Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 aktuelle Wetterprognose vom 16. Februar 2020 - Der Sturm zur Karnevalszeit bleibt ein Thema

Eine stabile Wetterphase ist nicht in Sicht
Eine stabile Wetterphase ist nicht in Sicht

Das Wetter kommt auf dem Atlantik nicht zur Ruhe. Weitere - kräftige - Frontensysteme entstehen dort und steuern zur Karnevalszeit auf Deutschland zu.

Ein Sturmtief bläst heute auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen rasch auf +12 bis +16 Grad und örtlich auf +20 Grad ansteigen lassen kann. Der Wind kann dabei über dem Norden zu schweren Sturmböen und über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee auch zu orkanartigen Winden führen. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose und den aktuellen Unwetterwarnungen.

Mit Beginn der neuen Woche dreht der Wind auf nordwestliche Richtungen und führt bis zur Wochenmitte deutlich kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte auf +1 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad absinken lassen kann. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären unter bestimmten Voraussetzungen wieder bis auf tiefere Lagen herab möglich und über den höheren mittleren Lagen (60 0bis 800 Meter) kann sich eine Schneedecke ausbilden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2020 und der Schneeprognose.

Das Abwechslungsreiche Wetter geht weiter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das Abwechslungsreiche Wetter geht weiter
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Wetterentwicklung neigt zu einem hohen Unwetterpotential

Ein zum 20. Februar kräftiger Kaltluftausstoß über dem östlichen Kanada wird die Wetterküche auf dem Atlantik weiter anheizen können. Die Vorhersagen der Wettermodelle reagieren unterschiedlich auf diese Entwicklung, doch das Potential unwetterartiger Starkwindereignisse bleibt nach wie vor hoch.

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Stürmische Winde zur Karnevalszeit

Das Tiefdruckzentrum verlagert sich nach der Wetterprognose der Europäer zum 22. Februar von Island nach Skandinavien und erreicht einen Kerndruck von bis zu 945 hPa. Weiter nach Süden möchte das Azorenhoch gerne nach Norden aufstreben, doch wird dieses Vorhaben durch die hohe Tiefdruckaktivität unterbunden. Was folgt ist eine Verdichtung der Gradienten, was im Zeitraum vom 23. bis 25. Februar zu Randtiefentwicklungen führen kann.

Die Betonung liegt auf kann, da es sich um eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung handelt und es im Detail sehr auf die Positionen der beiden Wettersysteme ankommt. Anders formuliert deutet sich eine temperamentvolle Karnevalszeit ab, deren Detail abzuwarten sind.

Der Wind bläst aus überwiegend westlichen bis südwestlichen Richtungen über Deutschland, Österreich und der Schweiz hinweg, was die Temperaturen vom 23. bis 25. Februar um die +10 Grad Marke einpendeln lässt. Kurzzeitig können die Werte darüber oder auch darunter liegen. Die Niederschlagsleistung ist nach der Wetterprognose der Europäer bis zum 26. Februar als mäßig hoch zu bewerten.

Eine temperamentvolle Karnevalszeit?
Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Eine temperamentvolle Karnevalszeit? Randtiefentwicklungen sind nicht auszuschließen.
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung

Der Februar hat es in Sachen Wetter drauf. Für reichlich Abwechslung ist gesorgt und langweilig wird es nicht. Daran ändert sich auch in den kommenden Tagen nichts. Der Leidtragende ist der Winter und seine Freunde, die in diesem Winter nicht nur die viel zu warmen Temperaturen, sondern auch die Schneemangel erdulden müssen.

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Weniger Wind zur Karnevalszeit

Der Höhepunkt der Windaktivität ist nach den Amerikanern zum Sonntag, den 23. Februar zu erwarten. Stürmische Windböen sind bis auf das Flachland herab möglich und über den Küstenregionen und den exponierten Lagen sind schwere Sturmböen bis hin zu orkanartige Winde zu erwarten. Doch die Frontenkompression verläuft 24. bis 25. Februar deutlich nördlicher und beeinflusst Deutschland, Österreich und der Schweiz nur in abgeschwächter Form. Zwar sind am Rosenmontag und Faschingsdienstag über den Küstenregionen stürmische Windböen nicht auszuschließen, doch über dem Landesinneren ist mit schwachen bis mäßigen Windverhältnissen zu rechnen.

Die Niederschlagsneigung ist als schwach zu bewerten und die Temperaturen pendeln sich um die +10 Grad Marke herum ein.

Spürbar kälter mit dem Downstream-Development

Die heftige Entwicklung sorgt dafür, dass die Tiefdruckgebiete genügend Schwung bekommen, um sich vom 25. bis 28. Februar bis weit über das östliche Skandinavien bis über die Barentssee und dem westlichen Russland verlagern können.

Das gibt dem Hoch auf dem Atlantik den Spielraum, um sich nach Norden aufzuwölben und die Tiefdruckgebiete am östlichen Gradienten nach Süden abrutschen zu lassen. Was folgt ist die seit Tagen angedeutete nasskalte Wetterentwicklung. Wie kalt kann es werden? Berechnet werden bspw. für den 29. Februar Tageswerte von +1 bis +6 Grad. Die Niederschlagsleistung steigt ab dem 27. Februar deutlich an.

Weiterhin turbulentes, aber kühleres Wetter zum Ende des meteorologischen Winters
Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Weiterhin turbulentes, aber kühleres Wetter zum Ende des meteorologischenWinters
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Nasskalt und turbulent bleibt eine plausible Wetterentwicklung

Im Grunde bestätigen die Vorhersage-Modelle den Wettertrend der letzten Tage. Das Sturmtief zieht durch und sorgt zum Wochenbeginn für einen spürbaren Temperaturrückgang. Manche mögen es auch als Temperatursturz bezeichnen, doch was bleibt sind nasskalte Werte, die zwischen +1 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad herum dümpeln. Das ist weder Fisch noch Fleisch.

Zur Hochphase des Karnevals kündigt sich schon die nächste turbulente Wetterentwicklung ab, die von den Vorhersage-Modellen aber noch unterschiedlich bewertet wird. Was bleibt, sind aber die für die Jahreszeit zu milden Temperaturen. Erst im Nachgang zeichnet sich eine weiterer Abkühlung ab, doch haben spätwinterliche Wetterereignisse nichts mit einem nachhaltigen Wintereinbruch bis auf das Flachland herab gemeinsam.

Wie sich das Wetter zum Beginn des meteorologischen Frühlings Anfang März entwickeln kann, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem ersten Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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