Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 24.02.2018 - Eisig kalt - kräftige Schneefälle über dem Norden

Die polaren Kaltluftmassen erreichen in den höheren Luftschichten heute Nachmittag den Nordosten und weiten sich in der Nacht bis auf den Südwesten von Deutschland aus. So erreichen die Tageswerte über dem Osten, Nordosten und Süden heute mit -2 bis +1 Grad kaum mehr positive Werte, während es über dem Westen mit +0 bis +5 Grad und örtlich bis +7 Grad über dem Südwesten nochmals relativ mild werden kann.
Das sieht am morgigen Sonntag schon ganz anders aus, wenn mit Tageshöchstwerten von -7 bis 0 Grad sich die kalte Luft polaren Ursprungs auch bis in die tieferen Luftschichten bemerkbar gemacht hat. Begleitet wird der Luftmassenaustausch von einem böigen Wind aus nordöstlichen Richtungen, welcher über exponierten Lagen in Böen auch stürmisch auffrischen kann.

Hoch winterlicher Wettercharakter

Eisig werden die Tage bis zum Ende des meteorologischen Winters am 28. Februar werden können. Denn im Verbund eines Hochdrucksystems zwischen Island und Skandinavien und eines Mittelmeertiefs wird der Kaltluftzustrom aus nordöstlichen Richtungen noch verstärkt. Die kältesten Temperaturen können mit -13 bis -5 Grad in den Nächten erwartet werden. Örtlich können die Werte über Schnee und bei Aufklaren in Richtung der -20 Grad Marke absinken. Tagsüber pendeln sich die Tageshöchstwerte auf -8 bis -1 Grad ein, wobei in Talsenken die Temperaturen am Tage nicht die -10 Grad Grenze überschreiten können.

Eisiger Wind

Der böige Wind aus nordöstlichen Richtungen dreht bis zum 28. Februar auf östliche Richtungen und sorgt für gefühlte Temperaturen von -10 bis -20 Grad (Wind Chill). Das wird für all diejenigen, welche sich längere Zeit im Freien aufhalten müssen, sicherlich kein Spaß werden.

Es wird eisig kalt werden und über Norddeutschland sind kräftige Schneefälle zu erwarten
Es wird eisig kalt werden und über Norddeutschland sind kräftige Schneefälle zu erwarten

Kräftiger Schneefall

Begünstigt durch die warme Ostsee kann sich die eigentlich trockene Kaltluft mit Feuchtigkeit anreichern und über dem Norden für kräftige Schneefälle sorgen. Die Schneeschauer bleiben keineswegs nur an den Küsten hängen, sondern verlagern sich auch in das Landesinnere. So ist mit der Ausbreitung einer dünnen Schneedecke etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin zu rechnen (0 bis 3 cm). Weiter nördlich - über Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg - sind 0 bis 8 cm und in Küstenregionen sind 4 bis 15 cm und örtlich bis 20 cm an Neuschnee zu erwarten. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt aber über Mecklenburg-Vorpommern.

Weiter nach Süden lässt die Niederschlagsneigung nach, wobei direkt am Alpenrand mit 0 bis 5 cm etwas an Neuschnee möglich sein kann.

Viel Sonnenschein

Sonnenschein gibt es in den südlicheren Bundesländern zu erwarten. Teils von einem fast wolkenlosen Himmel, teils können sich am Morgen auch noch längere Zeit Nebelfelder halten. Für alle die den Winter lieben wird es über dem Norden wohl ein Winterwonderland geben, für alle anderen wird es einfach nur kalt - Saukalt.

Mit dem 1. März beginnt der meteorologische Frühling - ob dieser aber auch Einzug halten kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Frühling und Sommer 2018. Gegen 20:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein Update der Winterprognose.

Update der Wetterprognose Winter von 20:00 Uhr
Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Nachmittag eine Grenzwetterlage, bei der über dem Süden von Deutschland relativ milde und über dem Norden kalte Luft das Wetter hätte dominieren können. Heute Abend setzt sich nach einer anfänglichen Grenzwetterlage von Süden her rasch die milde Luft über ganz Deutschland durch und könnte noch im ersten März-Drittel für frühlingshaft milde Temperaturverhältnisse sorgen. Man sieht den Konsens und dieser besteht aus einer Grenzwetterlage. Mal weiter nördlicher, mal weiter südlicher verlaufend.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Frühlingshaft milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen © www.meteociel.fr


Milderung
Das europäische Wettermodell berechnet heute Abend eine ganz ähnliche Varianten wie das amerikanische Wettermodell, bei der sich in nördlicherer Position zum 2. März ein Tiefdrucksystem zwischen die Azoren und England positionieren kann. Das ist deutlich zu weit nördlich, als dass sich ein März-Winter in Deutschland längere Zeit behaupten könnte. Das europäische Wettermodell berechnet diese deutliche Milderung heute Abend das erste Mal, was die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells grundsätzlich plausibler und wahrscheinlicher macht.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem europäischen Wettermodell - Anfang März auch nach diesen Berechnungen frühlingshaft mild © www.meteociel.fr


Normalisierung der Temperaturen
Das nach den eisigen Tagen eine Milderung Anfang März erfolgt, steht außer Frage. Tageswerte von -9 bis -4 Grad werden nur noch schwerlich möglich sein. Die Frage die sich aber stellt, wie stark wird die Milderung ausfallen? Reicht es lediglich für Jahreszeit-typische Temperaturen, oder sind auch noch mildere Werte möglich? Die Kontrollläufe bestätigen heute Abend mit ihrem Mittelwert eine für den März normale Temperaturentwicklung. Der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells ist einer der wärmeren Varianten.
Wie warm kann es werden? Egal wie, die Milderung wird es über dem Norden und Osten schwerer haben, sich durchzusetzen, als über dem Süden und Westen. So liegt das mögliche Temperaturspektrum am 6. März zwischen -4 bis +14 Grad bei einem Mittelwert von +6 Grad über dem Westen und Süden, +3 Grad über dem Osten und 0 Grad über dem Norden.
Und darin liegt auch unsere Einschätzung. Das Potential für eine Grenzwetterlage ist Anfang März als sehr hoch einzustufen. Die Unsicherheiten ergeben sich nur aus der Position des Tiefdrucksystems. Liegt es weiter nördlich, wird es milder, liegt es südlich, bleibt es kalt bis nasskalt. Wenige 100 km werden entscheidend sein.

Der Winter nähert sich seinem meteorologischen Ende. Wir setzen unsere Wettervorhersagen, Wetterprognosen und Wettertrends in den Rubriken Wetter März 2018 und Wetter Frühling und Sommer 2018 weiter fort.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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