Im September sind in Süddeutschland noch Sommerferien und bei vielen Bauern ist im September die Erntezeit. Interessant ist für somit viele die Frage: wie wird das Wetter im September?

Das Wetter im September kann oftmals noch von den Hochdruckwetterlagen im August profitieren, jedoch nimmt der Sonnenstand mehr und mehr ab, so dass Temperaturen höher als 28 Grad nur noch selten erreicht werden. Bedingt durch den niedrigeren Sonnenstand im September sinkt auch die Durchschnittstemperatur.

Nach dem langjährigen Mittel des Deutschen Wetterdienstes liegt die Durchschnittstemperatur im September bei +13,3 Grad (vgl. August +16,5 Grad). Bedingt durch die Hochdrucklagen, liegt das Niederschlagsvolumen im September bei 61 Liter pro m² (vgl. August 77 Liter pro m²) etwas niedriger als in den Sommermonaten. Der September gehört aus meteorologischer Sicht wie der Oktober und November zu den Herbstmonaten. Die Blätter färben sich langsam und vor allem zum Ende September sind schon die goldgelben Sonnenuntergänge zu bewundern.

Wie wird der September 2018?

Der September 2018 soll nach den aktuellen Wetterprognosen des Langfristmodells mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu warm ausfallen. Das wird sich in den kommenden Wochen sicherlich noch in die eine oder andere Richtung verändern können, was aber wären denn normale Werte im September? Anfang September sind durchaus nochmals sommerliche Werte von bis zu +28 Grad und darüber hinaus möglich, gegen Ende September sind es dann mit teils unter 10 Grad schon herbstliche Werte zu erwarten. Weitere Informationen finden Sie in Kürze in den aktuellen Wetterprognosen September 2018.

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Die Temperaturen im September

Der September ist der erste Herbstmonat und ist vom Sonnenstand her mit dem März zu vergleichen. Hallt der Winter im März aber noch nach, so ist es im September meist der Spätsommer, welcher Anfang September mit Temperaturen von bis über +30 Grad das Wetter über Deutschland beeinflussen kann. Selbst bis Mitte September sind Werte von über +30 Grad in der Vergangenheit schon des Öfteren vorgekommen.
Frost im September? Kommt vor, aber eher selten und wenn dann häufiger ab der Septembermitte und zum Monatsausklang. Vergleicht man die Durchschnittswerte im Verlauf, so liegen diese Anfang September bei rund +20 Grad und am Ende bei +16 Grad. Die Nachttemperaturen sinken vom Monatsbeginn mit +11 Grad auf +8 Grad im Durchschnitt ab.

Setzt man den September mit den anderen Monaten in Vergleich, so ist er nach Juni, Juli und August der viertwärmste Monat im Jahr. Am wärmsten war es mit +36,5 Grad am 3. September 1911 in Jena über der Sternwarte. Mit einer immer länger werdenden Nacht (Tag- und Nachtgleiche am 22. September), können ab Mitte September die Temperaturen durchaus unter die 0 Grad Grenze fallen - die tiefste Temperatur wurde am 24. September mit -5,9 Grad über Oberfranken registriert.

Sonnenstand sorgt im September für zurückgehende Temperaturen

Der Sonnenstand sinkt im September weiter und es wird somit später hell und früher dunkel - die Tage werden also insgesamt kürzer (von 13 h 29 min auf 11 h 42 min.). So ist die Tageslänge Anfang September in etwas gleich lang wie Anfang April. Im Gegensatz zum April sind aber die Wassermassen im September aufgewärmt und die Landmassen kühlen sich langsam aber stetig ab. Somit sind die Temperaturunterschiede relativ gering und befinden sich sozusagen im Gleichgewicht. Der September profitiert davon nicht selten von stabilen Hochdruckwetterlagen und noch angenehm warmen Temperaturen.

Doch mit dem sinkenden Sonnenstand macht sich im September so langsam der Herbst bemerkbar. Nebel- insbesondere auch Frühnebel - ist ab Mitte September häufiger möglich. Häufiger zeigt sich die Sonne im September über den mittleren und höheren Lagen. Die Sonnenscheindauer selbst lag in den letzten Jahren zwischen 20 bis 320 Sonnenstunden. Im langjährigen Durchschnitt hat der September aber eine Sonnenscheindauer von rund 149 Stunden.

Der Niederschlag im September

Die hohen Temperaturen am Anfang des Monats sorgen noch für kräftige Schauer und Gewitter, teils ist in der Übergangsphase auch mit unwetterartigen und langanhaltenden Niederschlägen zu rechnen. Erst wenn sich die Temperaturen langsam normalisiert haben, wird auch das Wetter im September beständiger, was meist nach dem 10. September der Fall sein kann. Im September 1959 gab es einen Herbstmonat, der fast nahezu niederschlagsfrei war, sonst gab es in den Niederungen bis 250 l/m² und in Staulagen auch mal bis zu 500 l/m² zu bestaunen. Im Schnitt hat der September eine Niederschlagserwartung von 61 l/m² vorzuweisen.
Schnee im September? Ist möglich - vor allem in der letzten Septemberdekade, dann aber zumeist ab den mittleren und höheren Lagen Süddeutschlands. Doch ist Schneefall im September eher selten.

Die Abweichung der Temperaturen im September der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
September Tem­peratur Ab­weichung
Trend September 2018 12,8 bis +14,3 Grad -0,5 bis +1 Grad
September 2017 12,7 Grad -0,6 Grad
September 2016 16,9 Grad +3,6 Grad
September 2015 13,0 Grad -0,3 Grad
September 2014 14,9 Grad +1,6 Grad
September 2013 13,3 Grad +0 Grad
September 2012 13,6 Grad +0,3 Grad
September 2011 15,2 Grad +1,9 Grad
September 2010 12,4 Grad -0,9 Grad
September 2009 14,7 Grad +1,4 Grad
September 2008 12,4 Grad -0,9 Grad

Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert im September der letzten 20 Jahre

Der wärmsten Septembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden mit einer durchschnittlichen Temperatur von +16,9 Grad in den Jahren 2016 und 2006 registriert. Interessant aber ist, dass die Septembermonate häufiger auch normal bis zu kalt ausfallen können.
Warum das so ist? Die Sommer der letzten 21 Jahre waren im Schnitt durchweg zu warm. Insofern kann im September häufiger mal von einem sog. Ausgleichsverhalten ausgegangen werden. Der kälteste Septembermonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen stammte übrigens mit einer Abweichung von -4,2 Grad (9,08 Grad) aus dem Jahre 1912.

Im Schnitt waren die Septembermonate der letzten 20 Jahre gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +0,7 Grad zu warm.

Der September in der Statistik

Vergleicht man die Septembermonate der letzten 20 Jahre, so ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent, dass der September zu warm, von 35 Prozent normal und 25 Prozent zu kalt ausfallen kann.

Temperaturabweichung im September der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Klimadiagramm September in Deutschland der letzten 20 Jahre

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