Der Sommer 2016 war gefühlt zu nass, zu kühl und bestach durch keine länger andauernde, bzw. stabile sommerliche Wetterphase - soweit das subjektive Empfinden, welches wir von unseren Lesern immer wieder mittgeteilt bekommen haben. Aber auch in den Medien war zeitweilig von einem "Gruselsommer" zu lesen. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache. So lag der durchschnittliche Temperaturwert von Juni bis August mit +17,8 Grad um +1,5 Grad über dem Wert des langjährigen Temperaturmittelwertes von 1961-1990. Gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 betrug die Abweichung +0,7 Grad und lag ebenfalls im zu warmen Bereich. Also keineswegs ein "Gruselsommer", sondern ein zu warmer Sommer 2016. Hitzewellen gab es im Zeitraum vom 23./24. Juni und vom 24./28. August. Die höchste Temperatur wurde am 27. August mit +37,9 Grad in der Nähe von Saarbrücken registriert, während am 11. August mit +1,3 Grad die niedrigste Temperatur in Carlsfeld im Erzgebirge und in Nürnberg-Netzstall gemeldet wurde. Am 11. und 18. August gab es in einigen Regionen auch schon den ersten Bodenfrost zu vermelden. Somit fielen die Temperaturextreme des Sommers in den August.

Mit 230 l/m² verfehlte der Sommer 2016 sein Niederschlagssoll von 239 l/m² nur knapp. Interessant ist, dass der Beginn des Sommers im Juni deutlich zu nass und das Ende des Sommers Ende August deutlich zu trocken war. So lag die Niederschlagsmenge Anfang Juni bspw. in Simbach am Inn, wo binnen 48 Stunden mehr als 180 l/m² registriert wurden, hoch und wir erinnern uns noch alle an die Bilder der Flutwelle, welche durch diesen Ort zog und sieben Menschenleben forderte. Die höchste Niederschlagssumme binnen 24 Stunden wurde am 23. Juni in Groß Berßen, nordöstlich von Meppen, mit 150,7 l/m² registriert. Im letzten August-Drittel sorgte hingegen ein stabiles Hochdrucksystem für einen trockenen Wettercharakter, was den Gefahrenindex für Waldbrände deutlich anstiegen ließ. Die geringste Niederschlagssumme des Sommers wurde mit 85 l/m² in einem breiten Streifen von Nordthüringen bis zur Altmark registriert und den meisten Niederschlag gab es zwischen Werdenfelser und dem Berchtesgadener Land mit bis zu 700 l/m² zu vermelden.

Bei der Sonnenscheindauer gab es mit 604 Sonnenstunden keine auffällige Abweichung gegenüber dem Sollwert. So schien mit knapp 780 Stunden die Sonne über der Insel Rügen am häufigsten und über dem Sauerlang und über der Eifel mit knapp 500 Stunden am wenigsten. Zusammenfassend war das Wetter im Sommer 2016 zu warm, bei einer normalen Niederschlags- und Sonnenaktivität. Den gesamten Bericht für das Wetter Sommer 2016 können Sie auf den Seiten des DWD nachlesen. Unter dem folgenden Link können Sie die Wettervorhersagen, Wetterprognosen und Wettertrends für das Wetter Sommer 2017 verfolgen.

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