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Turbulentes Wetter - Orkantief mit nachfolgendem Temperaturrückgang

| M. Hoffmann

Eine turbulente Großwetterlage baut sich in den kommenden Stunden über Deutschland auf und wird am Donnerstag für stürmische und nach Norden auch orkanartige Winde sorgen können. Zum Wochenende wird es dann mit einer absinkenden Schneefallgrenze spürbar kühler.

Viel Regen und stürmische Winde mit absinkender Schneefallgrenze
Viel Regen und stürmische Winde mit absinkender Schneefallgrenze

Sonnige Momente sind heute noch südlich einer Linie vom Schwarzwald und Usedom zu erwarten, bevor sich zum Nachmittag die Bewölkung von Westen weiter verdichtet. Sind zunächst nur vereinzelte Schauer zu erwarten, so intensiviert sich der Niederschlag am späten Nachmittag über dem Westen und dehnt sich noch in der ersten Nachthälfte nach Osten aus. Der Regen geht flächendeckend und örtlich länger andauernd nieder. Der Wind frischt mit dem Niederschlagsfeld stark böig aus südwestlichen Richtungen kommend auf und lässt die Temperaturen auf +8 bis +12 Grad ansteigen.

Sturm über Deutschland

Ein Tiefdruckkern nähert sich am 22. Februar (Do.) von Westen und intensiviert sich bis zum Abend im Bereich von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Kerndruck sinkt bis auf 965 hPa ab. So ist bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung mit einem stark böigen bis stürmischen Wind zu rechnen. Über dem Nordwesten, sowie über den Küstenregionen und den exponierten Lagen sind schwere Sturmböen oder orkanartige Winde möglich. Weiter nach Südosten schwächt sich der Wind ab und südlich einer Linie vom Bodensee und dem Bayerischen Wald bekommt man von den Getöse wenig mit. Der Wind treibt viele Wolken über Deutschland hinweg, aus denen zeitweiliger Regen hervorgehen kann. Mancherorts kann mit länger andauerndem und schauerartig verstärktem Niederschlag gerechnet werden. Kurze Gewitter können nicht ausgeschlossen werden. Die Temperaturen erreichen mit +8 bis +14 Grad erneut ungewöhnlich hohe Werte.

Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern bei absinkender Schneefallgrenze

Der Sturm erreicht in der Nacht auf 23. Februar (Fr.) über den Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern seinen vorläufigen Höhepunkt und zieht im weiteren Verlauf rasch nach Osten ab. Nachfolgend stellt sich bis einschließlich dem 24. Februar (Sa.) ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern ein. Der Wind kommt zwar weiterhin aus südwestlichen Richtungen, doch werden in der Höhe kühlere Luftmassen zugeführt, was die Temperaturen am Freitag auf +6 bis +12 Grad und am Samstag auf +4 bis +8 Grad einpendeln lässt. Je nach Schauerintensität können Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt aber ist eine nur schwache Schauerdynamik zu erwarten.

Warm und kühl prallen aufeinander - Tiefdrucksystem dreht sich über Deutschland ein

Ein Trog dehnt sich am 25. und 26. Februar (So. und Mo.) über Mitteleuropa nach Süden aus. In diesem Prozess dreht sich ein Tiefdrucksystem über Deutschland ein und sorgt bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung für zeitweiligen Niederschlag, welcher regional länger andauernd, ergiebig und länger andauernd ausfallen kann. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen, kann jedoch phasenweise stark böig auffrischen. Die Temperaturen können über dem Westen auf +2 bis +5 Grad absinken und nach Osten auf bis +12 Grad ansteigen. Ganz über dem Südosten können sogar bis +16 Grad möglich sein. Die Schneefallgrenze kann - je nach Niederschlagsintensität - bis auf die mittleren Lagen absinken und nach Westen oberhalb etwa 600 bis 800 für winterliche Wetterverhältnisse sorgen.

Anmerkung: Es handelt sich mit dem Trog um eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung, bei der sich im Detail noch Veränderungen ergeben können.

Die Großwetterlage und Niederschlagsprognose des deutschen Vorhersage-Modells
Die Großwetterlage und Niederschlagsprognose des deutschen Vorhersage-Modells © www.meteociel.fr || wxcharts.com

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