Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 16.01.2019 - Der Winter setzt seinen Fuß in die Tür

Winterliches, nasskaltes oder gar mildes Wetter? Die Vorhersage-Modelle schwanken aktuell hin und her. Die Ursache in eine unklare Entwicklung des Polarwirbels.

Ein Sturmtief verlagert sich in den kommenden Tagen mehr und mehr nach Süden und beeinflusst auch die südlichen Ladesteile. Mit dem Tief folgt auch ein Wetterwechsel mit kühleren Temperaturen. Die Niederschläge gehen am Donnerstag mehr und mehr in Schnee über und können in den Abendstunden ab den mittleren Lagen für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen. Anschließend setzt sich ein schwachgradientiges Hochdruckmuster über Deutschland durch. Mit mäßig starken Nachtfrost ist zu rechnen und in manchen Regionen von Ost- und Süddeutschland ist Dauerfrost möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Januar 2019.

Die Veränderung der Großwetterlage wird durch ein mäandrierendes Zirkulationsmuster ausgelöst. Die Luftmassen kommen über Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Ruhe, sodass die Luftmassen vor Ort auskühlen können - die Kälte produziert sich quasi selbst. Doch schon ab dem Wochenende berechnen die Vorhersage-Modelle unterschiedliche Varianten der Wetterentwicklung.

Winterliche Chancen
Winterliche Chancen

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Nasskalt mit winterlichem Januar-Finale

Trotz guter Voraussetzungen berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell in seinen Prognosen der letzten Stunden jeweils eine Zwischenvariante, welche dem Spruch Weder Fisch noch Fleisch gerecht wird.

Nasskalt mit winterlichen Wetterbedingungen ab den mittleren Lagen

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen im Zeitraum vom 21. bis 27. Januar im Einflussbereich eines Hochdruckkeils. Bei einem Wechselspiel aus Sonne, Wolken und örtlich zähen Nebelfeldern steigen die Temperaturen über dem Osten und Süden kaum über die 0 Grad Marke an und es ist dort mit Dauerfrost zu rechnen. Weiter nach Westen sind - vor allem über den Ballungsgebieten - auch leicht positive Werte möglich. Wenn Niederschlag fällt, dann meist als Schnee, welcher ab Höhenlagen von 200 bis 400 Meter auch liegen bleiben kann.

Winterlicher Umschwung

Ab dem 27. Januar bildet sich von der Polarregion aus ein Hochdruckkeil nach Süden aus und führt sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden. Im Verbund mit einem sich über der Mittelmeerregion bildenden Tiefdrucksystems können bei Dauerfrost und Schneefall auch winterliche Bedingungen im Flachland gegeben sein.

Ein Gemischtwarenladen der anderen Art - von allem etwas
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Ein Gemischtwarenladen der anderen Art - von allem etwas © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Instabiler Polarwirbel

Aber auch die Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modells haben sich in den letzten Stunden komplett verändert. Anstatt eines Islandhochs, wird schon der Ansatz eines Blockadehochs auf den Atlantik fast schon im Keim erstickt.

Kaltes Wetter

Im Zeitraum vom 18. bis 20. Januar liegt Deutschland in einem schwachgradientigen Wetterumfeld, was über dem Süden und Osten Dauerfrost und über dem Westen und Nordwesten leichte Plusgrade wahrscheinlich macht. Die Niederschlagsneigung ist als gering einzustufen. Ab dem 20. Januar tropft ein Tiefdrucksystem über Frankreich in die Mittelmeerregion ab, während sich weiter nördlich eine Hochdruckzone ausbildet. Deutschland gelangt bis zum 22. Januar in eine östliche und gemäßigt kalte Grundströmung.

Aufstrebendes Azorenhoch

Ab dem 24. Januar beginnt das Azorenhoch sich nach Norden aufzuwölben und nimmt zum 25. Januar Kontakt zu einem Keil des Polarhochs zwischen Skandinavien und der Barentssee auf. Das führt weiter kalte Luftmassen nach Deutschland, sodass ab dem 24. Januar verbreitet mit Dauerfrost und strengen Nachtfrösten gerechnet werden kann.

Hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik

Der Kaltluftwirbel über Kanada bleibt intakt und so entsteht bei Neufundland ein kräftiges Tiefdrucksystem nach dem anderen. Die Frage die sich stellt: bleibt das Hoch standhaft, oder kippt es nach Osten weg? In der aktuellen Wettervorhersage kippt der Hochdruckkeil nach Osten weg. Die Hochdruckkonstellation bleibt aber unberechenbar und ist in zwei Zentren unterteilt - Ein Hochdruckblock über dem östliche Skandinavien und der zweite hängt zwischen den Azoren, Island und England fest. So oder so - die Tiefdrucksysteme werden es schwer haben sich durchzusetzen - richtig Winter ist das aber auch nicht.

Kippt der Hochdruckkeil?
Berechnung Großwetterlage des europäischen Vorhersage-Modells: Kippt der Hochdruckkeil? © www.meteociel.fr

Die Abkehr vom Islandhoch

Der Polarwirbel macht aktuell keine gute Figur und schwankt zwischen einem stabilen und stark geschwächten Zustand bis hin zu einem Polarwirbelsplit mit kompletter Zerstörung des Zirkulationsstruktur. Vor diesem Hintergrund sind die Schwankungen in den Prognose-Modellen nichts außergewöhnliches, da kleine Veränderungen über der Polarregion große Auswirkung nach Süden mit sich führen. Interessant aber ist, dass beide Vorhersage-Modelle gestern ein Hoch bei Island berechneten und heute - genauso einhellig - dies nicht mehr berechnen.

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Polarwirbel mit ehrblichen Schwächen

Daran hat sich wenig verändert. Der Polarwirbel wird in der letzten Januar-Dekade alles andere als stabil simuliert. Dass aber selbst die stärksten Verwerfungen nicht immer zu Winterwetter über Mitteleuropa führen müssen, zeigt der nachfolgende Kontrolllauf eindrucksvoll - nach diesem wäre noch nicht einmal Nachtfrost zu erwarten.

Polarwirbelsplit nach Kontrolllauf mit milden Wetter über Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Polarwirbelsplit nach Kontrolllauf mit milden Wetter über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Welche Chancen hat der Flachlandwinter?

Ganz klar - fehlt das Blockadehoch auf dem Atlantik und wird der aktive Teil des Polarwirbels bei Kanada nicht ausgeräumt - sieht es für einen Flachlandwinter in Deutschland weiterhin schlecht aus. Das bestätigen die Kontrollläufe mit Temperaturen von -3 bis -6 Grad in 1.400 Meter Höhe schwankend. Für einen Wintereinbruch bis in tiefere Lagen müssten die Höhentemperaturen bei -7 Grad liegen. Für die mittleren Lagen (400 bis 800 Meter) reichen -4 bis -6 Grad. Somit bestätigen die Kontrollläufe seit Tagen diese knappe Kiste und wenn es so eng wird, kommt es bei uns gern zu folgender Aussage:

Mild gewinnt häufig (nicht immer)

Das Temperaturspektrum schwankt am 24. Januar zwischen -7 und +7 Grad (Mittelwert: +1 Grad über dem Westen, +0 Grad über dem Norden, -1 Grad über dem Osten und -2 Grad über dem Süden) und am 30. Januar zwischen -7 und +8 Grad (Mittelwert: +0 bis +1 Grad über dem Süden und Osten, +1 Grad über dem Norden und +2 bis +3 Grad über dem Westen). Das ist nicht sonderlich mild - aber eben auch nicht winterlich kalt. Es entspricht vielmehr dem langjährigen Mittelwert.

Diagramm Temperaturen Januar 2019 vom 16.01.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, welche Wetterentwicklungen im Februar möglich sind und was die Langfrostprognosen über den letzten Wintermonat aussagen, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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