Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 15.02.2019 - Wetterwechsel in der letzten Februar-Dekade?

Polarwirbelsplit, Omegahoch oder turbulente Westwetterlage. Die aktuelle Wetterentwicklung ist klar hochdruckdominiert, doch der Spielraum für eine nachhaltige Veränderung des Zirkulationsmusters bleibt erhalten.

Unwinterliche Wetterverhältnisse sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Ein Hochdrucksystem sorgt über Deutschland für einen sonnigen und ruhigen Wettercharakter. Zudem lässt eine schwache Windbewegung aus südlichen Richtungen die Temperaturwerte auf vorfrühlingshaft milde +10 bis +15 Grad ansteigen. Mancherorts können sogar bis +17 Grad erreicht werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

Wie lange hält sich die Hochdruckdominanz?
Wie lange hält sich die Hochdruckdominanz?

Omegawetterlage?

In den letzten Tagen stellten die Prognosemodelle immer wieder eine mögliche Wetterentwicklung in den Vordergrund - die Omegawetterlage. Dabei bildet sich ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa aus, welches an seinen westlichen und östlichen Flanken von Tiefdrucksystemen gestützt wird. Solch eine Wetterlage ist - insbesondere im Sommer - als eine sehr stabile Wetterlage bekannt, kann aber auch im Februar für eine länger andauernde Trockenperiode sorgen. Doch ob so eine dauerhafte Hochdruckwetterlage kommen wird, bleibt - auch heute wieder - infrage zu stellen.

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Zunächst sehr warm, dann Wetterwechsel möglich

Die Hochdruckdominanz bleibt nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells bis zum 23/24. Februar erhalten. Der Höhepunkt der winterlichen Hitzewelle könnte nach diesen Berechnungen mit Werten von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad am 23. Februar erreicht werden. Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert wären diese Werte etwa um 6 bis 11 Grad zu warm. Niederschläge sind bis zum 23. Februar nicht zu erwarten.

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Ab dem 24. Februar passiert auf dem Atlantik etwas entscheidendes, was den Wettercharakter bis Ende Februar beeinflussen kann. Die atlantische Frontalzone setzt sich von Island in Richtung Skandinavien durch und etabliert eine von Neufundland bis nach Skandinavien reichende und gut funktionierende Tiefdruckrinne. Das Hoch wird durch diese Veränderung in eine passive Rolle gedrängt und weicht nach Süden aus. Zwar versucht das Hoch immer wieder in Richtung Skandinavien aufzukeilen, doch nachfolgende Tiefdrucksysteme können diesen Versuch unterbinden.

Unbeständiger und milder Wettercharakter

So nimmt die Bewölkung ab dem 24. Februar zu und ab dem 25. Februar ist mit einsetzendem Niederschlag ein Wetterwechsel möglich. Der Wind frischt stark bis mäßig auf und kann über exponierten Lagen stürmisch aus westlichen Richtungen kommen. Die Niederschlagsprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells ist als hoch zu bewerten. Von einer dauerhaften Hochdruckpräsenz bis Ende Februar ist - zumindest nach dieser Wettervorhersage - nichts mehr zu erkennen. Die Temperaturen aber bleiben mit Werten von +6 bis +11 Grad für die Jahreszeit zu mild.

Sorgt ein westliches Strömungsmuster für einen Wetterwechsel?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Sorgt ein westliches Strömungsmuster für einen Wetterwechsel? © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells: Strukturelle Veränderung durch Polarwirbelsplit

Gänzlich anders zeigt sich die Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modells. Das Hochdrucksystem bleibt im Zeitraum vom 15. bis 24. Februar über Europa omnipräsent. Allerdings verlagert sich das Hoch weiter nach Norden und strebt in Richtung Polarwirbel, was zu nachhaltigen Veränderungen führen kann.

Polarwirbelsplit

Diese Variante wurde bereits gestern simuliert und heute nochmals bestätigt. Das Hochdrucksystem keilt zum 21. Februar weit nach Norden aus und positioniert sich über Skandinavien. Der Kerndruck beträgt phasenweise bis zu 1040 hPa und hat bis zum 23. Februar eine omegaähnliche Struktur.

Ab dem 24. Februar dehnt sich das Hochdrucksystem weiter in Richtung Island und Grönland aus und geht - durch den Polarwirbel - eine Verbindung mit dem Hoch über Alaska ein. Zumindest für den Moment ist das ein ernstzunehmender Ansatz für einen Polarwirbelsplit, welcher sich in den kommenden Stunden noch bestätigen lassen muss. Sollte es aber so weit kommen, wäre mit einer nachhaltigen Umstrukturierung der Großwetterlage zu rechnen.

Mit winterlichen Wetterverhältnissen hat das bis zum 24. Februar zunächst weniger etwas gemeinsam. Vielmehr ist mit einem ruhigen Wettercharakter zu rechnen und die Temperaturen gehen langsam aber stetig auf -2 bis +6 Grad zurück.

Ein Polarwirbelsplit könnte für nachhaltige Veränderungen sorgen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Polarwirbelsplit könnte für nachhaltige Veränderungen sorgen © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich ist so en Polarwirbelsplit?

Schaut man sich die Kontrollläufe des europäischen Vorhersage-Modells an, so handelt es sich um einen klaren Ausreißer. Anders formuliert handelt es sich entweder um einen Trendsetter, oder aber die Berechnungen werden in den kommenden Stunden wieder verworfen.

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Plausibler ist nach den Kontrollläufen eine bis zum 25. Februar anhaltend zu warme Temperaturentwicklung, welche darüber hinaus sich weitgehend normalisieren kann. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 23. Februar zwischen +4 bis +16 Grad (Mittelwert: +9 bis +11 Grad) und am 28. Februar zwischen +1 bis +17 Grad (Mittelwert: +7 bis +8 Grad). Von winterlichen Wetterverhältnissen weit entfernt und dem Vorfrühling deutlich näher.

Die Niederschlagsneigung ist bis zum 25. Februar schwach ausgeprägt und steigt darüber hinaus in den leicht erhöhten Bereich an. Zusammenfassend sind die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells - zum aktuellen Stand - plausibler, was sich auch in den Druckanomalien bis zum 25. Februar zeigt. Doch der Ansatz des europäischen Vorhersage-Modells ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Druckanomalie bis 25. Februar
Druckanomalie bis 25. Februar - Strukturelle Veränderungen bleiben möglich © climatereanalyzer.org

Ganz klar: Der Februar 2019 wird ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warmer Monat werden. Bereits jetzt schon liegt die Abweichung der Werte bei +2 Grad und bis zum 25. Februar ist mit einem weiteren Anstieg der Differenz zu rechnen. Die Frage um die es sich dreht: kann sich das Hoch dauerhaft halten, oder verändert sich der Wettercharakter bis zum März nachhaltig? Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat und wie die weiteren Aussichten sind, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose März 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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