Der Winter ist für die meisten Wetterinteressierten der wohl spannendste Monat. Aber auch im alltäglichen Umfeld werden bereits im Herbst in den Massenmedien die ersten Schlagzeilen wie "Jahrhundertwinter droht" oder "Horror-Winter steht bevor"; und ganz beliebt ist der allseits bekannte "Bibber-Winter" und wir hoffen nun an diese Stelle keine Namensrechte verletzt zu haben. Meteorologisch beginnt der Winter im Dezember und endet mit dem Februar. Die Winter verlaufen in Deutschland meist gemäßigt und entsprechen nur selten den Schlagzeilen der Medien.

Wie verläuft das Wetter im Winter nach der Statistik am wahrscheinlichsten? Er kann Ende November/Anfang Dezember schon für etwas Schnee sorgen, legt für gewöhnlich aber erst im Zeitraum nach dem 10. Dezember los, bevor zur Weihnachtszeit die Wettersingularität des sog. Weihnachtstauwetter einsetzen und bis zum Jahreswechsel an Silvester anhalten kann. Nicht selten beginnt dann in der ersten Januar Woche eine Umstellung der Großwetterlage in Richtung Hochwinter mit eisigen Temperaturen und wenig Niederschlag. Kann sich der Hochwinter sodann im letzten Januar-Drittel behaupten, setzt dieser sich zumeist auch noch im Februar fort. Zeigt sich hingegen nur eine schwache, oder gar keine hochwinterliche Phase, so ist auch im Februar nicht mehr viel vom Winter zu erwarten. Eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine winterliche Phase zeigt sich nach der Statistik im Zeitraum vom 16./25. Februar und sollte diese kräftig und stabil ausfallen, so ist der weniger wahrscheinliche März-Winter möglich.

Interessant ist der Winter vor allem in der Vorweihnachtszeit - klappt es mit weiße Weihnachten, oder wird es doch nur wieder grün? In 15-20 Prozent der Fälle sind weiße Weihnachten zu erwarten (in tieferen Lagen sogar nur 12,5 Prozent), was in etwa bedeutet, dass nur alle 8 Jahre weiße Weihnachten möglich sind (mehr dazu: Wetter Weihnachten).

Der kälteste Winter war mit einem Temperaturmittelwert von -6,6 der Winter von 1829/30 und sucht man bei Google, so bekommt man einige interessante Einblicke auf diesen tatsächlichen Jahrhundertwinter. Dagegen werden in Deutschland die Winter in den letzten 20 Jahren immer wärmer (Im Schnitt zwischen +0,6/+0,9 Grad), was Schneefall bis in tiefere Regionen unwahrscheinlicher macht. Was der Grund hierfür ist? Der Klimawandel - besonders eindrucksvoll in folgender Grafik dargestellt.

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