Januarwetter: Daten und Fakten
Wetter Januar

Wetter Januar

Veröffentlicht: 17. Oktober 2018
Aktualisiert: 12. April 2021

Der Januar gehört zu den Monaten, in denen es langsam wieder heller wird. Gleichzeitig aber gehört der Januar auch zu den kältesten Monaten im gesamten Jahr. Nicht selten trägt das sibirische Kontinentalhoch einen entscheidenden Beitrag dazu bei. Kurzum - im Januar kommt es häufiger zu hochwinterlichen Großwetterlagen.

Im Januar kommt es - Aufgrund des Kontinentalhochs über dem sibirischen Raum - häufiger zu einer Ausdehnung des hohen Luftdrucks in Richtung Nordeuropa, so dass sich über Mitteleuropa eine Ostwetterlage mit knackig kalten Temperaturwerten einstellen kann. Unter Meteorologen wird diese Zeit als Hochwinter definiert und kommt - statistisch gesehen - häufiger in der zweiten Hälfte vor.

Als interessanter Zeitraum gilt der 1. bis 6. Januar, denn hat sich bis dahin keine winterliche Wetterlage einstellen können, so wird es auch der Hochwinter schwer haben, sich durchzusetzen. Warum? Das Zirkulationsmuster ist entsprechend eingefahren und ein Umschwung in der zweiten Winterhälfte wird zunehmend unwahrscheinlicher. Lediglich äußere Randfaktoren, wie der QBO oder ein Major-Warming können im Februar und März noch zu Veränderungen führen.

Der Januar wird häufiger von Hochdruckwetterlagen mit kontinentaler Ausprägung (Ost-West Zirkulation) beeinflusst. In Zahlen betrachtet, hat der Januar nach dem langjährigen Mittel des Deutschen Wetterdienstes eine Durchschnittstemperatur von -0,5 Grad und das Niederschlagsvolumen liegt bei 61 Liter pro m². Somit gehört der Januar zu den kältesten und auch niederschlagsärmeren Wintermonaten im ganzen Jahr.

Eine weitere Wettersingularität zeigt sich bei einem eintreffenden Hochwinter, welcher über mehrere Tage oder auch Wochen anhalten kann. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, als dass sich der Hochwinter bis in den Februar hinein fortsetzen kann.

Die Schneedecke über Sibirien und der Hochwinter

Unter anderem ist aber auch eine frühe und stabile Schneedeckenausbildung über dem sibirischen Raum für einen Hochwinter über Deutschland zuträglich. Warum? Liegt reichlich Schnee über Sibirien, so ist das für die Entwicklung des Kontinentalhochs förderlich. Je früher der Schnee fällt, desto ausgeprägter und stärker kann das Kontinentalhoch werden. Das kann zu zwei wesentlichen Wetterereignissen führen. Zum einen kann ein stark ausgeprägtes Kontinentalhoch den Polarwirbel schwächen und zum anderen begünstigt eine Ausdehnung des Kontinentalhochs in Richtung Nordeuropa auch den Hochwinter über Mitteleuropa, welcher meist ab Mitte Januar zu erwarten ist.

Das Kontinentalhoch produziert also nicht nur Kälte, es exportiert diese kalten Luftmassen auch in andere Regionen. Und sobald der Polarwirbel anfängt instabiler zu werden, wird noch mehr Energie aus der Troposphäre absorbiert und der Polarwirbel weiter geschwächt. Ein schwacher Polarwirbel neigt dazu zu mäandrieren, was warme Luftmassen aus den niederen Breiten nach Norden und kalte Luft arktischen Ursprungs nach Süden führt. Sind die Bedingungen perfekt, ist auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz tiefstes Winterwetter möglich.

Das Wetter im Januar in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur (91-20)
    +0,9 Grad
  • Durchschnitt­stemperatur (61-90)
    -0,5 Grad
  • Kältester Januar
    -9 Grad (1940)
  • Wärmster Januar
    +4,76 Grad (2007)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +0,88 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,38 Grad
  • Höchste Temperatur
    +20,7 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    -21 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -33,5 Grad
  • Nieder­schlagssoll (91-20)
    65 l/m²
  • Nieder­schlagssoll (61-90)
    61 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    405 l/m²
  • Sonnenschein­dauer (91-20)
    52 Stunden
  • Sonnenschein­dauer (61-90)
    44 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 7 h 51 min
    Ende 9 h 7 min
  • Wettersingularität
    Hochwinter zur zweiten Januar-Dekade
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Wetterprognose

Wie wird das Wetter im Januar 2021?

Der Klimawandel sorgt dafür, dass auch der Hochwinter zunehmend seltener wird.
Man muss also kein Prophet sein, um den Januar 2021 im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert als zu warm zu definieren. Rein statistisch ergibt sich hierfür einfach eine höhere Wahrscheinlichkeit.

Ein zu kalter Januar?

Die Bezugsgrößen sind wichtig. Bisher wurden die Monatsmittel immer an den Klimamitteln der Referenzperioden von 1961-1990 und 1981-2010 gemessen. Das ändert sich mit dem Januar 2021 und es gilt der Mittelwert von 1991-2020. Dieser Zeitraum aber ist - danke des Klimawandels - im Vergleich zu 1961-1990 um rund +1,4 Grad wärmer geworden. Man kann sich recht schnell ausrechnen, dass der Januar 2021 - nach dem neuen Mittelwert - gute Chancen hat, normal oder gar zu kalt auszufallen. Mehr dazu: Der Klimawandel wird weg gerechnet - Kalter oder normaler Winter möglich)

Kalter Januar trotz Klimawandel?

Ja, es gibt sie noch, die zu kalten Januar-Monate, wie bspw. 2017, 2010, 2009 und 2006. Das war es dann aber auch schon in den letzten 20 Jahren - der Rest war zu warm.

Schaut man sich die Wetterprognosen der Langfristmodelle an, so berechnen sowohl das CFSv2, das europäische Langfristmodell und die NASA den Januar 2021 gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +2 bis +3 Grad zu warm. Im Wettertrend beträgt die Abweichung bis zu +4 Grad. Im Vergleich zum neuen Mittelwert betragen die Abweichungen +1 bis +3. Es spielt keine große Rolle, ob man den neuen oder den alten Mittelwert verwendet. In Summe ist nach dem Langfristtrend ein zu warmer Januar 2021 zu erwarten. Wie der Januar 2021 tatsächlich ausfallen wird, können Sie das ab Mitte Dezember in unseren täglichen Wettervorhersagen zum Wetter Januar 2021 mit verfolgen.

Januar warm oder kalt?

Die Temperaturen im Januar

Von hochwinterlich kalt bis frühlingshaft mild

Die niedrigste Januar-Temperatur wurde mit -33,5 Grad am 17. Januar 1963 über Kriestorf bei Vilshofen (an der Donau, Bayern) gemessen. Aber nicht nur über dem Süden kann es knackig kalt sein, so wurde am 19. Januar 1963 in Uckermünde mit -17,3 Grad die bisher tiefste Tageshöchsttemperatur in Küstennähe gemessen. Es gab aber auch schon Messstationen am Niederrhein und an Inseln der Nordsee, wo noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 Tageshöchsttemperaturen von unter -10 Grad gemessen wurden.

Bleibt der Hochwinter aus, so treten nicht selten sehr warme Temperaturwerte im Januar in den Vordergrund. Mit Hilfe des Föhns können im Alpenvorland die Temperaturen in die Nähe der +20 Grad Marke gebracht werden. Bspw. Wurde der höchste Temperaturwert bei Landsberg am 31. Januar 2002 mit +20,7 Grad registriert.

Ein deutliches Zeichen für den Klimawandel sind im Übrigen folgende Daten: 95 Prozent aller Messstationen verzeichneten den wärmsten Januartag im Zeitraum von 1990-2020 und somit in der eher jüngeren Vergangenheit. Temperaturen jenseits der +10 Grad Marke kommen im Januar vor und wurden schon an 40 Prozent der Messstationen registriert - zunehmend häufiger in den letzten 20 Jahren!

Die Temperaturen im Januar - von hochwinterlich kalt bis frühlingshaft mild
  • Durchschnittliche Temperatur (91-20)

    +0,9 Grad
  • Durchschnittliche Temperatur (61-90)

    -0,5 Grad
  • Kältester Januar

    -9 Grad (1940)
  • Wärmster Januar

    +4,76 Grad (2007)
  • Höchste Temperatur im Januar

    +20,7 Grad
  • Niedrigste Temperatur im Januar

    -33,5 Grad
  • Anfang Januar

    -10 bis +15 Grad
  • Ende Januar

    -10 bis +10 Grad
Viel oder wenig Sonne im Januar?

Die Sonne im Januar

Der Sonnenstand steigt an, die Tage werden länger

Der Sonnenstand ist im Januar noch flach, steigt aber so langsam an. Nichtsdestotrotz sind im Maximum 8 Sonnenstunden pro Tag möglich (250 Sonnenstunden im Monat) - im Mittel zeigt sich aber ein Wert von 44 Stunden deutlich darunter, liegt aber bereits um 6 Stunden höher als im Dezember.

Den meisten Sonnenschein> gab es im Januar 1989 mit 149, bzw. 175 Sonnenstunden im Alpenvorland. Den Rekord hält aber mit 221 Sonnenstunden im Januar 1989 die Zugspitze. Die geringste Sonnenscheindauer wurde mit 2,1 Stunden (!) in Schotten (Vogelsberg) im Januar 1983 registriert. 2,1 Stunden ist dann doch schon sehr wenig, wenn man bedenkt, dass diese Sonnenscheindauer binnen eines Tages bereits übertroffen werden kann.

Nur langsam wird es heller

Die Sonne geht am 1. Januar um 8:14 Uhr auf und um 16:05 Uhr unter. Der Tag hat somit eine Länge von 7 Stunden und 51 Minuten. Am 31. Januar geht die Sonne um 7:46 Uhr auf und um 16:53 Uhr unter. Die Länge des Tages beträgt 9 Stunden und 7 Minuten.
Die Tage werden um 1 Stunde und 16 Minuten länger. Durch das, dass die Nächte aber mit 15 bis 16 Stunden deutlich länger sind, begünstigt das den Abstrahlungseffekt, was den Januar - vor allem unter Hochdruckeinfluss - zu dem kältesten Monat im ganzen Jahr machen kann.

Wetter Januar - der Sonnenstand steigt an und die Tage werden länger
  • Sonnen­scheindauer Anfang Januar

    7 Stunden 51 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende Januar

    9 Stunden 07 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer (91-20)

    52 Stunden
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer (61-90)

    44 Stunden
Trocken oder nass?

Der Niederschlag im Januar

Einer der trockensten Monate im Jahr

Schnee im Januar

Bedingt durch die häufiger vorkommenden Hochdruckwetterlagen ist im Januar nicht mit besonders viel Schnee oder Niederschlägen zu rechnen. Fällt aber die Wetterlage entsprechend günstig aus, so kann nach einem Schneefall die daraus resultierende Schneedecke mit Hilfe eines entsprechend konservierenden Kältehoch über längere Zeit erhalten bleiben und für teils frostige Nächte sorgen, wie das bspw. im Januar 2017 der Fall war.

Fast gar kein Niederschlag hat es im Januar 1996 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und in Mecklenburg-Vorpommern, sowie Brandenburg gegeben. Der meiste Niederschlag wurde hingegen mit 405 l/m² in Weißenkirchen an der Saar gemessen und zeigt, dass es auch im Januar Starkniederschlagsereignisse geben kann. Häufig fällt der meiste Schnee im Zeitraum vom 1. bis 10. Januar.

Wetter Januar - Viel Niederschlag ist nicht zu erwarten und wenn doch, dann in Form von Schauern
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag (61-90)

    65 l/m²
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag (61-90)

    61 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    405 l/m²
  • Schneefall

    Häufiger möglich - meist in Form von Schneeschauern
Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im Januar

Unwetterartige Wetterereignisse möglich

Berüchtigt sind die Wetterwechsel im Januar, welche meist um den Jahreswechsel - häufiger im ersten Januardrittel - stattfinden können, wenn dem milden Weihnachtstauwetter wieder richtiges Winterwetter nachfolgen kann. Nicht selten sind bei solch einem Ereignis auch sog. Wintergewitter mit kurzen, aber sehr kräftigen Schneeschauern möglich.

Winterstürme im Januar

Bleibt der Hochwinter aus, ist nicht selten die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik aktiv, was über Deutschland zu Starkwindereignissen mit kräftigen Stürmen führen kann.

Wetter Januar - Unwetterartige Wetterkapriolen sind möglich

Die Abweichung der Temperaturen im Januar der letzten 10 Jahre im Vergleich

JanuarTem­peraturAb­weichung
-0,5 Grad
+1,1 Grad
+3,3 Grad
+3,8 Grad
+0,6 Grad
+1,1 Grad
+3,8 Grad
+4,3 Grad
-2,2 Grad
-1,7 Grad
+1 Grad
+1,5 Grad
+2,2 Grad
+2,7 Grad
+2,1 Grad
+2,6 Grad
+0,2 Grad
+0,7 Grad
+1,9 Grad
+2,4 Grad
+1,0 Grad
+1,5 Grad
Wetter Januar - Eisige Kälte im Hochwinter

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Januar der letzten 20 Jahre

Mittelwert 1961-1990

Im nachfolgenden Diagramm erkennt man sehr schön, dass im Vergleich zu 1961-1990 in den letzten 20 Jahren der Januar in 70 Prozent der Fälle zu warm, 10 Prozent normal und zu 20 Prozent zu kalt ausgefallen sind. Rein aus der statistischen Fortschreibung besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu warme Januar-Monate.

Betrachtet man nur die letzten 10 Jahre, so war keiner der Januar-Monate normal, 10 Prozent zu kalt und 90 Prozent zu warm. Der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer Abweichung von +5,26 Grad im Jahre 2007 registriert. Der kälteste stammt aus dem Jahre 1940 mit einer Abweichung von -8,5 Grad. Allein schon anhand der geringen Wahrscheinlichkeiten für einen normalen Verlauf zeigt sich, dass der Januar ein Monat der Extreme - sowohl in die eine, wie auch andere Richtung - sein kann.

Mittelwert 1991-2020

Nimmt man den neuen Klimamittelwert von 1991-2020, so waren in den letzten 20 Jahren 35 Prozent der Januar-Monate zu kalt, 40 Prozent zu warm und 25 Prozent normal. In den letzten 10 Jahren waren 20 Prozent zu kalt, 30 Prozent normal und 50 Prozent zu warm. Das ist in jeglicher Hinsicht signifikant und zeigt, wie deutlich sich der Klimawandel im Januar zeigen kann.


Der Januar in der Statistik

Im Schnitt waren die Januarmonate der letzten 20 Jahre im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert von 1961-1990 etwa um +1,4 Grad zu warm. Im Vergleich zum Mittelwert von 1991-2020 liegt die Abweichung bei +/- 0 Grad.


Temperaturabweichung im Januar der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Januar der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2020

Wie war das Wetter im Januar 2020?

Der Januar war viel zu warm

Der Januar 2020 erreichte eine mittlere Temperatur von sage und schreibe +3,3 Grad. Damit lag der Wert im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 um +3,8 Grad im zu warmen Bereich. Gegenüber dem Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +2,9 Grad.

Deutlich zu trocken

Nicht nur der Dezember 2019 war zu trocken, auch der Januar 2020 verfehlte sein Niederschlagssoll. Registriert wurden Niederschlagssummen von 45 l/m² registriert. Damit fehlten rund 30 Prozent zum Sollwert von 61 l/m².

Viel Sonnenschein

Klar, der Norden war überwiegend tiefdruckdominiert, insofern verwundert es nicht, dass der Süden mehr Sonnenschein ab bekam. Am Ende aber war der Januar 2020 mit 60 Sonnenstunden überdurchschnittlich hell. Sein Soll liegt bei 44 Stunden, was den Wert um 34 Prozent übertraf.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetterprognosen Januar 2020.

Häufige Fragen zum Wetter im Januar

Wie wird das Wetter im Januar 2021?

Schaut man sich die Wetterprognosen der Langfristmodelle an, so berechnen sowohl das CFSv2, das europäische Langfristmodell und die NASA den Januar 2021 gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +2 bis +3 Grad zu warm. Im Wettertrend beträgt die Abweichung bis zu +4 Grad. Im Vergleich zum neuen Mittelwert betragen die Abweichungen +1 bis +3. Es spielt keine große Rolle, ob man den neuen oder den alten Mittelwert verwendet. In Summe ist nach dem Langfristtrend ein zu warmer Januar 2021 zu erwarten.

Wie ist das Wetter im Januar in Deutschland?

Im Januar kommt es - Aufgrund des Kontinentalhochs über dem sibirischen Raum - häufiger zu einer Ausdehnung des hohen Luftdrucks in Richtung Nordeuropa, so dass sich über Mitteleuropa eine Ostwetterlage mit "knackig" kalten Temperaturwerten einstellen kann. Unter Meteorologen wird diese Zeit als Hochwinter definiert und kommt - statistisch gesehen - häufiger in der zweiten Hälfte vor.

Als interessanter Zeitraum gilt der 1. bis 6. Januar, denn hat sich bis dahin keine winterliche Wetterlage einstellen können, so wird es auch der Hochwinter schwer haben, sich durchzusetzen. Warum? Das Zirkulationsmuster ist entsprechend eingefahren und ein Umschwung in der zweiten Winterhälfte wird zunehmend unwahrscheinlicher. Lediglich äußere Randfaktoren, wie der QBO oder ein Major-Warming können im Februar und März noch zu Veränderungen führen.

Welche Temperaturen gibt es im Januar?

Die niedrigste Januar-Temperatur wurde mit -33,5 Grad am 17. Januar 1963 über Kriestorf bei Vilshofen (an der Donau, Bayern) gemessen. Aber nicht nur über dem Süden kann es knackig kalt sein, so wurde am 19. Januar 1963 in Uckermünde mit -17,3 Grad die bisher tiefste Tageshöchsttemperatur in Küstennähe gemessen. Es gab aber auch schon Messstationen am Niederrhein und an Inseln der Nordsee, wo noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 Tageshöchsttemperaturen von unter -10 Grad gemessen wurden.

Bleibt der Hochwinter aus, so treten nicht selten sehr warme Temperaturwerte im Januar in den Vordergrund. Mit Hilfe des Föhns können im Alpenvorland die Temperaturen in die Nähe der +20 Grad Marke gebracht werden. Bspw. Wurde der höchste Temperaturwert bei Landsberg am 31. Januar 2002 mit +20,7 Grad registriert.

Wie war das Wetter im Januar 2020?

Der Januar war viel zu warm

Der Januar 2020 erreichte eine mittlere Temperatur von sage und schreibe +3,3 Grad. Damit lag der Wert im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 um +3,8 Grad im zu warmen Bereich. Gegenüber dem Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +2,9 Grad.

Deutlich zu trocken

Nicht nur der Dezember 2019 war zu trocken, auch der Januar 2020 verfehlte sein Niederschlagssoll. Registriert wurden Niederschlagssummen von 45 l/m² registriert. Damit fehlten rund 30 Prozent zum Sollwert von 61 l/m².

Viel Sonnenschein

Klar, der Norden war überwiegend tiefdruckdominiert, insofern verwundert es nicht, dass der Süden mehr Sonnenschein ab bekam. Am Ende aber war der Januar 2020 mit 60 Sonnenstunden überdurchschnittlich hell. Sein Soll liegt bei 44 Stunden, was den Wert um 34 Prozent übertraf.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetterprognosen Januar 2020.


Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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