Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 30.01.2019 - In Lauerstellung

Schnee, Schneeregen und Regen - Das Auf und Ab der Temperaturen mit einer stark schwankenden Schneefallgrenze um die mittleren Lagen bleibt vorerst erhalten. Doch die Entwicklung der Großwetterlage steht auf der Kippe.

Das Wetter der kommenden Tage lässt sich am besten als nasskaltes Winterwetter beschreiben. Die Schneefallgrenze schwankt kräftig zwischen tieferen und mittleren Lagen und sorgt auch in den Niederungen für den zeitweiligen Aufbau einer Schneedecke. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Doch so richtig winterlich wird das Wetter in den tieferen Lagen nicht. Dazu sind die Temperaturen etwas zu mild. Anders die Situation ab den mittleren Lagen (400 bis 700 Meter) wo ab dem 2. Februar weitere Schneefälle möglich sind. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

Weitgehend winterlich ab den mittleren Lagen
Weitgehend winterlich ab den mittleren Lagen

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Teils winterliche Wetterverhältnisse

Die Schwankungen bleiben in den Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells erhalten. Heute Nacht eine mildere und heute wieder eine kältere Variante. Es deutet derzeit aber vieles darauf hin, dass das Wetter mit einer Schneefallgrenze um die 500 Meter schwankend einfach nasskalt weiter geht.

Hochdruckkeil sorgt für kühle Temperaturen

Im Zeitraum vom 3. bis 6. Februar setzt sich von den Azoren bis nach Skandinavien reichend ein Hochdruckkeil durch, während über der östlichen Mittelmeer ein Tiefdrucksystem rotiert. Die Grundströmung dreht auf nördliche bis nordöstliche Richtungen, da aber die große Kälte dort nicht vorhanden ist, kann auch nichts angezapft werden. Anders formuliert bleiben die Tageswerte mit -2 bis +4 Grad im nasskalten Bereich. Die Chancen auf Dauerfrost sind über dem Süden deutlich höher einzustufen.

Skandinavienhoch

Im Zeitraum vom 6. bis 8. Februar verlagert sich der Hochdruckschwerpunkt über Skandinavien und sorgt im Zusammenspiel mit dem tiefen Luftdruck über der Mittelmeerregion für eine östliche Grundströmung, was die Tageswerte auch in den tieferen Lagen nahe der 0 Grad Grenze absinken lassen kann. Zum Beginn des zweiten Februar-Drittels gibt es unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten. Da aber das Spektrum sehr breit gestreut ist, lohnt sich eine Analyse derzeit nicht. In den kommenden Stunden sind andere Varianten zu erwarten. Entscheidend aber ist, dass das amerikanische Vorhersage-Modell an einer Variante mit einem Blockadehoch festhält und diese nicht wieder komplett über den Haufen wirft.

Winterlich kalte Ostwetterlage
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Winterlich kalte Ostwetterlage © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nasskalt

Unverrückbar bleiben die Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modell im Zeitraum vom 3. bis 7. Februar. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten eines Gerangels zwischen der atlantischen Frontalzone und einem mächtigen Hochdruckblock über Sibirien. Um es noch etwas komplexer zu machen, tummelt sich über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem.

Die Tageswerte pendeln sich in diesem Zeitraum zwischen +1 bis +5 Grad ein und hin und wieder ist mit etwas Niederschlag zu rechnen. Teils als Schnee, teils als Regen. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 200 bis 600 Meter.

Tiefwinterlich?

Eine Veränderung gibt es aber doch - allerdings muss diese sich in den kommenden Stunden erst noch verifizieren lassen. Im Zeitraum vom 8. und 9. Februar rückt das Kontinentalhoch weiter nach Westen vor und dehnt sich bis über Skandinavien aus. Das regt das Mittelmeertief an und im Verbund der beiden Wettersysteme werden sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs in Richtung Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Dauerfrost wäre bis in tiefere Lagen möglich.

Das Kontinentalhoch streckt mit einem Kaltlufttropfen seine Fühler bis nach Mitteleuropa aus
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Kontinentalhoch streckt mit einem Kaltlufttropfen seine Fühler bis nach Mitteleuropa aus © www.meteociel.fr

Nasskalt

Auch wenn sich dieses Hin und Her in den kommenden Stunden weiter fortsetzen wird, der Wettertrend ist klar auf nasskalt ausgerichtet. Das bestätigen auch die Kontrollläufe mit einem Mittelwert, welcher sich im Zeitraum vom 1. bis 10. Februar über dem Norden und Westen von +0 bis +2 Grad und sich über dem Osten und Süden zwischen -1 und 0 Grad bewegt.

Die Niederschlagsneigung ist Anfang Februar erhöht und sinkt zum 5. Februar in den schwach erhöhten Bereich ab. Eine Hochdruckzone wird zunehmend wahrscheinlicher.

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 30.01.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

In Lauerstellung

Aus den Kontrollläufen geht aber auch hervor, dass deutlich zu warme Varianten bis zur Monatsmitte wenig an Relevanz haben. Und dennoch - Deutschland, Österreich und die Schweiz befinden sich zwischen den Fronten des Kontinentalhochs und der atlantischen Frontalzone. Beide Wettersysteme sind in Lauerstellung und je nachdem wie sich die Systeme verschieben sind tiefwinterliche oder milde Varianten möglich.

Deutlicher zeigt sich das Dilemma, wenn man sich den Mittelwert der Berechnungen aller Kontrollläufe des Polarwirbel anschaut.

Im Durchschnitt zwischen den Fronten
Berechnung Großwetterlage nach allen Kontrollläufen: Im Durchschnitt zwischen den Fronten © www.meteociel.fr

Auffälligkeiten

Der Trend mit einer Hochdruckblockade auf dem Atlantik der letzten Tage zeigt sich in den Kontrollläufen heute erneut. In 45 Prozent der Varianten wird eine Hochdruckblockade im Bereich von den Azoren, Island und Grönland, bzw. Azoren, England und Skandinavien simuliert. Der Winter - auch der Flachlandwinter - wahrt seine Chancen.

Auf das Blockadehoch wird es ankommen
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Auf das Blockadehoch wird es ankommen © www.meteociel.fr

Das Wechselspiel wird sich in den kommenden Stunden weiter fortsetzen können. Sowohl tiefwinterliche wie auch milde Varianten werden zu sehen sein. Erst wenn die Positionen klar sind und die Entscheidung hinsichtlich eines Blockadehochs gefallen ist, werden die Wettermodelle wieder verlässlicher werden können. Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:00 Uhr
Das Hin und Her geht weiter. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnete heute Nachmittag eine hochwinterliche Wetterentwicklung, bei der die Tageswerte sich zwischen -8 und -1 Grad bewegten. Zudem wurde reichlich Niederschlag berechnet, was einen winterlichen Wettercharakter bis in das Flachland ermöglichte. Heute Abend nun eine weitere Variante.

Wir möchten heute Abend diese beiden Varianten gerne einmal näher betrachten, da dies den Unterschied sehr deutlich macht und es noch einmal unterstreicht, worauf es in der kommenden Wetterentwicklung tatsächlich ankommt. In der Simulation von heute Nachmittag bildete sich ein Hochdruckkeil von Sibirien über Skandinavien bis nach England aus und entlang des südlichen Hochdruckgradienten wurde ein Kaltlufttropfen nach Mitteleuropa (sehr kaltes Höhentief) transportiert. Der Taktgeber für die winterlichen Verhältnisse aber war das Kontinentalhoch.

Eisig kalte Ostströmung mit Kaltlufttropfen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell von heute Nachmittag: Eisig kalte Ostströmung mit Kaltlufttropfen © www.meteociel.fr


Auch den Achsverlauf kommt es an
Heute Abend nun eine Abwandlung der Variante. Das Skandinavienhoch entsteht, doch der Kontakt zum Kontinentalhoch fehlt. Stattdessen schiebt sich das Hoch quer durch den Polarwirbel in Richtung der Aleuten. Deutschland Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten in einem weitgehend nasskalten Bereich. Worauf es letztlich ankommt ist die Position des Skandinavienhochs, bzw. wie weit sich das Kontinentalhoch nach Osten ausdehnen kann. Für Freunde des Winterwetters ist eine westlichere Position des Hochdrucksystem wünschenswert. Wer das nasskalte Wetter mag, der freut sich über eine östlichere Position.

Mitteleuropa zwischen den Fronten - gemäßigtes, meist nasskaltes Winterwetter
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell von heute Abend: Mitteleuropa zwischen den Fronten - gemäßigtes, meist nasskaltes Winterwetter © www.meteociel.fr


Dem Winter nicht fern
Noch eindrücklicher zeigt sich die momentane Patt-Situation in den Druckanomalien. Man erkennt sehr schön die gewaltigen Ausmaße des sibirischen Hochdrucksystems mit einem mittleren Kerndruck von 1045 hPa, welches sich in Richtung Skandinavien ausdehnt und versucht die atlantische Frontalzone zu blockieren. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen aber inmitten der beiden Fronten. Je nachdem welches Wettersystem sich verschiebt wird es mal kälter und mal milder. Mit weiteren Veränderungen ist in den Berechnungen der Wettermodelle zu rechnen.

Druckanomalie bis 10. Februar
Druckanomalie bis 10. Februar - Zwischen den Fronten © climatereanalyzer.org


Das europäische Vorhersage-Modell mit Abwandlungen
Schaut man etwas genauer hin, so haben sich die Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modells heute Abend um 180 Grad gedreht, doch bleiben die Auswirkungen auf das Wetter über Mitteluropa die gleichen: nasskalt.

Gemäßigt kühles Hoch über Mitteleuropa
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Gemäßigt kühles Hoch über Mitteleuropa © www.meteociel.fr


Nasskalt ist eine Lösung
Was letztlich dabei herauskommen wird? Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage nicht für Wetterextreme geeignet. Zwar kommen diese hin und wieder vor, doch meist herrschen gemäßigte Großwetterlagen vor. Es ist zum aktuellen Stand nicht davon auszugehen, dass es bis Mitte Februar rasant wärmer wird und so sind Jahreszeit typische Wetterentwicklungen eine sehr gute und wahrscheinliche Option, welche so auch von den Kontrollläufen gestützt wird.

Der Mittelwert des Temperaturspektrums schwankt im Zeitraum vom 2. bis 14. Februar über dem Westen zwischen +2 bis +3 Grad, über dem Norden zwischen +0,5 bis +1,5 Grad und über dem Osten und Süden zwischen 0 bis -1 Grad.

Gestützt wird eine nasskalte Wetterlage auch von einem sehr negativen AO-Index (instabiler Polarwirbel) und einem neutralen bis leicht positiven NAO-Index.

Nichtsdestotrotz werden die kommenden Tage - aus Sicht der Modelle - sehr interessant und spannend werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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