Kaltes Herbstwetter - Der Wettertrend geht zum November mehr und mehr in die nasskalte und für die Jahreszeit zu kühle Witterung über. Auch die Zufuhr kalter Luftmassen polaren Ursprungs bleibt ein Thema.

In den kommenden Tagen greifen immer wieder Tiefdruckausläufer auf Deutschland über, können aber bis einschließlich dem Wochenende nur mit ihren Wolkenfeldern den Sonnenschein etwas eintrüben. Niederschläge sind so gut wie keine zu erwarten. Erst zum Wochenauftakt gelingt es den Tiefdruckgebieten mit einem Temperatursturz das Wetter über Deutschland nachhaltiger zu beeinflussen. Wie kalt es werden kann, können Sie in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2018 nachlesen.

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Eiligen Schrittes kommt der Herbst

Als ob er weiß, dass er zu spät dran ist, denn bislang war der Oktober größtenteils spätsommerlich geprägt. Die Temperaturen haben gegenüber dem langjährigen Mittelwert aktuell eine Abweichung von rund +3,8 Grad im deutlich zu warmen Bereich und auch beim Niederschlag hat der Oktober erst zu 12 Prozent sein Soll erfüllt. Da gilt es einiges nachzuholen.

Mehr Wolken, mehr Wind und auch kühlere Temperaturen - der Herbst kommt
Mehr Wolken, mehr Wind und auch kühlere Temperaturen - der Herbst kommt

Amerikanisches Prognose-Modell: Zufuhr kalter Luftmassen polaren Ursprungs

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose zum 23. Oktober ein Hochdrucksystem über England. Die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik ist zwischen Neufundland, Grönland, Island und Skandinavien aktiv und kann sich mit einem zentralen Tief über Skandinavien festigen. Im Verbund der beiden Systeme gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz bis zum 25. Oktober in eine nördliche und damit kühle Grundströmung - inkl. etwas Niederschlag.

Großwetterlage stellt sich nachhaltig um

Im weiteren Verlauf dehnt sich das Hoch kurzzeitig mehr in Richtung Mitteleuropa aus und hierin liegen auch noch die Unsicherheiten für die weitere Wetterentwicklung. Denn sollte sich das Hoch tatsächlich über Mitteleuropa positionieren können, so besteht die Gefahr, dass sich die trockene und für die Jahreszeit zu warme Witterung fortsetzen kann.

Nach den aktuellen Wettervorhersage ist das aber nicht der Fall. Das Hochdruckgebiet konzentriert sich auf den Atlantik und festigt sich im Bereich von Island, England und den Azoren. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen östlich des Hochdrucksystems, sodass aus nördlichen Richtungen kalte Luftmassen polaren Ursprungs herangeführt werden können.

Kühles Herbstwetter - Schnee- und Graupelschauer nicht ausgeschlossen

In Folge daraus gehen die Temperaturen auf +6 bis +12 Grad zurück und mit entsprechender Schauerintensität könnten über den höheren und mittleren Lagen die ersten Schnee- und Graupelschauer möglich sein. Mit einer zunehmenden West- bis Nordwestströmung gewinnt auch der Wind an Kraft, sodass sich die Großwetterlage mehr dem Herbst zuneigt.

Nordwestwetterlage mit Zufuhr kühler Luftmassen

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Nordwestwetterlage mit Zufuhr kühler Luftmassen © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersage-Modell: Eine winterliche Großwetterlage

Wäre die Zeit schon etwas weiter fortgeschritten, so wäre die Wetterprognose des europäischen Wettermodells als eine winterliche zu bewerten. Mitten im Herbst aber wird es wohl ein nasskaltes Vergnügen.

Auch in dieser Vorhersage kann sich das Tiefdrucksystem zum 23. Oktober über Skandinavien festigen und eine steuernde Rolle übernehmen. Dem Hochdruckgebiet gelingt es nicht, sich über Mitteleuropa zu positionieren und keilt zum 26./27. Oktober steil nach Norden in Richtung Grönland auf. Es entsteht somit ein meridional ausgeprägtes Zirkulationsmuster, bei der Deutschland, die Schweiz und Österreich in den Einflussbereich eines Troges gelangen können.

Bis in den November 2018 hinein wäre mit einem nasskalten, bzw. herbstlichen Wettercharakter zu rechnen, bei dem unter bestimmten Voraussetzungen auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer möglich sein können. Die Temperaturen könnten mit +4 bis +8 Grad und örtlich bis +12 Grad größtenteils unter die +10 Grad Marke absinken.

Kühle Trogwetterlage über Mitteleuropa

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Kühle Trogwetterlage über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Mehr Niederschlag und für die Jahreszeit zu kühle Temperaturen

Der Wettertrend der Kontrollläufe ist schon seit ein paar Tagen klar strukturiert. Ab dem 23. Oktober erfolgt ein Temperatursturz um bis zu 11 Grad. Im Zeitraum vom 23. Oktober bis 2. November bleiben die Kontrollläufe in einem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich.

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Das Temperaturspektrum erstreckt sich in diesem Zeitraum meist im Bereich von +3 bis +15 Grad bei einem Mittelwert von +7 bis +8 Grad. Das ist im Vergleich zum langjährigen Mittelwert etwa um 3 bis 6 Grad zu kalt. In 1.500 Meter Höhe liegt die Temperatur zwischen +1 bis -3 Grad, was in höheren Lagen zu den ersten Schneefällen führen und somit einen Wintereinbruch zur Folge haben kann. Zeit sich Gedanken und die Winterreifen zu machen.

Niederschlagswahrscheinlichkeit erhöht

Auch der Niederschlagstrend bleibt in den Prognosen der Kontrollläufe ab dem 23. Oktober erhöht. Die Niederschlagssummen können sich bis zum 2. November im Mittel von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² durchaus sehen lassen. Tendenziell etwas trockener wird mit 10 bis 30 l/m² der Bereich über dem Nordosten simuliert. Im Ergebnis aber stützt die höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit den Wetterumschwung in Richtung Herbst.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 18.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Der November 2018 wird vom Langfristmodell in seinem aktuellen Wettertrend mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm berechnet. Das kann man mal so stehen lassen. Denn noch ist nicht klar, wie nachhaltig sich die Großwetterlage wird umstellen können.

Betrachtet man aber die Winterprognose des Langfristmodells, so wird der Dezember 2018, der Januar und auch der Februar 2019 mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu mild bis zu warm simuliert. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der November tendenziell noch etwas zu trocken, der Dezember normal und der Januar und Februar sollen zu nass ausfallen können. Unter dem Strich eine weiterhin zu warme Winterprognose, was das Langfristmodell da abliefert.

Dass das auch ganz anders ausgehen kann, haben wir in der letzten Winterprognose näher betrachtet. Man darf gespannt sein.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 18.10.2018

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Tiefdruckausläufer nähern sich bis zum kommenden Wochenende und sorgen zeitweilig für starke bis wechselnde Bewölkung, häufiger aber kommt die Sonne zum Vorschein. Was fehlt ist der weiterhin dringend benötigte Landregen. Zwar sind Niederschläge möglich, doch beschränken diese sich meist Regional und sind von schwacher Natur. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und lässt die Werte Tag für Tag etwas zurück gehen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2018.

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Zum Teil bekommen wir aber auch Emails mit dubiosen Linkangaben wo das globale Klima sich deutlich abkühlen soll. Das ist schlichtweg quatsch, wie die nachfolgende Grafik es sehr eindrucksvoll zeigt. Global betrachtet gab es in den rund letzten 40 Jahren einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von +0,4 Grad. Auf Europa bezogen um rund +1,1 Grad.

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Ein herbstlicher Wettertrend bleibt in den Vorhersage-Modellen erhalten, doch könnte eine Hochdruckzone den dringend benötigten Niederschlag verhindern. Entscheidend wird sein, wie sich die Tiefdrucksysteme positionieren können.

Der Herbst schleicht sich in der kommenden Woche langsam nach Deutschland ein. Zaghaft und vorsichtig mit ein paar Wolken, etwas Regen und zum Donnerstag können über dem Süden auch länger andauernde Niederschläge möglich sein. Ein langsamer Wetterumschwung. Die Temperaturen bleiben zunächst auf einem für die Jahreszeit zu hohem Niveau, normalisieren sich aber bis zum Ende Woche. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2018.

Der Herbst, jetzt kommt er aber!?

Die Tiefdrucksysteme setzen alles daran, sich bis nach Skandinavien durchzusetzen und sich in Form eines zentral steuernden Tiefdrucksystems zu positionieren. Vereiteln könnte dieses Vorhaben nach wie vor eine Hochdruckzone, welche sich von den Azoren bis über das östliche Europa ausdehnen kann. Und so stehen sich im Wettertrend zwei wesentliche Varianten gegenüber: gemäßigtes Herbstwetter mit etwas Niederschlag, oder kühles/kaltes, windiges Wetter mit Optionen auf Schnee- und Graupelschauer.

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Der Wettertrend geht in Richtung Herbstwetter. Schnee- und Graupelschauer bleiben nach dem amerikanischen Prognose-Modell Ende Oktober ein Thema.

So langsam kommt Bewegung ins Spiel. Zwar dominiert das Hochdrucksystem noch weitgehend das Wetter über Deutschland bis in die neue Woche hinein, doch die Tiefdrucksysteme nehmen von Westen zunehmend Einfluss auf unser Wetter. Die Temperaturen erreichen Anfangs +20 bis +25 Grad und können in manchen Regionen auf bis +27 Grad ansteigen und gehen im weiteren Verlauf auf +18 bis +23 Grad zurück. Für die Jahreszeit weiterhin zu warm (der Oktober hat aktuell eine Abweichung von +2,6 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert). Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2018.

Tiefdrucksysteme graben sich von Süden durch

Zwei mächtige Wettersysteme stehen sich gegenüber und letzten Endes kann es nur eines geben, welcher das Wetter in der letzten Oktober-Dekade bestimmen kann. Entscheidend wird sein, ob die Hochdruckverbindung zwischen dem osteuropäischen Hoch und dem Azorenhoch gekappt werden kann. Ansätze zeigen sich in der Form, als dass kleinräumige Tiefdruckgebiete zwischen England und Spanien einen Entwicklungstrend in Gang setzen können. In der extremen Ausprägung wären im letzten Oktober-Drittel auch kalte Temperaturen mit Schnee- und Graupelschauer nicht auszuschließen.

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