das mit dem wärmeren Mittelwert von 1991 und 2020, so hat das Wetter eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent zu kalt, 25 Prozent normal und 45 Prozent zu warm auszufallen. Das schenkt sich kaum was und das macht das Oktoberwetter - auch in Zeiten den Klimawandels - noch so besonders. Kein anderer Monat hat sich geringer erwärmt.


Deutschlandwetter Oktober - Klimatabelle

Temperatur (ohne Nachtwerte), Regen, Regentage, Sonne, Schneetage und Sommertage gegenüber dem Mittelwert 1961 und 1990. In Klammer der Mittelwert von 1991 und 2020
Bundesland Temperatur
(Grad)
Regen
(l/m²)
Regentage
(>1 l/m²)
Sonne
(Stunden)
Schneetage
(Tage)
Sommertage
(Tage)
Brandenburg
(Potsdam) / Berlin
+15,3
(+15,6)
36,3
(43,0)
7,7
(8,7)
109
(115)
0,1
(0)
0,1
(0,2)
Baden-Württemberg
(Stuttgart)
+14,8
(+15,6)
65,8
(76,8)
8,8
(10,7)
1117
(111)
0,2
(0,2)
0,3
(0,3)
Bayern
(München)
+14,1
(+15,1)
58,4
(67,0)
8,0
(10,0)
117
(110)
0,3
(0,3)
0,1
(0,1)
Hessen
(Wiesbaden)
+14,9
(+15,3)
54,5
(59,3)
8,9
(10,2)
99
(96)
0
(0)
0,1
(0,1)
Mecklenburg-Vorpommern
(Schwerin)
+14,9
(+14,7)
42,3
(50,6)
8,9
(9,8)
104
(110)
0
(0)
0,0
(0,1)
Niedersachsen
(Hannover) / Bremen / Hamburg
+15,6
(+15,4)
55,3
(65,4)
10,0
(11,2)
99
(105)
0
(0)
0,1
(0,1)
Nordrhein-Westfalen
(Düsseldorf)
+16,1
(+16,0)
61,5
(72,6)
9,9
(11,3)
108
(106)
0
(0)
0,2
(0,2)
Rheinland-Pfalz
(Mainz)
+15,3
(+15,8)
60,9
(65,5)
9,2
(10,4)
103
(100)
0
(0)
0,1
(0,2)
Schleswig-Holstein
(Kiel)
+14,9
(+14,7)
74,0
(77,2)
11,3
(12,1)
97,4
(106)
0
(0)
0,0
(0,0)
Saarland
(Saarbrücken)
+15,2
(+16,0)
75,0
(79,6)
10,0
(11,0)
107
(102)
0
(0)
0,1
(0,1)
Sachsen
(Dresden)
+15,4
(+16,0)
46,1
(51,9)
7,9
(9,4)
120
(115)
0,1
(0,2)
0,2
(0,2)
Sachsen-Anhalt
(Magdeburg)
+15,5
(+15,7)
33,8
(42,9)
7,3
(8,7)
104
(114)
0
(0)
0,2
(0,2)
Thüringen
(Erfurt)
+14,7
(+15,1)
40,4
(49,8)
7,5
(9,4)
109
(104)
0
(0)
0,2
(0,2)
Deutschland +15,0
(+15,4)
55,0
(63,2)
8,8
(10,3)
109
(108)
0,1
(0,1)
0,1
(0,2)

Temperaturabweichung der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Oktober der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2020
Wie war das Wetter im Oktober 2020?

Zu warm

Die erste Dekade begann ungewöhnlich warm, während das zweite Drittel mit einer kühleren Episode den Temperaturüberschuss langsam, aber nicht vollständig abbauen konnte. In der letzten Dekade gab es dann ein Auf und Ab, wobei wärmere Episoden dominierten. Am Ende war das Wetter mit einem durchschnittlichen Wert von +10,2 Grad im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +1,2 Grad zu warm. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch +1,0 Grad.

Viel Regen

In der ersten Oktober-Dekade gab es über dem Westen, in der zweiten Dekade über dem Osten und in der dritten Dekade eine gleichmäßige Verteilung der Niederschläge. Besonders ertragsreich zeigten sich dieses Mal die Mittelgebirge. Gleich mehrere Starkregenereignisse sorgten über Sachsen und Sachsen-Anhalt für ungewöhnlich viel Niederschlag. Den meisten Niederschlag binnen 24 Stunden gab es am 29. Oktober mit 108 l/m² über Varel (Niedersachsen). Den meisten Niederschlag im gesamten Oktober gab es mit 362 l/m² über dem Brocken (Sachsen-Anhalt), gefolgt von 256,4 l/m² über Bernau-Goldbach (Baden-Württemberg).

Am Ende brachte es der Oktober 2020 auf eine Regensumme von rund 79 l/m² und konnte das Niederschlagssoll von 56 l/m² um 144 Prozent übererfüllen.

Ein dunkler Herbst-Monat

Viel Regen bedeutet viele Wolken und viele Wolken haben Einfluss auf die Sonnenscheindauer. Dass das Wetter im Oktober 2020 über weite Strecken tiefdruckdominiert war, zeigt sich an der geringen Anzahl an Sonnenstunden. Gerade einmal an 68 Stunden zeigte sich die Sonne und erfüllte ihren Sollwert von 109 Stunden nur zu 62 Prozent.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Oktober 2020.

Häufige Fragen zum Wetter im Oktober

Wie wird das Wetter im Oktober 2021?

Zu warm soll der Oktober ausfallen

Der Sommer macht es bislang vor. Im Charakter durchwachsen und im Kern zu warm. Läuft das geradewegs so weiter, so hat auch der Oktober einen etwas zu warmen Temperatur- und einen durchwachsenen Wettercharakter.

Das Langfristmodell simuliert den zweiten Herbstmonat mit einer Abweichung von +1,0 bis +3,0 Grad nur etwas zu warm und mancherorts zeigen sich auch neutrale (normale) Signale.

Normal in der Niederschlagsprognose

Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als durchschnittlich und im Trend etwas zu trocken zu bewerten. Weitere Informationen: Wetter Oktober 2021.

Wie ist das Wetter im Oktober in Deutschland?

Das Wetter im Oktober gilt häufig als ein sehr ausgeglichenes. So kommt es im Schwerpunkt der ersten Hälfte zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche den sog. goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen bringen können. Hält sich der hohe Luftdruck in der zweiten Hälfte so steigt die Neigung zu teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern an, welche sich im Tagesverlauf nur sehr langsam auflösen können.

Der Herbst hält Einzug

Letztlich geht die Natur mit dem Oktober vollständig in den Herbst über. Die Blätter werden bunter und fallen zum Ende des Monats schon vielfach von den Bäumen herunter und die ersten Nachtfröste sind zu erwarten. Und manchmal gibt es am Ende des zweiten Herbstmonats auch schon den ersten Schnee zu bestaunen.

Welche Temperaturen gibt es im Oktober?

Gemessen am langjährigen Mittelwert erreicht der Oktober eine durchschnittliche Temperatur +9,0 Grad (vgl. September +13,3 Grad und November +4 Grad). Es geht also in großen Schritten in Richtung Herbst.

Von der Hitze in den Frost

Mehr als +30 Grad sind Anfang Oktober über dem Südwesten durchaus noch möglich, wenngleich +25 Grad rund 80 Prozent der Messstationen schon registriert haben und damit häufiger anzutreffen sind. Selbst Tropennächte gab es Anfang Oktober schon, bei der die Tiefstwerte in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken konnten - das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel. Ab Mitte Oktober sinken die Temperaturwerte - dank des niedrigeren Sonnenstandes - rasch ab, sodass die +25 Grad Marke allenfalls noch mit Föhnunterstützung entlang der Alpen erreicht werden kann.

Bis Ende Oktober war es häufig in ganz Deutschland - mit der Ausnahme von Helgoland - schon einmal frostig. Vor allem über den höheren Lagen der Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes, des Schwarzwaldes und der Alpen wurden auch schon Tiefstwerte unter der -10 Grad Marke registriert.


Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Oktober

  • Zum Beginn häufiger die ersten Kaltlufteinbrüche bei Skandinavien
  • Das fördert die Wetteraktivität auf dem Atlantik und die ersten Herbststürme sind möglich
  • Mit einer Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent ist im Zeitraum vom 7. bis 19. mit verstärktem Hochdruckeinfluss zu rechnen, was dem goldenen Oktober zuzuschreiben ist
  • Zähe Nebelphasen mit den ersten Nachtfrösten sind ab der zweiten Monatshälfte wahrscheinlich
  • Zum Oktoberende sind erste Schneefälle nicht ungewöhnlich
  • Im Monatsverlauf nimmt die Sonnenscheindauer um 2 Stunden ab.
  • Die Uhrzeit wird am 31. Oktober auf die Normalzeit zurückgestellt

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