Wetter Weihnachten 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Weihnachten 2020 - Erste Gedankenspiele zum Thema weiße Weihnachten

Weiße Weihnachten 2020 nur etwas für die höheren Lagen? © M. Bloch
Weiße Weihnachten 2020 nur etwas für die höheren Lagen? © M. Bloch

Schnee zu Weihnachten oder doch wieder Tauwetter? Das Wetter stellt sich in den kommenden Tagen um und hat Anfang Dezember eine deutlich erhöhte Neigung zu nasskalten Temperaturwerten. Örtliche Schneeschauer sind nicht auszuschließen und man eine Wetterprognose berechnet ab den mittleren Lagen die Ausbildung eine Schneedecke. Klingt doch winterlich - oder!?

 

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Damit gleicht sich das Wetter in etwa dem Jahreszeit-typischen Mittelwert von 1961 bis 1990 an. Schnee an Weihnachten aber liegt nun schon zehn Jahre zurück und gemäß Statistik sind weiße Weihnachten längst überfällig. Das Problem: Das Wetter hält nichts von Statistiken - und erst recht nicht in Zeiten des Klimawandels.

Doch wer jetzt schon eine detaillierte Wettervorhersage für das Weihnachtswetter macht oder sich darauf verlässt, ist zu früh dran - schließlich sind es noch knapp vier Wochen bis zum Fest und das ist definitiv zu lang für eine adäquate Wettervorhersage. Details sind aufgrund unsicherer Großwetterlagen häufig noch nicht einmal ein bis zwei Tage vor Heiligabend möglich. Aber nicht nur das - momentan ist für die erste Dezember-Dekade so gut wie jede Wetterlage noch möglich: mehr dazu: Wetter Dezember 2020 | Winter 2020.

Gedankenspiele zum Wetter Weihnachten 2020

Was aber geht, sind erste Gedankenspiele und Thesen rund um das Weihnachtwetter aufzustellen. Diese ersten Gedankenspiele werden in den kommenden Tagen und Wochen bis zum 24. Dezember durch Wettertrends, Wetterprognosen und letztlich von Wettervorhersagen ergänzt, bzw. fortgeführt. Die Fragestellung lautet: Weiße Weihnachten 2020 - ja oder nein - was lässt sich zum heutigen Stand erkennen?

Statistik: Schnee ist selten

Geht es nach der Wahrscheinlichkeit, so ist in den Niederungen eine geschlossene Schneedecke vom 24. bis 26. Dezember in nur rund 12 Prozent der Fälle möglich. Anders formuliert sind nur alle 8,5 Jahre weiße Weihnachten zu erwarten. Letztmalig war das 2010 der Fall. Anders sieht es in den mittleren Lagen (400 bis 800 Meter) aus, da liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund 15 bis 50 Prozent (etwa alle 2 bis 7 Jahre, je nach Höhenlage) und über den südlichen und östlichen Regionen ist etwa alle 3 Jahre Schneefall an Weihnachten möglich. Wer mehr über die Statistik wissen will, kann dies in der Rubrik - Wetter Weihnachten - nachlesen.

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Parallelen 2010 und 2020?

Dieses Thema greifen wir - aufgrund zahlreicher Anfragen und Hinweise gerne mal auf, da die Parallelen auffällig sind. 2010 gab es an Heiligabend eine geschlossene Schneedecke über fast ganz Deutschland zu bestaunen. Örtlich mit 30 cm und mehr. Vorausgegangen war eine Entwicklung der Großwetterlage, welche der aktuellen sehr ähnlich ist. Das Strömungsmuster war gestört, der Winter setzte nach einem deutlich zu warmen November in der letzten Dekade ein und dominierte das Wettergeschehen im Dezember und eben auch über Weihnachten. Der Unterschied zu diesem Jahr aber ist, dass am 24. November über den höheren Lagen bereits eine Schneedecke von bis 30 cm vorhanden war. Bis zum 28. November konnte sich auch über tieferen Lagen eine Schneedecke ausbilden und der Mittelwert der Höchsttemperatur lag bei -1 Grad!

Am 6. Dezember betrug die mittlere Schneehöhe über Deutschland dann schon 13,1 cm! Nein, eine solch frühe Einwinterung ist 2020 nicht zu erkennen und somit lassen sich auch keinerlei Rückschlüsse und Ähnlichkeiten zu 2010 ableiten oder herstellen. Nur mit sehr viel Wohlwollen, kann man eine entfernte Ähnlichkeit feststellen, die Qualität der Ostströmung aber war 2010 eine völlig andere.

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Wetter Weihnachten 2020

Romantisch in weiß oder grau-trüb, mild und regnerisch? Das Wetter an Weihnachten hat viele Gesichter
Romantisch in weiß oder grau-trüb, mild und regnerisch? Das Wetter an Weihnachten hat viele Gesichter

Auf weiße Weihnachten wartet man seit 2010 vergeblich. Aus statistischer Sicht aber ist Schnee zu den Festtagen längst überfällig. Klappt es mit Schnee und Frost an Weihnachten 2020?

Das Wetter an Weihnachten kann völlig unterschiedlich ausfallen. Vom tiefsten Winter mit einer Schneedecke von bis zu 30 cm in tieferen Lagen und Frost bis -10 Grad (wie 2010), oder aber mit Föhneinfluss können frühsommerliche Werte - wie bspw. 2012 - mit +20,7 Grad über München und 2013 mit +18,3 Grad in Waldbronn erreicht werden.

Aber auch einen Orkan gab über die Feiertage schon zu bestaunen, wie bspw. Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999. Das Weihnachtswetter hat allerhand zu bieten und nicht selten ist die Vorweihnachtszeit ganz besonders spannend. Nun ist es aber schon eine Weile her, als es über Deutschland weiße Weihnachten zu bestaunen gab. Wie stehen die Chancen 2020?

Schnee an Weihnachten: Letztmalig vor zehn Jahren

In unserer Rubrik Wetter Weihnachten haben wir alle Daten und Fakten zum Fest aufgelistet. Das Interessante:
Gemäß Statistik gibt es über Berlin und München etwa alle 3 Jahre Schnee an Heiligabend, sonst ist es in tieferen Lagen alle 7 bis 9 Jahre und über mittleren Lagen alle 5 bis 7 Jahre mit einer Schneedecke zum Fest zu rechnen.

Kälte und Schnee sind überfällig

Geht es nach der Singularität, sollte bereits in 2018 wieder Schnee vom Himmel rieseln. Doch davon war nichts zu sehen und in 2019 war es für Schnee ebenfalls viel zu warm. Das Problem aber mit den Singularitäten ist, dass sie eintreten können, oder auch nicht. Das Wetter hält sich nicht an Statistiken. Umso spannender ist die aktuelle Wetterentwicklung im November, die mit einer Regenerierung einer möglichen gestörten Zirkulation schon frühzeitig die Weichen für den Winter, aber auch für den Dezember und damit das Wetter an Weihnachten beeinflussen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2020 und Wetter Winter 2020/2021.

Wettertrend

Ist ein Wettertrend zu Weihnachten denn schon möglich? Nein, definitiv nicht. Das Wetter an Weihnachten lässt sich im günstigen Fall 14 Tage im Voraus bestimmen. Ist die Wetterlage - bspw. mit einer Luftmassengrenze - knifflig, ist eine Wetterprognose noch nicht einmal für die kommenden 24 Stunden möglich. Aber es gibt die Wahrscheinlichkeiten, die einen Ausblick auf das Wetter zu den Weihnachtsfeiertagen ermöglichen.

Da wäre zum einen das Weihnachtstauwetter, dass sich gerne mit dem Beginn der letzten Dezember-Dekade durchsetzt und pünktlich zum 24. Dezember für Tauwetter sorgt, sofern es überhaupt etwas zu tauen gibt.

Zum anderen gibt es da den Klimawandel, was nicht nur die Dezember-Monate, sondern den Winter insgesamt immer wärmer und die Schneeereignisse seltener macht. Den Flachlandwinter kennen manche Kinder nur aus den Erzählungen der Erwachsenen.

Und als letztes Element der Langfristprognose gibt es die Wetterprognose der Langfristmodelle, die den Dezember - sehr zum Leidwesen aller Freunde der weißen Weihnacht, deutlich zu warm berechnen. Anders formuliert ist mit einem insgesamt zu warmen Dezember zu rechnen und Schnee an Weihnachten ist wenig wahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen.

Temperaturabweichung gegenüber dem Mittelwert 1961-90 im Dezember 2020 nach den Langfristmodellen
Modell Abweichung Temperatur Niederschlag
Wettertrend CFSv2 +2 bis
+3 Grad
Normal bis etwas zu trocken
Europäischer Langfrist­trend +0,5 bis
+1,5 Grad
Normal bis etwas zu nass
Wettervorhersage der NASA +1 bis
+2 Grad
Normal bis leicht zu trocken

Die zonale oder die gestörte Zirkulation?

Schaut man sich die Langfristprognosen der Vorhersage-Modelle genauer an, so lässt sich daraus eine Wetterlage ableiten, die einer zonalen Grundströmung entspricht. Umgangssprachlich auch als Westwetterlage, oder Westdrift bekannt. Und dass die Berechnungen und Simulationen - gerade im Wettertrend auch daneben liegen können, liegt in der Natur der Sache. Freunde des Winterwetters sollten darauf achten, ob sich im November und Dezember eine sog. gestörte Zirkulation wird durchsetzen können. Entweder in Form eines Blockadehochs auf dem Atlantik, oder in Form eines Hochdrucksystems über Skandinavien. Stellt sich die gestörte Zirkulation ein, hat das noch lange nicht Schnee und Frost zur Folge. Es verhindert aber die - zu milde - Westwetterlage und erhöht somit wenigstens die Chancen auf Trog- oder Ostwetterlagen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken


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