Wie wird der Winter 2019/2020? Der Frühling und der Sommer waren geprägt von einer gestörten Zirkulation, was über weite Strecken zu außergewöhnlichen Temperaturen und neuen Rekorden führte. Setzt sich diese Wetterentwicklung im Herbst und Winter fort, oder sorgt eine außergewöhnliche Wetterlage nach langer Zeit mal wieder für einen richtigen Winter?

Wie wird der Winter 2019/20? Kalt und schneereich, oder mild und sumpfig?
Wie wird der Winter 2019/20? Kalt und schneereich, oder erneut mild und sumpfig?

Der Sommer 2019 zeigte sich bisweilen zu trocken und gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm, wenngleich es im Juli ein deutliches Süd-Nord-Gefälle gab. Welche Auswirkungen hat das auf den Herbst und Winter? Auch in diesem Jahr haben wir uns dazu entschieden, unsere Wetterberichte für den Herbst und Winter 2019/2020 mit dem meteorologischen Herbstbeginn im September zu starten und die Wetterprognosen entsprechend zusammenzufassen.

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Wie wird der Winter?

Freunde des Winterwetters warten sehnlichst auf einen normalen bis zu kalten Winter. Andere wiederum fragen sich, was mit dem Winterwetter los ist. Rückblickend waren die Wintermonate der letzten sechs Jahre allesamt zu warm. Rechnet man die nur leicht zu warme Wintersaison von 2012/2013 (+0,1 Grad) noch hinzu, so sind es schon acht Winter in Folge, welche zu warm ausgefallen sind. Kein Wunder also, dass die durchschnittliche Abweichung der Wintermonate der letzten 20 Jahre in etwa um +1,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert lag.

Das erklärt auch, warum die Flachlandwinter immer seltener werden und auch die mittleren Lagen zwischen 300-600 Meter immer seltener den Schnee zu Gesicht und den Frost zu spüren bekommen. Den einen freut es, den anderen nicht. Winterwetter polarisiert - keine Frage.

Berücksichtigt man nur die statistischen Zahlen, so lässt sich daraus eine zu warme Wintersaison 2019/2020 ableiten. Noch deutlicher wird es, wenn man die Monate Dezember bis Februar der letzten 20 Jahre in eine statistische Relation setzt: Gerade einmal 20 Prozent der Winter waren zu kalt, 15 Prozent normal und ganze 65 Prozent waren zu warm - teils deutlich zu warm - darunter auch der Rekordwinter aus dem Jahre 2007, welche mit einer Abweichung vom langjährigen Mittelwert von +4,18 Grad den Rahmen komplett sprengte.

Aber so einfach ist das nicht und das Wetter hält sich nicht an Statistiken - wäre ja zu schön - und so gibt es immer wieder Ausreißer. Die Winter verlaufen in Deutschland eher gemäßigt und häufiger ist der Wettercharakter als nasskalt zu bewerten. Richtige Wetterextreme sind selten geworden, aber nicht unüblich. Schneefall im Winter ist etwas normales und nur in bestimmten Fällen eine Katastrophe!

Gemäß der Statistik zeigen sich im Winter sog. Zyklen. Einer warmen Wintersaison folgt meist ein weiterer zu warmer Winter nach, was häufig zu zwei bis drei warme Winterzyklen führt. Dann müsste es nach dem sechsten zu warmen Winter seit 2013 doch höchste Zeit sein, dass wieder normales oder gar zu kaltes Winterwetter bevorsteht? Diese These wollen wir in den nächsten Wochen näher untersuchen und beginnen heute mit den aktuell vorliegenden Daten.

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Was spricht für einen normales bis zu kaltes Winterwetter 2019/20?

Im Winter 2017/18 war es soweit. Nach ein paar Jahren der Abstinenz erfolgte zum Februar 2018 ein sog. Major Warming in Stratosphärenhöhe, was den letzten Wintermonat Februar, ebenso wie den ersten Frühlingsmonat März zu kalt ausfallen ließ.

Überaschenderweise gab es um Weihnachten 2018 einen ähnlichen Effekt und völlig außer der Reihe wiederholte sich das Phänomen Major-Warming noch im gleichen Jahr. Doch richtiges Winterwetter konnte sich über Mitteleuropa nicht durchsetzen. Der Polarwirbel erfuhr lediglich ein sog. Displacement (Verschiebung) und nach einer längeren Zeit der gestörten Zirkulation setzte mit dem 1. Dezember die Zonalisierung (Westwetterlage) ein und beendete den Winter, bevor er überhaupt begann.

Was sich daraus aber ableiten lässt - die Strömungsmuster verändern sich seit dem Februar 2018 länger andauernd. Eine gestörte Zirkulation ist in den letzten 18 Monaten häufiger anzutreffen gewesen, als eine für Mitteleuropa typische Westwetterlage. Und darin liegt die Chance für den Winter 2019/2020. So seltsam das zunächst einmal klingen mag.

In 2019 gab es eine auffällige Aneinanderreihung von meridionalen Strömungsmustern, welche den März zu warm und zu nass, den April zu einer Rekordwärme und deutlich zu trockenem Wetter verhalf, während der Mai zu kühl und zu nass ausfiel. Der Juni überraschte mit einer Rekordhitze und einer negativen Niederschlagsbilanz und der Juli war über weite Strecken über dem Norden zu kühl.

Bei einem meridionalem Strömungsmuster kommt es eben darauf an, wo das Hoch liegt. Führt man diese Serie einfach weiter, so könnten sich die folgenden Monate in etwa wie folgt entwickeln:

Theoretische Annahme
Monat Temperatur­trend
August zu warm
September normal bis zu kühl
Oktober normal bis zu warm
November zu warm
Dezember normal bis zu kühl
Januar normal bis zu warm
Februar zu warm

Wie erwähnt - eine These, welche sich an dem bisherigen Verlauf aus 2019 orientiert. Mit Spannung bleibt zudem abzuwarten, ob mit der langsam zunehmenden Stabilisierung des Polarwirbels im Oktober und November das meridionale Strömungsmuster erhalten bleibt! Die Weichen für den Winter 2019/20 könnten schon frühzeitig gestellt werden.

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Ausgleichsverhalten und Erhaltungsneigung

Um diese zwei Zyklen wird es auch in der Wintersaison 2019/2020 gehen. Was das ist? Stark vereinfacht zusammengefasst spricht man von wiederholt auftretenden und stabilen Großwetterlagen von einer Erhaltungsneigung, welche sich über Monate mit dem immer gleichen (oder ähnlichen) Muster hinwegziehen können. Kommt der Wechsel, spricht man vom Ausgleichsverhalten, welcher seinerseits wiederum in eine Erhaltungsneigung übergehen kann.

Gemäß dieser Annahme wäre irgendwann im Herbst und Winter die Zeit für die Zonalisierung und damit dem Ausgleichsverhalten - ähnlich wie das im letzten Winter der Fall war. Falls nicht, wäre mit einer andauernden und meridional strukturierten Großwetterlage zu rechnen - je nach Position des Hochdrucksystems wäre länger andauernde Winter-Phasen möglich.

Warum sind die Winter so warm geworden?

Auffällig waren die Strukturen innerhalb des Polarwirbels, was sich ganz gut anhand der Wetterkarte vom 15. Januar 2019 darstellen lässt. Der Polarwirbel war äußerst instabil, doch das sog. Displacement sorgte mit den Hochdruckzentren zwischen dem westlichen Kanada und Alaska, sowie Sibirien für einen Kaltlufttransport über das östliche Kanada. Diese Grundströmung hat sich auch in den vergangenen Wintern beobachten lassen.

Setzt sich diese Grundströmung erst einmal in Gang, so ist vom mitteleuropäischen Winter nicht viel zu erwarten. Warum? Unentwegt werden Kaltluftmassen in Richtung Kanada gepumpt und gelangen bei Neufundland auf den warmen Atlantik, was wiederum die Tiefdruckproduktion in Gang setzt und das System zur Erhaltung zwingt. Ein Tief nach dem anderen zieht so in Richtung Mitteleuropa und sorgt für einen feuchten und milden Winter. Spielt sich das System schon frühzeitig ein, so liegen die Nerven der Winterfans ebenso frühzeitig blank.

Kaltluftausbrüche über dem östlichen Kanada sorgen über Mitteleuropa für turbulente Wetterlagen und einen häufig zu milden Winter
Kaltluftausbrüche über dem östlichen Kanada sorgen über Mitteleuropa für turbulente Wetterlagen und einen häufig zu milden Winter © www.meteociel.fr

Die Sonnenaktivität

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Kommen wir zu den Thesen, welche für einen normalen bis zu kühlen Winterverlauf 2019/2020 sprechen. Die Sonnenflecken - welche eine Interpretation über die Aktivität der Sonne zulässt - haben einen festen 11 Jahres Zyklus und wie man in der Grafik gut sehen kann, befindet sich die Sonnenaktivität derzeit in einem abnehmenden Stadium hin zu einem Minimum, welches 2019/2020 erreicht sein sollte (bzw. schon erreicht ist - der erste Sonnenfleck wurde im Juni schon im 25. Zyklus beobachtet).

Je mehr Sonnenflecken es gibt, desto aktiver ist die Sonne, ein Minimum ist ein Indiz eine schwächelnde Sonne. Und die Folge daraus? Die Annahme besagt stark vereinfacht:

Wenn Sonnenflecken im Minima sind, strahlt die Sonne weniger UV-Strahlung. Weniger Strahlung bedeutet geringere Erwärmung der Erdatmosphäre, die eine Änderung in der Zirkulation der beiden niedrigsten Atmosphäre hervorruft, der Troposphäre und Stratosphäre…

Kurzum werden Turbulenzen innerhalb des Polarwirbels begünstigt und somit die - weiter oben erwähnten - meridionale Großwetterlagen häufiger auftreten können. Das wiederum erhöht die Chancen für Kaltluftausbrüche über Mitteleuropa mit Frost, Eis und Schnee. Doch auf die Hochdruckposition kommt es an. Die schönste meridionale Grundströmung nützt nichts, wenn sich das Hoch über Europa, oder gar dem östlichen Europa befindet. Optimal für einen kalten und schneereichen Winter wäre hingegen die Hochdruckposition auf dem Atlantik in blockierender Formation auf die Tiefdrucksysteme.

Sonnenaktivität und Sonnenzyklus 2019
Sonnenfleckzyklus © Spaceweatherlive.com

Schaut man sich die Statistik an so fällt auf, dass in den Jahren, in denen das Minimum auftrat die Winter eine Häufung von zu kalt, bzw. normal aufzeigten, kurz zuvor aber eine Häufung von zu warmen Wintern hatten (Ausnahme der Zyklus Mitte der 70 er Jahre).

Temperaturabweichungen Winter zum Sonnenfleckminimum
Winter Tem­peratur Ab­weichung
93/94 +2 Grad +1,8 Grad
94/95 +2,8 Grad +2,6 Grad
95/96 -2,3 Grad -2,5 Grad
96/97 -0,3 Grad -0,5 Grad
06/07 +4,38 Grad +4,2 Grad
07/08 +3 Grad +2,8 Grad
08/09 -0,2 Grad -0,4 Grad
09/10 -1,3 Grad -1,5 Grad
10/11 -0,6 Grad -0,8 Grad

QBO - Quasi zweijährige Schwingung

Nicht unwesentlich ist die Bedeutung der QBO. Sie beschreibt einen Vorgang, welcher sich etwa alle 2,2 Jahre wiederholt und die zonalen Winde in ca. 20 bis 25 km Höhe von West-Ost nach Ost-West umkehren lässt. Stark vereinfacht ausgedrückt ist bei normalen Zustand häufiger eine warme West- bis Südwestwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz und bei einer Umkehr auf Ost-West eine Nordwest- bis Ostwetterlage zu beobachten.

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Die Umkehr vom Winter 2016/17 fand nicht statt, was seit 1951 erstmalig auftrat. Der letzte Umschwung begann im Sommer 2017 und wurde vom Sommer 2018 bis in den Frühjahr 2019 vollzogen. Eine zonale Windumkehr ist für den kommenden Winter nicht zu erwarten. Dagegen spricht auch das oben bereits beschriebene Major-Warming, welches gleich zwei Mal hintereinander in Erscheinung trat und in dieser Saison nicht zu erwarten ist. Mehr zum Thema QBO.

Was spricht für eine zu warme Winterperiode 2019/20?

Der Klimawandel spricht ganz klar für einen zu warmen Winter! Lag die durchschnittliche Temperatur der letzten 20 Winterjahre um +1,2 Grad über dem Mittelwert, bedeutet das, dass der Winter um ein Grad zu kalt ausfallen sollte um einen Normalwert zu erreichen.
Und das ist mit einer westlichen Grundströmung - wie sie über Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Wintermonate hinweg häufig vorherrschend ist - nicht so einfach zu bewerkstelligen.

Der Klimawandel bringt aber auch andere Faktoren, wie bspw. die Meereisausdehnung der Arktis aus dem Tritt. Die Folgen hieraus sind noch nicht abzusehen und können in der Theorie sowohl zu kühleren Winter (geschwächter Polarwirbel) oder zu wärmeren Winter führen (eingefahrenes Strömungsmuster über östliches Kanada/Neufundland, was über Europa milde Großwetterlagen zur Folge haben kann).

Die Meereisausdehnung ist im Vergleich zu den letzten Jahren so schwach wie noch nie und liegt aktuell unterhalb des letzten Minimums von 2012 und weit entfernt vom Durchschnittswert der Jahre von 1981 bis 2010!

Meereisausdehnung Arktis
Meereisausdehnung Arktis © Alfred-Wegener-Institut

Der Klimawandel hat mit dem Wetter nichts zu tun

Das wird immer wieder und gerne durcheinandergebracht. Der Klimawandel hat mit dem Wetter wenig gemeinsam. Der Klimawandel aber beeinflusst das Wetter über lange Zeit hinaus. Dabei sind zu kalte Wetterphasen nicht auszuschließen, doch nehmen die wärmeren Monate im Verlauf stets zu. Deutlicher wird das in der folgenden Grafik. Die Mitteltemperatur der Winter im Vergleich zu den Vorjahren werden in jüngster Zeit immer wärmer.

Die Winter werden immer wärmer
Die Winter werden immer wärmer © Michael Theusner www.mtwetter.de

Noch gravierender wird es, wenn man sich die Anzahl der Eistage (Werte unter 0 Grad) anschaut. Seit den 60 er Jahren nehmen diese kontinuierlich ab und gehen seit 2014 noch etwas stärker zurück. In der letzten Wintersaison gab es im Schnitt 8,7 Eistage - im vieljährigen Vergleich liegt der Schnitt bei 21,1 Tage!

Die Anzahl der Eistage verringern sich im Winter
Die Anzahl der Eistage verringern sich im Winter © Michael Theusner www.mtwetter.de

Die Herbst- & Winterprognose 2019/20 der Langfristmodelle

Wie aber wird das Wetter im Herbst und Winter 2019/20 gibt es schon erste Wettertrends der Prognosemodelle? Die gibt es - sind aber zum aktuellen Stand noch mit Vorsicht zu genießen:

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Langfristwetter nach dem Deutschen Wetterdienst

Das Jahreszeitenmodell des Deutschen Wetterdienstes (DWD) berechnet den Herbst (September bis November) mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,2 bis +1 Grad und über der Mitte bis +2 Grad über Deutschland zu warm. Über Österreich und der Schweiz wird der Herbst 2019 um +0,5 bis +1 Grad etwas zu mild berechnet. In der Niederschlagsbilanz soll der Herbst gegenüber seinem Sollwert weitgehend unauffällig und im Trend leicht zu trocken ausfallen.

Wettertrend nach dem Langfristmodell der NASA

Das Langfristmodell der NASA berechnet die Monate September, Oktober und November mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad etwas zu mild. In der Niederschlagssimulation werden die Herbstmonate unauffällig berechnet.

Für die Wintermonate von Dezember 2019 bis Februar 2020 wird eine Abweichung der Temperatur gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad im leicht zu milden bis deutlich zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose ist im Trend zu nass zu bewerten (Ausgleichsverhalten).

Wetterprognose Herbst und Winter nach dem CFSv2 Modell

Der Herbst fällt nach dieser Wetterprognose mit einer Differenz zum langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +0,5 Grad weitgehend normal aus, aber auch die Niederschlagsbilanz ist gegenüber dem Sollwert unauffällig zu bewerten.

Der Winter 2019/20 aber hingegen wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad leicht zu mild bis deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsleistung wird leicht erhöht bewertet.

Wettervorhersage des IRI-Modells

Der Herbst hat gute Chancen normal auszufallen und die Niederschlagsprognose ist leicht negativ.

Die Wintermonate liegen noch nicht vollständig vor, aber die Zeit von November 2019 bis Januar 2020 wird mit einer ebenfalls hohen Wahrscheinlichkeit normal simuliert. Das Niederschlagsvolumen bleibt gegenüber dem vieljährigen Sollwert unauffällig.

Langfristtrend Herbst 2019 nach dem METOffice

Der Herbst wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 80 Prozent zu warm, von 0 bis 40 Prozent normal und 0 bis 20 Prozent zu kalt simuliert. Die Niederschlagsberechnungen sind auch nach diesem Langfristmodell unauffällig. Für die Wintermonate stehen noch keine Prognosen zur Verfügung.

Herbst und Winter nach dem europäischen Langfristmodell

Der Herbst soll mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad etwas zu warm und im Trend leicht zu trocken ausfallen.

Die ersten beiden Wintermonate Dezember 2019 und Januar 2020 werden mit einer durchschnittlichen Abweichung von +0,7 bis +1,3 Grad etwas zu mild simuliert. Der Dezember wird zu nass und der Januar normal berechnet.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: zu nass
Oktober 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal
November 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal
Dezember 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis zu nass
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Februar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst/Winter 2019/2020  vom 16.07.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst/Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

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Mit einer gewissen Spannung wird die Wintersaison 2019/2020 erwartet. Gelingt der Durchbruch zu einem normalen oder gar etwas zu kühlen Winter in der Zeit, wo die Sonne am schwächsten ist und ihren Minimum entgegenstrebt, bzw. durchschritten hat, oder setzt sich der Klimawandel mit immer wärmer werdenden Wintern durch? Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das Ausgleichsverhalten, welches die Vorfreude der Winterfans schon frühzeitig vermasseln könnte.

Die Langfristmodelle werden in den kommenden Wochen in ihren Wetterprognosen für den Herbst und Winter sicherlich noch einige male hin und her springen, zeigen aber dennoch einen - nicht überraschenden - zu milden Wettertrend für den Winter. Da gibt es also in den kommenden Wochen einiges zu berichten, sodass wir die Wetterprognosen für den Herbst und Winter 2019/2020 zunächst nach Bedarf, ab Mitte August regelmäßiger und zum September täglich aktualisieren werden.

Wissenswertes zum Wetter im Herbst und Winter

Wettervorhersagen zum Herbst und Winter (wird noch ergänzt)

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