Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2020 aktuelle Wetterprognose vom 14. Februar 2020 - Ein erneuter Kaltluftausbruch auf dem Atlantik

Ein Impuls auf dem Atlantik hat eine nachhaltige Prägung für den Wetterverlauf in der letzten Februar-Dekade.

Der nächste Sturm zieht auf
Der nächste Sturm zieht auf

Am Wochenende ist man dem Frühling - zum wiederholten Male - näher, als dem Winter. Über dem Südwesten könnten unter ganz bestimmten Voraussetzungen die +20 Grad überschritten werden, was die Temperaturen dem Frühsommer schon näher bringt. Doch der Februar-Rekord von +22,2 Grad wird - vorerst - nicht eingestellt werden können.

Begleitet wird der rasante Temperaturanstieg von einem böigen Wind, der über der Nordhälfte bis auf tiefere Lagen herab stürmisch ausfallen und über den exponierten Lagen und den Küstenregionen zu schweren Sturmböen führen kann. Ist es am Samstag noch weitgehend trocken, so verlagert sich am Sonntag ein Niederschlagsband nach Süden. Ein Temperatursturz sorgt zum Beginn der neuen Woche für frischere Werte und bei einer hohen Schauerneigung ist auch wieder der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer mit dabei. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2020.

Ein nasskalter und windiger Start in die neue Woche
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Ein nasskalter und windiger Start in die neue Woche
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das geht in Richtung Frühling

Gestern hatten wir noch über einen entscheidenden und richtungsweisenden Impuls berichtet, der zum 20. Februar über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland niedergehen kann. Dieser Impuls wird in der heutigen Wetterprognose des europäischen Wettermodells bestätigt und wird weite Teile der letzten Februar-Dekade beeinflussen können.

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Extrem weit südlicher Vorstoß kalter Luftmassen

Der Kaltluftvorstoß geht nicht nur bis Neufundland, nein, der geht richtig weit auf den Atlantik runter und initialisiert eine südlichere Tiefdruckproduktion. Dem Azorenhoch bleibt somit kein Platz mehr übrig und dehnt sich in Richtung Mitteleuropa aus. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit in eine südwestlich ausgerichtete Grundströmung.

Die Temperaturen erreichen vom 21. bis 24. Februar Werte von +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad. Mit etwas Sonnenschein wären auch bis +16 Grad möglich. Der Wettercharakter selbst bleibt in diesem Zeitraum leicht unbeständig.

Mehr Frühling als Winter
Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Mehr Frühling als Winter
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Tiefdruckzentrum Skandinavien

Der Impuls mit ausströmender Kaltluft auf dem Atlantik wird von der Wetterprognose der Amerikaner bestätigt. Nachfolgend werden vom 22. bis 25. Februar warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt, was die Temperaturen auf +10 bis +15 Grad ansteigen lassen kann.

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Ein Tief über Skandinavien dominiert das Wetter

Die warmen Temperaturen sind aber nur vorübergehender Natur und sind der Vorderseitenanströmung des sich nach Skandinavien verlagernden Tiefdrucksystems geschuldet. Bis zum 25. Februar positioniert sich das Tief über Skandinavien und führt die kalten Luftmassen zwischen Grönland und Island nach Süden, was die Tiefdruckaktivität weiter nach Süden verlagert und das Hoch nach Westen ausweichen lässt.

Nasskalt und wenig winterlich

Die Wetteraktivität bleibt auf einem hohen Niveau und eine nachhaltig stabile Großwetterlage kann sich nicht durchsetzen. Mit der Verlagerung des Hochdrucksystems nach Westen dreht die Grundströmung auf nordwestliche Richtungen, was die Tageswerte vom 25. bis 28. Februar mit +4 bis +8 Grad über Deutschland, Österreich und der Schweiz in den nasskalten Bereich zurückgehen lassen kann. Mit winterlichen Wetterbedingungen hat das aber wenig gemeinsam.

Für die Jahreszeit viel zu warm, doch eine nasskalte Nordwestwetterlage ist nach dem 25. Februar eine Option
Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Für die Jahreszeit viel zu warm, doch nach dem 25. Februar ist eine nasskalte Nordwestwetterlage eine Option
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Mild bis allenfalls nasskalt

Das ist so und das bleibt so. Der ewige März im Winter 2019/2020. Aktuell hat der Februar gegenüber dem vieljährigen Mittelwert ein Temperaturüberschuss von +4,5 Grad vorzuweisen. In der Niederschlagsentwicklung hat der Februar gestern den Sollwert des gesamten Monats bereits überschritten und liegt aktuell bei 118 Prozent.

Schaut man sich den weiteren Verlauf an, so wird sich am Temperaturüberschuss nichts, bzw. nur wenig, verändern und die Niederschlagsentwicklung wird sich weiter in den positiven Bereich ausbreiten können. Je nach Vorhersage-Modell werden bis zum 28. Februar Niederschlagssummen von 8 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² berechnet.

Die Kontrollläufe stützen im Übrigen bis zum 24. Februar den für die Jahreszeit zu warmen Wettertrend. Nachfolgend sinkt das Temperaturniveau auf einen Jahreszeit-typischen Wert ab, was die nasskalte Temperaturentwicklung bestätigt.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
20. Februar +0 bis
+7 Grad
+2 Grad über dem Süden und Osten
+5 bis +7 Grad über dem Westen und Norden
24. Februar +1 bis
+12 Grad
+6 bis
+8 Grad
29. Februar -3 bis
+11 Grad
+4 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Wie sich das Wetter Anfang März entwickeln kann, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer ersten Wetterprognose zum Wetter März 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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