Der Juni ist der erste Sommermonat und für viele Menschen auch der angenehmste, da die Temperaturen noch nicht zu heiß sind und die Hitzeperioden wie im Juli oder August meist noch fehlen. Doch können schon die ersten - kräftigen - Gewitter und Unwetter in Erscheinung treten.

Nach dem langjährigen Mittelwert wird eine durchschnittliche Temperatur von +15,4 Grad erreicht und im Mittel sind Niederschlagssummen von 85 l/m² zu erwarten. Damit gehört der erste Sommermonat zu den niederschlagsreichsten Monaten im Jahr. Als berüchtigte Wettersingularität tritt noch die Schafskälte um den 11. Juni herum in Erscheinung. Das ist eine Singularität, die zwar häufiger vorkommt, aber nicht immer eintreffen muss.

Verläuft das Juniwetter ganz normal, so sind zum Monatsbeginn Temperaturen von +20 bis +25 Grad anzutreffen. Nicht selten werden die frühsommerlichen Temperaturen von hohem Luftdruck und einem trockenen Wettercharakter begleitet.

In der zweiten Junidekade tritt häufiger die Schafskälte in Erscheinung. Die Wetterwechsel erfolgen meist turbulent, was zu den ersten - schweren - Unwettern des Jahres führen kann.

Der Sommer zeigt sich mit zunehmend stabiler werdenden Hochdruckwetter im letzten Junidrittel. Wichtig ist zudem der Zeitraum um den 25. Juni mit dem Siebenschläfertag. Der Wettercharakter, welcher sich bis zu diesen Zeitraum einstellt, kann maßgeblich das Wetter des Sommers beeinflussen.

Wie wird das Wetter im Juni 2019?

Er zählt noch zu den abwechslungsreichsten Sommermonaten und ist gleichzeitig der kälteste der drei Sommermonate. Turbulenzen und teils schwere Gewitter mit Unwetter- und Schadenspotential können vorkommen. In seiner aktuellen Wettervorhersage berechnet das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +1 Grad in einem leicht zu warmen Bereich.
In der Niederschlagsberechnung wird das Wetter gegenüber seinem vieljährigen Sollwert zu trocken berechnet. Mehr zu den Details in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter im Juni 2019.

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Die Temperaturen

In tieferen Lagen haben ca. 30 Prozent der Wetterstationen schon Luftfrost in 2m Höhe registriert, welcher über Süddeutschland - insbesondere in den ersten fünf Tagen - häufiger vorkommen kann. Anschließend aber geht es mit den Temperaturen rasch aufwärts und während der Schafskälte wurden nur noch in 1 Prozent der Messstationen Luftfrost registriert.

Die niedrigste Temperatur wurde am 25. Juni 1928 mit -1,9 Grad über Cottbus gemessen, während Dauerfrost nur noch in Lagen oberhalb etwa 1.500 Meter anzutreffen ist. 30 Prozent der Messstationen zeigten mit erneutem Schwerpunkt über Süddeutschland Höchstwerte unterhalb der 10 Grad Marke, was sonst aber eher seltener vorkommt.

Die höchste Temperatur wurde im Juni 2019 über Bernburg/Saale mit +39,6 Grad registriert. An 50 Prozent der Messstationen wurden Tropennächte - bei der die Nachttemperaturen nicht unter die +20 Grad Marke fallen - erfasst.



Die Schneesituation

Fast gesichert ins Skivergnügen kann man sich im Juni in den Gipfellagen der Zugspitze stürzen, denn eine Schneedecke von nicht selten bis zu 3 Meter sorgt dort für eine Schneesicherheit. Ansonsten ist vom Schnee nicht mehr allzu viel übrig und auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer gehören der Vergangenheit an.

Viel Sonnenschein

Im Mittel erreicht die Sonnenscheindauer im Juni über dem Norden 9 Stunden, während diese im Süden niedriger ausfallen kann. So wurde bspw. in der Oberrheinebene mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 7,6 Sonnenstunden der sonnenscheinreichste Juni gemessen, während der Rekord mit 399 Sonnenstunden über dem Ostseebad Karlshagen 1992 registriert wurde, was einer mittleren Sonnenscheindauer von 13,3 Stunden entspricht.

Mit anderen Worten scheint im ersten Sommermonat über dem Norden häufiger die Sonne, als über dem Süden. Warum das so ist? Der Norden und Nordosten liegen mehr im Einflussbereich des trockenen Kontinentalklimas, während über dem Süden feucht-warme Luftmassen zu einer erhöhten Wolkenbildung mit Schauern und Gewittern führen können.

Der Juniregen

Über 100 l/m² an Niederschlag an einem einzigen Tag wurden schon an fünf Prozent der Messstationen gemessen und ohne Niederschlag mussten die Stationen im Juni 1962 im Saarland und 1992 in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern auskommen. Der meiste Niederschlag im Flachland wurde mit 247,6 l/m² in Schwerin gemessen. Zum Vergleich: im gesamten Monat werden durchschnittlich 85 l/m² erreicht.

Die Abweichung der Temperaturen im Juni der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Juni Temperatur Abweichung
2018 17,8 Grad +2,4 Grad
2017 18,0 Grad +2,6 Grad
2016 17,0 Grad +1,6 Grad
2015 15,8 Grad +0,4 Grad
2014 16,1 Grad +0,7 Grad
2013 15,7 Grad +0,3 Grad
2012 15,5 Grad +0,1 Grad
2011 16,5 Grad +1,1 Grad
2010 16,3 Grad +0,9 Grad
2009 14,8 Grad -0,6 Grad

Temperaturabweichung der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Die Junimonate aus den Jahren 2003, 2017 und 2018 gehören mit Abstand zu den wärmsten Jahren. Der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen entstammte mit einer Abweichung von +3,95 Grad aus dem Jahre 2003 (2017: +2,6 Grad; 2018: +2,4 Grad).

Nur sieben Mal gelang es dem ersten Sommermonat in den letzten 20 Jahren normal bis leicht zu kalt auszufallen, der Rest war zu warm. Anders formuliert waren in 65 Prozent der Fälle die Junimonate zu warm, in 25 Prozent normal und in 10 Prozent zu kalt.

Im Schnitt war der erste Sommermonat in den letzten 20 Jahren um rund +1,1 Grad zu warm.

In den letzten 10 Jahren waren der Juni in 60 Prozent der Fälle zu warm, in 30 Prozent normal und in 10 Prozent zu kalt. Die Signifikanz für einen zu warmen Temperaturverlauf ist deutlich.

Klimadiagramm Juni in Deutschland der letzten 20 Jahre
Klimadiagramm Juni in Deutschland der letzten 20 Jahre

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