Wir erhalten derzeit viele Anfragen per E-Mail, wann denn der Winter wieder kommen wird und wie sich die Schneesituation zu den Winterferien Anfang Februar hin entwickeln kann und kommt der Winter überhaupt noch einmal?

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Bis Februar: Wenig winterliche Wetteraussichten

Sowohl die Wettermodelle, als auch deren Kontrollläufe weisen in ihren aktuellen Winterprognosen bis Ende Januar höhere Wahrscheinlichkeiten für nasskaltes bis mildes, als für winterliche, oder gar hochwinterliche Wetterlagen aus. Letzteres wird noch nicht einmal im Ansatz berechnet. Woran liegt das? Am Polarwirbel und dessen Struktur. So bleibt der aktive Teil über Kanada und Grönland intakt und kann Mitteleuropa mit weiteren Tiefdrucksystemen versorgen. Ein störendes Hochdrucksystem, welches sich auf dem Atlantik nach Norden als Blockadehoch aufwölben könnte, oder gar ein Skandinavienhoch, welches die Tiefdrucksysteme schon weit vor Mitteleuropa blockieren kann, ist - zumindest nach dem europäischen Wettermodell bis Ende Januar - nicht zu erkennen. Das Gegenteil ist eher der Fall. Das Strömungsmuster begünstigt die Kaltluftzufuhr über Kanada und Grönland mehrheitlich, was das System eher verstärkt, als abschwächt.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Polarwirbelsplit?

Man erkennt in manchen Varianten der Wettermodelle Ansätze eines Polarwirbelsplits. In den gängigsten Varianten aber verläuft der Split - zumindest für Winterfreunde - zwischen den Aleuten und Sibirien in einer nicht optimalen Achse. So werden die Tiefdrucksysteme erst über Mitteleuropa blockiert und sorgen mit einer südlichen Anströmung der Luftmassen eher für milde, als für hochwinterliche Temperaturwerte.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Potential für Veränderungen der Wetterlage Anfang Februar

Solange sich an dem Strömungsmuster im Polarwirbels selbst nichts verändert, wird sich auch beim Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nichts verändern. So wird in schöner Regelmäßigkeit kalte Luft nach Kanada und Grönland geführt. Man erkennt aber auch in den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells die Ausbildung von hohem Luftdruck über dem grönländischen Raum. Mit dem Hochdrucksystem über Mitteleuropa und einem Hochdruckkeil in Richtung Neufundland erkennt man - zumindest im Ansatz - die Ausbildung eines Störelementes über dem Atlantik, was das Wetter im Februar nachhaltiger beeinflussen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, denn in den kommenden Tagen werden sich die Berechnungen noch mehrmals ändern können.

Wettertrend Februar 2018

Die Unsicherheiten der weiteren Wetterentwicklung bleibt nach dem 28. Januar hoch, wenngleich eine hochwinterliche Wetterphase deutlich weniger Chancen hat, sich durchzusetzen. Ende Januar und Anfang Februar zeigen die Berechnungen der Kontrollläufe einen langsamen Abwärtstrend, was sich auch im nachfolgenden Diagramm zeigt.

Diagramm Temperaturen im Januar 2018 vom 19.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Februarwetter: ein Blick auf die Randfaktoren

Weiterhin wird Ende Januar ein Minor-Warming in Stratosphärenhöhe berechnet, was sich zum aktuellen Stand allerdings nicht zu einem Major-Warming weiterentwickeln kann. Somit findet - zumindest aus dieser Richtung - keine nachhaltige Beeinflussung des Polarwirbels statt.

Entsprechend positiv verlaufen die zonalen Winde entlang des 65. Breitengrades in rund 30 km Höhe. Eine nachhaltige und massive Störung, bzw. ein Zusammenbruch des Polarwirbels ist derzeit nicht auszumachen.

Der sog. AO-Index wird weitgehend negativ berechnet, was auf die Hochdruckeinschübe in Richtung Polregion zurückzuführen ist. Instabiler Polarwirbel ja, auch mit Ansätzen zum Polarwirbelsplit, aber ein für Winterfreunde über Mitteleuropa ungünstigem Achsverlauf. Der NAO-index wird Anfang Februar negativer simuliert. Das kann als unterstützender Faktor für eine Ausdehnung des Hochdrucksystems in Richtung Island/Grönland bewertet werden. Noch ist es aber zu früh um detailreiche Rückschlüsse hieraus abzuleiten.

Wetter Februar 2018: Zusammenfassung

  • Milde bis allenfalls nasskalte Wetterlage im Januar wahrscheinlicher als deutlich zu kalte Varianten
  • Anfang Februar wird ein Wetterwechsel angedeutet - mehr aber noch nicht
  • Randfaktoren sprechen nicht für einen plötzlichen Wintereinbruch
  • AO- und NAO-Index lassen kältere Optionen zum Start in den Februar zu
  • das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wettervorhersage für den Februar 2018 eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1 bis +3 Grad im zu warmen Bereich

Und die Aussichten für die Wintersportregionen?

Die Frostgrenze liegt Ende Januar und Anfang Februar in den meisten Alpenregionen zwischen 800 bis 1.000 Meter und steigt im Zeitraum vom 23. bis 25. Januar über die 1.000 Meter Grenze an. Ein nachhaltiges und auch durchgreifendes Tauwetter bis in höhere Lagen ist derzeit wenig wahrscheinlich (aktuelle Schneehöhen).

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer kurzen Aktualisierung der Wetterprognose Winter 2018.

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Am heutigen Freitag kommt es über ganz Deutschland immer wieder zu Schauern, welche über dem süddeutschen Raum und dort insbesondere über den Alpen auch ergiebiger und länger andauernd ausfallen können. Bei Temperaturen von +0 bis +3 Grad über dem Nordosten und Osten und +3 bis +7 Grad über dem Westen und Südwesten gehen die Schauer teils bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nieder. Zwischendurch sind auch immer wieder sonnige Abschnitte zu erwarten, vor allem zum Nachmittag über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen stehen die Chancen nicht schlecht. Der Wind schwächt sich weiter ab und kommt schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen.

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Winter im Januar: Nasskalt über dem Süden

Am Samstag drückt sich von Westen her eine kleine Randtiefentwicklung nach Deutschland und kann etwa südlich der Mittelgebirge für zeitweilig auch länger andauernde Niederschläge sorgen. Bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad schwankt die Schneefallgrenze am 20. Januar zwischen 400 bis 800 Meter. Oberhalb etwa 600 bis 800 Meter kann der Schnee auch liegen bleiben. Weiter nach Norden ist bei starker, teils auch wechselnder Bewölkung immer wieder mit Schauern zu rechnen, welche bei -1 bis +4 Grad überwiegend bis in tiefere Lagen als Schneeschauer niedergehen können. Der Wind kommt schwach - zeitweise auch böig auffrischend - aus unterschiedlichen Richtungen

Kurzzeitig winterliches Januar-Wetter - vor allem ab den mittleren Lagen
Kurzzeitig winterliches Januar-Wetter - vor allem ab den mittleren Lagen

Kurzzeitig ruhiges Januarwetter

Am Sonntag zieht das eine Niederschlagsgebiet nach Osten ab und über dem Westen steht das nächste schon in den Startlöchern. Zwischendurch ist am 21. Januar immer wieder mit sonnigen Auflockerungen zu rechnen, bevor zum Nachmittag die Bewölkung von Westen sich erneut verdichten kann. Es bleibt aber bis zum späten Nachmittag noch weitgehend trocken, bevor erneuter Niederschlag über dem Westen einsetzen kann. Das Niederschlagsband kommt bis zum späten Abend etwa bis westlich einer Linie von Bremen und München voran. Bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad ist anfangs noch mit Schneefall zu rechnen, welcher in der Nacht auf Montag aber relativ rasch bis auf 1.400 Meter in Regen übergehen kann.

Zum Start in die neue Januarwoche könnte es glatt werden

Das Niederschlagsband vom Sonntag weitet sich zum 22. Januar weiter nach Osten aus und trifft dort - passend zum Berufsverkehr - auf frostige Temperaturen. So ist etwa östlich von Hamburg und München eine Glättebildung in Form von Schnee, Eisregen oder gefr. Regen nicht auszuschließen. Tagsüber intensiviert sich der Niederschlag und sorgt von West nach Ost für teils kräftigen Regen, welcher am Nachmittag auch die östlichen Bundesländer erreichen kann. Bei Temperaturen von +0 bis +3 Grad können über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen die Niederschläge anfangs noch als Schnee niedergehen. Über dem Westen aber steigen die Temperaturen auf +7 bis +11 Grad, was die Schneefallgrenze über die 2.000 Meter anheben kann. Der Wind frischt stark bis mäßig auf und dreht auf südwestliche Richtungen.

Milde Wetteraussichten für den Januar

Am Dienstag bleibt der kräftige Wind zunächst erhalten, dreht aber im Tagesverlauf auf westliche Richtungen und verliert in der zweiten Tageshälfte an Intensität. Bei meist starker bis wechselnder Bewölkung sind hin und wieder ein paar Niederschläge möglich, viel ist aber nicht mehr zu erwarten. Die Temperaturen steigen noch etwas an und können über dem Nordosten +3 bis+ 7 Grad und über dem Südwesten +7 bis +12 Grad erreichen.

Die kommenden Januar-Tage können durchaus winterlich ausfallen, doch zum Sonntag macht sich das mildere Wetter wieder bemerkbar. Welche Chancen der Winter hat, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter und ob es im Februar kalt oder mild werden kann, das analysieren wir gegen 17:00 Uhr in einer weiteren Wetterprognose zum Wetter Februar 2018.

Ein Sturmtief überquert heute im Tagesverlauf Deutschland von West nach Ost und sorgt auch in tieferen Lagen für stürmische Windböen bis hin zu schweren Sturm. Über höheren und exponierten Lagen ist auch mit orkanartigen Windböen zu rechnen. Entsprechend hoch ist das Unwetterpotential einzustufen und folgende Warnungen sollten beachtet werden: Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht. Begleitet wird der Sturm von kräftigen Niederschlag, welcher sich im Schwerpunkt auf Baden-Württemberg und Bayern, sowie dem äußersten Norden konzentriert. Fallen die Niederschläge über dem Süden bei +5 bis +10 Grad überwiegend in flüssiger Form, so sind über dem Norden von Schleswig-Holstein und Vorpommern bei +0 bis +2 Grad auch Schneefälle bis in tiefere Lagen mit Ausbreitung einer Schneedecke zu erwarten. Im Laufe des Abends dreht der nachlassende Wind auf nordwestliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen heran, was die Schneefallgrenze in der Nacht auf Freitag bis in tiefere Lagen absinken lassen kann.

Weiterlesen: Wetter Januar 2018 aktuelle Wettervorhersage vom 18.01.2018 - Nach dem Sturm kehrt etwas Ruhe ein

Die Simulationen der Wettermodelle waren heute Morgen, wie auch heute Nachmittag als wenig winterlich zu bewerten. So ist nach der nasskalten Episode vom 21. bis 25. Januar mit einer deutlichen Milderung zu rechnen, welche darüber hinaus langsam wieder in den nasskalten Bereich absinken kann. Mit winterlichen Wetterverhältnissen hat das zunächst einmal wenig etwas gemeinsam (Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose Winter). Was muss sich also verändern, damit im Februar 2018 noch so etwas wie Winter erwartet werden kann?

Winter im Februar: Die Veränderung muss von Norden kommen

Schaut man auf die Temperaturbilanz des Winters, so war der Dezember 2017 mit +1,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm. Der Januar 2018 war bisweilen etwa um +3,8 Grad zu warm und die weiteren Aussichten lassen schon erahnen, dass sich daran nicht mehr allzu viel verändern wird. Da wundert es auch nicht, dass das Langfristmodell in seiner aktuellen Wetterprognose das Wetter im Februar 2018 mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert. Ob das so kommen mag, bleibt noch abzuwarten. Aber der Februar müsste um mehr als 3 Grad zu kalt auszufallen, um den Winter 2017/18 überhaupt noch irgendwie in die normale Richtung zu bringen. Und danach sieht es derzeit nicht aus.

Weiterlesen: Wetter Februar 2018 aktuelle Wetterprognose vom 17.01.2018 - Welche Chancen hat der Winter im...

Ein böiger - teils auch stürmischer - Westwind treibt heute im Tagesverlauf immer wieder Schauer über Deutschland hinweg, welche bei Temperaturen von -1 bis +4 Grad bis in tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer übergehen können. Mit der Ausbildung einer Schneedecke kann etwa ab 300 bis 500 Meter gerechnet werden. Zwischen den Schauern gibt es auch immer wieder einmal kurze sonnige Lücken. Je nach Intensität der Schauer sind auch kurze Gewitter nicht auszuschließen. Entlang der Alpen können die Niederschläge staubedingt auch länger andauern.

Weiterlesen: Wetter Januar 2018 aktuelle Wettervorhersage vom 17.01.2018 - Schneeschauer bis in tiefere Lagen -...