Das Wetter im Oktober kennt eigentlich nur zwei Gesichter. Das des goldenen Oktobers oder das des frühwinterlichen Herbstes.

Das Wetter im Oktober gilt häufig als sehr ausgeglichenes. So kommt es nicht selten zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche den sog. goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen bringen können.
Allerdings zeigt sich mit hohem Luftdruck auch die Gefahr zu teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern, welche sich nur sehr langsam auflösen können.

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Letztlich geht die Natur aber im Oktober vollständig in den Herbst über. Die Blätter werden bunter und fallen zum Ende des Oktobers schon vielfach von den Bäumen herunter und die ersten Nachtfröste sind zu erwarten. Und manchmal - ja manchmal gibt es Ende Oktober auch schon des ersten Schnee zu bestaunen.

Der Wettermonat Oktober

Gemessen am langjährigen Mittelwert erreicht der Oktober eine durchschnittliche Temperatur +9 Grad (vgl. September +13,3 Grad und November +4 Grad). Im Vergleich zum Sommermonat Juli erreicht der Oktober nur noch die Hälfte des Mittelwertes. Es geht also streng in Richtung Herbst. Mit durchschnittlich 51 l/m² Niederschlag gehört der Oktober zu den trockeneren Monaten im Jahr.



Wie wird der Oktober 2018?

Noch ist es zu früh für eine detaillierte Wetterprognose, die Berechnungen der Langfristmodelle können aber oftmals schon eine Richtung hinsichtlich der möglichen Temperaturentwicklung und der Niederschlagsneigung geben. Nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells soll der Oktober 2018 mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht bis zu warm ausfallen. In der Niederschlagsprognose wird der Oktober gegenüber seinem Sollwert ebenfalls normal und im Trend leicht zu trocken berechnet.
Interessant ist aus statistischer Sicht, dass die Oktobermonate der letzten zwei Dekaden (von 2001 bis 2017) überdurchschnittlich warm waren und der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen mit +12,4 Grad im Jahre 2001 registriert wurde. Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Wetterprognosen Oktober 2018.

Schnee und Nachtfrost oftmals schon Ende Oktober möglich

Aus meteorologischer Sicht handelt es sich beim Oktober um den zentralen Herbstmonat und von heißen Tagen bis hin zu ersten Schneedecke ist alle möglich - besonders Auffällig war der Oktober 2012, als binnen einer Woche die Temperaturen von sommerliche auf kalte Werte umschwenkten und örtlich den ersten Eistag (<0 Grad) mit Ausbildung einer Schneedecke bescherten.

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Plus 30 Grad sind Anfang Oktober über dem Südwesten durchaus noch möglich, wenngleich +25 Grad rund 80 Prozent der Messstationen schon registriert haben und damit häufiger anzutreffen sind. Ab Mitte Oktober sinken die Temperaturwerte - dank des niedrigeren Sonnenstandes - dann relativ rasch ab, so dass die +25 Grad Marke allenfalls noch mit Föhnunterstützung entlang der Alpen erreicht werden kann. Selbst Tropennächte gab es Anfang Oktober schon, bei der die Tiefstwerte in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken könnten - das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel.

Winterreifen ab Mitte Oktober aufziehen

Es empfiehlt sich zudem - spätestens ab Mitte Oktober - die Winterreifen aufzuziehen, da die Temperaturen in 60 Prozent der Messstationen im Oktober schon unter die 0 Grad Grenze gefallen sind und in 90 Prozent der Fälle unter die +2 Grad Marke (was relevant für den Bodenfrost ist) - siehe dazu unser Begleitartikel: Wann Winterreifen montieren. Bis Ende Oktober war es dann häufig in ganz Deutschland - mit der Ausnahme Helgoland - schon einmal frostig . Vor allem über den höheren Lagen der Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes, des Schwarzwaldes und der Alpen wurden auch schon Tiefstwerte unter der -10 Grad Marke registriert.

Niederschlag im Oktober

In 60 Prozent der Fälle gab es im Oktober über Deutschland auch schon Schneefall mit der Ausbildung einer Schneedecke. Hierbei sticht der Oktober 2015 besonders hervor - bedingt durch das viele Laub auf den Bäumen konnte der nasse Schnee die Bäume regelrecht nieder drücken, was den Schienenverkehr maßgeblich beeinflusste.

60 l/m² Niederschlag sind im Oktober der Sollwert und wurden an manchen Stationen schon um 400 Prozent überboten - andersherum gab es auch schon Oktobermonate, welche komplett ohne Niederschlag auskamen (bspw. 1943). Durchschnittlich bringt es die Sonne im Oktober auf 110 Sonnenstunden - am häufigsten scheint die Sonne auf der Zugspitze mit knapp 189 Sonnenstunden und dort ist auch der Rekord mit 270 Sonnenstunden aufgestellt worden.

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Wann wird die Zeit 2018 auf die Winterzeit umgestellt?

Das geschieht in der Nacht auf den letzten Sonntag im Oktober, was in diesem Jahr der 28. Oktober ist. Die Uhren werden dann um 1 Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt.

Die Tage werden im Oktober kürzer - nicht nur wegen der Zeitumstellung auf die Winterzeit

Der Sonnenstand sinkt im Oktober weiter und es wird somit später hell und früher dunkel - die Tage werden also insgesamt kürzer. So geht die Sonne Anfang Oktober um 07:06 Uhr auf und um 18:45 Uhr unter, was einer Tageslänge von 11 Stunden und 39 Minuten entspricht. Die gleiche Sonnenscheindauer ist übrigens am 10. März gegeben.
Ende Oktober aber geht die Sonne um 06:59 Uhr auf und um 16:40 Uhr unter (Achtung: Zeitumstellung auf Winterzeit). Die Tageslänge liegt bei nur noch 9 Stunden und 41 Minuten (Vergleichbar mit dem 10. Februar). Knapp 2 Stunden weniger Sonnenschein im Verlauf des Oktobers.

Gemessen am langjährigen Durchschnittswert bringt es der Oktober auf insgesamt 109 Sonnenstunden

Die Abweichung der Temperaturen im Oktober der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Oktober Tem­peratur Ab­weichung
Trend Oktober 2018 +8,1 bis 9,1 Grad -0,5 bis 0,5 Grad
Oktober 2017 +11,1 Grad +2,1 Grad
Oktober 2016 +8,5 Grad -0,5 Grad
Oktober 2015 +8,4 Grad -0,6 Grad
Oktober 2014 +11,9 Grad +2,9 Grad
Oktober 2013 +10,6 Grad +1,6 Grad
Oktober 2012 +8,7 Grad -0,3 Grad
Oktober 2011 +9,4 Grad +0,4 Grad
Oktober 2010 +8,1 Grad -0,9 Grad
Oktober 2009 +8,2 Grad -0,8 Grad
Oktober 2008 +9,1 Grad +0,1 Grad

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Oktober der letzten 20 Jahre

Der wärmste Oktobermonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden mit einer durchschnittlichen Temperatur von +12,48 Grad im Jahr 2001 registriert (Abweichung +3,48 Grad).
Interessant aber ist, dass der Oktobermonat häufiger auch normal bis zu kalt ausfallen kann. Besonders der Oktober von 2003 war mit einer Abweichung von -3,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert besonders kalt. Der kälteste Oktober aber wurde mit einer Abweichung von -4,7 Grad im Jahre 1805 registriert.

Im Schnitt waren die Oktobermonate der letzten 20 Jahre gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +0,5 Grad zu warm. Es zeigt sich im Oktober eine eher moderate Temperaturabweichung. Ganz anders wie im Sommer und Winter (~ +1,2 Grad).

Der Oktober in der Statistik

Vergleicht man die Oktobermonate der letzten 20 Jahre, so ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent, dass der Oktober zu warm, von 30 Prozent normal und 30 Prozent zu kalt ausfallen kann. Ein fast ausgeglichenes Verhältnis mit dem Trend etwas zu warm auszufallen.

Temperaturabweichung im Oktober der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Oktober in Deutschland der letzten 20 Jahre

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