Wetter Dezember 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

So war das Wetter im Dezember 2018: Zu warm, zu nass und wenig Sonne

  • M. Hoffmann
Der Dezember war ganz anders als die Monate zuvor und war am Ende dann doch deutlich zu warm. Vom Winter fehlte jede Spur und weiße Weihnachten waren unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Das Wetter im Dezember war geprägt von viel Niederschlag und sehr warmen Temperaturen
Das Wetter im Dezember war geprägt von viel Niederschlag und sehr warmen Temperaturen

Das Wetter im Dezember wurde von zahlreichen Tiefdrucksystemen dominiert, welche im raschen Wechsel über Deutschland hinweg zogen. Damit wurde die langanhaltende Dürreperiode endlich beendet. Doch sehr zum Leidwesen aller, die sich einen winterlichen Dezembermonat mit weißen Weihnachten wünschten. Denn wo viele Wolken und Regen sind, ist es im Winter zumeist auch warm.

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Pünktlich zum Start kam der Regen

Das Wetter hat manchmal schon so seine Eigenarten. Nach monatelanger Hitze und Dürre kam der Wetterwechsel pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn. Eine kräftige Westströmung sorgte für sehr milde Temperaturen, was am 3. Dezember noch für Werte von bis zu +16,9 Grad (Nordwestlich von Koblenz) für außergewöhnlich warme Werte sorgte.

Etwas Schnee gab es auch

Aber von richtigem Winterwetter konnte im Dezember nur träumen. Ein Skandinavienhoch dehnte sich vom 12. bis 15. Dezember bis nach Deutschland aus und sorgte für einen Temperaturrückgang und örtlich für etwas Schneefall. Die Tiefstwerte wurden im Zeitraum vom 13. und 15. Dezember erreicht. Die tiefste Wert wurde am 14. Dezember über dem schneebedeckten Oberstdorf mit -18,2 Grad gemessen. Kurze Zeit später wurde es bereits wieder milder.

Das Dezember-Wetter war viel zu warm

Kurz vor der Monatsmitte betrug die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert erstaunliche +5 Grad und sankt bis zum Monatsende auf eine Abweichung gegenüber dem Referenzwert von 1961 bis 1990 auf +3 Grad ab. Im Vergleich zum Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch immer +2,6 Grad. Somit war der Dezember mit einer durchschnittlichen Temperatur von +3,8 Grad der zehnte Monat in 2018, welcher deutlich zu warm ausfiel.

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Endlich Regen!

Normalerweise bekommen wir nicht allzu viele positive Emails, wenn wir Regen ankündigen, doch das war dieses Mal anders. Viele Menschen zeigten sich besorgt über die langanhaltende Dürre, die im Dezember mit einer Niederschlagssumme von 105 l/m² beendet wurde. Das Niederschlagssoll liegt im Dezember bei rund 70 l/m². Somit wurde das Soll um 149 Prozent überschritten. Aufatmen - für viele Menschen und vor allem die Natur.

Besonders viel Regen gab es über dem Westen, der Mitte und dem Süden. Der meiste Niederschlag wurde am 23. und 24. Dezember am Schwarzwald registriert. Binnen 24 Stunden kamen dort 104 l/m² nieder. Etwas mehr waren es im Zeitraum von 21. bis 23. Dezember in St. Blasien-Menzenschwand mit 185 l/m², wo mit 460 l/m² auch der meiste Niederschlag im Dezember 2018 registriert wurde. Deutlich weniger Niederschlag gab es mit 40 l/m² über dem Nordosten zu vermelden.

Keine weiße Weihnachten

Lange Zeit gaben die Prognose-Modelle positive Signale in Sachen weiße Weihnachten. Doch pünktlich zum Fest setzte sich das Weihnachtstauwetter bis in die höheren Lagen durch, bevor es über die Weihnachtsfeiertage etwas kühler wurde. Doch Schneefall war so nicht möglich.

Wenig Sonnenschein im Dezember

Wo viele Wolken und Regen sind, ist wenig Sonnenschein zu erwarten und macht sich dann einmal ein Hochdrucksystem bemerkbar, so ist mit Nebel statt Sonnenschein zu rechnen. So verwundert es nicht, dass der Dezember 2018 mit einer Sonnenscheindauer von 30 Stunden dem Dunkelmonat gerecht wurde. 25 Prozent fehlten ihm bis zum Soll von 38 Stunden. Viel Sonnenschein gab es mit 60 Stunden vom Südschwarzwald bis zum Allgäu. Wenig Sonnenschein gab es mit 15 Stunden über dem Sauerland. Somit war der Dezember der zweite Monat in 2018, welcher eine negative Sonnenscheinbilanz aufwies. Alle anderen waren durchweg positiv!

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.
Der Dezember war ganz anders als die Monate zuvor und war am Ende dann doch deutlich zu warm. Vom Winter fehlte jede Spur und weiße Weihnachten waren unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Das Wetter im Dezember war geprägt von viel Niederschlag und sehr warmen Temperaturen
Das Wetter im Dezember war geprägt von viel Niederschlag und sehr warmen Temperaturen

Das Wetter im Dezember wurde von zahlreichen Tiefdrucksystemen dominiert, welche im raschen Wechsel über Deutschland hinweg zogen. Damit wurde die langanhaltende Dürreperiode endlich beendet. Doch sehr zum Leidwesen aller, die sich einen winterlichen Dezembermonat mit weißen Weihnachten wünschten. Denn wo viele Wolken und Regen sind, ist es im Winter zumeist auch warm.


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Pünktlich zum Start kam der Regen

Das Wetter hat manchmal schon so seine Eigenarten. Nach monatelanger Hitze und Dürre kam der Wetterwechsel pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn. Eine kräftige Westströmung sorgte für sehr milde Temperaturen, was am 3. Dezember noch für Werte von bis zu +16,9 Grad (Nordwestlich von Koblenz) für außergewöhnlich warme Werte sorgte.

Etwas Schnee gab es auch

Aber von richtigem Winterwetter konnte im Dezember nur träumen. Ein Skandinavienhoch dehnte sich vom 12. bis 15. Dezember bis nach Deutschland aus und sorgte für einen Temperaturrückgang und örtlich für etwas Schneefall. Die Tiefstwerte wurden im Zeitraum vom 13. und 15. Dezember erreicht. Die tiefste Wert wurde am 14. Dezember über dem schneebedeckten Oberstdorf mit -18,2 Grad gemessen. Kurze Zeit später wurde es bereits wieder milder.

Das Dezember-Wetter war viel zu warm

Kurz vor der Monatsmitte betrug die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert erstaunliche +5 Grad und sankt bis zum Monatsende auf eine Abweichung gegenüber dem Referenzwert von 1961 bis 1990 auf +3 Grad ab. Im Vergleich zum Referenzwert von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch immer +2,6 Grad. Somit war der Dezember mit einer durchschnittlichen Temperatur von +3,8 Grad der zehnte Monat in 2018, welcher deutlich zu warm ausfiel.

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Endlich Regen!

Normalerweise bekommen wir nicht allzu viele positive Emails, wenn wir Regen ankündigen, doch das war dieses Mal anders. Viele Menschen zeigten sich besorgt über die langanhaltende Dürre, die im Dezember mit einer Niederschlagssumme von 105 l/m² beendet wurde. Das Niederschlagssoll liegt im Dezember bei rund 70 l/m². Somit wurde das Soll um 149 Prozent überschritten. Aufatmen - für viele Menschen und vor allem die Natur.

Besonders viel Regen gab es über dem Westen, der Mitte und dem Süden. Der meiste Niederschlag wurde am 23. und 24. Dezember am Schwarzwald registriert. Binnen 24 Stunden kamen dort 104 l/m² nieder. Etwas mehr waren es im Zeitraum von 21. bis 23. Dezember in St. Blasien-Menzenschwand mit 185 l/m², wo mit 460 l/m² auch der meiste Niederschlag im Dezember 2018 registriert wurde. Deutlich weniger Niederschlag gab es mit 40 l/m² über dem Nordosten zu vermelden.

Keine weiße Weihnachten

Lange Zeit gaben die Prognose-Modelle positive Signale in Sachen weiße Weihnachten. Doch pünktlich zum Fest setzte sich das Weihnachtstauwetter bis in die höheren Lagen durch, bevor es über die Weihnachtsfeiertage etwas kühler wurde. Doch Schneefall war so nicht möglich.

Wenig Sonnenschein im Dezember

Wo viele Wolken und Regen sind, ist wenig Sonnenschein zu erwarten und macht sich dann einmal ein Hochdrucksystem bemerkbar, so ist mit Nebel statt Sonnenschein zu rechnen. So verwundert es nicht, dass der Dezember 2018 mit einer Sonnenscheindauer von 30 Stunden dem Dunkelmonat gerecht wurde. 25 Prozent fehlten ihm bis zum Soll von 38 Stunden. Viel Sonnenschein gab es mit 60 Stunden vom Südschwarzwald bis zum Allgäu. Wenig Sonnenschein gab es mit 15 Stunden über dem Sauerland. Somit war der Dezember der zweite Monat in 2018, welcher eine negative Sonnenscheinbilanz aufwies. Alle anderen waren durchweg positiv!

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter Dezember 2019 und Winter 2020 entwickeln kann.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und Tiefdruck­dominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltluft­einbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachts­tauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachts­tauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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