Wetter Januar
Januar: Wetter, Daten und Fakten

Wetter Januar

Der Januar gehört zu den Monaten, in denen es langsam wieder heller wird. Gleichzeitig aber gehört der Januar auch zu den kältesten Monaten im gesamten Jahr. Nicht selten trägt das sibirische Kontinentalhoch einen entscheidenden Beitrag dazu bei. Kurzum - im Januar kommt es häufiger zu hoch-winterlichen Großwetterlagen.
Im Januar kommt es Aufgrund des Kontinentalhochs über dem sibirischen Raum häufiger zu einer Ausdehnung des hohen Luftdrucks in Richtung Nordeuropa, so dass sich über Mitteleuropa eine knackig kalte Temperaturperiode einstellen kann. Unter Meteorologen wird diese Zeit als Hochwinter definiert und kommt - statistisch gesehen - häufiger in der zweiten Hälfte vor.

Als interessanter Zeitraum gilt der 1. bis 6. Januar, denn hat sich bis dahin keine winterliche Wetterlage einstellen können, so wird es auch der Hochwinter schwer haben, sich durchzusetzen. Warum? Das Zirkulationsmuster ist entsprechend eingefahren und ein Umschwung in der zweiten Winterhälfte wird zunehmend unwahrscheinlicher. Lediglich äußere Randfaktoren, wie der QBO oder ein Major-Warming können im Februar und März noch zu Veränderungen führen.

Der Januar wird häufiger von Hochdruckwetterlagen mit kontinentaler Ausprägung Wetter (Ost-West Zirkulation) beeinflusst. In Zahlen betrachtet, hat der Januar nach dem langjährigen Mittel des Deutschen Wetterdienstes eine Durchschnittstemperatur von -0,5 Grad und das Niederschlagsvolumen liegt bei 61 Liter pro m². Somit gehört der Januar zu den kältesten und auch niederschlagsärmeren Wintermonaten im ganzen Jahr.

Eine weitere Wettersingularität zeigt sich bei einem eintreffenden Hochwinter, welcher sich über mehrere Tage oder auch Wochen halten kann. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, als dass sich der Hochwinter bis in den Februar hinein fortsetzen kann. Unter anderem ist aber auch eine frühe und stabile Schneedeckenausbildung über dem sibirischen Raum für einen Hochwinter über Deutschland zuträglich.

Warum?

Liegt reichlich Schnee über Sibirien, so ist das für das Kontinentalhoch förderlich. Je früher der Schnee fällt, desto ausgeprägter und stärker kann das Kontinentalhoch werden. Das kann zu zwei wesentlichen Wetterereignissen führen. Zum einen kann ein stark ausgeprägtes Kontinentalhoch den Polarwirbel schwächen und zum anderen begünstigt eine Ausdehnung des Kontinentalhochs in Richtung Nordeuropa auch den Hochwinter über Mitteleuropa, welcher meist ab Mitte Januar zu erwarten ist.

Das Kontinentalhoch produziert also nicht nur Kälte, es exportiert diese auch in andere Regionen. Und sobald der Polarwirbel anfängt zu wackeln, wird noch mehr Energie aus der Troposphäre absorbiert und der Polarwirbel weiter geschwächt. Ein schwacher Polarwirbel neigt dazu zu mäandrieren, was warme Luftmassen aus den niederen Breiten nach Norden und kalte Luft arktischen Ursprungs nach Süden führt. Sind die Bedingungen perfekt, ist auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz tiefstes Winterwetter möglich.

Das Wetter im Januar in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur
    -0,5 Grad
  • Kältester Januar
    -9 Grad (1940)
  • Wärmster Januar
    +4,76 Grad (2007)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +0,86 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,26 Grad
  • Höchste Temperatur
    +20,7 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    -21 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -33,5 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    61 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    405 l/m²
  • Sonnenschein­dauer
    44 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 7 h 51 min
    Ende 9 h 7 min
  • Wettersingularität
    Hochwinter zur zweiten Januar-Dekade
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Wetterprognose

Wie wird der Januar 2020?

Der Klimawandel sorgt dafür, dass auch der Hochwinter zunehmend seltener wird.
Man muss also kein Prophet sein, um den Januar 2020 als zu warm zu definieren. Rein statistisch ergibt sich hierfür einfach eine höhere Wahrscheinlichkeit (Mehr dazu weiter unten). Doch es gibt sie noch, die zu kalten Januar-Monate, wie bspw. 2017.
Schaut man sich die Wetterprognosen der Langfristmodelle an, so berechnen sowohl das CFSv2, das europäische Langfristmodell und die NASA den Januar 2020 gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1 bis +2 Grad zu warm. Zudem wird eine etwas erhöhte Niederschlagsleistung berechnet, was auf eine westlich orientierte Zirkulation schließen lässt. Wie der Januar 2020 tatsächlich ausfallen wird können Sie das ab Mitte Dezember in unseren täglichen Wettervorhersagen zum Wetter Januar 2020 mit verfolgen.

Januar warm oder kalt?

Die Temperaturen im Januar

Von hochwinterlich kalt bis frühlingshaft mild

Die niedrigste Höchsttemperatur wurde am 8. Januar 1985 über Kriestorf bei Vilshofen (an der Donau) gemessen. Aber nicht nur über dem Süden kann es knackig kalt sein, so wurde am 18. Januar 1893 in Lübeck mit -16,1 Grad die bisher tiefste Tageshöchsttemperatur in Küstennähe gemessen. Es gab aber auch schon Messstationen am Niederrhein und an Inseln der Nordsee, wo noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1880 Tageshöchsttemperaturen von unter -10 Grad gemessen wurden.

Bleibt der Hochwinter aus, so treten nicht selten sehr warme Temperaturwerte im Januar in den Vordergrund. So können vor allem im Alpenvorland mit Hilfe des Föhns die Temperaturen in die Nähe der +20 Grad Marke gebracht werden. Bspw. Wurde der höchste Temperaturwert bei Landsberg am 31. Januar 2002 mit +20,7 Grad registriert.

Ein deutliches Zeichen für den Klimawandel sind im übrigen folgende Daten: 95 Prozent aller Messstationen verzeichneten den wärmsten Januartag im Zeitraum von 1990-2015 und somit in der eher jüngeren Vergangenheit. Den tiefsten Temperaturwert in tieferen Lagen erreichte am 17. Januar 1963 Kriestorf mit -33,5 Grad, wobei über der Zugspitze mit -34,6 Grad der bisher niedrigste Januar Wert festgestellt wurde. Temperaturen jenseits der +10 Grad Marke kommen auch im Januar vor und wurden schon an 40 Prozent der Messstationen registriert.

Die Temperaturen im Januar - von hochwinterlich kalt bis frühlingshaft mild
  • Durchschnittliche Temperatur

    -0,5 Grad
  • Kältester Januar

    -9 Grad (1940)
  • Wärmster Januar

    +4,76 Grad (2007)
  • Höchste Temperatur im Januar

    +20,7 Grad
  • Niedrigste Temperatur im Januar

    -33,5 Grad
  • Anfang Januar

    -10 bis +15 Grad
  • Ende Januar

    -10 bis +10 Grad
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Viel oder wenig Sonne im Januar?

Die Sonne im Januar

Der Sonnenstand steigt an, die Tage werden länger

Der Sonnenstand ist im Januar noch flach, steigt aber so langsam an. Nichtsdestotrotz sind im Maximum 8 Sonnenstunden pro Tag möglich (250 Sonnenstunden) - im Mittel zeigt sich aber ein Wert von 44 Stunden deutlich darunter, liegt aber um 6 Stunden höher als im Dezember.

Den meisten Sonnenschein gab es im Januar 1989 mit 149, bzw. 175 Sonnenstunden im Alpenvorland. Den Rekord hält aber mit 221 Sonnenstunden im Januar 1989 die Zugspitze. Die geringste Sonnenscheindauer wurde mit 2,1 Stunden (!) in Schotten (Vogelsberg) im Januar 1983 registriert. 2,1 Stunden ist dann doch schon sehr wenig, wenn man bedenkt, dass diese Sonnenscheindauer binnen eines Tages bereits übertroffen werden kann.

Nur langsam wird es heller

Die Sonne geht am 1. Januar um 8:14 Uhr auf und um 16:05 Uhr unter. Der Tag hat somit eine Länge von 7 Stunden und 51 Minuten. Am 31. Januar geht die Sonne um 7:46 Uhr auf und um 16:53 Uhr unter. Die Länge des Tages beträgt 9 Stunden und 7 Minuten.
Die Tage werden um 1 Stunde und 16 Minuten länger. Durch das, dass die Nächte aber mit 15 bis 16 Stunden deutlich länger sind, begünstigt das den Abstrahlungseffekt, was den Januar - vor allem unter Hochdruckeinfluss - zu dem kältesten Monat im ganzen Jahr machen kann.

Wetter Januar - der Sonnenstand steigt an und die Tage werden länger
  • Sonnen­scheindauer Anfang Januar

    7 Stunden 51 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende Januar

    9 Stunden 07 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    44 Stunden
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Trocken oder nass?

Der Niederschlag im Januar

Einer der trockensten Monate im Jahr

Schnee im Januar

Bedingt durch die häufiger vorkommenden Hochdruckwetterlagen ist im Januar nicht mit besonders viel Schnee oder Niederschlägen zu rechnen. Fällt aber die Wetterlage entsprechend günstig aus, so kann nach einem Schneefall die Schneedecke durch ein entsprechend konservierendes Kältehoch für längere Zeit erhalten bleiben und für teils frostige Nächte sorgen, wie das bspw. im Januar 2017 der Fall war.

Fast gar kein Niederschlag hat es im Januar 1996 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und in Mecklenburg-Vorpommern, sowie Brandenburg gegeben. Der meiste Niederschlag wurde hingegen mit 405 l/m² in Weißenkirchen an der Saar gemessen und zeigt, dass es auch im Januar Starkniederschlagsereignisse geben kann. Nicht selten fällt der meiste Schnee im Zeitraum vom 1. bis 10. Januar.

Wetter Januar - Viel Niederschlag ist nicht zu erwarten und wenn doch, dann in Form von Schauern
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    61 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    405 l/m²
  • Schneefall

    Häufiger möglich - meist in Form von Schneeschauern
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Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im Januar

Unwetterartige Wetterereignisse möglich

Berüchtigt sind die Wetterwechsel im Januar, welche meist um den Jahreswechsel - häufiger im ersten Januardrittel - stattfinden, wenn dem milden Weihnachtstauwetter wieder richtiges Winterwetter nachfolgen kann. Nicht selten sind bei solch einem Ereignis auch sog. Wintergewitter mit kurzen, aber sehr kräftigen Schneeschauern möglich.

Winterstürme im Januar

Bleibt der Hochwinter aus, ist nicht selten die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik aktiv, was über Deutschland zu Starkwindereignissen führen kann.

Wetter Januar - Unwetterartige Wetterkapriolen sind möglich
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Die Abweichung der Temperaturen im Januar der letzten 10 Jahre im Vergleich

JanuarTem­peraturAb­weichung
+0,6 Grad
+1,1 Grad
+3,8 Grad
+4,3 Grad
-2,2 Grad
-1,7 Grad
+1 Grad
+1,5 Grad
+2,2 Grad
+2,7 Grad
+2,1 Grad
+2,6 Grad
+0,2 Grad
+0,7 Grad
+1,9 Grad
+2,4 Grad
+1,0 Grad
+1,5 Grad
-3,6 Grad
-3,1 Grad
2009
-2,2 Grad
-1,7 Grad
Wetter Januar - Eisige Kälte im Hochwinter

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Januar der letzten 20 Jahre

Im Diagramm erkennt man sehr schön, dass in den letzten 20 Jahren der Januar in 70 Prozent der Fälle zu warm, 10 Prozent normal und zu 20 Prozent zu kalt ausgefallen sind. Rein aus der statistischen Fortschreibung besteht eine

höhere Wahrscheinlichkeit für zu warme Januar-Monate.

Betrachtet man nur die letzten 10 Jahre, so decken sich die Zahlen in etwa mit 70 Prozent der Fälle zu warme, 30 Prozent zu kalte und keine normale Januar-Monate. Der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer Abweichung von +5,26 Grad im Jahre 2007 registriert. Der kälteste stammt aus dem Jahre 1940 mit einer Abweichung von -8,5 Grad. Allein schon anhand der geringen Wahrscheinlichkeiten für einen normalen Verlauf zeigt sich, dass der Januar ein Monat der Extreme - sowohl in die eine, wie auch andere Richtung - sein kann


Der Januar in der Statistik

Im Schnitt waren die Januarmonate der letzten 20 Jahre im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert etwa um +1,26 Grad zu warm.


Temperaturabweichung im Januar der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Januar der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2019

Wie war das Wetter im Januar 2019?

Der Januar 2019 brachte es auf eine durchschnittliche Temperatur von +0,6 Grad und war gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 um +1,1 Grad zu warm.

Gegenüber dem Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,2 Grad.

Der Januar 2019 übertraf mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 80 l/m² seinen Sollwert von 61 l/m² um 127 Prozent. Chaotisch sind die ergiebigen Dauerschneefälle entlang der Mittelgebirge und der Alpen zu benennen, welche im Zeitraum vom 6. und 15. Januar niedergingen.

Trotz der zahlreichen Tiefdrucksysteme schafft es der Januar 2019 mit rund 45 Sonnenstunden sein Sollwert von 44 Stunden zu erreichen. Relativ wenig Sonnenschein gab es mit 25 Stunden über den Gebieten vom Nordschwarzwald und der Schwäbischen Alb.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetterprognosen Januar 2019.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Januar

Der Januar gilt aus statitsicher Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.
  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrostphasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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