Im Oktober gibt es zwei Wetterphänomene, bzw. Singularitäten, welche aufeinander treffen. Zum einem ist zum Oktoberstart noch mit der Wettersingularität des sog. Altweibersommer zu rechnen, während im letzten Oktoberdrittel schon häufiger Schneeflocken zu beobachten sein können.
Dazwischen gibt es zur Monatsmitte noch häufiger den goldenen Oktober (Indian Summer) zu bestaunen. Nachtfröste sind im zweiten Herbstmonat schon häufiger möglich. Nichtsdestotrotz sind im Oktober noch Schönwetterphasen wahrscheinlich, da sich die Land- und Meerestemperaturen nur wenig unterscheiden und somit Turbulenzen beim Wetter in der ersten Oktoberdekade, bzw. Oktoberhälfte weniger wahrscheinlich sind.
Erst im letzten Oktoberdrittel nimmt die Wahrscheinlichkeit - Aufgrund der Temperaturunterschiede und der höheren Tiefdruckaktivität - für die ersten Herbststürme zu.

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Sinkender Sonnenstand im Oktober für zunehmend nasskalte Temperaturen verantwortlich

Es werden im Oktober die Tage spürbar kürzer und dunkler. Zudem werden am Sonntag, den 28. Oktober die Uhren um eine Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt, was den Tag nochmals um eine Stunde kürzer macht. Aber das Oktoberwetter hat auch seine Reize und man nennt ihn bei entsprechenden Hochdruckwetterlagen goldener Oktober, wenn alle Blätter sich an den Bäumen goldgelb färben und beste Bedingungen für Naturfotografen liefern. Die Temperaturen erreichen Anfang Oktober noch häufiger die +25 Grad Marke, während es zum Ende des Monats kaum mehr die +10 bis +13 Grad Marke ist.
Mit einem durchschnittlichen Temperaturwert von +9 Grad erreicht der Oktober nur noch knapp die Hälfte des Mittelwertes vom Juli und zeigt, wie schnell sich die Temperaturen im Oktoberverlauf auf den Herbst einstimmen.

Typisches
Der Oktober bietet für Fotografen ein tolles Farbspektrum

Die Oktobertage werden um 2 Stunden kürzer

Der Sonnenstand sinkt im Oktober weiter und es wird später hell und früher dunkel - die Tage werden also insgesamt kürzer. So geht die Sonne Anfang Oktober um 07:06 Uhr auf und um 18:45 Uhr unter, was einer Tageslänge von 11 Stunden und 39 Minuten entspricht. Die gleiche Sonnenscheindauer ist übrigens am 10. März gegeben.
Ende Oktober aber geht die Sonne um 06:59 Uhr auf und um 16:40 Uhr unter (Achtung: Zeitumstellung auf Winterzeit). Die Tageslänge liegt bei nur noch 9 Stunden und 41 Minuten (Vergleichbar mit dem 10. Februar). Somit sind das knapp 2 Stunden weniger Sonnenschein im Verlauf des Oktobers.

Das Oktoberwetter und der Winter

Zahlreiche Bauernregeln für den Oktober haben im Kern eine Gemeinsamkeit, welche sich in etwa wie folgt zusammenfassen lässt.

Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

Ist da etwas dran?
Die statistischen Auffälligkeiten im Zeitraum von 1971 bis 2015 sind relativ dürftig, zeigen aber eine Relevanz von kühleren Wintern, wenn der Oktober zu warm ausfiel:

Betrachtung der Oktobermonate mit Auswirkung auf die Wintersaison
Monat Winter kalt Winter warm Häufig­keit
Oktober warm 35 % 65 % 22 (49 %)
Oktober kalt 28 % 72 % 23 (51 %)

Mehr zur Statistik zwischen dem Herbst und dem Winter.

Wetter Oktober 2018: Wie wird das Wetter?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Wetterprognosen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen, welche letztlich das Wetter mit beeinflussen können.

Das Frühjahr und auch der Start in den Sommer 2018 zeigte sich mit neuen Rekordwerten der Temperaturen und mit einem viel zu trockenen Wettercharakter über dem Norden bereits außergewöhnlich.
Der Grund für diese Wetterlage war ein sich über Skandinavien immer wieder erneuerndes Hochdrucksystem, welches das Wetter auch im Juli noch mit beeinflusst. In der Theorie geht man nun davon aus, dass nach dieser ausgeprägten Erhaltungsneigung ein Ausgleichverhalten im Zeitraum vom August bis Oktober Einzug halten kann.

Das ist nun nicht mit einem zu kalten oder auch zu nassen Oktoberwetter gleichzusetzen, aber die Wahrscheinlichkeit für ein grundlegend anders Strömungsmuster ist als hoch zu bewerten.

Blickt man in die Vergangenheit zurück, so war der letzte zu kalte Oktober mit einer Abweichung von -0,6 Grad im Jahre 2015. Der wärmste Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen stamme mit einer Abweichung von +3,48 Grad aus dem Jahre 2001, der kälteste wurde mit einer Abweichung von -4,7 Grad im Jahre 1805 registriert. Was stellt man aus der Statistik heraus fest? Der Oktober ist ein sehr Abwechslungsreicher Monat Wettermonat, der aus statistischer Sicht keine Linie vorgeben kann.

Was man aber sagen kann ist, dass die Oktobermonate in den letzten 20 Jahren im Schnitt um +0,5 Grad zu warm ausgefallen sind. Berechnet man mit Hilfe dieser Zahlen die Wahrscheinlichkeit, so kommt es im Oktober zu folgenden Ergebnis: 40 Prozent zu warmes Wetter, 30 Prozent normales und 30 Prozent zu kaltes Oktoberwetter.

Statistische Auffälligkeiten im Oktober

  • Häufig wechselhafter und kühler Start in den Oktober
  • Goldener Oktober meist zwischen dem 7. und 19. Oktober
  • Temperaturen von bis +25 Grad Anfang Oktober keine Seltenheit
  • Zunehmende Neigung zu zähem Nebel und Hochnebel
  • Meist ab dem 25. Oktober erster Schneefall möglich
  • Zeitumstellung auf die Winterzeit am 28. Oktober
  • Nachtfrostwahrscheinlichkeit nach dem 15. Oktober sehr hoch
  • Empfehlung: ab Mitte Oktober die Winterreifen zu montieren

Die Abweichung der Temperaturen der Oktobermonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Oktober­monate Tem­peratur Ab­weichung
Oktober 2011-2017 9,8 Grad +0,8 Grad
Oktober 2001-2010 9,4 Grad +0,4 Grad
Oktober 1991-2000 8,7 Grad -0,3 Grad
Oktober 1981-1990 9,5 Grad +0,5 Grad
Oktober 1971-1980 8,1 Grad -0,9 Grad
Oktober 1961-1970 9,4 Grad +0,4 Grad

Die letzten zwei Dekaden zeigen auffällig eine wärmer werdende Tendenz. Die Schlussfolgerung aus der Statistik ist, dass der Oktober in Folge des Klimawandels generell wärmer wird, was die Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Oktobermonat auch in 2018 erhöht. Doch zeigt sich auch, dass sich der Oktober noch häufiger am langjährigen Durchschnittswert orientiert.

Langfristmodelle: Normales Wetter im Oktober 2018 - Wettertrend zu kühl?

Noch ist es viel zu früh für Detaillierte Wettervorhersagen für den Oktober 2018. Einzig die Langfristmodelle zeigen in der Temperaturentwicklung eine Tendenz auf, welche aktuell mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen Bereich liegt.

Schaut man sich den - aktuellen - Wettertrend des Langfristmodells genauer an, so wird der nördliche Teil von Europa weitgehend normal und im Trend leicht zu mild und das südliche Europa normal bis leicht zu kühl simuliert. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten im weitgehend normalen Bereich.

Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach diesem Wettertrend des Langfristmodells keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert - im Trend allenfalls etwas zu trocken. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter Oktober 2018 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte September.

Wissenswertes zum Wetter im Herbst und Winter

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