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Wetter News - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetteranalyse: Die vollständig gestörte Zirkulation und der eisige Winter im Februar

| M. Hoffmann

Es ist wieder Sonntag und Zeit für eine ausführliche Wetteranalyse. Über Skandinavien baut sich das Blockadehoch auf, welches sich bereits vor 14 Tagen in der Clusteranalyse abzeichnete (78 Prozent Blockade nördliche Breiten). Dieses Blockadehoch schwächt den Polarwirbel zusätzlich und dreht nebenbei die Grundströmung über Deutschland auf Ost, sodass unter bestimmten Voraussetzungen eisig kalte Luftmassen aus Sibirien nach Deutschland geführt werden können. Tiefdruckgebiete stören jedoch diesen Prozess und so kann es über Deutschland auch zu einer Grenzwetterlage (Wackelwinter) kommen. Verstärkt sich das Blockadehoch und geht eine Querverbindung zum Aleutenhoch ein, kommt bis Februar der klirrend kalte Hochwinter nach Deutschland. Bricht das Hoch hingegen zusammen, kann ein Warmstart in den Februar gelingen. Viele Fragen, viele Möglichkeiten - beginnen wir mit der Analyse.

Klirrende Kälte aus Sibirien, dazu etwas Schnee aus einer Grenzwetterlage - welche Richtung schlägt der Winter bis Februar ein? © Martin Bloch

Das Hoch hat mittlerweile über Skandinavien Stellung bezogen und dreht den schwachen Wind auf östliche Richtungen. Nach und nach gelangen kühlere Festlandsluftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen über den östlichen und nördlichen Landesteilen bis Mitte der Woche auf -4 bis +0 Grad und bis zum Ende der Woche auf -8 bis -2 Grad zurückgehen lassen kann.

Grenzwetterlage über Deutschland

Dem Hoch aber gelingt es nicht, seinen südlichen Gradienten so weit nach Süden auszudehnen, dass die Frontalzone vollständig blockiert wird. So bildet sich zum Ende der Woche eine Tiefdruckzone auf dem Atlantik aus, deren Ausläufer Frankreich erreichen und über dem Süden von Deutschland mit einer milderen Vorderseitenanströmung beeinflussen. Die Temperaturen pendeln sich auf -3 bis +4 Grad ein, wobei die höheren Werte über dem Südwesten, sowie über den westlich gelegenen Ballungsgebieten zu erwarten sind. Die Grenzwetterlage verläuft entlang eines breiten Streifens zwischen Münster und München und ermöglicht zum Ende der Woche schwache Niederschlagssignale über dem Westen und Südwesten.

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