Wetter Winter 2010/2011 - Wetterprognose und Wettervorhersage

So war der Winter 2010 / 2011

  • M. Hoffmann
Wars das mit dem Winter 2011? Jain - so könnte man es nach heutigem Stand ausdrücken. Es gibt die latente Neigung zu Trogvorstößen um den 7. und dem 11. März 2011, welche noch einmal Schnee bringen könnten. Ob diese Trogvorstöße dann auch nachhaltig sein werden, kann man anzweifeln. Sicherlich kann es um diese Zeiträume herum noch einmal kälter werden und es kann auch schneien, was vor allem die Wintersportler, welche die Ferien / Urlaub noch einmal zum Skifahren nutzen möchten, freuen. Ein Märzwinter wird das aber nicht.

Rückblick Tja, wer hätte gedacht, dass der Winter nach den relativ milden Monaten Januar und Februar doch noch zu kalt ausfallen könnte? Der Deutsche Wetterdienst hat nun ermittelt, dass die Monate Dezember, Januar und Februar nach dem langjährigen Mittel um -0,8 Grad zu kalt ausgefallen sind. Normal sind +0,2 Grad, -0,6 Grad wurden gemessen. Die Monate Januar und Februar waren größtenteils zu mild und konnten den deutlich zu kalten Dezember 2010 nahezu ausgleichen. Beim Niederschlag verlief ebenfalls alles normal mit rund 179 Liter pro m² (normal 181 Liter pro m²), wobei der Niederschlag hauptsächlich beim Schneefall im letzten Dezember Drittel und beim großen Tauwetter Anfang Januar zustande kam. Der Februar war viel zu trocken.

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Das Wetter im Winter - Wettervorhersage 27. Februar 2011

  • M. Hoffmann
Aus meteorologischer Sicht endet der Winter offiziell am 28. Februar 2011. Und auch die Wettermodelle scheinen sich nun geeinigt zu haben. Von einem klassischen Märzwinter ist nichts mehr zu erkennen, was sich ja in den letzten Modellläufen schon abgezeichnet hat. Stattdessen wird das ruhige Hochdruckwetter mit Tageswerten um +5 Grad in der kommenden Woche fortgesetzt. Zum nächsten Wochenende könnten wir auf die Ostseite des Hochs bei England gelangen, so dass ein Vorstoß kalter Luft aus Norden zu uns möglich ist - als Winter kann man das aber nicht mehr bezeichnen allenfalls oberhalb 500 Meter.

Das Wetter im Winter - Wettervorhersage 25. Februar 2011

  • M. Hoffmann
Auch heute keine klare Linie für das weitere Wettergeschehen. Drei Wettermodelle, drei unterschiedliche Wettervorhersagen. Unser Wettergeschehen wird aber in den heutigen Modellläufen hauptsächlich von Hochdruck beeinflusst - weder Fisch noch Fleisch - weder kalt noch warm, dafür aber weitestgehend trocken. Vom gestrigen Trogvorstoß ist allenfalls noch im amerikanischen Wettermodell etwas zu erkennen, welches den Hochdruckschwerpunkt in Richtung Grönland verlagern möchte. Somit wären wir am Anfang auf der kalten Ostseite des Hochs, im weiteren Verlauf dann auf der warmen Südwestseite der Tiefdrucksysteme, welche den Umweg über Portugal und Spanien nehmen müssen. Es bleibt uns derzeitig nichts anderes übrig als abzuwarten, was die Wettermodelle als nächstes aus dem Hut zaubern.

Das Wetter im Winter - Wettervorhersage 24. Februar 2011

  • M. Hoffmann
Kommt der Winter noch einmal auf volle Touren oder plätschern die kommenden tage in einer Patt Situation vor sich dahin? Alle Skifahrer, die noch einen Winter Urlaub einplanen sollten auf das europäische Wettermodell setzen. Denn hiernach kommt der Winter in vollen Zügen bis ins Flachland ab dem 3. März zurück. Es ist dann mit viel Schnee in den Staulagen der Mittelgebirge und den Alpen zu rechnen - also ideale Bedingungen für einen kurz Urlaub zum Skifahren über Fasching / Karneval, da diese Wetterlage bis zum 10. März 2011 stabil gerechnet wird. Anders sieht es das amerikanische Wettermodell - hier eher ruhiges Hochdruckwetter, teils trüb, teils sonnig bei Tagestemperaturen zwischen -1 und +4 Grad. Wobei man heute anmerken sollte, dass die europäische Lösung plausibler ist - man erkennt auch anhand der ENS Ensembles, dass die Vorhersage vom amerikanischen Wettermodell eher ein "Ausrutscher" ist und eine Anpassung an die Vorhersage des europäischen Wettermodells möglich ist.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Winter

Statistische Wetter­werte für den Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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