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Wetterbericht: Der Winter macht sich mit einem Temperatursturz und absinkender Schneefallgrenze bemerkbar

| M. Hoffmann

Ein Trog setzt sich von Skandinavien aus in Gang und sorgt über dem Norden für orkanartige Windböen und einer Sturmflut. Der Wind führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was den Winter zunächst bis auf 400 Meter absinken lässt. Zur Wochenmitte folgt ein Kaltlufttropfen samt einer Schneefront und einem markanten Temperatursturz nach.

Zunehmend winterliche Wetterverhältnisse über Deutschland © Martin Bloch
Zunehmend winterliche Wetterverhältnisse über Deutschland © Martin Bloch

Eine Schauerstaffel zieht heute von Nord nach Süd und erreicht bereits am Vormittag die Alpen. Die Schauer können regional kräftiger ausfallen und örtlich von Gewittern begleitet werden. Südlich einer Linie vom Saarland und Nürnberg, sowie nördlich einer Linie von Münster und Berlin zeigt sich der Himmel überwiegend stark bewölkt. Über den Regionen dazwischen sind auch längere sonnige Abschnitte möglich. Über den ganzen Tag hinweg ist mit zeitweiligen Schauern unterschiedlichster Intensität zu rechnen. Der Wind kommt stark böig aus nordwestlichen Richtungen und kann über der Ostseeküste für schwere und über der Nordseeküste für orkanartige Windböen sorgen. Eine Sturmflut ist möglich. Weiter nach Süden ist über höheren Lagen mit schweren Sturmböen und über exponierten Lagen mit stürmischen Winden zu rechnen. Der Wind führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen zum Nachmittag auf +4 bis +8 Grad zurückgehen lässt. Die Schauer gehen zunächst auf 600 bis 800 Meter in Schnee über und noch in der ersten Nachthälfte sinkt die Schneefallgrenze auf bis 300 bis 500 Meter ab.

Schnee- und Graupelschauer

Der Starkwind schwächt sich in der Nacht auf den 25. November (Sa.) zwar ab, bleibt in seiner Struktur - aus nördlichen Richtungen kommend - ruppig und über exponierten Lagen und den Küstenregionen auch stürmisch. Die Temperaturen gehen mit +4 bis +8 Grad über dem Westen und mit +0 bis +4 Grad östlich einer Linie von Rostock und Schwarzwald etwas weiter zurück. Südlich einer Linie vom Saarland und Berlin zeigt sich der Himmel stark bewölkt und mit wiederholten Schauern kann gerechnet werden. Die Schauer können über tieferen Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter ist durchweg mit Schneefall und mit winterlichen Witterungsbedingungen zu rechnen. Weiter nach Norden lässt die Schauertätigkeit nach und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein.

Ab den mittleren Lagen winterlich

Am 26. November (So.) nimmt die Bewölkung von Westen zu und trübt den Sonnenschein westlich einer Linie von Rostock und Dresden ein. Zeitweilige Schauer dehnen sich im Tagesverlauf westlich einer Linie von Hamburg und dem Bayerischen Wald aus. Die Schauer sind in ihrer Intensität unterschiedlich strukturiert und gewinnen nach Osten an Dynamik. Über Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gehen die Schauer bei +4 bis +8 Grad zumeist als Regen- oder Schneeregenschauer nieder, sonst ist bei -2 bis +4 Grad mit Schnee- oder Graupelschauern zu rechnen. Winterliche Witterungsbedingungen sind oberhalb etwa 300 bis 500 Meter möglich. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus überwiegend westlichen Richtungen.

Markanter Temperatursturz - Schneetief über Deutschland?

Details bleiben noch abzuwarten, doch spricht für den Zeitraum vom 27. bis 29. November (Mo., Di. und Mi.) vieles für einen Kaltlufttropfens, der sich von Osteuropa nach Deutschland verlagert. Bei zunächst starker Bewölkung setzt über dem Nordwesten Niederschlag ein, der über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad überwiegend in flüssiger Form niedergehen kann. Im weiteren Tagesverlauf und in der Nacht auf Dienstag verlagert sich das Niederschlagsfeld nach Süden und sorgt am Tag südlich einer Linie vom Saarland und Berlin für länger andauernden und nach Süden für teils ergiebigen Niederschlag. Bei Temperaturen um die Null-Grad-Marke schwankend, ist bis auf tiefere Lagen herab mit Schneefall oder Schneeregen zu rechnen. Zunehmend winterlich wird es oberhalb etwa 200 bis 400 Meter. Am Mittwoch zieht das Schneefallgebiet nach Süden ab und von Norden lockert die Bewölkung auf. Zwischendurch sind immer wieder Schneeschauer möglich und die Temperaturen gehen mit -6 bis +0 Grad spürbar zurück. In den Nächten kann mit Frost von -8 bis -1 Grad und bei Aufklaren und über Schnee bis -17 Grad möglich sein.

Links die Großwetterlage, rechts die Schneeprognose des deutschen Wettermodells bis zum 29. November - Kaltlufttropfen - Eine winterliche Großwetterlage über Deutschland
Links die Großwetterlage, rechts die Schneeprognose des deutschen Wettermodells bis zum 29. November - Kaltlufttropfen - Eine winterliche Großwetterlage über Deutschland © www.meteociel.fr || wxcharts.com

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