Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 23.09.2018 - Zwischen Altweibersommer und kühlem Herbstwetter

Der Herbst ist da! Doch bleibt der Herbst nun kühl, oder setzt sich der goldene Oktober durch - und stimmt es, dass Schneeschauer Anfang Oktober und bestimmten Voraussetzungen möglich sind?

Die Großwetterlage hat sich zwischenzeitlich komplett umgestellt und einer sommerlichen Großwetterlage folgte eine stürmische, regnerische und insgesamt herbstlich geprägte Wetterentwicklung, welche heute noch zu unwetterartigen Wetterereignissen führen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2018.

Bodenfrost und Altweibersommer

Zwei Tiefdrucksysteme beendeten das Sommerwetter und aus nordwestlichen Richtungen sind subpolare Luftmassen nach Deutschland unterwegs, welche in den kommenden Tagen bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken die Tageswerte auf einen herbstlichen Bereich absinken lassen werden. Mehr und mehr setzt sich dabei hoher Luftdruck durch, was in den klaren Nächten die Tiefstwerte auf +1 bis +8 Grad absinken lassen kann. In Talsenken ist mit bis -1 Grad auch Bodenfrost möglich. Doch im weiteren Verlauf der Woche steigen mit Hilfe der zunehmenden Sonnenscheindauer die Temperaturen mit +19 bis +24 Grad in einen spätsommerlich warmen Bereich an. Für die Wetterprognose Oktober 2018 wird aber maßgeblich entscheidend sein, wo sich dieses Hochdrucksystem wird positionieren können.

Goldener Oktober, oder doch stürmisches Herbstwetter?
Goldener Oktober, oder doch stürmisches Herbstwetter?

Amerikanisches Prognosemodell: Warmer Spätsommer-Charakter

Die Vorhersagen des amerikanischen Prognosemodells sind in den letzten Tagen bekannt für diverse Sprünge. Mal sind die Berechnungen deutlich zu kalt, dann wieder zu warm. Auffällig dabei ist, dass die Simulationen der sog. Hauptläufe im Vergleich zu den Kontrollläufen häufig einen Ausreißer darstellen. Damit liegen die Wetterprognosen des amerikanischen Prognosemodells nicht grundsätzlich daneben, es zeigt lediglich auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise, wie komplex die kommende Wetterentwicklung ist und was die unterschiedlichen Positionierungen der Wettersysteme für Auswirkungen haben können.

Allen voran ist eine unsichere Hochdruckposition und eine kräftige Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik die Ursache für die Schwankungen. Der Königsweg wird wohl eine gemäßigte Variante sein. Davon ist das amerikanische Wettermodell aber weiterhin weit entfernt.

Zwischen Hoch und Tief

Der entscheidende Zeitraum für die weitere Wetterentwicklung könnte im Zeitraum um den 26. September herum liegen. Die Tiefdruckaktivität zeigt Wirkung und verschiebt das Azorenhoch mehr und mehr in Richtung Mitteleuropa, was im Zeitraum vom 25. bis 29. September zu einer Hochdruckzone von den Azoren bis weit über das östliche Europa führen kann. Deutschland, die Schweiz und Österreich könnten somit in einem gradientenschwachen Wetterumfeld liegen. Warmes Spätsommerwetter bei einer schwachen Niederschlagsneigung.

Von der Positionierung hängt das Oktoberwetter ab

Bis in den Oktober hinein bleibt nach dieser Wettervorhersage die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik als hoch einzustufen und es ergeben sich daraus zwei Entwicklungsszenarien. Entweder die Hochdruckzone bleibt über Mitteleuropa bestehen, oder aber der Hochdruckkern weicht nach Westen auf den Atlantik aus. In der ersten Variante wäre der typische goldene Oktober und in der zweiten Variante das kühle, unbeständige und auch windige Herbstwetter zu erwarten.

In der aktuellen Vorhersage liegt die Hochdruckzone Anfang Oktober weiterhin über Mitteleuropa und im Verbund mit der Tiefdruckaktivität zwischen Island und Skandinavien werden sehr warme Luftassen nach Deutschland geführt. Anders formuliert startet der Oktober 2018 nach dieser Vorhersage deutlich zu warm und mit einem unbeständigen, teils windigen Wettercharakter.

Deutschland liegt zwischen den Fronten, aber im deutlich zu warmen Bereich

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Deutschland liegt zwischen den Fronten, aber im deutlich zu warmen Bereich © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Herbstliche Hochdruckdominanz

Auch nach der Prognose des europäischen Wettermodells hängt sehr viel von der Hochdruckposition ab. Im Gegensatz zum amerikanischen Wettermodell, formiert sich über England bis zum 3. Oktober ein Hochdruckzentrum.

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Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen auf der östlichen Seite der Hochdruckgradienten und da sich Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn drehen, können Anfang Oktober aus nördlichen Richtungen subpolare Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden. Bei herbstlichen Temperaturen wäre mit einem böigen Wind auch ein leicht unbeständiger Wettercharakter mit gelegentlichen Schauern möglich. Ein warmer Goldener Oktober wäre demnach weniger wahrscheinlich.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - gemäßigtes Herbstwetter

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Gemäßigtes Herbstwetter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Ein Schritt in Richtung Herbst

Unsicherheiten zeigt auch der Wettertrend der Kontrollläufe nach dem 30. September. Zuvor aber wird es nach der etwas zu kühlen Witterung im Zeitraum vom 26. bis 30. September für die Jahreszeit zu warm. Der Altweibersommer findet somit auch in den Kontrollläufen eine Unterstützung und wird in den letzten Septembertagen zunehmend wahrscheinlicher.

Vergleicht man den Hauptlauf des amerikanischen Prognosemodell mit den Kontrollläufen, so wird schnell klar, dass dies ein erneuter - zu warmer - Ausreißer ist und Veränderungen sind zu erwarten. Plausibler klingt zum aktuellen Stand die Vorhersage nach dem europäischen Wettermodell, denn der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt in der ersten Oktober-Dekade im Schnitt um 1 bis 3 Grad unter dem langjährigen Mittelwert im leicht zu kühlen Bereich.

Nasser Start in den Oktober?

Ja und Nein. Mit der Hochdruckposition muss hier differenziert werden. Wahrscheinlicher ist nach den Kontrollläufen eine Hochdruckposition westlich von Mitteleuropa, was aus nördlichen Richtungen kühlere und zu Schauern neigende Luftmassen nach Deutschland führen kann. Das Hoch kann aber den Westen und Süden von Deutschland stärker beeinflussen, als den Norden und Osten und so ist auch die Niederschlagsneigung über diesen Regionen als erhöht zu bewerten.

Schneeschauer Anfang Oktober?

Auch das ist eine Möglichkeit, wenn das Hoch zu weit westlich abdriftet und sich über Mitteleuropa ein Trog ausbilden kann. Dann wären unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch Schnee- oder Graupelschauer möglich. Ist zwar weniger Wahrscheinlich, aber gänzlich auszuschließen ist das zum heutigen Stand nicht.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 23.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Nahezu unverändert bleibt der Wettertrend des Langfristmodells für die verbleibenden Herbstmonate. Der Oktober soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad normal und im Trend mit bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwas zu warm ausfallen können. Der November wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm simuliert.

In der Niederschlagsprognose soll der Oktober etwas zu trocken und der November weitgehend normal gegenüber seinem Sollwert ausfallen. Aktuell hat der der erste Herbstmonat September eine Abweichung von rund +3,5 Grad vorzuweisen und hat eine hohe Wahrscheinlichkeit um rund +2 bis +2,5 Grad zu warm auszufallen. In Summe ergäbe sich ein zu warmen Herbst 2018.

Langfristprognose Winter 2018/19 - kleine Korrektur

Für die Wintermonate von Dezember bis Februar 2019 nimmt das Langfristmodell eine kleine Korrektur vor und simuliert die Abweichung mit +1 bis +2 Grad im leicht bis deutlich zu warmen Bereich. In den letzten Tagen betrug die Abweichung noch z.T. bis +3 Grad. In Summe aber auch hier ein zu warmer Winter 2018/19.

Der Winter also deutlich zu warm? Das ist grundsätzlich noch in Frage zu stellen, denn nicht alle Langfristmodelle sehen das so. Im Mittelwert der Langfristmodelle zeichnet sich aber ein grundsätzlich zu milder Wettertrend für die Wintersaison 2018/19 ab.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1 bis +3 Grad Trend: leicht zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu nass
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 23.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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