Die Frage nach weißen Weihnachten 2017 ist noch nicht geklärt. Zwar gibt es einen Trend hin zu einem Weihnachtstauwetter kurz vor des Festtagen, aber im Detail gibt es noch viele Fragezeichen, wie sich das Wetter bis dahin entwickeln kann.

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Ob Weihnachten weiß wird, hängt von mehreren Faktoren ab

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu Tief einsteigen, wer genaueres wissen möchte, kann dies gerne in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2017 nachlesen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Was aus Sicht des Winters viel interessanter ist - wie entwickelt sich die Großwetterlage? Kommt es zum Durchbruch der atlantischen Frontalzone und beendet damit die zu meridionalen Großwetterlagen neigende Zirkulationsstruktur, oder ist das wieder nur ein kurzes Aufflammen einer scheinbaren nachhaltigen Milderung, welche letzten Endes nicht eintritt?

War die Erhaltungsneigung nun schon seit Ende November dominierend - und wird es wohl auch noch im zweiten Dezemberdrittel bleiben - so rückt langsam der Zeitpunkt eines Ausgleichsverhaltens näher.

Polarwirbel: Hitzehoch über dem westlichen Kanada und Alaska kann den Mildwinter über Europa bringen

In den letzten Tagen haben wir immer wieder auf die Kaltluftansammlung über Kanada und Grönland aufmerksam gemacht, welche sich langsam bis in Richtung Neufundland erstreckt. In Folge daraus kann die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik an Fahrt gewinnen und mit aller Macht in Richtung Mitteleuropa streben. Soweit nichts außergewöhnliches. Das Weihnachtstauwetter würde auch in 2017 eintreten können, wobei es im Detail noch sehr auf die Hochdruckposition über Mitteleuropa ankommen mag.

Viel interessanter aber ist die Struktur des Polarwirbel selbst. Gewinnt er an Stabilität, oder sind das nur kurze Phasen und bleibt im Wesentlichen Instabil? Das amerikanische Wettermodell berechnet rund um die Weihnachtszeit herum ein kräftiges Hochdrucksystem über Alaska, was stützend für eine nachhaltige Milderung über Mitteleuropa sein könnte. Warum? Hochdrucksysteme drehen sich im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn. Somit entsteht im Polarwirbel ein Strömungsmuster, welches die Kaltluftkonzentration über Kanada und Grönland noch erhöht.

Polarwirbelberechnung in der Vorweihnachtszeit

Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell über Weihnachten 2017 © www.meteociel.fr

Nun gäbe es aber noch eine weitere Variante, bei der sich das Hochdrucksystem - quer durch den Polarwirbel - mit dem sibirischen Hochdrucksystem verbinden könnte. Das wäre aber für den Winter über Deutschland, Österreich und der Schweiz auch nicht Zielführend, da die atlantischen Tiefdrucksysteme gegen das Hoch über dem östlichen Europa, bzw. westlichen Russland auflaufen. Das hätte dann eher den Effekt, wie man ihn von den letzten Wintern her kennt.

Winteraussichten 2017/18: nachhaltige Milderung möglich

Man sollte die Berechnungen aktuell noch mit einer gesunden Skepsis betrachten, denn in diesem Winter verläuft das Wetter grundsätzlich anders und Trogwetterlagen haben in dieser Wintersaison immer wieder gezeigt, dass sie sich durchsetzen können. Aber es spricht auch einiges für die Milderung, wobei der Polarwirbels selbst ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat. Entscheidend wird es die Hochdruckpositionen sein.

Zusammenfassend:

Eine nachhaltige Milderung kann vor Weihnachten in Betracht gezogen werden, was auch von den Kontrollläufen heute Nachmittag gestützt wird. Kurz vor Weihnachten und im Zeitraum von Weihnachten bis Silvester 2017 zeigt sich wieder ein kühlerer Temperaturtrend. Wie unsicher die aktuelle Entwicklung ist, zeigt sich anhand der Höhentemperaturen in ca. 1.400 Meter Höhe, welche schon in der Vorweihnachtszeit eine Differenz von bis zu 16 Grad aufweisen. Zum Vergleich: für eine halbwegs brauchbare Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert.

Winterprognose Langfristmodell: Mild bis warm

Es sollte nicht verwundern, aber das Langfristmodell bleibt seiner Wetterprognose für den Winter 2017/18 weitgehend treu. Zwar wurde der Dezember 2017 vor ein paar Tagen mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad etwas nach unten korrigiert, doch die nachfolgenden Wintermonate Januar und Februar 2018 werden mit +1 bis +3 Grad teils sehr deutlich zu warm berechnet. Schaut man auf die durchschnittliche Temperatur, so ergibt sich nach dem Langfristmodell für den Winter 2017/18 eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1,1 Grad.

Zum Vergleich: die Abweichung der zurückliegenden Winter

  • Winter 16/17: +0,7 Grad
  • Winter 15/16: +3,4 Grad
  • Winter 14/15: +1,6 Grad
  • Winter 13/14: +3,1 Grad

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:15 Uhr in einem Update der Wetterprognose für das Wetter Weihnachten 2017.

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Deutschland, Österreich und auch die Schweiz liegen in dieser Dezember-Woche am südlichen Rand eines Tiefdruckzentrums bei Skandinavien. In raschen Abständen ziehen Tiefdrucksysteme über Deutschland hinweg und sorgen für ordentlich Niederschlag, welcher oberhalb von 500 bis 800 Meter auch in Schnee übergehen kann. Bei Niederschlagssummen bis einschließlich Freitag von 20 bis 40 l/m² über dem Westen, Süden und Norden kann es örtlich auch zu Hochwasser kommen, wobei die Schneefallgrenze den Niederschlagsdruck etwas verringert (Weitere Informationen).

Der Winter steht wieder vor der Tür

Im Zeitraum rund um das dritte Adventswochenende kommt es über Deutschland, der Schweiz und auch Österreich wieder zur Trogausbildung, bei der mit einer nördlichen Grundströmung kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden können. So sinken die Werte vom 3. Advent von -1 bis +3 Grad bis zum 19. Dezember auf -2 bis +2 Grad über dem Süden und -1 bis +3 Grad über dem Norden ab. Schneefall ist bis in tiefere Lagen möglich und mit der Ausbreitung einer Schneedecke ist ab ca. 200 bis 400 Meter zu rechnen.

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Im Verlauf der kommenden Dezemberwoche wird vom Wetter allerhand geboten. Mit Wind und zeitweilig stürmischen Windböen, reichlich Niederschlag bei Temperaturen von +1 bis +5 Grad wird es aus Wettersicht nicht langweilig werden. Ab der zweiten Wochenhälfte pendelt sich die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 Meter ein und kann ab den mittleren Lagen wieder für winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Problematisch bleibt die Wettervorhersage für den Norden und Nordosten. Je nachdem, wie die Tiefdrucksysteme Deutschland überqueren, sind dort am heutigen Sonntag und Montag teils kräftige Schneefälle ab den mittleren Lagen nicht auszuschließen. Letztlich wird es auf ein sog. Nowcasting hinauslaufen.

Kein Winterwetter, kein mildes Wetter: nasskaltes Dezemberwetter

Andere würden es Misch-Masch-Wetter nennen, was für den Dezember aber völlig normal ist. Der Winter befindet sich in einer Übergangsphase, doch die Frage ist nur - wohin?

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Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen in den kommenden Tagen am südlichen Rand eines Troges, welcher von Skandinavien aus gesteuert wird. Zunächst fließen kalte Luftmassen nach Deutschland, was zum Adventswochenende für verbreitet winterliche Straßenverhältnisse sorgen kann. Zum Start in die neue Dezemberwoche schiebt sich von England und Frankreich her ein Randtief nach Deutschland, was auf seiner Vorderseite mildere Luftmassen heranführen kann. So steigt nach anfänglichem Schneefall die Schneefallgrenze rasch auf bis über 1.000 Meter an.

Nasskalt mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

Von Dienstag bis einschließlich Donnerstag kommender Woche geht das Randtief in das Zentraltief bei Skandinavien über und leitet auf seiner Rückseite wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland. Die Schauer gehen allmählich bis auf 500 Meter herab wieder in Schnee über und bei Temperaturen von +1 bis +5 Grad bleibt es in tieferen Lagen eher nasskalt. Mehr Details hierzu in der aktuellen Wettervorhersage Dezember 2017.

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Wer hier häufiger mit liest, der kennt unseren Spruch: Mild gewinnt immer. Zwar stimmt das in 2017 nicht ganz und "immer" müsste man durch "öfter" ersetzen, aber hinsichtlich der kniffligen Wetterentwicklung sind nach der aktuellen Wetterprognose Dezember 2017 die Würfel gefallen.

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