Der März ist ein klassischer Übergangsmonat vom Winter in den Frühling. Hält der Märzwinter Einzug, so bleibt der Winter meist in der ersten Märzdekade noch beständig. Ab dem zweiten Drittel aber wird der Temperaturcharakter zunehmend wärmer und die ersten Frühlingstemperaturen machen sich bemerkbar.

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Das Wetter ist in ersten Frühlingsmonat vor allem eines: Abwechslungsreich. So erwärmen sich die Landmassen - Dank des höheren Sonnenstandes - nun schneller als die Wasserflächen, was die Turbulenzen und die Wetteraktivität gleichermaßen erhöhen kann. Dabei reicht die Temperaturspanne vom klassischen März-Winter bis hin zu frühlingshaften Temperaturwerten. Zum 20. März setzt dann die Vegetationsperiode ein. Soll heißen, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Nach dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 hat der März eine Durchschnittstemperatur von +3,5 Grad und sorgt für durchschnittlich 57 Liter Niederschlag pro m².

Wie wird das Wetter im März 2019?

Schlägt der Märzwinter zu, oder kommt rasch der Frühling? Er ist und bleibt der klassische Übergangsmonat von Winter in den Frühling und ist in seiner ersten Hälfte oftmals noch kühl und in seiner zweiten Hälfte nicht selten schon frühlingshaft mild. Insofern lässt sich die Frage nicht wirklich beantworten, da grundsätzlich beides möglich ist - es kommt eben auf den Betrachtungsstandpunkt an. Als Indikator kann der Hochwinter im Januar gelten. Fällt er aus, so ist kein grandioser Winter mehr zu erwarten. Kommt der Hochwinter und hält sich über mehrere Wochen, so ist auch im März noch mit kalten Temperaturen zu rechnen.
Das Langfristmodell berechnet das Märzwetter 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu mild. Die Niederschlagsprognose ist unauffällig gegenüber dem Sollwert. Mehr Details in Kürze in der aktuellen Wetterprognose März 2019.



Die Großwetterlagen im ersten Frühlingsmonat

Der März gehört meteorologisch zum ersten Frühlingsmonat. Kalendarisch beginnt der Frühling am 20. März um 22:58 Uhr MEZ. Die unterschiedlichen Zeiträume lasen sich auch gut mit den Großwetterlagen erklären.

Zum Monatsbeginn zeigt sich häufig ein instabiler Polarwirbel, welcher seinem Finale entgegenstrebt. Durch diesen Prozess kommt es nochmals zu stärkeren Wellenbewegungen entlang der Polarfront, was in der ersten März-Hälfte noch winterliche Großwetterlagen ermöglicht. Ab der zweiten Hälfte setzt sich milderes Wetter durch, bevor zum Ende Turbulenzen nochmals für eine Abkühlung sorgen können. Das ist mitunter auch ein Grund, dass manches Mal zu Ostern die Eier im Schnee gesucht werden müssen.

Bauernregel zum Märzwetter

Bedingt durch den Wechsel der Jahreszeiten passt die nachfolgende Bauernregel gut zum ersten Frühlingsmonat.

Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht.

Außergewöhnliche Märztemperaturen

Zehn Prozent der Messstationen in Deutschland registrierten in den ersten Märztagen noch eine Tageshöchsttemperatur von unter -10 Grad. Hingegen wurden Tiefsttemperaturen von unter -20 Grad an 30 Prozent aller Messstationen gemessen, wobei die -30 Grad Marke nur auf der Zugspitze geknackt wurde. In tieferen Lagen war es am 1. März 2005 mit -28 Grad in der Nähe von Ulm am kältesten. Die durchschnittliche Temperatur beträgt +3,5 Grad und die durchschnittliche Niederschlagssumme liegt bei 51 l/m².

Schneefall im Märzwinter

Schneehöhen von 100 cm und mehr sind im ersten Frühlingsmonat in den Mittelgebirgen, dem Schwarzwald, des Bayerischen Waldes und der Alpen keine Seltenheit. In Oberstdorf wurden am 12. März 1968 stolze 170 cm Schnee gemessen und am 8. März 1970 gab es mit 164 cm in den Mittelgebirgen bei Clausthal-Zellerfeld auch noch eine tolle Schneepracht zu bestaunen. In tieferen Lagen gab es 1979 über Norddeutschland mit 50 cm noch eine prächtige Schneedecke.

Märzfrühling

Temperaturen von +20 Grad haben schon fast alle Wetterstationen einmal registriert (mit Ausnahme der küstennahen Orte). Einen Sommertag mit +25 Grad und mehr hatten rund 10 Prozent der Messstationen schon einmal erfasst. Der höchste Temperaturwert wurde am 28.3.1989 in Baden-Baden registriert.

Niederschlagsereignisse

Mit ansteigenden Temperaturen steigt auch die Niederschlagserwartung an - allerdings gehört der erste Frühlingsmonat noch zu den drei niederschlagsärmsten Monaten im Jahr. Nichtsdestotrotz wurden 1988 in Freudenstadt (Schwarzwald) 527 l/m² an Niederschlag registriert - mancherorts fällt diese Niederschlagssumme nicht einmal im gesamten Jahr! Ebenfalls in der Region Schwarzwald wurde auf dem Feldberg mit 263 Stunden im Jahr 1953 und 21 Stunden im Jahr 1988 die meisten und zugleich die wenigsten Sonnenstunden gemessen. Vergleicht man dies mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer, so wurde diese 1953 zu 80 Prozent und 1988 zu 6 Prozent erreicht.

Starkwindereignisse

Bedingt durch den höheren Sonnenstand beginnen die Temperaturen sich an Land schneller zu erwärmen wie die Wassertemperaturen. Infolge daraus ergeben sich thermische Turbulenzen, welche sich im März in Form von Starkwindereignisse zeigen können. Häufiger ist aber ein ruhiger Wettercharakter zu erwarten.

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Die Abweichung der Temperaturen im März der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Jahr Tem­peratur Ab­weichung
Trend 2019 +4 bis +5,5 Grad +0,5 bis +2 Grad
2018 +2,5 Grad -1 Grad
2017 +7,2 Grad +3,7 Grad
2016 +4 Grad +0,5 Grad
2015 +5,2 Grad +1,7 Grad
2014 +6,9 Grad +3,4 Grad
2013 +0,1 Grad -3,4 Grad
2012 +6,9 Grad +3,4 Grad
2011 +4,9 Grad +1,4 Grad
2010 +4,2 Grad +0,7 Grad
2009 +4,3 Grad +0,8 Grad

Temperaturabweichung im März der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Markant stechen die beiden letzten Märzmonate aus dem Jahre 2017 und 2018 hervor. Der eine war der der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881. Der zweite war nach langer Zeit mal wieder ein zu kühler Start in den Frühling - hervorgerufen im Februar 2018 durch ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe. Das zeigt zugleich, wie kontrastreich der Start in den Frühling sein kann.

Weiter Auffällig sind die Jahre 2014 und 2012, als der März deutlich zu warm ausfiel. Dass auch in Zeiten des Klimawandels noch Märzwinter möglich sind, zeigte sich 2013 - aber mal ehrlich, wer braucht denn den Winter noch in der Spätwinterzeit - da passiert nicht mehr allzu viel!

Was fällt auf? In 75 Prozent der Fälle ist der erste Frühlingsmonat zu warm, in 15 Prozent zu kalt und in 10 Prozent normal. Das ist sehr deutlich!
Zieht man nur die letzten 10 Jahre heran, so gab es in 70 Prozent zu warmes, in 20 Prozent zu kaltes und in 10 Prozent normales Wetter.

Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert sind die Märzmonate der letzten 20 Jahre im Schnitt um +1 Grad wärmer geworden. Das unterstreicht, dass der erste Frühlingsmonat eine zunehmende Tendenz aufweist, wärmer zu werden.

Der wärmste März wurde mit einer Abweichung von +3,7 Grad im Jahre 2017 registriert.
Der kälteste März stammt aus dem Jahre 1842 mit einer Abweichung von -3,7 Grad.

Klimadiagramm März in Deutschland der letzten 20 Jahre
Klimadiagramm März in Deutschland der letzten 20 Jahre

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