Wetter Juni - Daten und Fakten

Wetter Juni

Wie ist das Juni­wetter in Deutschland?

Veröffentlicht: 24. März 2012
Aktualisiert: 25. August 2021

Der Juni ist der erste Sommermonat und für viele Menschen auch der angenehmste, da die Temperaturen noch nicht zu heiß sind und die Hitzeperioden wie im Juli oder August meist noch fehlen. Hoch und Tiefdruckphasen wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit ab und die ersten - kräftigen - Gewitter und Unwetter mit einem erhöhten Schadpotential sind möglich.

Nach dem langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990 wird im Juni eine durchschnittliche Temperatur von +15,4 Grad erreicht und im Mittel ist eine Regenmenge von 85 l/m² zu erwarten. Damit gehört der erste Sommermonat zu den niederschlagsreichsten Monaten im Jahr.

Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1991 und 2020 erreicht der Junimonat eine mittlere Temperatur von +16,4 Grad. Anders formuliert ist der erste Sommermonat in den letzten 30 Jahren um rund +1,0 Grad wärmer geworden.

Verläuft das Wetter normal, so sind zum Monatsbeginn Temperaturen von +20 bis +25 Grad möglich. Nicht selten werden die frühsommerlichen Temperaturen von hohem Luftdruck und einem trockenen Wettercharakter begleitet.

Markante Wettersingularität: die Schafskälte

Als berüchtigte Wettersingularität tritt die Schafskälte um den 11. Juni in Erscheinung. Das ist eine Singularität, die zwar häufiger vorkommt, aber nicht immer eintreffen muss. Tritt die Schafskälte aber ein, so kommt es zu einem markanten Wetterwechsel, was zu den ersten - schweren - Unwettern des Jahres führen und den Bemühungen des Sommers einen ordentlichen Dämpfer verpassen kann.

Die Siebenschläferregel

Der Sommer zeigt sich mit zunehmend stabiler werdenden Hochdruckwetter in der letzten Junidekade. Wichtig ist zudem der Zeitraum um den 25. Juni mit dem Siebenschläfertag. Der Wettercharakter, welcher sich in diesem Zeitraum einstellt, kann maßgeblich das Wetter des Sommers beeinflussen.

Das Wetter im Juni in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur (1991/2020)
    +16,4 Grad
  • Durchschnitt­stemperatur (1961/1990)
    +15,4 Grad
  • Kältester Juni
    +11,19 Grad (1923)
  • Wärmster Juni
    +19,78 Grad (2019)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +16,72 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,32 Grad
  • Höchste Temperatur
    +39,6 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    +4,7 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -4,3 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    85 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    737 l/m²
  • Sonnenschein­dauer
    198 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 16 h 35 min
    Ende 16 h 55 min
  • Wettersingularität
    Schafskälte; Sieben­schläferzeitraum; zwischen dem 20/22. Juni Sommersonnenwende
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Wetterprognose

Wie wird das Wetter im Juni 2021?

Der Juni zählt noch zu den abwechslungsreichsten und ist gleichzeitig der kälteste der drei Sommermonate. Turbulenzen mit teils schweren Gewitter mit Unwetter- und Schadenspotential können vorkommen. Besonders gehäuft in diesem Jahr wohl durch eine Wetterumstellung von einem kalten Mai hin zu einem warmen Juni.

In seiner aktuellen Wettervorhersage berechnet das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990 von +2,0 bis +4,0 Grad und im Vergleich zum - wärmeren - Mittelwert eine Abweichung von +1,0 bis +3,0 Grad im tendenziell zu warmen Bereich. In der Niederschlagsberechnung wird das Juniwetter gegenüber seinem vieljährigen Sollwert normal und im Trend etwas zu trocken berechnet. Mehr zu den Details in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Juni 2021.

Wie startet der Sommer?

Die Temperaturen im Juni

Langsam in Richtung Hochsommer

Frost ist möglich

In tieferen Lagen haben ca. 30 Prozent der Wetterstationen schon Luftfrost in 2 m Höhe registriert, welcher über Süddeutschland - insbesondere in den ersten fünf Junitagen - häufiger vorkommen kann. Anschließend aber geht es mit den Temperaturen rasch aufwärts und während der Schafskälte wurden nur noch in ein Prozent der Messstationen Luftfrost registriert. Ist die Schafskälte vorbei (oder wird übersprungen), verhält sich das Wetter bei Werten von +24 bis +28 Grad und örtlich auch mal über +30 Grad wie ein Sommermonat.

Tiefstwerte

Die niedrigste Temperatur wurde am 4. Juni 1962 mit -4,3 Grad über Trochtelfingen gemessen, während Dauerfrost nur noch in Lagen oberhalb etwa 1.500 Meter anzutreffen ist. 30 Prozent der Messstationen zeigten mit erneutem Schwerpunkt über Süddeutschland Höchstwerte unterhalb der 10 Grad Marke, was sonst aber eher selten vorkommt.

Höchstwerte

Die höchste Temperatur wurde im Juni 2019 über Bernburg/Saale mit +39,6 Grad registriert. An 50 Prozent der Messstationen wurden Tropennächte - bei der die Nachttemperaturen nicht unter die +20 Grad Marke fallen - erfasst.

Die Temperaturen im Juni - Der Sommer kommt in Schwung
  • Durchschnittliche Temperatur

    +15,4 Grad
  • Wärmster Juni

    +19,78 Grad (2019)
  • Kältester Juni

    +11,19 Grad (1923)
  • Höchste Temperatur

    +39,6 Grad
  • Niedrigste Temperatur

    -4,3 Grad
  • Temperatur am Monatsanfang

    +15 bis +25 Grad
  • Temperatur am Monatsende

    +20 bis +30 Grad
Sommersonnenwende

Die Sonne im Juni

Die Sonne erreicht ihren Höhepunkt

Im Mittel erreicht die Sonnenscheindauer über dem Norden 9 Stunden, während diese im Süden niedriger ausfallen kann. So wurde bspw. in der Oberrheinebene mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 7,6 Sonnenstunden der sonnenscheinreichste Juni gemessen, während der Rekord mit 399 Sonnenstunden über dem Ostseebad Karlshagen 1992 registriert wurde, was einer mittleren Sonnenscheindauer von 13,3 Stunden entspricht.

Viel Sonnenschein über dem Norden

Mit anderen Worten scheint im ersten Sommermonat über dem Norden häufiger die Sonne, als über dem Süden. Warum das so ist? Der Norden und Nordosten liegen mehr im Einflussbereich des trockenen Kontinentalklimas, während über dem Süden feucht-warme Luftmassen zu einer erhöhten Wolkenbildung mit Schauern und Gewittern führen können.

Sommersonnenwende

Über Europa wird die Sommersonnenwende am 21. Juni gegen 5:31 Uhr MESZ erreicht. Der Nordpol hat an diesem Datum die maximale Neigung zur Sonne erreicht und der längste Tag des Jahres gibt es an diesem Datum. Nachfolgend werden die Tage wieder kürzer.

Wetter Juni - Die Sonne erreicht ihren Höhepunkt
  • Sonnen­scheindauer Anfang Juni

    16 Stunden 35 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende Juni

    16 Stunden 55 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    198 Stunden
  • Sommersonnenwende

    21. Juni 5:30 Uhr (MESZ)
Ein wechselhafter Sommermonat

Der Niederschlag im Juni

Einer der niederschlagsreichsten Monate

Über 100 l/m² an Niederschlag an einem einzigen Tag wurden schon an fünf Prozent der Messstationen gemessen. Der meiste Niederschlag wurde mit 737 l/m² 1933 in Oberreute (Bayern) registriert. Den meisten Regen binnen 24 Stunden gab es am 29. Juni 2017 mit 197 l/m² über Berlin-Tegel. Zum Vergleich: im gesamten Monat werden durchschnittlich 85 l/m² an Regen erreicht.

Es gab aber auch schon Junimonate, die über manchen Regionen komplett trocken ausgefallen sind - das Jahr 1992 sticht für die nördlichen und östlichen Bundesländer besonders hervor. Auf die Fläche gemittelt aber schlägt der Juni aus dem Jahre 2018 einige Rekorde. Das Niederschlagssoll wurde damals gerade zu rund 54 Prozent erreicht und läutete den Dürre-Sommer 2018 ein.

Schnee im Juni?

Fast gesichert ins Skivergnügen kann man sich in den Gipfellagen der Zugspitze stürzen, denn eine Schneedecke von nicht selten bis zu 3 Meter sorgt dort für eine Schneesicherheit. Ansonsten ist vom Schnee nicht mehr allzu viel übrig und auch Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer gehören nun definitiv der Vergangenheit an.

Wetter Juni - Einer der niederschlagsreichsten Monate im ganzen Jahr
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    85 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    737 l/m²
  • Schneefall

    Nur noch über den Gebirgslagen
Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im Juni

Im Wechselmonat turbulentes Wetter

Gerade die Zeit rund um die Schafskälte provoziert unwetterartige Großwetterlagen. Erreichen die Werte schon an manchen Tagen die +30 Grad-Marke, so kommt es zur Schafskälte in der zweiten Junidekade nicht selten zu einem Temperatursturz.

Ansteigende Neigung zu unwetterartigen Wetterereignissen

Der Wetterwechsel geht häufig mit unwetterartigen Wetterereignissen wie Hagel, Sturm, Gewitter und Blitzschlag einher. Auch die ersten Tornados der Saison sind möglich. Die stärkste Windböe wurde mit 334,8 km/h am 12. Juni 1985 über der Zugspitze registriert. Abseits der Gebirge gab es am 24. Juni 2016 über Boltenhagen mit 156,2 km/h die stärkste Windböe zu vermelden.

Die Schafskälte ist der europäische Sommermonsun

Hört sich erst einmal extrem an, doch die Umstellung der großräumigen Luftdruckverteilung ist mit dem indischen Subkontinent zu vergleichen.

Die Landmassen sind stark erhitzt, während der Atlantik noch immer Wärmekapazität speichern kann. Im Zeitraum vom 4. bis 20. Juni entsteht häufiger ein mitteleuropäisches Tiefdrucksystem, was die kalten Luftmassen aus Nordwesten nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führen kann. Länger andauernde Regenphasen sind möglich.

Wetter Juni - Unwetterartige Wetterereignisse sind möglich

Die Abweichung der Temperaturen im Februar der letzten 10 Jahre im Vergleich

JuniTem­peraturAb­weichung (61/90)
Trend 2021
+16,4 bis
+17,4 Grad
+1,0 bis
+2,0 Grad
+16,8 Grad
+1,4 Grad
+19,8 Grad
+4,4 Grad
+17,8 Grad
+2,4 Grad
+18,0 Grad
+2,6 Grad
+17,0 Grad
+1,6 Grad
+15,8 Grad
+0,4 Grad
+16,1 Grad
+0,7 Grad
+15,7 Grad
+0,3 Grad
+15,5 Grad
+0,1 Grad
+16,5 Grad
+1,1 Grad
Wetter Juni - Der Hochsommer kommt in fahrt

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Juni der letzten 20 Jahre

Die Junimonate aus den Jahren 2003, 2017, 2018 und 2019 gehören mit Abstand zu den wärmsten Jahren. Der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen entstammte mit einer Abweichung von +4,4 Grad gegenüber dem Mittelwert von 1961 und 1990 aus dem Jahre 2019 (2017: +2,6 Grad; 2018: +2,4 Grad).

Es wird wärmer

Nur sechs Mal gelang es dem ersten Sommermonat in den letzten 20 Jahren im Vergleich zum MIttelwert von 1961 und 1990 normal bis leicht zu kalt auszufallen, der Rest war zu warm. Anders formuliert waren in 70 Prozent der Fälle die Junimonate zu warm, in 20 Prozent normal und in 10 Prozent zu kalt.

Signifikant zu warm

In den letzten 10 Jahren waren der Juni in 70 Prozent der Fälle zu warm, in 30 Prozent normal und in 0 Prozent zu kalt. Die Signifikanz für einen zu warmen Temperaturverlauf ist deutlich.

Im Vergleich zur wärmeren Periode von 1990 und 2020 war der Juni in den letzten 20 Jahren in 30 Prozent der Fälle zu kalt, 35 Prozent normal und 35 Prozent zu warm. In den letzten 10 Jahren gab es in jeweils 30 Prozent der Fälle einen zu kalten und normalen und in 40 Prozent einen zu warmen Sommermonat.


Deutschlandwetter im Juni - Klimatabelle

Temperatur (ohne Nachtwerte), Regen, Regentage, Sonne, Schneetage und Sommertage gegenüber dem Mittelwert 1961 und 1990. In Klammer der Mittelwert von 1991 und 2020
Bundesland Temperatur
(Grad)
Regen
(l/m²)
Regentage
(>1 l/m²)
Sonne
(Stunden)
Schneetage
(Tage)
Sommertage
(Tage)
Brandenburg
(Potsdam) / Berlin
+21,8
(+22,7)
67,3
(58,6)
9,5
(8,7)
225
(229)
0
(0)
7,9
(9,2)
Baden-Württemberg
(Stuttgart)
+20,6
(+22,4)
105,7
(90,3)
12,2
(11,0)
205
(221)
0
(0)
6,6
(9,9)
Bayern
(München)
+20,3
(+22,1)
106,7
(97,4)
12,4
(11,5)
200
(218)
0
(0)
6,2
(9,4)
Hessen
(Wiesbaden)
+20,4
(+21,9)
75,9
(63,5)
10,9
(9,6)
191
(209)
0
(0)
5,8
(8,2)
Mecklenburg-Vorpommern
(Schwerin)
+20,1
(+20,9)
62,2
(65,6)
9,2
(9,4)
237
(234)
0
(0)
4,2
(5,0)
Niedersachsen
(Hannover) / Bremen / Hamburg
+20,2
(+21,2)
75,16
(67,6)
10,9
(10,1)
201
(205)
0
(0)
5,1
(6,2)
Nordrhein-Westfalen
(Düsseldorf)
+20,3
(+21,5)
71,48
(71,8)
11,6
(10,4)
183
(201)
0
(0)
5,3
(6,9)
Rheinland-Pfalz
(Mainz)
+20,7
(+22,1)
74,8
(64,8)
10,9
(9,5)
193
(215)
0
(0)
6,2
(8,6)
Schleswig-Holstein
(Kiel)
+19,5
(+19,9)
68,1
(72,6)
10,0
(10,5)
225
(222)
0
(0)
3,6
(3,7)
Saarland
(Saarbrücken)
+20,6
(+22,4)
79,4
(67,1)
10,9
(9,7)
205
(224)
0
(0)
5,8
(9,2)
Sachsen
(Dresden)
+20,6
(+21,8)
74,7
(70,1)
10,9
(9,7)
195
(214)
0
(0)
6,3
(8,2)
Sachsen-Anhalt
(Magdeburg)
+21,3
(+22,3)
61,7
(55,7)
9,5
(8,6)
203
(223)
0
(0)
7,1
(8,7)
Thüringen
(Erfurt)
+19,7
(+21,2)
73,7
(63,1)
10,8
(9,8)
190
(206)
0
(0)
4,8
(7,1)
Deutschland +20,4
(+21,7)
83,2
(75,5)
11,1
(10,2)
203
(216)
0
(0)
5,8
(7,9)

Temperaturabweichung im Juni der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Juni der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2020

Wie war das Wetter im Juni 2020?

Zu warm

Im Mittelwert der Tag- und Nachttemperaturen brachte es der Juni 2020 auf +16,8 Grad und war gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961-1990 um +1,4 Grad und gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 um +1,1 Grad zu warm.

Ausreichend Niederschlag, doch regional deutlich zu trocken

Normalerweise wird eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 85 l/m² erreicht. Im Juni 2020 konnten im Flächenmittel 90 l/m² registriert werden und war damit leicht zu nass. Mit Hilfe von Starkregen und länger andauerndem Niederschlag konnte verbreitet das Niederschlagssoll übererfüllt werden.

Aber wie es bei Schauern und Gewittern eben so üblich ist, sind diese selten gerecht verteilt und so gab es über dem Westen, Osten und Norden einige Regionen, über denen sich die Trockenheit zu einer Dürre umwandelte und seit März kein richtiger Niederschlag mehr zusammen kam. Am wenigsten Niederschlag wurde mit 9,4 l/m² über Golßen-Mahlsdorf gemessen, was gerade einmal 15 Prozent des Niederschlagssolls entspricht.

Viel Sonnenschein über dem Norden

Bedingt durch das Hoch über Skandinavien war der Anteil der Sonnenstunden über Norddeutschland mit 250 Stunden deutlich höher, als mit 150 Stunden über Süddeutschland, wo sich die Tiefdrucksysteme tummelten. Im Flächenmittel erreichte der Juni eine Sonnenscheindauer von 215 Stunden und übertraf den Mittelwert von 198 Stunden um 17 Stunden.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter Juni 2020.

Häufige Fragen zum Wetter im Juni

Wie wird das Wetter im Juni 2021?

Der Juni zählt noch zu den abwechslungsreichsten und ist gleichzeitig der kälteste der drei Sommermonate. Turbulenzen mit teils schwere Gewitter mit Unwetter- und Schadenspotential können vorkommen.

In seiner aktuellen Wettervorhersage berechnet das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990 von +1, bis +2,0 Grad und im Vergleich zum - wärmeren - Mittelwert eine Abweichung von +0,0 bis +1,0 Grad im tendenziell zu warmen Bereich. In der Niederschlagsberechnung wird das Juniwetter gegenüber seinem vieljährigen Sollwert normal und im Trend etwas zu nass berechnet. Mehr zu den Details in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Juni 2021.

Wie ist das Wetter im Juni in Deutschland?

Der Juni ist der erste Sommermonat und für viele Menschen auch der angenehmste, da die Temperaturen noch nicht zu heiß sind und die Hitzeperioden wie im Juli oder August meist noch fehlen. Doch können schon die ersten - kräftigen - Gewitter und Unwetter mit einem erhöhten Schadpotential in Erscheinung treten.

Nach dem langjährigen Mittelwert wird im Juni eine durchschnittliche Temperatur von +15,4 Grad erreicht und im Mittel sind Niederschlagssummen von 85 l/m² zu erwarten. Damit gehört der erste Sommermonat zu den niederschlagsreichsten Monaten im Jahr.

Als berüchtigte Wettersingularität tritt noch die Schafskälte um den 11. Juni in Erscheinung. Das ist eine Singularität, die zwar häufiger vorkommt, aber nicht immer eintreffen muss.

Welche Temperaturen gibt es im Juni?

In tieferen Lagen haben ca. 30 Prozent der Wetterstationen schon Luftfrost in 2m Höhe registriert, welcher über Süddeutschland - insbesondere in den ersten fünf Juni-Tagen - häufiger vorkommen kann. Anschließend aber geht es mit den Temperaturen rasch aufwärts und während der Schafskälte wurden nur noch in ein Prozent der Messstationen Luftfrost registriert. Ist die Schafskälte vorbei (oder wird übersprungen), verhält sich der Juni bei Werten von +24 bis +28 Grad und örtlich auch mal über +30 Grad wie ein Sommer-Monat.

Wie war das Wetter im Juni 2020?

Im Mittelwert der Tag- und Nachttemperaturen brachte es der Juni 2020 auf +16,8 Grad und war gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961-1990 um +1,4 Grad und gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 um +1,1 Grad zu warm.

Normalerweise erreicht der Juni eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 85 l/m² (weitere Wetterfakten Juni). Der Juni 2020 erreichte im Flächenmittel 90 l/m² und war damit leicht zu nass. Mit Hilfe von Starkregen und länger andauerndem Niederschlag konnte verbreitet das Niederschlagssoll weit übererfüllt werden.

Aber wie es bei Schauern und Gewittern eben so üblich ist, sind diese selten gerecht verteilt und so gab es über dem Westen, Osten und Norden einige Regionen, über denen sich die Trockenheit zu einer Dürre umwandelte und seit März kein richtiger Niederschlag mehr zusammen kam. Am wenigsten Niederschlag wurde mit 9,4 l/m² über Golßen-Mahlsdorf gemessen, was gerade einmal 15 Prozent des Niederschlagssolls entspricht.

Bedingt durch das Hoch über Skandinavien war der Anteil der Sonnenstunden über Norddeutschland mit 250 Stunden deutlich höher, als mit 150 Stunden über Süddeutschland, wo sich die Tiefdrucksysteme tummelten. Im Flächenmittel erreichte der Juni eine Sonnenscheindauer von 215 Stunden und übertraf den Mittelwert von 198 Stunden um 17 Stunden.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter Juni 2020.


Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten im Juni

Statistische Wetterwerte für Juni

  • Zum Beginn oftmals warmes Hochdruckwetter
  • Anschließend zwischen dem 4. und 20. Juni sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter (Schafskälte - vermehrt um den 11. Juni)
  • Erste - schwere - Unwetter sind in diesem Zeitraum möglich
  • Warmes Hochdruckwetter wieder ab dem 25. Juni
  • Zeitraum des Siebenschläfertages beginnt am 25. Juni

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