Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 10.03.2019 - Nasskaltes und stürmisches Märzwetter und dann kommt der Frühling?

Stürmische Winde mit orkanartigen Windböen. Auch die zweite März-Dekade zeigt sich alles andere als frühlingshaft. Ein Störimpuls aber könnte im letzten März-Drittel zu einer durchgreifenden Veränderung der Großwetterlage führen.

Außergewöhnlich! So ist die aktuelle Sturmtiefserie über Mitteleuropa zu bewerten. Sicherlich gibt es hin und wieder mal Starkwindereignisse, welche sich über ein paar Tage erstrecken. Doch die aktuellen Starkwindereignisse sind gut strukturiert und dauern nun mehr oder minder seit dem 4. März an. Der Höhepunkt könnte mit orkanartigen Windböen am 10. März erreicht werden, doch wäre es zu weit gegriffen, wenn man im Verlauf der Woche von einer Abschwächung der Stürme sprechen würde. Dafür die die Tiefdruckzone viel zu gut ausgeprägt. Mit anderen Worten formuliert ist über dem gesamten Wochenverlauf mit einem erhöhten Unwetterpotential zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Statt Frühlingswetter: Ein Sturmtief nach dem anderen
Statt Frühlingswetter: Ein Sturmtief nach dem anderen

Gut ausgeprägte Tiefdruckrinne

Schaut man sich die aktuellen Druckanomalien bis zum 15. März an, so kann man gut nachvollziehen wie so eine Serie an Sturmtiefsystemen zustande kommenden kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen am südlichen Gradienten der Tiefdruckrinne von Neufundland, über Island bis nach Skandinavien verlaufend. Die Gradienten sind entsprechend dicht gedrängt und in diesem Bereich kommt es zur Entwicklung sog. Randtiefentwicklungen, bzw.. Schnellläufersystemen. Erst wenn diese geradlinig verlaufende Struktur verändert wird, sind andere Wetterentwicklungen möglich.

Druckanomalie bis 15. März
Druckanomalie bis 15. März - Die Westwindzone ist bis zum 15. März gesetzt © climatereanalyzer.org

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Störimpuls

Ein Impuls ist also von Nöten, um eine grundlegende Veränderung herbeizuführen. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet diesen Störimpuls in Form des Azorenhochs, welches sich zum 16./17. März nach Norden in Richtung Grönland aufwölbt. Die Tiefdrucksysteme müssen eine nördlichere Zugbahn wählen und rutschen am östlichen Hochdruckgradienten nach Süden ab.

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Nasskalte Nordwestwetterlage

Infolge entsteht daraus eine nordwestlich geprägte Grundströmung mit Hilfe dieser kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Die Tageswerte sinken auf +4 bis +8 Grad ab und Graupelschauer wären im Zeitraum vom 16. bis 19. März bis auf tiefere Lagen herab nicht auszuschließen. Gleichzeitig aber wird die Dynamik aus der Wetterentwicklung herausgenommen und mit einer Wetterberuhigung ist in diesem Zeitraum zu rechnen.

Frühlingshoch?

Im Zeitraum vom 17. bis 20. März bleibt nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells die Wetteraktivität auf dem Atlantik hoch, doch hält das Azorenhoch dagegen und etabliert bis zum 20. März einen Hochdruckkeil bis über das östliche Skandinavien reichend.

Bedingt durch die Strömungsmuster beider Wettersysteme kann sich über Mitteleuropa bis zum 22. März eine frühlingshaft milde, nicht ganz trockene, aber bedeutend ruhigere Südwestwetterlage einstellen.

Frühlingshaft milde letzte März-Dekade?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Frühlingshaft milde letzte März-Dekade? © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells: Westwetterlage ohne absehbares Ende

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells ist kurz und knapp zusammengefasst. Das Azorenhoch bleibt bis zum 20. März flach strukturiert und die atlantische Tiefdruckrinne zeigt sich bis zum Ende der zweiten März-Dekade stabil.

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Wenig frühlingshaft

Und so bleibt der stürmische Wettercharakter mit zeitweilig erhöhtem Potential für unwetterartige Starkwindereignisse bis auf Weiteres erhalten.

Bis auf Weiteres eine hohe Tiefdruckaktivität mit Starkwindereignissen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Bis auf Weiteres eine hohe Tiefdruckaktivität mit Starkwindereignissen © www.meteociel.fr

Sehr hohe Niederschlagsaktivität

Bis zum 20. März werden von beiden Wettermodellen eine sehr hohe Niederschlagsaktivität berechnet. Im Schnitt sind Niederschlagssummen von verbreitet 30 bis 60 l/m² zu erwarten. In Staulagen sind bis 100 l/m² und über den Alpenregionen bis 150 l/m² möglich. Das normale Niederschlagssoll für den März beträgt 57 l/m², was zeigt, dass der erste Frühlingsmonat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu nass ausfallen wird. Zum aktuellen Stand wurden bereits 42 Prozent des Niederschlagssolls erfüllt.

Kontrollläufe: weitgehend normale Temperaturentwicklung

Im gesamten Zeitraum vom 12. bis 26. März bewegt sich der Mittelwert des Temperaturspektrums über dem Westen und Norden mit +7 Grad und über dem Süden und Osten mit +5 Grad im unteren Bereich der noch für die Jahreszeit normalen Werte. Da die erste März-Dekade bereits um rund +3,5 Grad zu warm ausgefallen ist, kann der Überschuss in der zweiten Dekade auf +1,3 bis +1,9 Grad abgebaut werden.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 10.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose der Langfristmodelle für den Frühling und Sommer 2019

  • Das CFSv2 Modell berechnet einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +0,5 bis +2 Grad zu warmes Frühjahr 2019. Der Sommer 2019 wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm simuliert. In der Niederschlagsprognose soll sowohl der Frühling - wie auch Sommer - gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig ausfallen.
  • Das europäische Langfristmodell berechnet eine Abweichung von +0,25 bis +1 Grad für die Frühlingsmonate März bis Mai 2019. Für die Sommermonate Juni bis August wird eine Differenz von +0,25 bis +0,75 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich berechnet. Die Niederschlagsprognose ist von März bis August in Summe gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig und im Trend leicht zu trocken.
  • Die NASA simuliert den Frühling 2019 mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal. Der Sommer 2019 soll hingegen mit einer Abweichung von +0,25 bis +2 Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist sowohl für den Frühling als auch Sommer leicht erhöht (zu nass).

Zusammenfassung:

Die Tiefdruckaktivität wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch bis zum Ende der zweiten März-Dekade anhalten. Zudem ist schon jetzt klar, dass der März sein Niederschlagssoll von 57 l/m² wird übertreffen können. Eine weitere erhöhte Wahrscheinlichkeit zeigt sich in einem zu warmen März. Die Langfristprognosen differenzieren sich für den Frühling und Sommer noch, doch die Gemeinsamkeiten sind schon jetzt auszumachen: außergewöhnliche und länger andauernde Wetterlagen sind - zum aktuellen Stand - nicht auszumachen. Dass die Sommermonate zunehmend wärmer werden, ist nach dem 22. zu warmen Sommer in Folge auch kein Geheimnis mehr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,76 +2,28 +1,53 554 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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