Das Wetter wird in der Zeit kurz vor Weihnachten wieder turbulenter und unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich auch über weiße Weihnachten diskutieren. Die Entwicklung der Großwetterlage gibt das jedenfalls her.

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Der Wettercharakter der kommenden Tage wird ruhiger, sonniger und auch kälter. Zum Ende der Woche ist - über dem Süden - verbreitet mit Dauerfrost zu rechnen. Und auch sonst ist es mit -2 bis +3 Grad nicht sonderlich warm, bevor zum 3. Advent ein Wetterwechsel erfolgt. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Turbulente Vorweihnachtszeit

Die Tiefdrucksysteme greifen zum 16. Dezember wieder vermehrt auf Deutschland, Österreich und die Schweiz über und sorgen für einen teils milden, teils auch nasskalten Wettercharakter in der Zeit kurz vor Weihnachten.

Winterliche Großwetterlage ab Weihnachten?

Das gilt es aktuell in den Fokus zu stellen. Denn pünktlich zu Weihnachten berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell einen erneuten Wetterwechsel. Mit einer meridionalen Grundströmung können kältere Luftmassen arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa geführt werden. Weitere Infos in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Wie die Wahrscheinlichkeiten für einen Wintereinbruch stehen und auf welche Entwicklungen das begründet ist, wollen wir heute einmal näher betrachten.

Welche Chancen hat der Winter in 2018?
Welche Chancen hat der Winter in 2018?

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Winterwetter ist möglich

Auch heute Nachmittag bestätigt das amerikanische Vorhersage-Modell in der Zeit von 24. bis 27. Dezember die Ausbildung einer winterlichen Trogwetterlage über Deutschland.

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Hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront

Verantwortlich für den Temperaturrückgang ist ein Hochdrucksystem, welches sich zum 23. Dezember auf dem Atlantik in Richtung Island aufstellt und sich bis zum 27. Dezember zwischen Spanien und Skandinavien positioniert. Gleichzeitig tropft ein ehemaliges Skandinavientief über das östliche Europa nach Süden ab und im Verbund der beiden Systeme entsteht daraus ein meridionales Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) - kalte Luftmassen gelangen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Starke Wellenbewegung entlang der Polarfront - Schnee an Weihnachten bleibt nicht auszuschließen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Starke Wellenbewegung entlang der Polarfront - Schnee an Weihnachten bleibt nicht auszuschließen © www.meteociel.fr

Polarwirbel ist der Impulsgeber

Schaut man auf die Kontrollläufe, so stützen diese den Wintereinbruch nicht. Stattdessen verharrt der Mittelwert über Weihnachten im nasskalten Bereich. Schneefall ab den mittleren Lagen ist möglich, nasskaltes Weihnachtswetter in tieferen Lagen wahrscheinlich. Man muss die Wetterprognosen des amerikanischen Vorhersage-Modell also noch mit einer gewissen Skepsis betrachten.

Nichtsdestotrotz sind die Berechnungen des amerikanischen Prognose-Modell - zum aktuellen Stand - gar nicht so verkehrt. Warum? Schaut man sich die Kontrollläufe genauer an, so zeigt sich in 55 Prozent der Fälle ein instabiler Polarwirbel. Zum Teil sind die Störungen derart kräftig, dass es zu einem Polarwirbelsplit kommen kann. Nun hat aber ein Polarwirbelsplit nicht zwangsläufig kaltes Winterwetter über Deutschland zur Folge - aber er erhöht die Wahrscheinlichkeiten für ein gestörtes Zirkulationsmuster. Kurzum: Ob sich in der letzten Dezember-Dekade weiterhin der Westdrift durchsetzen wird, hängt auch vom Zustand des Polarwirbels ab.

Eine extremer Variante: Polarwirbelsplit zu Weihnachten mit milden Wetter über Deutschland
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Eine extremer Variante: Polarwirbelsplit zu Weihnachten mit milden Wetter über Deutschland © www.meteociel.fr

NAO- und AO-Index

Hinweise auf eine nachhaltige Veränderung können diese beiden Index Werte liefern. Der AO-Index wird ab der zweiten Dezember-Hälfte negativ berechnet, der NAO-Index neutral bis leicht positiv. Ein gestörter Polarwirbel inkl. der Möglichkeit zu einen Split bleibt bestehen, doch mit einem positiven NAO-Index wäre der Split/Störung für Winterfreunde an falscher Stelle.

Druckanomalie bis 21. Dezember
Druckanomalie bis 21. Dezember © climatereanalyzer.org

Minor-Warming in Stratosphärenhöhe

Seit Tagen wird zum 22./23. Dezember in Stratosphärenhöhe ein kräftiges Minor-Warming simuliert, welches heute nochmals bestätigt wird. Binnen 48 Stunden schießen die Temperaturen von -80 auf +4 Grad hoch, was einem Temperaturanstieg von 84 Grad entspricht. Das fehlt nicht viel zu einem Major-Warming.

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Entscheidend für ein Major-Warming ist die Windumkehr der zonalen Winde von West-Ost auf Ost-West. Die Windgeschwindigkeiten betragen aktuell 126 km/h und sinken bis zum 27. Dezember auf -10,8 km/h ab. Das negative Vorzeichnen bedeutet die Windumkehr. Möglich ist ein Major-Warming, ob es so kommt, werden die kommenden Tage zeigen.

Ein kräftiges Minor-Warming mit Übergang zum Major-Warming?
Berechnung Polarwirbel in Stratosphärenhöhe: Ein kräftiges Minor-Warming mit Übergang zum Major-Warming? © www.meteociel.fr

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Deutlich zu warm

  • Der Dezember 2018 hat aktuell eine Abweichung von +5,42 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert und ist viel zu warm. Das wird sich in den kommenden Tagen etwas nach unten korrigieren, ändert aber nichts daran, dass am Ende des zweiten Dezember-Drittels es noch immer zu warm ist. Kommt zu Weihnachten kein Wintereinbruch, so hat der Dezember 2018 eine hohe Wahrscheinlichkeit als der 10. Monat in 2018 zu warm auszufallen. So verwundert es nicht, dass das Langfristmodell in seinem aktuellen Wettertrend den Dezember mit einer Abweichung gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert von +2 bis +4 Grad deutlich zu warm berechnet. Die Niederschlagsprognose ist zudem deutlich erhöht.
  • Aber auch der Januar 2019 hat in den letzten Tagen eine Korrektur nach oben erfahren. Die Abweichung beträgt +2 bis +3 Grad und kann über den östlichen Landesteilen bis +4 Grad betragen. Auch der zweite Wintermonat wird deutlich zu nass berechnet.
  • Etwas weniger überhitzt zeigt sich der Februar 2019 mit einer Differenz von +0,5 bis +2 Grad und einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung.
Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +2 bis +4 Grad Trend: viel zu nass
Januar 2019 +2 bis +4 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 11.12.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Ein wirklich so deutlich zu warmer Winter?

Das Langfristmodell geht von einem Ausgleichsverhalten aus. Nach monatelanger Dürre und Hitze schlägt sich nun das Atlantikwetter mit einem dynamischen Westdrift durch. Der Dürre folgt eine länger andauernde Niederschlagsperiode. Im Winter bedeutet das aber milde Temperaturen. Insofern sind die Prognosen des Langfristmodells - zum aktuellen Stand - in sich schlüssig.

Doch ein Major-Warming und/oder ein QBO Ost können das Wetter im Winter 2018/19 noch in eine ganz andere Richtung drehen. Umso wichtiger ist/wird die Wetterentwicklung um Weihnachten herum. Was sich im Tagesverlauf alles getan hat, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

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Schneefall bis in tiefere Lagen. Der Winter setzt sich im Verlauf der kommenden Woche teils bis in tiefere Lagen durch und kann ab den mittleren Lagen auch für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen. Doch so wird es nicht bleiben.

Ein Sturmtief sorgt heute über den Küstenregionen für schwere Sturmböen. Weiter nach Süden lässt der Wind nach, bleibt aber noch böig und kommt aus nördlichen Richtungen. Der Wind treibt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte im Verlauf der Woche auf -2 bis +2 Grad absinken lassen kann. Dauerfrost wird in manchen Regionen zum Thema und in den Nächten ist mit Werten von 0 bis -6 Grad mit mäßigem Nachtfrost zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Weiterlesen: Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 10.12.2018 - Ungemütliche Vorweihnachtszeit

Der stürmische Wind pfeift noch recht ordentlich und führt zum Start in die neue Woche kühlere Luftmassen nach Deutschland, so dass die Niederschläge teils bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen können. Ist das nur ein winterliches Geplänkel oder steckt mehr dahinter?

Das Sturmtief verliert in den kommenden Tagen seinen Einfluss über Deutschland und der Wettercharakter beruhigt sich. Hier und da sind ein paar Schauer zu erwarten, welche am Montag noch verstärkt und über den Staulagen auch länger andauernd ausfallen können. Hier und da ist auch ein Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich, doch bleibt der Wettercharakter mit Tageswerten von +1 bis +6 Grad meist nasskalt. Ein Hauch von Winter eben. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

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Orkanartige Winde fegen derzeit über Deutschland hinweg und zum Start in die neue Woche wird es deutlich kälter mit Schneeoptionen bis ins Flachland - Kommt jetzt der Winter?

Ein Sturmtief über dem südlichen Skandinavien sorgt über Deutschland aktuell für stürmische Windböen und über exponierten Lagen, sowie an den Küsten ist auch mit orkanartigen Winden zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose. Die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit zunächst noch zu mild, doch dreht die Grundströmung zum Beginn in die neue Woche auf nördliche Richtungen und die Schneefallgrenze sinkt bis auf mittlere Lagen ab und auch in tiefere Lagen sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Weiterlesen: Wetter Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 8.12.2018 - Turbulentes Wetter in der...

Nach dem Sturm kommt Schnee, doch wie weit wagt sich der Winter herunter und wie sieht die Entwicklung in der Zeit vor Weihnachten aus?

Bis einschließlich Montag ist der Wettercharakter als turbulent zu bewerten und eine erhöhte Neigung zu unwetterartigen Wetterereignissen ist zu erwarten - meist in Form von Starkwindereignissen. Mit dem Wind treten teils kräftigen Niederschläge auf, welche mancherorts auch von Gewitter begleitet werden können. Zum Start in die neue Woche dreht der Wind auf nördliche Richtungen und es werden kühlere Temperaturen nach Deutschland geführt, was auch in tieferen Lagen für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Weiterlesen: Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wettervorhersage vom 7.12.2018 - Schnee in der Zeit vor...