Das Wetter im März ist vor allem eines: Abwechslungsreich. So erwärmen sich die Landmassen - Dank des höheren Sonnenstandes - nun schneller als die Wasserflächen, was die Turbulenzen und die Wetteraktivität gleichermaßen erhöhen kann. Dabei reicht die Temperaturspanne vom klassischen März-Winter bis hin zu frühlingshaften Temperaturwerten. Zum 20. März setzt dann die Vegetationsperiode ein. Soll heißen, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Nach dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 hat der März eine Durchschnittstemperatur von +3,5 Grad und sorgt für durchschnittlich 57 Liter Niederschlag pro m².

Wie wird das Wetter im März 2018?

Schlägt der Märzwinter zu, oder kommt rasch der Frühling? Der März ist und bleibt der klassische Übergangsmonat und ist in seiner ersten Hälfte oftmals noch kühl und in seiner zweiten Hälfte nicht selten schon Frühlingshaft. Insofern lässt sich die Frage nicht wirklich beantworten, da grundsätzlich beides möglich ist - es kommt eben auf den Betrachtungsstandpunkt an. Das Langfristmodell jedenfalls berechnet das Wetter März 2018 gegenüber dem langjährigen Mittelwert aktuell mit einer Abweichung von -2 bis +1 Grad mit unterschiedlich verteilten Temperaturen über Deutschland. Über dem Norden könnte sich längere Zeit der sog. Märzwinter halten, während sich von Süden her der Frühling durchsetzen könnte. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose März 2018.

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Außergewöhnliche Temperaturen im März

10 Prozent der Messstationen in Deutschland registrierten Anfang März noch eine Tageshöchsttemperatur von unter -10 Grad. Hingegen wurden Tiefsttemperaturen von unter -20 Grad an 30 Prozent aller Messstationen gemessen, wobei die -30 Grad Marke nur auf der Zugspitze geknackt wurde. In tieferen Lagen war es am 1. März 2005 mit -28 Grad in der Nähe von Ulm am kältesten.

Schneefall im Märzwinter

Schneehöhen von 100 cm und mehr sind im März in den Mittelgebirgen, dem Schwarzwald, des Bayerischen Waldes und der Alpen keine Seltenheit. In Oberstdorf wurden am 12. März 1968 stolze 170 cm Schnee gemessen und am 8. März 1970 gab es mit 164 cm in den Mittelgebirgen bei Clausthal-Zellerfeld auch noch eine tolle Schneepracht zu bestaunen. In tieferen Lagen gab es Anfang März 1979 über Norddeutschland mit 50 cm noch eine prächtige Schneedecke.

Märzfrühling

Temperaturen von +20 Grad haben schon fast alle Wetterstationen im März einmal registriert (mit Ausnahme der küstennahen Orte). Einen Sommertag mit +25 Grad und mehr hatten rund 10 Prozent der Messstationen schon einmal im März erfasst. Der höchste Temperaturwert im März wurde am 28.3.1989 in Baden-Baden registriert.

Niederschlagsereignisse im März

Mit ansteigenden Temperaturen steigt auch die Niederschlagserwartung an - allerdings gehört der März noch zu den drei niederschlagsärmsten Monaten im Jahr. Nichtsdestotrotz wurden im März 1988 in Freudenstadt (Schwarzwald) 527 l/m² an Niederschlag registriert - mancherorts fällt diese Niederschlagssumme nicht einmal im gesamten Jahr! Ebenfalls in der Region Schwarzwald wurde auf dem Feldberg mit 263 Stunden im Jahr 1953 und 21 Stunden im Jahr 1988 die meisten und zugleich die wenigsten Sonnenstunden gemessen. Vergleicht man dies mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer, so wurde diese 1953 zu 80 Prozent und 1988 zu 6 Prozent erreicht.

Die Abweichung der Temperaturen im März der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Jahr Tem­peratur Ab­weichung
Trend März 2018 +4 bis +4,5 Grad +0,5 bis +1 Grad
März 2017 +7,2 Grad +3,7 Grad
März 2016 +4 Grad +0,5 Grad
März 2015 +5,2 Grad +1,7 Grad
März 2014 +6,9 Grad +3,4 Grad
März 2013 +0,1 Grad -3,4 Grad
März 2012 +6,9 Grad +3,4 Grad
März 2011 +4,9 Grad +1,4 Grad
März 2010 +4,2 Grad +0,7 Grad
März 2009 +4,3 Grad +0,8 Grad
März 2008 +4,2 Grad +0,7 Grad

Temperaturabweichung im März der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Markant sticht der letzte Märzmonat aus dem Jahre 2017 hervor. Er war zeitgleich der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881. Weiter Auffällig sind die Jahre 2014 und 2012, als der März auffällig und deutlich zu warm ausfiel. Dass auch in Zeiten des Klimawandels noch Märzwinter möglich sind, zeigt das der März 2013 - aber mal ehrlich, wer braucht denn den Winter noch in der Spätwinterzeit - da passiert nicht mehr allzu viel? Was fällt auf? In 80 Prozent der Fälle war das Wetter im März zu warm und in jeweils 10 Prozent der Fälle zu kalt, bzw. normal. Das ist sehr deutlich! Zieht man nur die letzten 10 Jahre heran, so verändert sich das Verhältnis nicht. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert sind die Märzmonate der letzten 20 Jahre im Schnitt um +0,7 Grad wärmer geworden. Das unterstreicht, dass der erste Frühlingsmonat März eine zunehmende Tendenz aufweist, wärmer zu werden. Der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde mit einer Abweichung von +3,7 Grad im Jahre 2017 registriert. Der kälteste März stammt aus dem Jahre 1842 mit einer Abweichung von -3,7 Grad.

Klimadiagramm März in Deutschland der letzten 20 Jahre

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