Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 25.04.2019 - Die Eisheiligen bekommen ihre Chance

Der Wettercharakter der kommenden Tage verändert sich spürbar. Mehr Niederschlag bei zurückgehenden Temperaturen ist zu erwarten und Anfang Mai stellt sich das Strömungsmuster komplett um, was die Wahrscheinlichkeit auf vorgezogene Eisheilige erhöht.

Beide Prognosen der Wettermodelle stimmen darin überein, dass in den kommenden Tagen mit einem kühleren und auch unbeständigeren Wettercharakter zu rechnen ist. Doch so leicht weicht das Hoch über Skandinavien nicht und verlagert seine Position Anfang Mai weiter raus auf den Atlantik, was die atlantische Frontalzone blockiert. Die gestörte Zirkulation hält somit weiter an. Ob aber die Trockenheit weiter anhalten wird, kann zum aktuellen Stand infrage gestellt werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2019.

Ein unbeständiger und kühler werdender Wettercharakter zeichnet sich im Mai ab
Ein unbeständiger und kühler werdender Wettercharakter zeichnet sich im Mai ab

Kommt Regen?

Bleiben wir gleich beim Niederschlag. Der April 2019 hat sein Niederschlagssoll erst zu 30 Prozent erfüllt. Besonders gravierend ist die Situation über den östlichen Regionen, wo gerade einmal 0 bis 10 Prozent erfüllt wurden. Da besteht also noch Nachholbedarf.

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet bis zum 4. Mai Niederschlagssummen von verbreitet 10 bis 20 l/m² und örtlich von 20 bis 40 l/m². Die Niederschlagssummen sind ungleichmäßig verteilt, was mit der Niederschlagsart in Form von Schauern zusammenhängt. Tendenziell weniger Niederschlag ist mit 7 bis 15 l/m² über den östlichen Regionen zu erwarten, während entlang der Alpen bis 80 l/m² möglich sein können.

Das europäische Vorhersage-Modell simuliert in einem breiten Streifen von Hamburg und Stuttgart Niederschlagssummen von 2 bis 10 l/m², welche kaum der Rede wert sind. Weiter nach Osten und Westen sieht die Sache mit 20 bis 40 l/m² schon ganz anders aus und wie bereits erwähnt, kommt es stark darauf an, wo und mit welcher Intensität die Schauer niedergehen. Von einem flächendeckenden Landregen ist bis zum 4. Mai erst einmal nicht auszugehen.

Gradientenschwaches und kühleres Wetter Anfang Mai
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Gradientenschwaches und kühleres Wetter Anfang Mai © www.meteociel.fr

Zentrales Thema: Eisheilige

Wie man auf der oben gezeigten Wetterkarte sehr schön erkennen kann, ist das Tiefdruckzentrum über der Barentssee und ein Hochdruckzentrum zwischen Island und Grönland positioniert. Anders formuliert findet die gestörte Zirkulation mit vertauschten Rollen ihre Fortsetzung. Im Verbund der beiden Wettersysteme wird ein von Nord nach Süd verlaufendes Strömungsmuster in Gang gesetzt. Diese Wetterprognose berechnen beide Vorhersage-Modell seit ein paar Tagen.

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Kaltes Maiwetter?

Dahinter ist (noch) ein Fragezeichen zu setzen. Warum? Sollte sich auf dem Atlantik die Hochdruckblockade nicht bis zu den Azoren gelingen, so wäre eine südliche Unterwanderung des Hochdrucksystems möglich. So könnten aus südlichen Richtungen warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden, während von Norden die kalten Luftmassen sich auf den Weg nach Süden machen. Eine insgesamt interessante Wetterentwicklung.

Geht es aber nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells, so hat der Kaltluftvorstoß im Zeitraum vom 5. bis 10. Mai eine deutlich höhere Relevanz. Erreichen die Temperaturen am 1. Mai noch +14 bis +18 Grad, so sinken diese ab dem 5. Mai auf +10 bis +15 Grad ab, was den vorgezogenen Eisheiligen entspricht.

Mehr Niederschlag

Die nördliche Grundströmung hat aber auch eine erhöhte Schauerneigung zur Folge, sodass in der gesamten ersten Mai-Dekade mit einem mehr oder minder unbeständigen Wettercharakter zu rechnen ist. Simuliert werden bis einschließlich dem 10. Mai Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m². Im Stau der Alpen sind bis 80 l/m² nicht auszuschließen. Zum Vergleich: Der Mai hat ein durchschnittliches Niederschlagssoll von 71 l/m².

Vorgezogene Eisheilige?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Vorgezogene Eisheilige? © www.meteociel.fr

Komplexes Zirkulationsmuster

So schnell wird man aus dem gestörten Zirkulationsmuster nicht entkommen, das bestätigt auch die oben stehende Wetterkarte. Solche Großwetterlagen treten auch gerne einmal im Winter auf und sorgen für 7 bis 10 Tage für einen richtig kalten Wettercharakter. Da sich aber das Hochdruckzentrum immer weiter in Richtung Kanada orientiert, ist im Zeitraum darüber hinaus mit einer langsamen Normalisierung der Großwetterlage zu rechnen. In diesem Fall aber erst nach dem 10. Mai.

Kontrollläufe: Erst kalt, dann normal

Um es gleich vorweg zu nehmen, stellt die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells im Vergleich zu den Kontrollläufen eine deutlich zu kalte Temperaturentwicklung dar. Es handelt sich also um einen kalten Ausreißer und in den kommenden Stunden ist mit Veränderungen zu rechnen.

Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bewegt sich am 1. Mai zwischen +10 bis +18 Grad (Mittelwert: +14 bis +16 Grad), am 5. Mai zwischen +6 bis +21 Grad (Mittelwert: +14 Grad) und am 10. Mai zwischen +7 bis +24 Grad (Mittelwert:+14 bis +16 Grad). Der Mittelwert entspricht nahezu exakt dem Jahreszeit-typischen Wert.

Diagramm Temperaturen Mai 2019 vom 25.04.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Niederschlagsneigung wird schwächer berechnet

Vor allem über dem Norden und Westen werden Niederschlagssummen gegenüber den letzten Tagen deutlich schwächer berechnet. Weiter nach Osten und Süden bleibt die Niederschlagsneigung im leicht bis mäßig erhöhten Bereich. Das hängt u.a. auch mit der Hochdruckposition (Grönland, Island und England) zusammen.

Langfristprognose nach dem Langfristmodell: Wie wird der Sommer 2019?

  • Die Prognose für den Mai 2019 verändert sich mit einer Abweichung der Temperaturen von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert kaum mehr und somit hat der Mai 2019 eine hohe Wahrscheinlichkeit etwas zu warm auszufallen. Die Niederschlagsprognose bleibt gegenüber dem Sollwert unauffällig und im Trend etwas zu trocken
  • Ebenfalls unverändert zeigt sich der Wettertrend für den Juni 2019, welcher mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad im zu warmen und die Niederschlagsprognose im zu trockenen Bereich simuliert wird.
  • Die Wetterprognose für den Juli 2019 wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad und im Trend bis zu +2 Grad im zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert etwas erhöht
  • Für den August 2019 werden mit einer Differenz von -0,5 bis +0,5 Grad neutrale Bedingungen berechnet. Im Wettertrend zeichnet sich eine Abweichung von bis +1 Grad im etwas zu warmen Bereich ab. Die Niederschlagsprognose fällt - zum aktuellen Stand - leicht positiv aus (etwas zu nass).
  • Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
    Monat Tem­peratur Nieder­schlag
    März 2019 +3,1 Grad Zu nass
    April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
    Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
    Juli 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
    August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
    Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 25.04.2019
    Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

    Auf den Punkt gebracht

    Das Hochdrucksystem über Skandinavien erweist sich als zähes Wetterelement, welches nur allzu gerne die Erhaltungsneigung aufrecht erhalten möchte. Doch so einfach ist das nicht und Ende April verändert sich das Zirkulationsmuster. Das Hoch wird gezwungen nach Westen in Richtung Island und Grönland auszuweichen und im Verbund mit tiefem Luftdruck über Skandinavien gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.

    Die Niederschlagsneigung nimmt zu, doch ist von einem über mehrere Tage andauerndem Landregen zunächst einmal wenig zu erkennen. Vielmehr haben die Eisheilige bis zum 10. Mai eine höhere Eintreffwahrscheinlichkeit.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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