Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 02.10.2018 - Der Wettertrend geht mehr in Richtung goldener Oktober

Die Wettermodelle sind sich weitgehend einig: Vom stürmisches Herbstwetter direkt in den Spätsommer. Wird auch der Oktober 2018 zu warm?

Der Oktober beginnt herbstlich frisch und unbeständig. Zudem sorgt ein Sturmtief über dem Norden heute für ein erhöhtes Potential für unwetterartige Wettererscheinungen. Von Süden aber setzt sich hoher Luftdruck durch und lässt häufiger die Sonne zum Vorschein kommen, bevor zum Wochenende ein weiteres Sturmtief außergewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland führen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Spätsommerlich warme Wetterlage

Die Sturmtiefserie hätte ein großes Potential, den Wettercharakter in der ersten Oktober-Dekade nachhaltiger in Richtung Herbst zu schubsen, doch die atlantischen Tiefdrucksysteme übertreiben es und lassen dem Azorenhoch kaum Chancen sich nach Norden auszudehnen. Stattdessen weicht das Hoch nach Osten aus und mit Hilfe eines Sturmtiefs werden zum Ausklang der Woche sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt. Darin stimmen die Vorhersagen der Wettermodelle weitgehend überein. Doch bleibt der Wettercharakter für die Jahreszeit zu warm?

Der Wettercharakter wandelt sich von herbstlich kühl zum goldenen Oktober
Der Wettercharakter wandelt sich von herbstlich kühl zum goldenen Oktober

Kampf der Wettersysteme: Hoch gegen Tief und Deutschland mittendrin

Die Wettervorhersagen der Wettermodelle der letzten Tage zeigten schon eine einheitlichere Richtung, wie sich das Wetter nach dem 7. Oktober entwickeln kann. Heute folgt die Bestätigung, was die Eintreffwahrscheinlichkeit dieser Wetterlage erhöht.

Das nach Osten ausweichende Hochdrucksystem formiert sich über dem östlichen Europa zu einem kräftigen Hochdruckgebiet und schließt sich zum 10. Oktober mit dem Kontinentalhoch über Russland zusammen. So liegt zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland ein stattliches Hochdrucksystem.

Über dem Atlantik aber toben die Tiefdruckgebiete und wollen unbedingt weiter nach Osten vorankommen, werden aber in ihrem Vorhanden durch die Position des Hochdrucksystems blockiert.

Goldener Oktober

Da sich Tiefdrucksysteme gegen und Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn drehen, gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine warme südwestliche bis südliche Anströmung der Luftmassen. Ob der Wettercharakter gänzlich trocken bleiben kann, ist abzuwarten und hängt davon ab, wie weit die atlantische Frontalzone nach Osten vorankommen kann.

Nach der aktuellen Wetterprognose aber wäre im Zeitraum vom 8. bis 16. Oktober mit einem relativ trockenen und für die Jahreszeit viel zu warmen Wettercharakter zu rechnen.

Hochdruckzone über Mitteleuropa - so wird das nichts mit dem Herbstwetter

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Hochdruckzone über Mitteleuropa - so wird das nichts mit dem Herbstwetter © www.meteociel.fr

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Wie gesichert ist diese Wetterlage?

Ein mit entscheidender Faktor ist die Sturmtiefaktivität der Woche und insbesondere das mögliche Sturmtief von Wochenende. Gelingt der Durchbruch bis über das östliche Europa, so besteht noch die Möglichkeit, dass sich das Hochdrucksystem noch anders positionieren kann. Da aber beide Wettermodelle in ihrer Vorhersage ganz ähnlich im Ablauf der Entwicklung der Großwetterlage sind, schwinden hierfür die Chancen.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - Eine westliche Verlagerung des Hochdrucksystems könnte den goldenen Oktober verhindern

Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Eine westliche Verlagerung des Hochdrucksystems könnte den goldenen Oktober verhindern © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Ein zu warmer Wettertrend

Auch die Wetterprognosen der Kontrollläufe hat in den letzten Tagen einen einheitlichen Trend und wird heute nochmals gestützt. Nach einer kurzen kühleren Wetterphase vom 7. bis 8. Oktober steigt der Mittelwert auf ein für die Jahreszeit etwa 1 bis 4 Grad zu warmes Niveau an.

Zu warmes Herbstwetter

Das Temperaturspektrum liegt am 10. Oktober zwischen +9 bis +22 Grad (Mittelwert: +17 Grad) und am 16. Oktober zwischen +8 bis +22 Grad (Mittelwert: +15 bis +17 Grad).

Niederschlagsprognose - wann kommt Regen?

Flächendeckende und vor allem auch lang anhaltende Niederschläge sind nicht nur von der Natur aus willkommen, auch viele unserer Leser fragen sich: Wann kommt endlich Regen?. Die wahrscheinlichste Konstellation aus Hoch über dem Osten und Tief über dem Westen bietet nur dann Potential für Niederschlag, wenn die Tiefdrucksysteme weiter nach Osten vorankommen können.

Schaut man auf die Wetterprognosen der Langfristmodelle, so sind am 2., 7. und 8. Oktober positive Niederschlagssignale zu erkennen, sonst bleibt die Niederschlagswahrscheinlichkeit eher schwach ausgeprägt. Das ist für den Oktober nicht untypisch, aber aufgrund der Vorgeschichte des staubtrockenen Zeitraumes von Februar bis September z.T. verheerend.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 2.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Das Wetter im September 2018 ist um etwa +1,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm und auch zu trocken ausgefallen. Somit reihte sich der September nahtlos in die seit April anhaltende viel zu warme Temperaturperiode ein.

Folgt auch ein zu warmer Oktober?
Geht es nach dem Wettertrend des Langfristmodells, so ist diese Frage zu verneinen. Denn die Abweichung der Temperaturen werden mit -1 bis +0,5 Grad im leicht zu kühlen bis normalen Bereich simuliert. Sollten sich aber die Wetterprognosen der Wettermodelle durchsetzen können, so wäre in den kommenden Tagen mit einer Korrektur zu rechnen. Der letzte Herbstmonat November 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu warm simuliert.

Langfristprognose Winter 2018/19: Etwas zu warm

Unverändert bleiben die Winterprognose von Dezember 2018 bis Februar 2019. Die durchschnittliche Abweichung deutet zum aktuellen Stand mit +0,5 bis +2 Grad auf einen zu milden bis deutlich zu warmen Winter 2018/19 hin, wobei der Januar 2019 mit -0,5 bis +2 Grad noch der kälteste der Wintermonate sein kann.

In der Niederschlagsberechnung wird der Oktober und November normal und im Trend etwas zu trocken berechnet. Der Dezember und Februar gegenüber dem Sollwert unauffällig und der Januar wird deutlich zu nass berechnet.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 -1 bis +0,5 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Dezember 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Januar 2019 -0,5 bis +2 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 2.10.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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