Im Januar kommt es Aufgrund des Kontinentalhochs über dem sibirischen Raum häufiger zu einer Ausdehnung des hohen Luftdrucks in Richtung Nordeuropa, so dass sich über Mitteleuropa eine "knackig" kalte Temperaturperiode einstellen kann. Unter Meteorologen wird diese Zeit als Hochwinter definiert und kommt - statistisch gesehen - häufiger in der zweiten Januar-Hälfte vor.

Der Januar wird somit häufiger von Hochdruckwetterlagen mit kontinentaler Ausprägung Wetter (Ost-West Zirkulation) beeinflusst. In Zahlen betrachtet, hat der Januar nach dem langjährigen Mittel des Deutschen Wetterdienstes eine Durchschnittstemperatur von -0,5 Grad und das Niederschlagsvolumen liegt bei 61 Liter pro m². Somit gehört der Januar zu den kältesten und auch niederschlagsärmeren Wintermonaten.

Eine weitere Wettersingularität zeigt sich bei einem eintreffenden Hochwinter, welcher sich über mehrere Tage oder auch Wochen halten kann. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, als dass sich der Hochwinter bis in den Februar hinein fortsetzen kann.

Wetterereignisse im Januar

Die niedrigste Höchsttemperatur wurde am 8. Januar 1985 über Kriestorf bei Vilshofen (an der Donau) gemessen. Aber nicht nur über dem Süden kann es im Januar knackig kalt sein, so wurde am 18. Januar 1893 in Lübeck mit -16,1 Grad die bisher tiefste Tageshöchsttemperatur in Küstennähe gemessen. Es gab aber auch schon Messstationen am Niederrhein und an Inseln der Nordsee, wo noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1880 Tageshöchsttemperaturen von unter -10 Grad gemessen wurden. Bleibt der Hochwinter aus, so treten nicht selten sehr warme Temperaturwerte im Januar in den Vordergrund. So können vor allem im Alpenvorland mit Hilfe des Föhns die Temperaturen in die Nähe der +20 Grad Marke gebracht werden. So wurde bspw. der höchste Temperaturwert bei Piding (Berchtesgadener Land) am 18. Januar 2007 mit +19,5 Grad registriert. Ein deutliches Zeichen für den Klimawandel sind im übrigen folgende Daten: 95 Prozent aller Messstationen verzeichneten den wärmsten Januartag im Zeitraum von 1990-2015 und somit in der eher jüngeren Vergangenheit. Den tiefsten Temperaturwert in tieferen Lagen erreichte am 17. Januar 1963 Kriestorf mit -33,5 Grad, wobei über der Zugspitze mit -34,6 Grad der bisher niedrigste Januar Wert festgestellt wurde. Temperaturen jenseits der +10 Grad Marke kommen auch im Januar vor und wurden schon an 40 Prozent der Messstationen registriert.

Fast gar kein Niederschlag hat es im Januar 1996 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und in Mecklenburg-Vorpommern, sowie Brandenburg gegeben. Der meiste Niederschlag wurde hingegen mit 405 l/m² in Weißenkirchen an der Saar gemessen und zeigt, dass es auch im Januar Starkniederschlagsereignisse geben kann.

Der Sonnenstand ist im Januar noch flach, steigt aber so langsam an. Nichtsdestotrotz sind im Maximum 8 Sonnenstunden pro Tag möglich (250 Sonnenstunden). Den meisten Sonnenschein gab es im Januar 1989 mit 149, bzw. 175 Sonnenstunden im Alpenvorland. Den Rekord hält aber mit 221 Sonnenstunden im Januar 1989 die Zugspitze. Die geringste Sonnenscheindauer wurde mit 2,1 Stunden (!) in Schotten (Vogelsberg) im Januar 1983 registriert. 2,1 Stunden ist dann doch schon sehr wenig, wenn man bedenkt, dass diese Sonnenscheindauer binnen eines Tages bereits übertroffen werden kann.

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