Wetternews - aktuelle Meldungen rund um das Wetter

Deutscher Wetterdienst: 2019 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

  • P. Stratmann

Dass es immer wärmer wird, ist nichts neues, doch der Bericht des DWD lässt aufhorchen. Die Temperaturen steigen zunehmend rasanter an und neue Rekorde werden in immer kürzer werdenden Zeiträumen aufgestellt.

2019 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
2019 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Seit 1881 wird das Wetter aufgezeichnet und der Deutsche Wetterdienst hat nun seinen Jahresbericht vorgelegt. Dabei kam raus: 2019 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen mit extremen Hitzephasen und einem mit +42,6 Grad in Lingen neu aufgestellten deutschen Hitzerekord.

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Hilft warmes Wetter gegen das Corona-Virus?

  • P. Stratmann

Das neuartige Corona-Virus beherrscht derzeit die Schlagzeilen und schränkt das öffentliche Leben immer mehr ein. Können aber warme Temperaturwerte dem Virus schaden?

Haben warme oder heiße Temperaturwerte einen Einfluss auf das neuartige Corona-Virus?
Haben warme oder heiße Temperaturwerte einen Einfluss auf das neuartige Corona-Virus?

Gleich vorweg: wir sind keine Virenspezialisten. Wir bekommen derzeit jedoch sehr viele Anfragen, ob denn warme Temperaturwerte die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen, oder gar stoppen können? Wir haben die wesentlichen Informationen - die es zum derzeitigen Stand gib - einmal zusammengetragen.

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Halbzeitbilanz: Der März 2020 war bislang deutlich zu warm und zu nass

  • C. Bertram

Trotz - oder gerade - wegen der hohen Tiefdruckaktivität war das Temperaturniveau in der ersten März-Hälfte deutlich zu warm und viel zu nass.

Tiefdruckgebiete sorgten für milde Temperaturen und reichlich Niederschlag
Tiefdruckgebiete sorgten in der ersten März-Hälfte für milde Temperaturen und reichlich Niederschlag

Eine ganze Reihe von Tiefdruckgebieten zog mit teils stürmisches Winden in den ersten 10-März-Tagen über Deutschland hinweg und sorgten neben milden Temperaturen auch für kühlere Phasen, in denen auch Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab möglich waren. Doch sorgte die starke Bewölkung auch für das Ausbleiben von den sonst noch üblichen mäßigen Nachtfrösten.

Die Temperaturen

In Summe aber war der März 2020 bislang gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 um +2,12 Grad zu warm. An mehreren Stationen wurde die +20 Grad Marke im März 2002 schon erreicht. Die höchste Temperatur wurde mit +26,2 Grad am 5. März über dem Hohenpeißenberg registriert. Der zweitwärmste Wert stammte vom 12. März mit +22,3 Grad über Garmisch-Partenkirchen. Das ist bei Sturmwetterlagen und föhnbedingten Wettereinflüssen nichts außergewöhnliches. Der Wert von +26,2 Grad schrammt aber nur knapp an dem Rekord von +26,7 Grad vorbei. Und noch ist der März ja nicht zu Ende.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimaerwärmung?

  • C. Bertram

Stürme und Extremniederschlag. Man hat das Gefühl, dass sich die Extremwetterereignisse häufen und man frägt sich, ist das wirklich so- oder gab es das schon immer?

Nehmen Extremwetterereignisse durch den Klimawandel zu?
Nehmen Extremwetterereignisse durch den Klimawandel zu?

Statistische Nachweise sind nicht wirklich lieferbar. Zu kurze Beobachtungszeiträume und die flächendeckende Erfassung kleinräumiger Ereignisse sind wohl schwierig. Aber Klimaforscher werten es als starkes Indiz, dass Extremwetterereignisse mit steigenden Temperaturen zunehmen und in Zukunft weiter zunehmen werden.

Starkniederschläge

So z.B. der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif. Er betont, dass in Deutschland die durchschnittliche Temperatur seit 1881 um +1,4 Grad angestiegen ist. Die Luft kann bei einem Grad Erwärmung bis zu sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen. So saugt sich ein Tief über der Mittelmeerregion voll Wasser, zieht an den Alpen vorbei und regnet sich in Mittel- und Osteuropa ab (Vb-Zugbahn). Dies nennt man Mittelmeereinfluss, der wohl über Deutschland - vor allem in den Sommermonaten zunehmen wird und zu sintflutartigen Regenfällen, Dauerregen und den damit verbundenem Hochwasser führen kann.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +4,25 +4,35 +3,6 170 l/m² - zu nass


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