Am Wochenende droht ein schwerer Herbststurm, doch zuvor setzt sich der Sommer mit teils hochsommerlich warmen Temperaturen durch, nachfolgend sorgt ein Temperatursturz für einen frühherbstlichen Temperaturcharakter.

Mit viel Sonnenschein ist am heutigen Mittwoch zu rechnen. Ab den Vormittagsstunden aber können sich über den östlichen Regionen Quellwolken bilden und sich in Form von regionalen Schauer und Gewitter entladen. Der Schwerpunkt liegt zum Nachmittag über den östlichen Mittelgebirgsregionen und dem Bayerischen Wald. Sonst bleibt es weitgehend trocken. Der Wind kommt schwach aus südwestlichen Richtungen und frischt im Tagesverlauf über dem Nordwesten stark bis mäßig auf. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad sommerliche Werte und im Bereich über Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Südwesten ist auch das Erreichen der +30 Grad Marke nicht auszuschließen.

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Weiterhin sommerlicher September

Ein Tiefdruckzentrum bei England nähert sich am 20. September so langsam Deutschland und führt im Tagesverlauf Wolkenfelder nach Deutschland, was etwa nördlich der Linie vom Saarland und Berlin für die Eintrübung des Sonnenscheins sorgen kann. Über Bayern und Baden-Württemberg scheint häufig die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Niederschläge sind aber so gut wie keine zu erwarten. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad erneut sommerlich warme Werte.

Der September war bislang mehr vom Sommer als vom Herbst geprägt
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Wetterumschwung: Sturm, Regen und ein Temperatursturz

Die Ausläufer des nach Skandinavien ziehenden Tiefdrucksystems erreichen am 21. September Deutschland und sorgen für überwiegend starke Bewölkung. Bereits zu den Vormittagsstunden setzen über dem Westen die ersten - teils kräftigen - Niederschläge ein, welche sich bis zum Nachmittag entlang einer Linie von Hamburg und Saarbrücken und zum späten Abend auch über die östlichen Landesteile ausdehnen können. Es handelt sich dabei um eine markante Wetterfront, welche auf ihrer Vorderseite mit +24 bis +28Grad und über dem Osten örtlich bis +31 Grad sehr warme Luftmassen nach Deutschland führen kann. Auf der Rückseite werden mit +14 bis +18 Grad deutlich kühlere Luftmassen nach Deutschland transportiert. Dieser Austausch der Luftmassen kann nur mit viel Wind gelingen und der ist mit kräftigen Windböen auch zu erwarten. Über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen sind auch schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Das Potential für Unwetter ist jedenfalls gegeben.

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Rückseitenwetter am Samstag

Das Tiefdruckgebiet zieht am 22. September nach Osten ab und nachfolgend gelangt Deutschland auf die Rückseite des Tiefdrucksystems. So bläst über der Nordhälfte der Wind recht kräftig aus westlichen Richtungen und schwächt sich nach Süden etwas ab. Bleibt es über Bayern und Baden-Württemberg größtenteils stark bewölkt, so kommt es bei wechselnder bis starker Bewölkung über dem Norden immer wieder zu Schauern. Viel an Niederschlag ist aber nicht zu erwarten. Die Temperaturen sind mit +14 bis +18 Grad deutlich frischer als in den Tagen zuvor.

Randtiefentwicklung mit stürmischen Septemberwetter

Im Zeitraum vom 23. und 24. September entsteht auf dem Atlantik eine sog. Randtiefentwicklung (Schnellläufer), gewinnt rasch an Dynamik, erreicht am Sonntag Deutschland und zieht zum Start in die neue September-Woche nach Osten ab.

Schwerer Herbststurm

Details sind bei solch dynamischen Wettervorgängen noch abzuwarten. Sollte sich der Schnellläufer aber so entwickeln können wie es in den aktuellen Vorhersagen der Prognosemodelle simuliert wird, so erreicht dieser am Sonntagnachmittag Deutschland und sorgt in der Nacht auf den Montag und im weiteren Tagesverlauf für stürmische Winde, teils mit schweren Sturmböen bis in tiefere Lagen und über exponierten Lagen, sowie über den Küstenregionen sind auch orkanartige Winde nicht auszuschließen. Diese Wetterlage hat das Potential für schwere unwetterartige Wetterereignisse.

Aktuelle Windprognose - 47 kt entsprechen 87 km/h

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Kurzzeitig warm, dann kühler

Der Tiefdruckwirbel führt auf seiner Vorderseite am 23. September über dem Süden mit +22 bis +28 Grad nochmals richtig warme Luftmassen heran, während es etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden mit +11 bis +18 Grad deutlich kühler bleiben kann. Am Montag herrschen mit +11 bis +17 Grad dann in ganz Deutschland frühherbstliche Werte vor.

Kräftiger Niederschlag

Auch hier muss man etwas differenzieren. Den größten Einfluss hat die Tiefdruckstörung über dem Norden. So ist dort zum Sonntagnachmittag auch mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen, während über Bayern und Baden-Württemberg häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. In der Nacht auf Montag setzen sich auch über dem Süden die Niederschläge durch, gehen aber im weiteren Tagesverlauf in eine rege Schauerneigung über.

Wird jetzt alles durcheinandergewirbelt? Welche Auswirkungen das Frontensystem auf die weitere Wetterentwicklung haben kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Herbst und Winter 2018/19.

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Der erste Herbststurm kündigt sich für das kommende Wochenende an und sorgt für einen Wetterumschwung. Doch wie nachhaltig dieser sein kann, hängt vor allem davon ab, wie sich das Hochdrucksystem wird verhalten können.

Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen steuert von Neufundland über Island in Richtung Skandinavien und führt in den kommenden Stunden auf der Vorderseite sehr warme - teils hochsommerlich heiße - Luftmassen nach Deutschland. Werte von bis zu +30 Grad und darüber hinaus sind in manchen Regionen nicht auszuschließen, doch größtenteils werden mit +24 bis +28 Grad sommerliche Werte erreicht.
Zum Wochenende aber zeigt das stete Anrennen der Tiefdrucksysteme Wirkung und es geht Schlag auf Schlag. Das erste Sturmtief erreicht Deutschland am Freitag und sorgt mit einem Temperatursturz für frühherbstliche Temperaturen. Am Samstag beruhigt sich das Wetter, bevor zum Sonntag ein sog. Schnellläufer Deutschland erreichen kann. Stürmische bis orkanartige Windböen sind zum aktuellen Stand nicht auszuschließen, aber noch in Frage zu stellen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September.

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Der erste Sturm im Herbst 2018?

Da es sich um ein sehr dynamischen Wettervorgang handelt, sind in den Details noch Veränderungen zu erwarten, vor allem bei diesen Randtiefentwicklungen sind die Unsicherheiten als sehr hoch einzustufen. Das amerikanische Prognosemodell berechnet den Schnellläufer in seiner Vorhersage seit ein paar Tagen, während das europäische Wettermodell in seiner Prognose diese Randtiefentwicklung überhaupt nicht berücksichtigt. Kurzum ist am Sonntag entweder ein schwacher bis mäßiger, oder ein stürmischer Wind mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich.

Erfahrungsgemäß übertreibt es das amerikanische Wettermodell gerne einmal und passt sich nach und nach einer gemäßigten Variante an. Man wird die kommenden Stunden noch abwarten müssen. Als weitgehend gesichert gilt der starke bis stürmische Wind am kommenden Freitag.

Stürmische Herbst-Winde zum kommenden Wochenende?
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Amerikanisches Prognosemodell: Das Wetter im Wandel

Die Tiefdruckaktivität zeigt Wirkung und lässt den Wettercharakter im Zeitraum vom 21. bis 26. September unbeständiger und auch frühherbstlich kühl ausfallen. Im Zeitraum vom 26. bis 29. September bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik hoch, schwächt sich aber über dem östlichen Skandinavien ab.

Dadurch ergibt sich für das Azorenhoch die Möglichkeit, sich mit Hilfe eines Hochdruckkeils nach Nordosten - quer über Deutschland, Österreich und der Schweiz - bis über das westliche Russland auszudehnen und die atlantische Frontalzone zu blockieren. Sollte sich diese Vorhersage durchsetzen können, so wäre mit einem spätsommerlich warmen Septemberausklang zu rechnen.

Vorhersage Anfang Oktober 2018: Klappt das mit dem Herbst?

Die atlantische Frontalzone lässt nicht locker und schiebt sich in den ersten Oktober-Tagen mit einer von Nordwest nach Südost verlaufenden Tiefdruckachse weiter in Richtung Mitteleuropa und drückt die Hochdruckzone nach Norden weg. Der Wettercharakter wäre im Zeitraum vom 1. bis 3. Oktober nach dieser Prognose als sehr unbeständig und mit Temperaturen von +11 bis +16 Grad als herbstlich kühl zu bewerten.

Polarwirbelberechnung Oktober

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Eine herbstlich kühle Wetterlage zum Start in den Oktober 2018 © www.meteociel.fr

Europäisches Prognosemodell: Hoch Mitteleuropa?

Geht es nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells, so ist dies seit Tagen konträr zu den Berechnungen des amerikanischen Vorhersagemodells. Zwar zeigt die Tiefdruckaktivität vom Wochenende auch hier seine Wirkung, doch nachfolgend rückt der Keil des Azorenhochs nach und positioniert sich zum 26. September in autarker Formation direkt über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Gleichzeitig festigt sich über den Azoren ein - für dortige Verhältnisse - kräftiger Tiefdruckwirbel, während über dem östlichen Europa herbstlich frische Luftmassen nach Süden strömen können. Das Hochdrucksystem steckt quasi fest und würde gerne nach Norden ausweichen, dort versperren aber die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone den Weg. Vereinfacht ausgedrückt hat diese Konstellation eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Wettercharakter über Deutschland, welcher umgangssprachlich auch als goldener Oktober bezeichnet wird.

Polarwirbelberechnung Oktober

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Autarkes Hochdrucksystem über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Wettertrend Kontrollläufe: Normale Wetterverhältnisse

Geht es nach dem Wettertrend der Kontrollläufe, so stehen ein paar ereignisreiche Wettertage bevor. Zunächst einmal die hochsommerliche Hitzephase bis zum 21. September. Anschließend der Temperatursturz von 10 bis 14 Grad.

Mit dem markanten Rückgang der Temperaturen zeigt sich im Zeitraum vom 22. bis 26. September eine mäßig erhöhte Niederschlagsneigung, welche bis in den Oktober in den schwachen Bereich absinkt.

Das Temperaturspektrum liegt am 25. September zwischen +10 bis +23 Grad (Mittelwert: +14 bis +15 Grad) und im Zeitraum vom 1. bis 3. Oktober zwischen +10 bis +27 Grad (Mittelwert: +15 bis +16 Grad). Die Mittelwerte entsprechen Anfang Oktober dem langjährigen Mittelwert.

In der Zusammenfassung scheint eine Hochdruckwetterlage Ende September bis in den Oktober hinein reichend eine plausible und auch wahrscheinliche Wetterentwicklung zu sein. Sommerliche oder gar hochsommerlich heiße Werte spielen in den Kontrollläufen nach dem 21. September keine Rolle mehr.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 18.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend Langfristmodelle: Oktober-Bewertung noch unterschiedlich

  • Das Langfristmodell der NASA berechnet das Wetter im Oktober 2018 in seinem aktuellen Wettertrend mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert weitgehend normal.
  • Das CFSv2 Prognosemodell simuliert den Oktobermonat mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad und im Trend von bis +2 Grad gegenüber den vieljährigen Durchschnittswert zu warm.
  • Das europäische Langfristmodell berechnet in seinem Wettertrend das Oktoberwetter mit einer Abweichung von 0 bis +1 Grad normal und im Trend leicht zu warm.

Die Gemeinsamkeiten der Vorhersage der Langfristmodelle liegt in einem gemäßigten und im Trend zu warmen Oktober. Im Niederschlagsverhalten geht der Trend zu einem leicht zu trockenen Herbstmonat.

Der erste Herbststurm kündigt sich zum kommenden Wochenende an. Zuvor wird das Septemberwetter in manchen Regionen aber nochmals hochsommerlich heiß werden können.

Der Dienstag beginnt heute verbreitet sonnig und trocken. Zum Nachmittag können sich über Baden-Württemberg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz und dem südlichen Bayern Quellwolken ausbilden und für regional begrenzte Schauer und Gewitter sorgen. Sonst bleibt es weitgehend trocken. Der Wind kommt zunächst schwach aus unterschiedlichen Richtungen, frischt aber im Tagesverlauf über dem Nordwesten stark böig aus südwestlichen Richtzungen kommend auf. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad und örtlich bis an die +30 Grad teils hochsommerlich warme Werte.

Sommerwetter im September

Ein Tiefdrucksystem über England macht sich am 19. September zum Nachmittag mit aufziehender Bewölkung über dem Westen bemerkbar, sonst ändert sich gegenüber dem Vortag nur wenig. Verbreitet ist mit viel Sonnenschein und einem trockenen Wettercharakter zu rechnen. Der Wind bleibt über dem Westen und Nordwesten stark bis mäßig, während es über dem Südosten von Bayern nahezu windstill bleiben kann. Die Temperaturen erreichen mit +24 bis +28 Grad und örtlich bis +30 Grad erneut sommerlich bis hochsommerlich warme Werte.

Weiterlesen: Wetter September 2018 aktuelle Wettervorhersage vom 18.09.2018: Erst heiß, dann der erste...

Der Dezember ist oftmals ein nasskalter bis milder Wintermonat, doch ab und an stellt sich die Großwetterlage so ein, dass ein richtiger Wintereinbruch möglich ist - und da gibt es auch noch die weiße Weihnachten! Wie wird das Wetter im Dezember 2018?

Nicht nur der November kann schon entscheidend sein, wie sich der weitere Winterverlauf entwickeln wird, auch die Wetterentwicklung im Dezember ist maßgeblich für den Verlauf des Winters verantwortlich.
Ist bspw. das zweite Dezemberdrittel zu kalt und fällt die Wettersingularität des Weihnachtstauwetters aus, so hat auch der Hochwinter im Januar seine berechtigten Chancen. Fällt hingegen der Dezember deutlich zu warm aus und wird von einer immer wiederkehrenden Südwestströmung beeinflusst, so ist schon relativ früh davon auszugehen, dass der Winter 2018/2019 insgesamt zu warm ausfallen kann. Wie aber wird das Wetter im Dezember 2018?

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Dunkelmonat Dezember

Für die einen ist es schrecklich, wenn das Wetter im Dezember nasskalt, trüb und dunkel ist. Zudem ist am 21./22. Dezember mit 7 Stunden und 51 Minuten der kürzeste Tag und mit 16 Stunden und 9 Minuten die längste Nacht zu erwarten. Anschließend werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer (mehr dazu: Tage werden im Herbst kürzer).

Der Dezember ist ein nasskalter Wintermonat

In Folge aus den kürzer werdenden Tagen kühlen die Landmassen schneller als die Meeresflächen ab, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik durch die Temperaturunterschiede erhöht. So wird Anfang Dezember das Wetter häufiger von wechselhaften Wetterlagen mit stürmischen Winden beeinflusst.

Der erste Schnee fällt meist in der ersten oder zweiten Dezemberdekade
Der erste Schnee fällt meist in der ersten oder zweiten Dezemberdekade

Durch die entsprechende Dynamik kommt es nicht selten auch zu meridionalen Strömungsmustern, welche mit einer Nord-Süd-Strömung häufiger das zweite Dezemberdrittel beeinflussen können. So liegen die Tageshöchstwerte Anfang Dezember meist zwischen +3 bis +8 Grad, sinken zur Monatsmitte auf 0 bis +5 Grad ab und gehen um die Weihnachtszeit nochmals auf +4 bis +8 Grad hoch, bevor zum Ende des Dezembers mit +0 bis +5 Grad wieder nasskalte Tageswerte zu erwarten sind. Die ersten Schneefälle sind in der ersten und zweiten Dezemberdekade nicht unüblich.

Die Normwerte:

Der langjährige Mittelwert beträgt +0,8 Grad und hat ein Niederschlagssoll von 70 l/m².

Das Dezemberwetter kann auch schön sein

Was aber für die einen schrecklich ungemütlich ist, ist für die anderen ein Hochgenuss, wenn die Tage kühl, abwechslungsreich und dunkel sind. Und mal ehrlich, es gibt doch nichts gemütlicheres, als in der warmen Stube zu sitzen und das stürmische Winterwetter mit einem Buch auf dem Sofa zu genießen.
Zudem freut es vor allem die jüngere Generation, wenn im ersten Wintermonat Dezember die ersten Schneeflocken auch mal liegen bleiben können und die Landschaft in ein wunderbares weiß verwandeln. Auch Dauernebel kann mit einer Hochdruckdominanz ein Thema sein, kommt aber seltener als im November oder zum Hochwinter im Januar vor. Es liegt also ganz bei Ihnen, was Sie den Dezember empfinden - das Wetter lässt sich jedenfalls nicht davon beeinflussen.

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Der Winter hat - sofern er mal da ist - seine bezaubernden Momente

Bauernregeln zum Dezemberwetter

Nein, wir sind keine Freunde von Bauernregeln. Ab und an gibt es aber welche, die zu den sog. Singularitäten gehören. Zwei davon sind passend.

Dezember, veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
Herrscht im Dezember recht strenge Kält’, sie volle 18 Wochen hält

Wetter Dezember 2018: Wie wird das Wetter?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Wetterprognosen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen.

Nein, das Wetterjahr war nicht einfach. Eine Hochdruckdominanz sorgt seit Februar für ein deutliches Niederschlagsdefizit und nach zwei zu kalten Monaten war der Rest durchweg zu warm. Für den Oktober und November 2018 berechnen die Langfristmodelle einen ganz ähnlichen Wettertrend - zu warm und etwas zu trocken.

Aktuelle Wetterprognosen der Langfristmodelle für das Wetter im Dezember 2018

Wettertrend Langfristmodell CFSv2: Dezember zu warm

Schaut man sich nun den aktuellen Wettertrend für den Dezember 2018 des Langfristmodells an, so wird dieser mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad und im Trend von bis +3 Grad deutlich warm berechnet. Das mag die Winterfreunde sicherlich frustrieren, doch klingt diese Prognose des Langfristmodells - zumindest aus einer Sicht - plausibel.

Die These: die Hochdruckdominanz wird sich nicht ewig halten können und man kann davon ausgehen, dass im Zeitraum vom Oktober bis Dezember das zentrale Strömungsmuster kippt. In Folge daraus wäre über Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder mehr mit einer Südwest- oder Westwetterlage zu rechnen.

Das hätte über Deutschland vermehrt Wolken und auch Niederschläge zur Folge, was eine zu kühle Witterung verhindern kann. Sollte das eintreten, so wäre dieser Wandel als sog. Ausgleichsverhalten zu bezeichnen.
Soweit die Theorie. Die Praxis kann aber auch ganz anders aussehen, wenn sich wider Erwarten die Erhaltungsneigung durchsetzt. In diesem Fall würde ein Hochdrucksystem das Dezemberwetter nachhaltig beeinflussen und somit für kühle Temperaturen und wenig Niederschlag - dafür aber Nebel - sorgen können.

Wettertrend Langfristmodell NASA: Dezemberwetter 2018 zu kalt

Das Langfristmodell der NASA berechnet den Dezember 2018 in seinem aktuellen Wettertrend mit einer Abweichung von -0,25 bis -2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt. Das zeigt, dass die Wetterprognosen der Langfristmodelle noch keineswegs einheitlich sind und eine Erhaltungsneigung nicht abwegig erscheint. Aber es gibt aber noch ein weiteres Langfristmodell.

Wettertrend europäisches Langfristmodell : Normaler Wintermonat

Nach zu warm und zu kalt, simuliert das dritte Langfristmodell in seiner Wettervorhersage eine normale Abweichung der Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert. Das unterstreicht noch einmal, dass eine Prognose für einen zu warmen Dezember 2018 noch lange nicht gesichert ist.

Lässt das Dezember-Wetter Rückschlüsse auf den Winter zu?

Interessant ist in nachfolgenden statistischen Auswertung, dass der Dezember in den letzten 54 Jahren in 37 Prozent der Fälle zu kalt und in 63 Prozent zu warm ausfiel (<>0). Zudem zeigt sich, dass ein warmer Dezembermonat sehr häufig auch einen zu warmen Winter zur Folge hatte. War das Dezemberwetter hingegen zu kalt, so gab es nur in 27 Prozent der Fälle einen zu kalten Winter.

Betrachtung der einzelnen Dezembermonate mit Auswirkung auf die Wintersaison
Monat Winter kalt Winter warm Häufig­keit
Dezember warm 9 % 53 % 34 (63 %)
Dezember kalt 27 % 11 % 20 (37 %)

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Der Dezember in der Statistik

Blickt man auf die Vergangenheit zurück, so lässt sich in der Statistik etwas signifikantes über das Dezemberwetter feststellen: in den letzten 20 Jahren, war das Wetter in 30 Prozent der Fälle normal, in nur 10 Prozent zu kalt und in den restlichen 60 Prozent zu warm. Im Schnitt waren die Dezembermonate der letzten 20 Jahre um etwa +1,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm.

Das ist signifikant und erklärt auch, warum es in tieferen Lagen weniger Dezemberschnee gibt, als in den Jahrzehnten zuvor. Eine Veränderung der Temperaturen von +1 Grad bedeutet, dass die Schneefallgrenze - ganz grob - um etwa 100 Meter ansteigt. Rundet man das Ergebnis, so liegt die Schneefallgrenze - im Schnitt - um etwa 200 Meter höher. Ein Flachlandwinter wird im ersten Wintermonat zunehmend unwahrscheinlicher und auch die mittleren Lagen beklagen sich zunehmend über den Schneemangel.

Die Abweichung der Temperaturen der Dezembermonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Dezembermonate Tem­peratur Ab­weichung
Dezember 2011-2017 3,3 Grad +2,5 Grad
Dezember 2001-2010 0,8 Grad 0 Grad
Dezember 1991-2000 1,3 Grad +0,5 Grad
Dezember 1981-1990 +1,6 Grad +0,8 Grad
Dezember 1971-1980 +1,6 Grad +0,8 Grad
Dezember 1961-1970 -0,8 Grad -1,6 Grad

Besonders sticht in der Dekadenbetrachtung das aktuelle Jahrzehnt auf. Der Mittelwert liegt mit einem Überschuss von +2,5 Grad deutlich über dem der vergangenen Jahrzehnte. Maßgeblich daran beteiligt waren die viel zu warmen Werte der vergangenen Dezembermonate der Jahre:

Der Dezember aus dem Jahre 2015 ist im Übrigen der wärmste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881. Somit steht schon jetzt fest, dass diese Dekade eine der wärmsten Dezembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hervorbringen wird. Eine signifikante Korrektur ist bis 2019 wenig wahrscheinlich.

Statistische Auffälligkeiten im Dezember

  • Sehr häufig dominiert tiefer Luftdruck das Wettergeschehen im ersten Dezemberdrittel
  • In Folge der hohen Tiefdruckaktivität fällt die erste Dezemberdekade gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm aus
  • Mit 69 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für ein Kaltlufteinbruch im Zeitraum vom 10. bis 20. Dezember sehr hoch
  • Schneefall zeigte sich häufiger um die Dezembermitte
  • Mit 76 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter im Zeitraum vom 20. bis 27. Dezember als sehr hoch einzustufen
  • Sehr häufig schmilzt eine vorhandene Schneedecke in mittleren Lagen von bis zu 40 cm mit Hilfe des Weihnachtstauwetters binnen weniger Tage komplett ab
  • Nach Weihnachten - und häufiger zum Jahreswechsel - wird es wieder zunehmend winterlicher

Wissenswertes zum Wetter im Winter

Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter Dezember 2018 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen an dieser Stelle ab Mitte November 2018.

Der Sommer zeigt im September nochmals, was er kann. Doch zum Ausklang der Woche nimmt das Potential für Unwetter zu und ein Wetterumschwung kündigt sich mit einem Herbststurm an.

Wolkenfelder trüben den Sonnenschein über dem Norden etwas ein, Niederschläge sind aber allenfalls in leichter Form entlang der Küstenregionen zu erwarten, sonst bleibt es trocken. Nach Süden lockert die Bewölkung rasch auf und über Bayern und Baden-Württemberg scheint die Sonne ungetrübt von einem blauem Himmel. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +22 bis +27 Grad und örtlich sind auch bis +29 Grad möglich.

Sommerwetter im September

Deutschland liegt am 18. September zwischen den Fronten eines Tiefdrucksystems auf dem Atlantik und eines Hochdruckkeils über der Mittelmeerregion. So werden aus südwestlichen Richtungen sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Temperaturen mit viel Sonnenschein auf +24 bis +28 Grad und örtlich auch über die +30 Grad Marke hinaus ansteigen lassen kann. Hochsommer im September!. Zum Nachmittag können über dem Süden Quellwolken für vereinzelte Schauer und Gewitter sorgen, deren Schwerpunkt entlang der Alpen liegen kann, sonst bleibt es trocken.

Weiterlesen: Wetter September 2018 aktuelle Wettervorhersage vom 17.09.2018: Außergewöhnlich heiß mit Potential...