Für viele ist es keine Überraschung mehr: Das Wetter im Sommer 2018 war außergewöhnlich heiß und trocken. Die Dürre sorgte für Schäden in Milliardenhöhe. Ein Sommer der Superlative.

Das Wetter im Sommer 2018 war ein Sommer der Superlative
Das Wetter im Sommer 2018 war ein Sommer der Superlative

Im statistischen Rückblick ist der Sommer 2018 der 22. zu warme Sommer in Folge. Der letzte Sommer, der gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt ausfiel, war im Jahr 1996 verzeichnet worden.

Sommer 2018 - ein Sommer der Superlative

Das Wetter im Juni begann schwül-warm und einige kräftige Schauer und Gewitter entluden sich über Deutschland. Zur Monatsmitte hin aber setzte sich die Reihe von Hochdrucksystemen über Skandinavien aus den Rekordmonaten April und Mai weiter fort. Besonders heiß zeigte sich der Zeitraum Ende Juli bis Mitte August. Zwischendurch gab es hin und wieder kurze kühle Wetterphasen, doch die Hitzewelle wurde erst im letzten Augustdrittel beendet.

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Dürre mit katastrophalen Auswirkungen

Die Hitze ist aber wohl eher zweitrangig, vielmehr wird die lang anhaltende Trockenheit den Menschen aus dem Sommer 2018 in Erinnerung bleiben. In vielen Regionen gab es seit Februar nur sehr wenig Niederschlag und so hatten die Hitze und die Dürre teils katastrophale Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur!

Zweitwärmster Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Bis Mitte August konnte man spekulieren, ob der Sommer 2018 den Rekord aus dem Jahrhundertsommer 2003 wird einstellen können. Doch bereits zum 18. August war klar, dass die Wetterumstellung in der letzten Augustdekade einen Rekord wird verhindern können.

Der Sommer 2018 erreichte eine durchschnittliche Temperatur von +19,3 Grad und lag mit einer Abweichung von +3 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert von 1961 bis 1990. Gegenüber dem Referenzwert betrug die Abweichung +2,2 Grad. Nur der Sommer 2003 war mit einer durchschnittlichen Temperatur von +19,7 Grad und einer Abweichung von +3,4 Grad wärmer.

Das ist bemerkenswert, zeigt es doch, wie knapp die vermeintlichen Jahrhundertereignisse beieinander liegen und mit dem 22. zu warmen Sommer in Folge unterstreicht das noch einmal den Klimawandel.

Sommer 2018: Hitze, Hitze, Hitze

Der Juni hatte eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +2,4 Grad, der Juli von +3,3 Grad und der August von rund +3,5 Grad vorzuweisen. Der Sommer 2018 wurde also zunehmend wärmer. Doch die eigentliche Hitzewelle zeigte sich in Zeitraum der sog. Hundstage vom 23. Juli bis 23. August. Und wenn man so will, wurde die Hitzewelle mit dem 23. August auch beendet.

Außergewöhnlich sind aber die Hitzetage. Frankfurt a.M. registrierte an 18 aneinander folgenden Tagen Temperaturen von über +30 Grad. An zwölf Tagen hintereinander wurden in Bernburg an der Saale Werte von über +35 Grad registriert. Der höchste Wert wurde am 31. Juli mit +39,5 Grad gemessen. Der Rekord aus dem Jahre 2015 mit +40,3 Grad wurde also nicht eingestellt. Den ersten Frost gab es am 26. August mit -0,1 Grad über der Schwäbischen Alb zu verzeichnen.

Ein Sommer der extremen Dürre. Nur ein Sommer war trockener!

Viele besorgte E-Mails erhielten wir aber nicht nur aufgrund der anhaltenden Hitzewelle, sondern auch wegen der Dürre. Die häufigste Fragestellung war: WANN kommt endlich REGEN? Alles vertrocknet, braune anstatt grüne Landschaften, Waldbrände vertrocknete Wiesen, extreme Ernteausfälle, ja der Sommer 2018 hatte seinen Preis.

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Insgesamt wurden 130 l/m² an Niederschlag gemessen und somit blieb der Sommer 2018 unter dem Sollwert von 239 l/m². Das entspricht einer Verfehlung von rund 54 Prozent. Nur der Sommer aus dem Jahre 1911 war trockener. Den meisten Niederschlag binnen 24 Stunden gab es am 12. Juni über Mauth-Finsterau mit 166,5 l/m² zu vermelden.

Besorgniserregend aber war die Tatsache, dass in manchen Regionen von Deutschland über den gesamten Sommer hinweg weniger Niederschlag als in einem halben Monat fiel. Manche Regionen waren im August 2018 auch völlig trocken.

Sommer 2018 gehört zu den drei sonnenscheinreichsten Sommern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Hitze und Trockenheit haben zwangsläufig auch eine hohe Anzahl von Sonnenscheinstunden zur Folge. Im Sommer 2018 waren das 770 Stunden. Damit gehört der Sommer zu den Top 3 seit Beginn der Aufzeichnungen aus dem Jahre 1954. Zum Vergleich brachte es der Rekordsommer aus dem Jahre 2003 auf 793 Sonnenstunden.

Den meisten Sonnenschein gab es mit 900 Stunden (!!!) über Rügen zu vermelden. Über dem Westen und über Teilen von Oberbayern gab es mit 650 Stunden vergleichsweise wenig Sonnenschein.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.
Auf den nachfolgenden Seiten können Sie nachlesen, wie sich das Wetter im September und im Herbst und Winter 2018/19 entwickeln kann.

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