Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 20.02.2018 - Der Winter lässt es bis Ende Februar eisig kalt werden

Sowohl das amerikanische wie auch europäische Wettermodell berechnen in den kommenden Tagen eine Wetterlage, bei der sich ein Hochdrucksystem von England bis nach Skandinavien und die Barentssee ausdehnen kann. Im gleichen Zeitraum kann sich über das westliche Russland bis über die Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem ausbilden und im Verbund dieser beiden Wettersysteme werden bis zum Wochenende sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprunges bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Schneefall gibt es auch hin und wieder, viel an Neuschnee ist aber nicht zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2018.

Winter bläst zum Finale: noch kälter

Der meteorologische Winter geht noch bis zum 28. Februar. Das amerikanische Wettermodell berechnet bis dahin die Ausdehnung des Skandinavienhochs bis nach Island und Grönland, sodass der Kern des Hochdrucksystems bis zum 28. Februar zwischen Grönland und Island liegen kann. Die Folge daraus ist eine gestörte Zirkulation. welche die atlantische Frontalzone weit nach Süden drückt und zwischen Neufundland, den Azoren und der Mittelmeerregion verlaufen lassen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen noch im Zustrom arktischer Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen. Gleichzeitig aber versucht die atlantische Frontalzone von Afrika sehr milde Luftmassen nach Norden zu führen.
Zum aktuellen Stand wird das wohl nicht gelingen und Deutschland kann in eine sog. Grenzwetterlage geraten, welche das Wetter über dem Süden etwas milder werden lassen kann als über dem Norden. Zudem steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit zum Ende des Februars an. Geht es nach diesen Berechnungen, so wäre bis Ende Februar in ganz Deutschland mit Dauerfrost zu rechnen und ab dem 26. Februar erhöht sich die Niederschlagswahrscheinlichkeit über dem Norden und dem Süden. Der kälteste Tag könnte mit Tageswerten von -8 bis -2 Grad und die kälteste Nacht mit -15 bis -7 Grad und über Schnee und bei Aufklaren von bis -20 Grad am 26. Februar erreicht werden.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Gestörte Zirkulation mit Zufuhr kalter Luftmassen polaren Ursprungs © www.meteociel.fr

Die Berechnungen des europäischen Wettermodells sind sehr ähnlich der des amerikanischen Wettermodells, was die Eintreffwahrscheinlichkeit grundsätzlich erhöht. So verlagert sich nach diesen Berechnungen das Hochdrucksystem bis zum 24. Februar über Skandinavien, liegt aber mit einem Kerngebiet weiter über dem Norden in Richtung der Barentssee. Somit verzögert sich der Zustrom der kalten Luftmassen, welche nach dieser Simulation erst zum 24. Februar von statten gehen kann. Bis zum 27. und 28. Februar verlagert sich das Hochdrucksystem ebenfalls weiter in Richtung Island und Grönland, erstreckt sich aber über Skandinavien bis über das westliche Russland. In Folge daraus kommen die kalten Luftmassen polaren Ursprungs noch weiter nach Süden voran und können bis zum 28. Februar die Mittelmeerregion erreichen. Die atlantischen Tiefdrucksysteme liegen weiter westlich und erstrecken sich von Neufundland bis zu den Azoren. Schneefall ist nach dieser Berechnung nicht gänzlich auszuschließen, ist aber doch weniger wahrscheinlich, als wie nach dem amerikanischen Wettermodell.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Gestörte Zirkulation mit Zufuhr kalter Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen © www.meteociel.fr

Die ganz große Kälte ist eben nicht prädestiniert für kräftigen Schneefall. Das kann aber mit einer Grenzwetterlage schon ganz anders aussehen. Gegen 17:00 Uhr klären wir in einer neuen Wetterprognose für den Frühling ob sich vielleicht Anfang März eine Grenzwetterlage über Deutschland ausbilden und für einen sog. Märzwinter sorgen kann.

Hochwinterlich kalt

Die Kontrollläufe lassen keinen Zweifel mehr an dieser eisig kalten Wetterlage bis Ende Februar. So sind die Temperaturen bis zum 24. Februar noch als gemäßigt kalt zu bewerten, sinken aber im Zeitraum vom 24. bis 28. Februar in den für die Jahreszeit deutlich zu kalten Bereich ab. Die Durchschnittswerte liegen bspw. am 26. Februar um rund 10 Grad unter dem vieljährigen Mittelwert. Das unterstreicht noch einmal, welches Potential diese kalten Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen haben können. Schaut man sich die Temperaturprognose genauer an, so liegt das Temperaturspektrum am 28. Februar zwischen -10 bis +2 Grad. Und der Mittelwert beträgt über dem Norden -4, über dem Süden und Osten bei -3 Grad und über dem Westen bei -2 Grad. Ein normales oder gar zu warmes Temperaturgefüge ist sehr unwahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 20.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Die Wahrscheinlichkeiten einer Grenzwetterlage Ende Februar liegt nach den Kontrollläufen zum aktuellen Stand bei rund 30 Prozent.

Ob sich Anfang März der sog. März-Winter durchsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Frühling und Sommer 2018 und gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein Update der Wetterprognose Winter.

Update der Wetterprognose Winter von 20:54 Uhr
Beide Wettermodelle berechnen heute Abend eine Wetterentwicklung, welche über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zeitraum ab dem 24. Februar zu einer hochwinterlichen Wetterlage führen kann.

Ausgelöst wird das jeweils durch ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum, welches sich bis zum 27. Februar bis über Grönland, Island und Skandinavien erstrecken kann. Gleichzeitig sorgt ein Tiefdruckkomplex zwischen der Barentssee und der Karasee für die Zufuhr arktischer Luftmassen nach Süden, welches zum 26./27. Februar über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem initialisiert.

In Folge daraus verstärkt sich der Zustrom der Luftmassen polaren Ursprungs und kann nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells von heute Abend weite Teile des ersten März-Drittels beeinflussen. Der März-Winter wird zunehmend ein Thema werden.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem europäischen Wettermodell - Polarwirbel über dem nördlichen Kanada existiert nicht mehr - Kalte Nordströmung Anfang März über Deutschland © www.meteociel.fr


Kalter Start in den März keineswegs gesichert
Die Kontrollläufe stützen die kalten Temperaturen über dem Norden und Osten von Deutschland weitestgehend, jedoch steigt der Durchschnittswert über dem Süden und Westen zum 1. März an. So liegt das Temperaturspektrum am 2. März zwischen -6 bis +8 Grad (Mittelwert: -2 Grad über dem Osten und Norden und 0 Grad über dem Süden und Westen) und am 7. März zwischen -6 bis +12 Grad (Mittelwert: +1 Grad über dem Osten und Norden und +3 Grad über dem Süden und Westen).

Gibt es zu der Kälte auch Schnee?
Eisige Temperaturen bringen meist nicht die großen Niederschlagsmengen. So ist auch in den Berechnungen der Wettermodelle kaum Schneefall auszumachen. Das könnte sich über den südlichen Regionen aber noch ändern, falls sich doch noch eine Grenzwetterlage einstellen könnte. Ob es dann aber für Schnee reichen wird, steht auf einem anderen Blatt. Erfahrungsgemäß muss die Kälte erst einmal Einzug halten und daraus ergeben sich wieder andere mögliche Wetterentwicklungen.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 21. Februar gegen 09:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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