Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 17.02.2019 - Trockenes und zu warmes Februarwetter

  • M. Hoffmann

Tiefdruckausläufer sorgen im Verlauf der Woche für etwas Abwechslung, doch das Hochdrucksystem kann sich zum Ende der Woche erneut durchsetzen.

Frühlinghsaft mild werden die Temperaturwerte mit +9 bis +17 Grad am heutigen Sonntag in manchen Regionen ausfallen. Doch so ungetrübt bleibt das Wetter nicht. Ab Dienstag verdichtet sich von Westen die Bewölkung und bis zum Ende der Woche ist immer wieder einmal mit leichtem Niederschlag zu rechnen - nicht überall und viel ist nicht zu erwarten, doch der Sonnenschein ist nicht mehr ungetrübt und die Temperaturen gehen etwas zurück. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2019.

Der Sonnenschein trübt sich ein
Der Sonnenschein trübt sich ein

Außergewöhnliches Februarwetter

Der Februar ist schon jetzt als außergewöhnlicher Wintermonat zu bewerten. Die aktuelle Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert beträgt zum aktuellen Stand +2,4 Grad und der Überschuss wird sich in den kommenden Tagen weiter ausbauen können. Doch um den Rekord aus dem Jahre 1990 mit einer durchschnittlichen Temperatur von +5,7 Grad einzustellen, müsste die letzte Februar-Dekade um 8 bis 9 Grad zu warm ausfallen und das ist zum aktuellen Stand schwer vorstellbar.

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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Vorübergehende Omegawetterlage

Im Zeitraum vom 21. bis 24. Februar positioniert sich das Hochdrucksystem direkt über Deutschland. Weiter nach Westen und Osten stabilisieren Tiefdrucksysteme die Großwetterlage und so erreichen die Temperaturen bei einem trockenen Wettercharakter +9 bis +14 Grad.

Das Hoch schwächt sich ab

Die Veränderung geht nur langsam vonstatten, doch werden die Berechnungen der letzten Tage gestützt, was eine dauerhafte Hochdruckwetterlage bis Ende Februar wenig wahrscheinlich macht. Das Hochdrucksystem verlagert seinen Schwerpunkt zum 25. Februar zwischen Spanien und England und positioniert sich etwas westlicher. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine nördliche Grundströmung, was die Tageswerte auf +6 bis +11 Grad zurückgehen lassen kann.

Bis zum 28. Februar teilt sich das Hochdrucksystem in zwei Schwerpunkt auf. Der eine Teil liegt über der Ostsee und der zweite draußen auf dem Atlantik. Zwischen beiden Systemen entsteht eine Lücke, in welche atlantische Tiefdrucksysteme vordringen können. Bei Tageswerten von +4 bis +8 Grad wäre mit einem leicht unbeständigen - nasskalten - Wettercharakter zu rechnen.

Die Hochdruckdominanz beginnt zu schwächeln
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Hochdruckdominanz beginnt zu schwächeln © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Dem Kaltluftzustrom nicht ganz abgeneigt

Die Hochdruckstruktur bleibt nach den Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modells bis zum 28. Februar omnipräsent, doch zeigen sich kleinere Entwicklungsspielräume, welche unter Umständen zu deutlich kälteren Temperaturen sorgen können.

Bereits zum 22. Februar keilt das Hochdrucksystem über Deutschland, der Schweiz und Österreich steil nach Norden auf und positioniert sich zum 23. Februar zwischen Skandinavien und der Ostsee. Von der Barentssee aus tropft ein Tiefdruckgebiet nach Süden ab und im Verbund der beiden Wettersysteme werden Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt. Zum aktuellen Stand wird der Osten von Deutschland von diesen Kaltluftmassen gestreift - doch sind wenige hundert Kilometer entscheidend. Soll heißen, dass sich in den kommenden Stunden noch Veränderungen ergeben können.

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Im Zeitraum vom 25. bis 28. Februar verlagert das Hochdrucksystem seinen Schwerpunkt weiter nach Westen und positioniert sich über England. Deutschland verbleibt bis dahin in dem niederschlagsschwachen Einflussbereich des Hochdrucksystems. Die Temperaturen pendeln sich auf +5 bis +10 Grad ein und können phasenweise mal darüber und mal darunter liegen. Gelingt jedoch der Kaltluftvorstoß, so könnten die Werte auf +1 bis +6 Grad absinken.

Omegastruktur bleibt bis Ende Februar erhalten
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Omegastruktur bleibt bis Ende Februar erhalten © www.meteociel.fr

Schwache Niederschlagsneigung

Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum vom 19. bis 21. Februar eine schwache Niederschlagsneigung , welche tendenziell über dem Norden und Osten höher als über dem Süden und Westen eingestuft wird. Darüber hinaus ist vom 22. bis 28. Februar nur mit einer geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit zu rechnen.

Zu warmes Wetter

Das Temperaturspektrum bleibt für die Jahreszeit zu warm und liegt bspw. am 25. Februar zwischen +4 bis +13 Grad bei einem Mittelwert von +7 bis +9 Grad. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert sind das um 4 bis 7 Grad zu warme Werte.

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 17.02.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Erst Anfang März zeigt sich in den Kontrollläufen ein deutlich zurückgehender Temperaturtrend. Mehr dazu heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Frühling und Sommer 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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