Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 21.02.2018 - Eisig kaltes Winterfinale steht bevor

Beide Wettermodelle berechnen aktuell die Entstehung eines Hochdrucksystems bei England, welches sich bis zum kommenden Wochenende weiter nach Skandinavien verlagert. Gleichzeitig entsteht über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem und im Verbund dieser beiden Wettersysteme können sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden

Ruhiger Wettercharakter

Der gesamte Vorgang geschieht in einem zunächst gradientenschwachen Umfeld, was über dem Norden (nördliches Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) und dem Süden (Bayern und Baden-Württemberg) für neblig-trübes, teils aber auch für hochnebelartige Bewölkung sorgen kann. Die Niederschlagsneigung in Form von Schnee ist als nur sehr gering einzustufen. In einem breiten Streifen dazwischen kann häufiger die Sonne für längere Zeit zum Vorschein kommen. Der Wind dreht bis zum Samstag auf nordöstliche Richtungen und frischt dabei unangenehm auf. Die Temperaturen erreichen am heutigen Mittwoch -2 bis +3 Grad über dem Süden, sonst sind +2 bis +6 Grad zu erwarten.

Eisig kaltes Winter Finale steht bevor
Eisig kaltes Winter Finale steht bevor

Polarexpress kommt in Schwung

Durch das Mittelmeertief werden am Wochenende die polaren Luftmassen auch Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen können. So sinken die Werte am Samstag auf -1 bis +3 Grad über dem Nordosten und auf +3 bis +6 Grad über dem Westen bis zum Sonntag auf -6 bis 0 Grad ab und in der Nacht auf Montag sind Tiefstwerte von -13 bis -6 Grad und bei Aufklaren und über Schnee bis -20 Grad möglich. Der Wind bleibt aber stark bis mäßig, was zu gefühlten Temperaturen von unter -20 Grad führen kann.

Gestörte Zirkulation und hochwinterlich kalt

Bis zum 26. Februar hat die polare Luft dann ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz erreicht. Das Hochdrucksystem über Skandinavien verlagert sich bis zum 28. Februar weiter nach Westen in den Bereich zwischen Grönland, Island und Skandinavien und drückt dabei die atlantische Frontalzone weit nach Süden. Da die südlichen Hochdruckgradienten aber bis nach England und Deutschland reichen, blockiert das die Tiefdrucksysteme auf ihren Weg nach Deutschland, was zu einer Tiefdruckrinne von Neufundland, den Azoren bis über die Mittelmeerregion führt. Somit ist die normale Zirkulation vollständig gestört, denn das Islandtief und das Azorenhoch haben die Positionen getauscht. Entsprechend negativ wird der sog. NAO-Index berechnet.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Gestörte Zirkulation mit Zufuhr kalter Luftmassen polaren Ursprungs © www.meteociel.fr

Bedingt durch die Tiefdruckverlagerung über die Mittelmeerregion bleibt der Kaltluftzustrom aus nordöstlichen Richtungen bis zum Ende des meteorologischen Winters Ende Februar intakt und die Tageswerte können bis zum 28. Februar auf -9 bis -3 Grad zurückgehen. In den Nächten ist mit -15 bis -7 Grad und bei Aufklaren und über Schnee bis unter -20 Grad mit sehr strengem Frost zu rechnen.

Schneeprognose

Wir werden die Tage häufiger gefragt, ob mit der Kälte auch Schneefall zu erwarten ist. Grundsätzlich sind Schneefälle bei diesen Temperaturen nicht auszuschließen, doch fehlt die Grundfeuchtigkeit in den Luftmassen. So bleibt es vor allem über der Mitte bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken weitgehend niederschlagsfrei. Anders die Situation über dem Norden, wo leichte Schneefälle aufgrund zur Meeresnähe möglich sein können. Ebenso über den Alpen und am nördlichen Alpenrand, wo das Mittelmeertief seinen Einfluss geltend machen kann. Wie viel Schnee wäre zu erwarten? Simuliert werden über den Küstenregionen bis zum 28. Februar 0 bis 8 cm, in einem breiten Streifen zwischen dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern 0 bis 4 cm und südlich einer Linie von Stuttgart und München 0 bis 7 cm.

Ob der Winter den März dominieren und zu einem sog. Märzwinter führen wird, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose März 2018. Gegen 20:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle heute Abend nochmals ein Update der Winterprognose.

Update der Wetterprognose Winter von 20:00 Uhr
Die hochwinterliche Wetterentwicklung ist bis Ende Februar weitgehend gesichert. Das zeigten auch die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells von heute Nachmittag und heute Abend. So können die Werte ab dem 25. Februar kontinuierlich absinken und den tiefsten Wert mit -7 bis -1 Grad am 27. Februar erreichen. In den Nächten werden weiterhin sehr kalte -15 bis -7 Grad und bei Aufklaren und über Schnee auch bis -20 Grad berechnet.

Unsicherheiten zeigen sich weiterhin für den März. Dabei kristallisieren sich zwei wesentliche Wetterentwicklungen heraus. Zum einen setzt sich über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem fest und sorgt als Stabilisator der Kaltluftzufuhr aus nordöstlichen Richtungen, was einen März-Winter in der ersten März-Dekade sehr wahrscheinlich machen kann.

In der zweiten Variante - welche heute Abend vom amerikanischen Wettermodell berechnet wurde - kann sich das Hochdrucksystem zwischen Grönland, Island und Skandinavien nicht weit genug nach Süden ausdehnen, was der atlantischen Tiefdruckrinne mehr Spielraum bietet, sich nach Norden auszuweiten. In Folge dessen liegt zum 1. März ein kräftiger Tiefdruckwirbel zwischen England und Spanien und führt auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden, was die Temperaturen über Deutschland bis zum 4. März auf -2 bis +2 Grad über dem Norden und +3 bis +7 Grad über dem Süden ansteigen lassen kann. Ein knackig kalter Start in den März ist zum aktuellen Stand wahrscheinlich, aber eben noch keineswegs gesichert.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Polarwirbel gewinnt Anfang März wieder an Stabilität, eine milde Süd- bis Südwestwetterlage wäre demnach nicht auszuschließen © www.meteociel.fr


Wie wahrscheinlich ist eine Milderung?
So bleiben die Unsicherheiten auch heute Abend noch bestehen. Schaut man sich aber die Kontrollläufe an, so ist tendenziell eine Milderung im Mittelwert Anfang März zu erkennen, allerdings liegen die durchschnittlichen Werte knapp unter dem langjährigen Mittelwert. Anders formuliert: Milderung ja, aber mit Mittelwerten um die 0 Grad ist man dem Winter näher als dem Frühling. Der Hauptlauf gehört in den Kontrollläufen zu den wärmeren Varianten (Hauptlauf: +8 Grad über dem Süden, 0 Grad über dem Norden). Leider standen uns zum aktuellen Stand die Berechnungen vom europäischen Wettermodell noch nicht zur Verfügung, wir werden diese aber gegen 22:00 Uhr nachreichen.

Nachtrag: Das europäische Wettermodell blieb gegenüber den Berechnungen von heute Morgen nahezu unverändert. Demnach eine hochwinterliche Wetterlage bis einschließlich dem 3. März mit der Option, dass ein Italientief für Schneefälle über den südlichen Landesteilen sorgen kann.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 22. Februar gegen 09:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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