Wie wird das Wetter im Frühling 2019?

Nach einem zu warmen und zu nassen Winter folgt häufiger ein stabileres Wetter im Frühling nach. Das Langfristmodell berechnet aktuell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert im März 2019 von +1 bis +2 Grad, im April von +0,5 bis +1 Grad und im Mai 2019 von -0,5 bis +0,5 Grad im zu warmen bis normalen Bereich.
Sollte diese Wetterprognose eintreten, so wäre mit einer Gesamtabweichung von rund +0,7 Grad ein leicht zu warmes Frühlingswetter zu erwarten. Mehr dazu in den täglichen Wetterprognosen zum Wetter Frühling 2019.

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Der Frühling steht für viele als Symbol für das Neue. Nach der Winterruhe werden die Tage bis Ende Mai um bis zu 6 Stunden länger und die Natur erblüht im neuen Glanz. Aus Wettersicht ist es eine sehr interessante Jahreszeit, steht diese doch inmitten des Wandels vom Winter in den Sommer. Entsprechend hoch können die Turbulenzen sein, welche häufiger im April mit einem wechselhaften Wettercharakter häufiger zu beobachten sind. So folgen frühlingshaft milden Temperaturen von bis zu 20 Grad am nächsten Tag schon Schneeschauer. Ein Wechsel der Jahreszeiten.

Wann ist Frühlingsbeginn?

  • Meteorologisch beginnt er am 1. März und endet am 31. Mai
  • Der kalendarische Frühlingsanfang ist am 20. März 22:58 MEZ und Frühlingsende ist am 21. Juni 17:53 MESZ
  • Phänologisch (Pflanzenwelt) gibt es drei Unterscheidungsmerkmale: Vorfrühling (wenn Schneeglöckchen, und Haselnuss blühen und dauert bis die Weidenkätzchen gelb sind), dem Erstfrühling ( Blüte der Forsythie und Laubaustrieb der Stachelbeere, bis zur Blüte der Birnbäume) und dem Vollfrühling (Beginn der Apfelblüte und Flieder bis zur Blüte der Ebereschen)
Typisches Frühlingswetter
Typisches Frühlingswetter

Der Wetterablauf von April bis Mai nach der Statistik

Die ersten frühlingshaften Temperaturen zeigen sich nicht selten schon im Februar, doch sind das eher einzelne Tage mit wenig Aussagekraft. Zu unterscheiden ist zwischen vor- und frühlingshaften Temperaturen. Vorfrühlingshaft mild sind Werte zwischen +10 bis +15 Grad und frühlingshaft warm sind Werte zwischen +15 bis +20 Grad. Ab der +20 Grad Marke kommt man dem vorsommerlich warmen Bereich näher und ab +25 Grad spricht man von einem Sommertag.

Temperaturen von +15 Grad zeigen sich im März schon häufiger, wenngleich im März - unter bestimmten Voraussetzungen - auch noch der März-Winter vorherrschend sein kann. Zudem ist der März sehr launisch und Schnee- und Graupelschauer, sowie Nachtfrost sind häufiger anzutreffen.

Der April ist der eigentliche Wechselmonat vom Winter in den Frühling. So sind in der ersten April-Dekade häufiger nochmal Schneeschauer bis in tiefere Lagen möglich und auch der Nachtfrost ist nicht auszuschließen, doch werden diese Tage immer weniger und ab Mitte April halten die milden Temperaturen Einzug.

Ab Mai geht der Frühling häufiger in den Vorsommer, bzw. Sommer über. Die Turbulenzen kommen im Übrigen von den unterschiedlichen Temperaturen der Wasser- und Landflächen. Mit steigendem Sonnenstand erwärmen sich die Landmassen zwischen März und Mai schneller als die Wassermassen. Durch die Temperaturunterschiede kommt es zu den besagten und berüchtigten Wetterturbulenzen (häufiger im April).

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Wettersingularitäten

Wettersingularitäten sind häufig wiederkehrende Ereignisse:

  • Im März und Anfang April sind noch Schneeschauer bis in tiefere Lagen möglich
  • Fällt Ostern in diesen Bereich, so sind die Ostereier nicht selten im Schnee zu suchen
  • Berüchtigt ist der sog. März-Winter, wenn sich ein winterliches Hoch aus dem Februar auch noch im März halten kann. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist relativ gering und betrifft meist die erste März-Dekade.
  • Häufiger gibt es die ersten vorfrühlingshaften Temperaturen ab Mitte März
  • Mild wird es ab Mitte April
  • Wetterturbulenzen im April
  • Beständigeres Wetter im Mai
  • War der Winter mild, so folgt häufiger ein kühler Mai nach
  • Kaltlufteinbruch um den 25. März
  • Mild bis warm um den 22. April
  • Eisheilige vom 11. bis 15. Mai - Kaltlufteinbruch nochmals möglich - erst danach die Pflanzen raus stellen

Statistik zum Frühling

Die Durchschnittstemperatur beträgt über Deutschland +7,7 Grad (Vgl. Winter +0,2 Grad, Herbst +8,8 Grad, Sommer +16,3 Grad). Somit gehört die Frühlingszeit zu den zweit-kältesten Jahreszeiten im Jahr. Unterteilt ist der März mit einer Durchschnittstemperatur von +3,5 Grad der kälteste Frühlingsmonat, gefolgt vom April mit +7,4 und dem Mai mit +12,1 Grad. Im Schnitt werden die Temperaturen von März bis Mai um rund 8 Grad wärmer.

Bei einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 187 l/m² (Winter: 180 l/m², Sommer: 239 l/m², Herbst: 183 l/m²) gehört der Frühling eher zur feucht-nassen Jahreszeit. Bemüht man die Statistik und betrachtet die letzten Jahre, so fällt auf, dass die Frühlingsmonate durchaus Schwankungen aufweisen und keineswegs immer zu warm ausfallen.

Schaut man sich die Durchschnittstemperatur der letzten 20 Jahre an, so waren die Monate von März bis Mai mit rund +9 Grad etwa um +1,3 Grad wärmer als der langjährige Mittelwert. Das bislang über Deutschland wärmste Frühjahr wurde im Jahr 2007 mit einer Abweichung von +2,9 Grad registriert. Die durchschnittliche Temperatur betrug damals +10,62 Grad.

Definitionen

  • Ab Temperaturen von +14 bis +17 Grad spricht man von einem Frühlingstag
  • Frühlingsluft wird dem Vorfrühling zugeschrieben, wenn eine milde Südwestwetterlage den Frühlingsduft nach Deutschland führt.
  • Spätfrühling ist, wenn sich die Temperaturen schon häufiger der +20 Grad Marke nähern - meist ab Mitte Mai - nach den Eisheiligen

Wetterkapriolen

Der April macht was er will, aber damit steht der April keineswegs alleine da. Häufiger gibt es im Frühjahr auch turbulente und energiegeladene Wetterereignisse. So sind die ersten Gewitter schon im April möglich, häufiger jedoch im Mai. Italientiefs kommen häufiger im Mai vor, was über Tage hinweg zu Starkregen führen kann. Im März und April sind kräftige Schauer möglich, welche die Landschaften in binnen vom Minuten in winterlich weiße Landschaften verwandeln können. Besonders gefürchtet ist der Frost in der Blütezeit, welcher zu erheblichen Ernteausfällen führen kann (bspw. im Jahre 2017).

Weiße Ostern wahrscheinlicher als weiße Weihnachten?

Nein, der Vergleich hinkt ein wenig, da Ostern im Gegensatz zu Weihnachten immer an unterschiedlichen Zeiträumen stattfindet. Liegt Ostern aber im März - oder Anfang April - so ist die Wahrscheinlichkeit für etwas Schnee schon deutlich höher und nicht selten sind die Temperaturen an Ostern dann kälter als an Weihnachten.

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Die Abweichung der Temperaturen Frühling der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Frühling Tem­peratur Ab­weichung
2018 +10,3 Grad +2,6 Grad
2017 +9,6 Grad +1,9 Grad
2016 +8,5 Grad +0,8 Grad
2015 +8,6 Grad +1,1 Grad
2014 +10 Grad +2,3 Grad
2013 +6,7 Grad -1,0 Grad
2012 +9,8 Grad +2,1 Grad
2011 +10,1 Grad +2,4 Grad
2010 +7,8 Grad +0,1 Grad
2009 +9,9 Grad +2,2 Grad

Temperaturabweichung der letzten 20 Jahre gegenüber dem Mittelwert

Im Vergleich der Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai

Temperaturabweichung der letzten 20 Frühjahre gegenüber dem Mittelwert

Was fällt auf?

Im Schnitt wurden die Monate von März bis Mai in den letzten 20 Jahren etwa um +1,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert wärmer. Darunter auch der wärmste Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen seit 1881 aus dem Jahre 2007. Interessant ist auch das Verhältnis zueinander. So liegt die Wahrscheinlichkeit bei erstaunlichen 85 Prozent, dass der Frühling zu warm ausfallen kann (Abweichung > +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert). Lediglich in 15 Prozent der Fälle gab es zu kaltes bis normales Frühlingswetter.

Aktuelle Witterungstrend, Wettertrend, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für das Wetter im Frühling:

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