Der Polarwirbel steht mit dem April vor seinem winterlichen Finale (Final-Warming) und entsprechend heftig können die Wetterauswirkungen auf den zweiten Frühlingsmonat sein.

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Die Turbulenzen im Polarwirbel führen entlang seiner Polarfront zu einer hohen Wellenbewegung und somit sind Trogwetterlagen sehr wahrscheinlich. Zudem steigt der Sonnenstand an und erwärmt die Landmassen schneller als die Wasseroberfläche. Somit sind gleich zwei Rahmenbedingungen für einen turbulenten Wettercharakter erfüllt.

Das Wetter im April ist bekannt für seinen äußerst wechselhaften und launischen Wettercharakter. An einem Tag gibt es kräftige Schneefälle und Dauerfrost und am nächsten Tag können die Temperaturen rasch in Richtung der +10 oder +15 Grad Marke ansteigen. So kommt auch die Bauernregel für den April nicht von ungefähr:

Das Wetter im April macht was es will

Aprilwetter

Man muss ganz klar unterscheiden. Zum Aprilstart ist häufiger mal mit einem nasskalten Wettercharakter und Schneeschauer bis in tiefere Lagen zu rechnen, als dass zum Ende des Monats der Fall ist. Warum das so ist? Ganz einfach: der Sonnenstand steigt und erwärmt die Landmassen deutlich schneller, als die Wasserflächen. In Folge daraus entsteht ein Temperaturunterschied, welcher die Wetteraktivitäten und die damit zusammenhängenden Turbulenzen zunehmen lassen kann.

Häufiger sind im April meridionale Wetterlagen anzutreffen. Nicht selten dominiert aber auch mal ein kräftiges Hochdrucksystem über Skandinavien das Wettergeschehen. Der Wechsel vom Winter in den endgültigen Frühling verläuft turbulent, deshalb ist er ein wetterwendischer Frühlingsmonat.

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Wie aber wird das Wetter im April 2019?

Der April gehört - aus meteorologischer Sicht - zum zweiten Frühlingsmonat. Verhält sich das Wetter für die Jahreszeit typisch, so sind zum Start häufiger Hochdruckwetterlagen möglich, welche ab dem 6. April von einem turbulenten Wettercharakter abgelöst werden können.

Vom 14. bis 21. April gibt es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Hochdruckwetterlagen, bevor es zwischen dem 21. und 26. April wieder wechselhaft und turbulent zugehen kann.

Ab dem 26. April wurde in der Statistik häufiger eine Normalisierung der Wetterlage beobachtet.

Der langjährige Mittelwert der Temperaturen liegt bei +7,4 Grad und der Niederschlagssollwert beträgt 58 l/m². Möchte man den April mit einen anderen Monat vergleichen, so kommt er dem Oktober recht nahe, wenngleich dieser mit einer durchschnittlichen Temperatur von +9 Grad wärmer ist.

Typisches Aprilwetter
Typisches Aprilwetter

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Um den letzten normalen April ausfindig zu machen, braucht man in der Wetterhistorie gar nicht so weit zurückblicken - das war im Jahr 2017. Den wärmsten Aprilmonat gab es 2018 mit einer Abweichung von +5 Grad. Den kältesten April gab es 1817 mit einer Abweichung von -4,1 Grad.

Interessant ist dennoch, dass die letzten Aprildekaden zunehmend wärmer geworden sind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die wärmsten Aprilmonate seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen von 1881 allesamt in den Zeitraum der letzten 17 Jahre fallen. Besonders warm waren die Apriljahre 2018, 2014, 2011, 2009 und 2007.

Sonnenscheindauer erwärmt das Aprilwetter spürbar

Am 1. April liegt die Sonnenscheindauer schon bei stattlichen 13 Stunden und 5 Minuten und erreicht am Aprilende eine Tageslänge von rund 15 Stunden. In Summe sind die Tage am Aprilende etwa um 2 Stunden heller als zum Monatsbeginn.

Statistische Auffälligkeiten

  • Der April ist der zweite Frühlingsmonat
  • Häufiger Hochdruckwetter zum Start
  • Typisches Aprilwetter vom 6. bis 13. April
  • Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer, sowie Frost sind im diesen Zeitraum am wahrscheinlichsten
  • Frost kann den Pflanzen und Bäumen noch erhebliche Schäden zuführen
  • Hochdruckwetterlagen häufen sich im Zeitraum vom 14. bis 21. April
  • Anschließend wieder wechselhaft
  • Langsame Stabilisierung des Wetters im letzten Aprildrittel
  • Der Sonnenstand steigt weiter an und sorgt im Verlauf des Monats für etwa 2 Stunden mehr Helligkeit

Wettertrend:

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Vorhersagen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen.

Wettertrend Langfristmodell CFSv2: etwas zu warm

Das CFSv2 Modell berechnet den zweiten Frühlingsmonat mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwas zu mild. Die Niederschlagsbilanz ist gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig.

Wettertrend Langfristmodell NASA: Der Aprilmonat zu warm

Nach dem Wettertrend der NASA ist mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu rechnen. Zudem wird die Niederschlagsentwicklung positiv bewertet.

Wettertrend europäisches Langfristmodell: Ein etwas zu warmer Frühlingsmonat

Die Wetterprognose des europäischen Langfristmodells berechnet den April mit einer Abweichung von +0,25 bis +1 Grad etwas zu mild. Die Niederschlagsentwicklung neutral zu bewerten.

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Die Abweichung der Temperaturen der Aprilmonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
April-Monate Tem­peratur Ab­weichung
2011-2018 +9,3 Grad +1,9 Grad
2001-2010 +9,0 Grad +1,6 Grad
1991-2000 +8,4 Grad +1,0 Grad
1981-1990 +7,5 Grad +0,1 Grad
1971-1980 +6,7 Grad -0,7 Grad
1961-1970 +7,9 Grad +0,5 Grad

Das Aprilwetter in der erweiterten Statistik

Was fällt auf? Auf markante Art und Weise zeigt sich, wie die Aprildekaden der letzten Jahrzehnte zunehmend wärmer wurden. Im Vergleich der letzten zwanzig Jahre waren die Aprilmonate etwa um +1,8 Grad wärmer als der vieljährige Durchschnittswert.

Rein statistisch waren in den letzten zwanzig Jahren die Aprilmonate in 80 Prozent zu warm, 0 Prozent zu kalt und in 20 Prozent normal. Ein sehr signifikantes Ergebnis! Man liegt also mit höherer Wahrscheinlichkeit richtig, wenn man behauptet, dass das Wetter im April 2019 zu warm ausfallen wird.

Beeinflusst der April das Frühlingswetter?

Lässt sich gemäß der Statistik einen Rückschluss auf den Frühling ableiten? Betrachtet wurden die letzten 56 Jahre. Normale Aprilmonate (-0,5 bis +0,5 Grad) wurden jeweils den zu warmen, bzw. zu kalten Varianten zugeordnet.

Betrachtung der einzelnen Aprilmonate mit Auswirkung auf den Frühling
Monat Frühling kalt Frühling warm Häufig­keit
April warm 19 % 47 % 37 (66 %)
April kalt 15 % 19 % 19 (34 %)

Ist der April zu warm, so hat auch der Frühling eine hohe Wahrscheinlichkeit zu warm auszufallen. Ist der April hingegen zu kalt, bedeutet das keineswegs einen zu kalten Frühling - die Relevanz für einen normales Frühjahr ist aber signifikant höher einzustufen.

Die wärmsten Aprilmonate dieser Dekade

In Klammer die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert.

Die kältesten Aprilmonate:

Übrigens: Ostern 2019 fällt auf den 21. und 22. April Somit sind die Osterferien in diesem Jahr recht spät.

Wie sich das Wetter im April 2019 tatsächlich entwickeln wird, darüber berichten wir an dieser Stelle ab Mitte März in regelmäßigen Abständen.

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