Wetter Juni 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

So war das Wetter im Juni 2018: Sehr warm, sehr trocken mit viel Sonnenschein

  • M. Hoffmann
Der April und Mai legten mit neuen Rekordwerten schon ordentlich vor, doch ein neuerlicher Temperaturrekord wurde im Juni 2018 nicht aufgestellt. Und dennoch war das Wetter im Juni außergewöhnlich.

Verbreitet war das Wetter im Juni von einem sommerlichen Wettercharakter geprägt
Verbreitet war das Wetter im Juni von einem sommerlichen Wettercharakter geprägt

Die Besonderheit im Juni gab es in den ersten Tagen in einer Zweiteilung beim Wetter. Kräftige Schauer und Gewitter - örtlich auch mit unwetterartigen Wetterereignissen - sorgten vor allem über Süddeutschland für reichlich Niederschlag. Anders die Situation über dem Norden, welcher im Juni die meiste Zeit über hochdruckdominiert war. Die Trockenheit über dem Norden - welche schon im Mai ein großes Problem darstellte - setzte sich im Juni fast ungehindert fort und sorgte teils für katastrophale Ausmaße.

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Wetter Juni 2018: Überdurchschnittlich warm

Gemessen am langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 betrug die Abweichung im Juni 2018 warme +2,4 Grad. Der Rekord stammte mit einer Abweichung von +3,95 Grad aus dem Jahre 2003. Gegenüber dem Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch warme +2,0 Grad. Somit ist der Juni 2018 der vierte Monat im Jahr 2018, welcher deutlich zu warm ausfiel (mehr dazu unter wetter-14-tage.de).

Der Juni hatte seine Reize, sowohl bei den Wettererscheinungen, als auch bei den Temperaturen - langweilig war er nicht. Die ersten zwölf Junitage waren mit Temperaturen von +25 bis +30 Grad und örtlich darüber hinaus viel zu warm und sorgten für eine Temperaturabweichung über der +4 Grad Marke.
Die wärmste Temperatur wurde am 9. Juni mit +33,4 Grad in der Altmark registriert. Zwischen dem 12. und 13. Juni gab es einem markanten Wetterwechsel mit deutlich kühleren Temperaturen, welche der sog. Schafskälte zugeschrieben werden können.
Ein weiterer Wetterwechsel erfolgte zum 21. Juni, was die Nachtwerte über dem Süden verbreitet auf die +5 Grad Marke absinken ließ. Über der schwäbischen Alb wurde in der Nacht auf den 23. Juni sogar die 0 Grad gemessen. Darüber hinaus stiegen die Tageswerte wieder an und zum der Juni klang mit hochsommerlichen Werten aus.

Niederschlag im Juni 2018: Trocken und unwetterartige Niederschläge

Trockenheit und extreme Niederschläge passen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen, doch die Starkniederschläge kamen vor allem über Süddeutschland in Form von Schauern und Gewittern zustande und waren keinesfalls flächendeckend.

Und der zu trockene Norden sorgte am Ende dafür, dass das Wetter im Juni mit 50 l/m² sein Soll von 85 l/m² nur zu 57 Prozent erfüllen konnte. Waren die Gebiete in Thüringen und Sachsen-Anhalt im Mai schon sehr trocken, so setzte sich das im Juni 2018 weiter fort. Im gesamten Zeitraum vom 27. April bis zum 20. Juni wurden bspw. in Wittenberg nur 0,9 l/m² an Niederschlag registriert. Man kann sich denken, was das für fatale Auswirkungen auf die Vegetation und die Natur hat.

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Zahlreiche Wald- und Flächenbrände wurden in diesen Regionen registriert und auch die Landwirtschaft verzeichnet bis jetzt schon große Schäden.
Anders war die Situation über dem Süden. Kräftige Schauer und Gewitter mit unwetterartigen Wetterereignissen sorgten dort für kräftigen Niederschlag. Der meiste davon wurde am 12. Juni mit 166,5 l/m² über dem Bayerischen Wald registriert. Somit sind binnen 24 Stunden knapp 200 Prozent des Monatssolls gefallen!

Überdurchschnittlich viel Junisonne

Trockenheit bedeutet meist hohen Luftdruck und hoher Luftdruck bedeutet viel Sonnenschein. Das hatte der Juni 2018 mit 215 Sonnenstunden auch zu bieten und übertraf den Sollwert von 198 Stunden um etwa 8 Prozent.

Besonders viel Sonnenschein gab es über den Norddeutschen Küstenregionen - allen Voran mit 300 Sonnenstunden war Rügen. Weniger Sonnenschein gab es mit 170 Stunden über dem Sauerland und dem Erzgebirge.

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.

Wie sich das Juniwetter 2019 wird entwickeln können, klären wir ab Mitte Mai in der Rubrik zum Wetter Juni 2019.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten im Juni

Statistische Wetter­werte für den Juni

  • Anfang Juni oftmals warmes Hochdruckwetter
  • Anschließend zwischen dem 10. und 20. Juni sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter (Schafskälte)
  • Erste - schwere - Unwetter sind in diesem Zeitraum möglich
  • Warmes Hochdruckwetter wieder ab dem 25. Juni
  • Zeitraum des Siebenschläfertages beginnt am 25. Juni

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