Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 16.03.2019 - Zwischen Frühlingsgefühlen und spätwinterlichen Wettererscheinungen

Spätwinterliche Wetterverhältnisse oder frühlingshaft mildes Wetter? Die Großwetterlage stellt sich um und die Position eines Hochdrucksystems entscheidet darüber, ob es kalt oder warm wird.

Frühlingshaft mild wird es am Wochenende über einigen Landesteilen von Deutschland werden können, doch von nachhaltiger Dauer ist das nicht. Zum Start in die neue Woche sorgt die Rückseitenströmung eines nach Osten abziehenden Tiefdrucksystems für ein nasskaltes Schauerwetter. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer mit kurzen Gewitternfolgen zum 18. März nach. Im weiteren Verlauf setzt sich ein Keil des Azorenhochs über Deutschland durch und lässt den Wettercharakter spürbar ruhiger und milder werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Eine ruhigere Wetterphase steht bevor
Eine ruhigere Wetterphase steht bevor

Frühlingshaft mild

Bereits zum Donnerstag erreichen die Temperaturwerte verbreitet frühlingshaft milde +13 bis +17 Grad. Verantwortlich ist ein Hochdruckgebiet, welches sich zum 21. März über Mitteleuropa verlagert und das Wetter bis zum 23. März dominieren wird. Beide Wettermodelle berechnen in ihren Wettervorhersagen am 23. März Tageshöchstwerte von +15 bis +19 Grad und örtlich kann die +20 Grad Marke überschritten werden. Die Niederschlagsneigung und die Windbewegung ist in diesem Zeitraum als schwach zu bewerten.

Großwetterlage verändert sich, doch der instabile Wettercharakter bleibt erhalten

Ob es bis Ende März frühlingshaft mild bleiben wird, oder ob aus nördlichen Richtungen nochmals ein Kaltlufteinbruch erfolgen kann, hängt davon ab, wo sich das Hochdruckgebiet wird positionieren können. So hat sich auch an der Wetterprognose April noch nichts verändert.

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Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Spätwinterlich kalt

In den letzten März-Tagen wird es - aus statistischer Sicht - gerne nochmals etwas kühler und fällt Ostern in diesen Zeitraum (wie bspw. 2018), so muss man nicht selten die Ostereier im Schnee suchen.

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet zum aktuellen Stand eine Konzentration des hohen Luftdrucks zum 24. März über England. Am östlichen Hochdruckgradienten gelangen aus nördlichen Richtungen kalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei einer hohen Schauerneigung sinken die Temperaturen bei einem böigen Nordwind auf +2 bis +7 Grad ab und Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind vom 24. bis 26. März nicht auszuschließen.

Der Frühling schaut vorbei

Doch stabil ist dieses meridionale Strömungsmuster nicht und zum 27. März verlagert sich das Hoch weiter in Richtung Mitteleuropa. Bei einer nachlassenden Schaueraktivität steigen die Werte bis zum 29. März auf +13 bis +18 Grad an.

Ein Auf und Ab der Temperaturen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein Auf und Ab der Temperaturen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Frühlingshaft warm, dann etwas kühler

Das Hochdruckgebiet dominiert das Wettergeschehen bis zum 23. März über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anschließend verlagert sich der Hochdruckkern ebenfalls in Richtung England, doch ist der Achsverlauf des Hochdrucksystems mehr von West nach Ost ausgereichtet. Die kalten Luftmassen werden über das östliche Europa abgeleitet und nachfolgend drückt zum 26. März die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik das Hoch in Richtung Mitteleuropa.

Hoch Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Hoch Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Keine stabilen Wetterverhältnisse

Die Gemeinsamkeiten beider Wettermodelle liegen in einer strukturellen Veränderung der Großwetterlage. Die aktiv-dynamische Westwetterlage ist zum 19. März erst einmal von Tisch und eine meridionale Grundströmung stellt sich ein. Ob es frühlingshaft warm oder spätwinterlich kalt wird, entscheidet die Position des Hochdrucksystems, bzw. die Trogwelle.

Die letzte März-Dekade beginnt warm

Geht es nach der Wetterprognose der Kontrollläufe, so ist der Zeitraum vom 20. bis 23. März gegenüber dem langjährigen Mittelwert um 4 bis 6 Grad zu warm. Darüber hinaus liegt der Mittelwert mit Werten um die +10 Grad Marke in einem für die Jahreszeit-typischen Bereich, doch die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe weisen mit einem Spektrum von -10 bis +10 Grad eine Differenz von bis zu 20 Grad auf. Anders formuliert bestätigen die Kontrollläufe die unsichere Hochdruckposition nach dem 23. März.

Auffällig ist weiterhin, dass die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modell auch heute wieder zu den kältesten Varianten der Kontrollläufe gehört. In den kommenden Stunden ist mit weiteren Veränderungen zu rechen.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 16.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Gemäßigte Niederschlagssignale

Im Zeitraum vom 20. bis 23. März sind kaum mehr Niederschläge über Deutschland zu erwarten. Darüber hinaus steigen die Niederschlagssignale der Kontrollläufe in den leicht bis mäßig erhöhten Bereich an.

Zusammenfassung:

Die Westwetterlage findet zum Start in die neue Woche ihr Ende und bis zum 23. März setzt sich mit ansteigenden Temperaturen, einem nachlassenden Wind und Niederschlägen ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa durch. Doch ist eine stabile Wetterentwicklung bis Ende März zunächst einmal nicht in Sicht. Eine Meridionalisierung des Zirkulationsmusters ist eine wahrscheinliche Wetterentwicklung in der letzten März-Dekade.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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