Die aktuelle Tiefdruckstörung ist nur von kurzer Dauer und kann sich nicht über Deutschland festigen. So lassen die Niederschläge zum Dienstag nach und von Süden breitet sich ein Hochdrucksystem nach Norden aus, was die sonnigen Momente ab Mittwoch zunehmen und die Temperaturen wieder auf +15 bis +20 Grad in den für die Jahreszeit viel zu warmen Bereich ansteigen lässt. Weitere Details in der Rubrik Wetter Oktober 2017.

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Das Wetter Anfang November: Kaltlufteinbruch?

Die Konstellation bis Ende Oktober ist nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle relativ eindeutig. So gelingt es dem Hoch sich nach Norden - und je nach Simulation - auch bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland auszudehnen. Das sorgt für eine Meridionalisierung (Nord-Süd, Süd-Nord) des Zirkulationsmusters und birgt in sich die "Gefahr" eines Kaltluftausbruchs aus arktischen Breiten in Richtung Süden. Insgesamt ist die Wetterentwicklung am Reformationstag am 31. Oktober und Allerheiligen am 1. November zum heutigen Stand noch knifflig. So sind fünf Wettersysteme an der kommenden Wetterentwicklung beteiligt. Ein Tiefdrucksystem über den Azoren, ein Hochdruckkern zwischen Neufundland und den Azoren, ein Tiefdruckkomplex zwischen Grönland und Island, das Hoch über Mitteleuropa und ein Tiefdruckkern zwischen der Barentssee und Karasee.

Typisches Novemberwetter
Typisches Novemberwetter - warum auch nicht?

In der Theorie sorgt das Tiefdruckgebiet über dem Nordosten für eine Verlagerung des Hochdrucksystems nach Westen in Richtung England und Island und in relativ kurzer Zeit könnte aus den warmen Temperaturen Ende Oktober das nasskalte Novemberwetter nachfolgen.

Markanter Wetterwechsel Anfang November durchaus wahrscheinlich

Beide Wettermodelle eröffnen jedenfalls die Möglichkeit hierfür. Die Kontrollläufe stützen zudem diese Entwicklung für den Novemberstart. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums bis zum 30. Oktober um 1 bis 5 Grad über dem Jahreszeit typischen Wert. Ab dem 31. Oktober zeigt der Temperaturtrend deutlich nach unten und sinkt zum Novemberanfang in den leicht zu kühlen Bereich. Aus +15 bis +20 Grad können relativ rasch +8 bis +13 Grad werden. Ein weiteres Indiz für einen Wetterwechsel ist die ansteigende Niederschlagsneigung Ende Oktober und Anfang November. Mit anderen Worten zusammengefasst: Der Herbst scheint sich Anfang November 2017 zu normalisieren. Wie das Wetter sich darüber hinaus entwickelt, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter 2017/18.

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Ein kleines Frontensystem überquert am Wochenende Deutschland und sorgt für zeitweilige Niederschläge, welche in den Staulagen der Mittelgebirge und der Alpen auch länger andauernd und ergiebiger ausfallen können. So sind bis einschließlich Dienstag kommender Woche Niederschlagssummen von zumeist 10 bis 20 l/m² zu erwarten, können aber über dem Südwesten und der Alpen mit 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² kräftiger ausfallen. Zudem sinken die Temperaturen weiter ab, was in den Alpen oberhalb etwa 1.500 bis 1.800 Meter für ordentlich Neuschnee sorgen kann.

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Für die kommenden Tage gibt es bei den Temperaturen nur ein Richtung - nach unten. Das ist hinsichtlich der aktuell viel zu warmen Temperaturen nicht verwunderlich. Interessant wird es ab der kommenden Wochenmitte - gelingt es dem Hochdrucksystem sich erneut über Mitteleuropa aufzubauen und den Goldenen Oktober bis in den November hinein zu verlängern? So unliebsam die Antwort ist, aber man muss abwarten.

Weiterlesen: Wetter November 2017 aktueller Wettertrend vom 19.10.2017 - Polarwirbel noch im labilen Zustand

Der November muss sich ganz schön ins Zeug legen, um den Herbst 2017 annähernd normal ausfallen zu lassen. Denn zum derzeitigen Stand baut sich im letzten Oktoberdrittel ein neuerliches Hochdrucksystem auf und könnte für eine Verlängerung des goldenen Oktobers bis Anfang November sorgen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose Herbst und Winter 2017/18.

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Die Wettermodelle berechnen aktuell eine wechselhafte Wetterentwicklung für das letzte Oktoberdrittel. Dabei gibt es durchaus auch Varianten, welche gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kühl ausfallen können, gemäß der Berechnungen der Kontrollläufe zeichnet sich aber ein normaler bis leicht zu warmer Temperaturtrend in den letzten Oktobertagen ab.

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