Der Juni ist der erste Sommermonat und für viele Menschen auch der angenehmste, da die Temperaturen noch nicht zu heiß sind und die Hitzeperioden wie im Juli oder August meist noch fehlen, bzw. noch nicht so lange andauern. Durchschnittlich erreicht der Juni eine Temperatur nach den langjährigen Mittelwert von 15,4 Grad und im Mittel sind rund 85 Liter Niederschlag pro m² zu erwarten. Damit gehört der Juni zu den niederschlagsreichsten Monaten im Jahr. Der Monat Juni beinhaltet noch die berühmt berüchtigte „Schafskälte" um den 11. Juni herum. Das ist eine Singularität, die häufiger vorkommt, aber nicht immer eintreffen muss.

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Wetterereignisse im Juni

Fast gesichert ins Skivergnügen kann man sich im Juni in den Gipfellagen der Zugspitze stürzen, denn eine Schneedecke von nicht selten bis zu 3 Meter sorgt dort für eine Schneesicherheit. In tieferen Lagen haben ca. 30 Prozent der Wetterstationen auch schon Luftfrost in 2m Höhe registriert, welcher über Süddeutschland insbesondere in den ersten fünf Juni Tagen häufiger vorkommen kann. Danach geht es aber mit den Temperaturen rasch aufwärts und während der Schafskälte wurden nur noch in 1 Prozent der Messstationen Luftfrost registriert. Die niedrigste Temperatur wurde am 25. Juni 1928 mit -1,9 Grad über Cottbus gemessen, während Dauerfrost im Juni nur noch in Lagen oberhalb etwa 1.500 Meter anzutreffen ist. 30 Prozent der Messstationen zeigten mit erneuten Schwerpunkt über Süddeutschland im Juni Höchstwerte unterhalb der 10 Grad Marke, was sonst aber eher seltener vorkommt. Die höchste Temperatur im Juni wurde 1947 in Frankfurt mit +38,2 Grad und über Heidelberg mit +38,1 Grad registriert und an 50 Prozent der Messstationen wurden schon Tropennächte, bei der die Nachttemperaturen nicht unter die +20 Grad Marke fallen, registriert. Die niedrigste Temperatur wurde am 20. Juni 2000 mit +24,6 Grad in Barsinghausen gemessen.

Im Mittel erreicht die Sonnenscheindauer im Juni über dem Norden 9 Stunden, während diese im Süden niedriger ausfallen kann. So wurde bspw. in der Oberrheinebene der Sonnenscheinreichste Juni mit 7,6 Sonnenstunden gemessen, während der Rekord mit 399 Sonnenstunden über dem Ostseebad Karlshagen im Juni 1992 registriert wurde, was einer mittleren Sonnenscheindauer von 13,3 Stunden entspricht. Mit anderen Worten scheint im Juni über dem Norden häufiger die Sonne, als über dem Süden. Warum das so ist? Der Norden und Nordosten liegen mehr im Einflussbereich des trockenen Kontinentalklimas, während über dem Süden feucht-warme Luftmassen zu einer erhöhten Wolkenbildung mit Schauern und Gewittern führen können.

100 l/m² an Niederschlag an einem einzigen Tag wurden schon an fünf Prozent der Messstationen gemessen und ohne Niederschlag mussten die Stationen im Juni 1962 im Saarland und 1992 in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern auskommen. Der niederschlagsreichste Juni im Flachland wurde mit 247,6 l/m² in Schwerin aufgestellt.

Die Abweichung der Temperaturen im Juni der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Juni Temperatur Abweichung
2016 17,0 Grad +1,6 Grad
2015 15,8 Grad +0,4 Grad
2014 16,1 Grad +0,7 Grad
2013 15,7 Grad +0,3 Grad
2012 15,5 Grad +0,1 Grad
2011 16,5 Grad +1,1 Grad
2010 16,3 Grad +0,9 Grad
2009 14,8 Grad -0,6 Grad
2008 16,9 Grad +1,5 Grad
2007 17,4 Grad +2,0 Grad

Temperaturabweichung Juni der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm Juni in Deutschland der letzten 20 Jahre

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