Wetter März
März: Wetter, Daten und Fakten

Wetter März

Der März ist ein klassischer Übergangsmonat vom Winter in den Frühling. Hält der Märzwinter Einzug, so bleibt der Winter meist in der ersten Märzdekade noch beständig. Ab dem zweiten Drittel aber wird der Temperaturcharakter zunehmend wärmer und die ersten Frühlingstemperaturen machen sich bemerkbar.

Das Wetter ist in ersten Frühlingsmonat vor allem eines: Abwechslungsreich. So erwärmen sich die Landmassen - Dank des höheren Sonnenstandes - nun schneller als die Wasserflächen, was die Turbulenzen und die Wetteraktivität gleichermaßen erhöhen kann. Dabei reicht die Temperaturspanne vom klassischen März-Winter bis hin zu frühlingshaften Temperaturwerten. Zum 20. März setzt dann die Vegetationsperiode ein. Soll heißen, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Nach dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 hat der März eine Durchschnittstemperatur von +3,5 Grad und sorgt für durchschnittlich 57 Liter Niederschlag pro m².

Die Großwetterlagen im ersten Frühlingsmonat

Der März gehört meteorologisch zum ersten Frühlingsmonat. Kalendarisch beginnt der Frühling am 20. März um 22:58 Uhr MEZ. Die unterschiedlichen Zeiträume lasen sich auch gut mit den Großwetterlagen erklären.

Zum Monatsbeginn zeigt sich häufig ein instabiler Polarwirbel, welcher seinem Finale entgegenstrebt. Durch diesen Prozess kommt es nochmals zu stärkeren Wellenbewegungen entlang der Polarfront, was in der ersten März-Hälfte noch winterliche Großwetterlagen ermöglicht. Ab der zweiten Hälfte setzt sich milderes Wetter durch, bevor zum Ende Turbulenzen nochmals für eine Abkühlung sorgen können. Das ist mitunter auch ein Grund, dass manches Mal zu Ostern die Eier im Schnee gesucht werden müssen.

Bauernregel zum Märzwetter

Bedingt durch den Wechsel der Jahreszeiten passt die nachfolgende Bauernregel gut zum ersten Frühlingsmonat.

Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht.
Bauernregel März

Das Wetter im März in Zahlen

  • Durchschnitt­stemperatur
    +3,5 Grad
  • Kältester März
    -1,66 Grad (1883)
  • Wärmster März
    +7,20 Grad (2017)
  • Mittel­wert der letzten 20 Jahre
    +4,63 Grad
  • Abweichung vom Mittel­wert 61/90
    +1,13 Grad
  • Höchste Temperatur
    +26,7 Grad
  • Kältester Tages­höchstwert
    -11.5 Grad
  • Tiefste Temperatur
    -28,5 Grad
  • Nieder­schlagssoll
    57 l/m²
  • Höchtse Niederschlags­summe
    527 l/m²
  • Sonnenschein­dauer
    111 Stunden
  • Tageslänge
    Beginn 11 h 00 min
    Ende 13 h 00 min
  • Wettersingularität
    Ende März häufiger nochmals ein Kaltluft­einbruch
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Wetterprognose

Wie wird der März 2019?

Schlägt der März-Winter zu, oder kommt rasch der Frühling? Er ist und bleibt der klassische Übergangsmonat von Winter in den Frühling und ist in seiner ersten Hälfte oftmals noch kühl und in seiner zweiten Hälfte nicht selten schon frühlingshaft mild. Insofern lässt sich die Frage nicht wirklich beantworten, da grundsätzlich beides möglich ist - es kommt eben auf den Betrachtungsstandpunkt an. Als Indikator kann der Hochwinter im Januar gelten. Fällt er aus, so ist kein grandioser Winter mehr zu erwarten. Kommt der Hochwinter und hält sich über mehrere Wochen, so ist auch im März noch mit kalten Temperaturen zu rechnen.
Das Langfristmodell berechnet das Märzwetter 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu mild. Die Niederschlagsprognose ist unauffällig gegenüber dem Sollwert. Mehr Details in Kürze in der aktuellen Wetterprognose März 2019.

März: Kaltlufteinbrüche möglich

Die Temperaturen im März

Der Frühling nähert sich mit großen Schritten

Zehn Prozent der Messstationen in Deutschland registrierten in den ersten Märztagen noch eine Tageshöchsttemperatur von unter -10 Grad. Hingegen wurden Tiefsttemperaturen von unter -20 Grad an 30 Prozent aller Messstationen gemessen, wobei die -30 Grad Marke nur auf der Zugspitze geknackt wurde. In tieferen Lagen war es am 1. März 2005 mit -28 Grad in der Nähe von Ulm am kältesten. Die durchschnittliche Temperatur beträgt +3,5 Grad

Märzfrühling

Temperaturen von +20 Grad haben schon fast alle Wetterstationen einmal registriert (mit Ausnahme der küstennahen Orte). Einen Sommertag mit +25 Grad und mehr hatten rund 10 Prozent der Messstationen schon einmal erfasst. Der höchste Temperaturwert wurde mit +26,7 Grad am 28. März 1989 über Karlsruhe registriert.

Die Temperaturen im März - Vom Winter in den Frühling
  • Durchschnittliche Temperatur

    +3,5 Grad
  • Wärmster März

    +7,20 Grad (2017)
  • Kältester März

    -1,66 Grad (1883)
  • Höchste Temperatur im März

    +26,7 Grad
  • Niedrigste Temperatur im März

    -28,5 Grad
  • Anfang März

    +0 bis +10 Grad
  • Ende März

    +10 bis +20 Grad
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Viel oder wenig Sonne im März?

Die Sonne im März

Frühlingsgefühle durch längere Sonnenscheindauer

Die Sonne scheint im ersten Frühlingsmonat zunehmend häufiger und auch länger vom Himmel. Die Sonnenscheindauer liegt am 1. März bei rund 11 Stunden und beträgt am 31. März rund 13 Stunden. So nimmt die Tageslänge im Verlauf des ersten Frühlingsmonats um 2 Stunden zu.

Über der Region Schwarzwald wurde auf dem Feldberg mit 263 Stunden im Jahr 1953 und 21 Stunden im Jahr 1988 die meisten und zugleich die wenigsten Sonnenstunden gemessen. Vergleicht man dies mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer, so wurde diese 1953 zu 80 Prozent und 1988 zu 6 Prozent erreicht.

Doch trotz - oder gerade wegen - des höheren Sonnenstandes nehmen die Turbulenzen zu und Kaltlufteinbrüche aus nördlichen Richtungen sind möglich. Schneeschauer können kräftiger ausfallen und mit Gewittern einhergehen. Der März ist immer für Überraschungen gut.

Wetter März - Mit steigendem Sonnenstand dem Frühling entgegen
  • Sonnen­scheindauer Anfang März

    11 Stunden 00 Minuten
  • Sonnen­scheindauer Ende März

    13 Stunden 00 Minuten
  • Durch­schnittliche Sonnenschein­dauer

    111 Stunden
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Trocken oder nass?

Der Niederschlag im März

Turbulenzen nehmen zu

Die durchschnittliche Niederschlagssumme liegt im März bei 57 l/m².

Mit ansteigenden Temperaturen steigt auch die Niederschlagserwartung an - allerdings gehört der erste Frühlingsmonat noch zu den drei niederschlagsärmsten Monaten im Jahr. Nichtsdestotrotz wurden 1988 in Freudenstadt (Schwarzwald) 527 l/m² an Niederschlag registriert - mancherorts fällt diese Niederschlagssumme nicht einmal im gesamten Jahr!

Schneefall und Märzwinter

Schneehöhen von 100 cm und mehr sind im ersten Frühlingsmonat in den Mittelgebirgen, dem Schwarzwald, des Bayerischen Waldes und der Alpen keine Seltenheit. In Oberstdorf wurden am 12. März 1968 stolze 170 cm Schnee gemessen und am 8. März 1970 gab es mit 164 cm in den Mittelgebirgen bei Clausthal-Zellerfeld auch noch eine tolle Schneepracht zu bestaunen. In tieferen Lagen gab es 1979 über Norddeutschland mit 50 cm noch eine prächtige Schneedecke.

Wetter März - Zum Monatsende nehmen die Wetterkapriolen zu
  • Durch­schnittlicher Nieder­schlag

    57 l/m²
  • Höchste Niederschlags­mengen

    527 l/m²
  • Schneefall

    Häufiger möglich - doch hält sich eine Schneedecke nicht mehr all zu lange
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Wetterkapriolen

Extremwetter­ereignisse im März

Extremwindereignisse

Bedingt durch den höheren Sonnenstand beginnen die Temperaturen sich an Land schneller zu erwärmen wie die Wassertemperaturen. Infolge daraus ergeben sich thermische Turbulenzen, welche sich im März in Form von Starkwindereignisse zeigen können. Häufiger ist aber ein ruhiger Wettercharakter zu erwarten.

Wetter März - das Wetter kann auch heftig
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Die Abweichung der Temperaturen im März der letzten 10 Jahre im Vergleich

MärzTem­peraturAb­weichung
+6,6 Grad
+3,1 Grad
+2,5 Grad
-1,0 Grad
+7,2 Grad
+3,7 Grad
+4,0 Grad
+0,5 Grad
+5,2 Grad
+1,7 Grad
+6,9 Grad
+3,4 Grad
+0,1 Grad
-3,4 Grad
+6,9 Grad
+3,4 Grad
+4,9 Grad
+1,4 Grad
+4,2 Grad
+0,7 Grad
2009
+4,3 Grad
+0,8 Grad
Wetter März - Auch Frühling kann der März

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im März der letzten 20 Jahre

Markant stechen die beiden letzten Märzmonate aus dem Jahre 2017 und 2018 hervor. Der eine war der der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881. Der zweite war nach langer Zeit mal wieder ein zu kühler Start in den Frühling - hervorgerufen im Februar 2018 durch ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe. Das zeigt zugleich, wie kontrastreich der Start in den Frühling sein kann.

Weiter Auffällig sind die Jahre 2014 und 2012, als der März deutlich zu warm ausfiel. Dass auch in Zeiten des Klimawandels noch Märzwinter möglich sind, zeigte sich 2013 - aber mal ehrlich, wer braucht denn den Winter noch in der Spätwinterzeit - da passiert nicht mehr allzu viel!

Was fällt auf? In 75 Prozent der Fälle ist der erste Frühlingsmonat zu warm, in 15 Prozent zu kalt und in 10 Prozent normal. Das ist sehr deutlich!
Zieht man nur die letzten 10 Jahre heran, so gab es in 70 Prozent zu warmes, in 20 Prozent zu kaltes und in 10 Prozent normales Wetter.


Der März in der Statistik

Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert sind die Märzmonate der letzten 20 Jahre im Schnitt um +1 Grad wärmer geworden. Das unterstreicht, dass der erste Frühlingsmonat eine zunehmende Tendenz aufweist, wärmer zu werden.


Temperaturabweichung im März der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm März der letzten 20 Jahre
Rückblick - Bilanz 2019

Wie war das Wetter im März 2019?

Die durchschnittliche Temperatur betrug im +6,6 Grad und lag gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 um +3,1 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Der März 2019 war somit der 12. Monat in Folge, welcher deutlich zu warm ausfiel. Das gab es im 20. Jahrhundert nicht ein einziges Mal! In diesem Jahrhundert ist es bereits das dritte Mal, dass es zwölf zu warme Monate in Folge gab. Gegenüber dem Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch stolze +2,3 Grad.

Reichlich Wind hatte das Wetter im März 2019 zu bieten. Herausragend waren die Stürme am 4. März und am 10. März, welche mit erheblichen Schadpotential über Deutschland hinweg zogen. Am 13. März zog sogar ein Tornado über Roetgen (Bei Aachen) hinweg und beschädigte zahlreiche Häuser.

Mit 75 l/m² erreichte der März 130 Prozent seines Sollwertes von 57 l/m².

Die Tiefdruckserie fand zur Monatsmitte ihr Ende und Hochdruckgebiete zeigten sich fortan häufiger, was auch die Anzahl der Sonnenstunden auf 115 Stunden ansteigen ließ. Damit übertraf der März 2019 sein Soll von 111 Stunden knapp.

Weitere Daten und Fakten finden Sie im Wetterrückblick Wetter März 2019.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten März

Das Wetter im März befindet sich häufig in der Übergangsphase von kalt zu mild. Erste März-Hälfte meist noch kalt mit Neigung zum März-Winter. Frühlingshafte Temperaturen meist zwischen dem 17.-25. März, dann oftmals erneuter Kaltlufteinbruch mit Schnee. Erhöhte Wahrscheinlichkeit zu skandinavischen Hochdruckgebieten zwischen dem 10.-23. März.

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