Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 10.09.2018: Zwischen Spätsommer und Herbst - wer setzt sich durch?

Wann kommt der Herbst? Man wird sich für eine nachhaltige Umstellung auf einen herbstlichen Wettercharakter noch etwas gedulden müssen.

Aktuell verläuft die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und dehnt sich so langsam nach Skandinavien aus und verlagert ihren Schwerpunkt zum kommenden Wochenende mehr über das nördliche Europa. In Folge daraus steigen mit einer kräftigen Südwestströmung die Temperaturen über Deutschland auf sommerliche bis hochsommerliche Werte an (örtlich können die +30 Grad erreicht werden), bevor zum Mittwoch von Norden eine Luftmassengrenze für Abkühlung sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2018.

Markante Luftmassengrenze

Während die Temperaturen über dem Norden bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung ab dem Mittwoch auf frühherbstliche +14 bis +18 Grad zurückgehen können, sind über dem Süden bis Donnerstag noch sommerliche Werte von +25 bis +30 Grad möglich. Doch bis zum Freitag ist das Tiefdrucksystem durch und mit +20 bis +25 Grad kehren die spätsommerlichen Werte zurück. Potential für Unwetter könnte sich am Donnerstag über dem Süden von Deutschland ergeben, wenn die kühlen Luftmassen auf die sommerlichen Werte treffen. Details bleiben abzuwarten, doch ist die Neigung zu Schauern und Gewittern schon jetzt als hoch zu bewerten.

Eine Luftmassengrenze sorgt von Norden für eine Abkühlung
Eine Luftmassengrenze sorgt von Norden für eine Abkühlung

Amerikanisches Prognosemodell: Es bleibt warm - vorerst

Die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells simuliert eine Konzentration der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik bei Island. Der Ausflug nach Skandinavien ist als nicht nachhaltig zu bewerten.

Gleichzeitig aber strebt im Zeitraum vom 16. bis 19. September ein Hochdruckkeil von der Mittelmeerregion bis über das östliche Europa auf, was im Verbund mit der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland führen kann.

Zum 19. September nimmt gewinnt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik an Dynamik und wagt einen weiteren Vorstoß in Richtung Skandinavien, was nach diesen Berechnungen auch in nachhaltiger Form gelingen kann. Deutschland liegt im Zeitraum vom 19. bis 24. September zwischen den Fronten. Zum einen ist da das Hochdruckgebiet über der Mittelmeerregion und zum andern die Tiefdruckrinne über dem Norden.

Herbst-Wetter in der letzten September-Dekade?

Auf die Details wird es hinsichtlich dieser Frage ankommen. Zum aktuellen Stand dehnt sich das Mittelmeerhoch weiter nach Norden aus und sorgt über Deutschland, der Schweiz und Österreich für einen weiterhin spätsommerlichen Wettercharakter. Sollte aber die Tiefdruckaktivität das Hoch nach Süden drücken entsteht daraus rasch auch eine frühherbstliche bis herbstliche Großwetterlage.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Zwischen Herbst und Spätsommer - Details sind entscheidend © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Zwischen Hochdruckblockade und Atlantikdrift

Das europäische Prognosemodell bestätigt in seiner aktuellen Wettervorhersage zunächst einmal den sommerlichen Wettercharakter bis zur Wochenmitte, bevor von Norden kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Zum Wochenende pendeln sich die Werte auf +18 bis +23 Grad ein.

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Im weiteren Verlauf zeigen die Berechnungen des europäischen Vorhersagemodells eine ganz ähnliche Wetterentwicklung wie es das amerikanische Prognosemodell berechnet. Ein Hochdrucksystem dehnt sich von der östlichen Mittelmeerregion über Osteuropa aus und positioniert sich zum 18. September zwischen Polen und dem westlichen Russland.

Der atlantischen Frontalzone bleibt gar nichts anderes übrig, als gegen dieses Hochdrucksystem aufzulaufen und so kommt es im Verbund der beiden Wettersysteme zu einer sehr warmen Südanströmung der Luftmassen in Richtung Deutschland. Ein spätsommerlicher bis sommerlicher Temperaturcharakter wäre die Folge hieraus, wenngleich der Wettercharakter selbst unbeständiger werden kann.

Im Zeitraum vom 19. bis 20. September rücken die Tiefdrucksysteme weiter nach Osten vor und beeinflussen mit zurückgehenden Temperaturen und einer erhöhten Niederschlagsneigung vermehrt das Wetter über Deutschland.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Kampf der Wettersysteme - auch hier kommt es auf die Details an © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Wann kommt der Herbst?

Der Zeitraum um den 15. September herum bleibt ein Knackpunkt, bzw. könnte für die weitere Wetterentwicklung Richtungsweisend sein. Warum? Die Differenz der Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe liegt am 15. September bei rund 10 Grad und am 18. September bei 18 Grad. Das deutet auf erhebliche Unsicherheiten in der kommenden Wetterentwicklung hin und entscheidend wird sein, wie weit die atlantische Frontalzone nach Osten vorankommt und sich im weiteren Verlauf wird festigen können.

Es geht aber bei den Kontrollläufen um Wahrscheinlichkeiten und nach dem aktuellen Wettertrend zeichnet sich vom 15. bis 20. September eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine zu warme Temperaturentwicklung ab. Erst im Verlauf der letzten September-Dekade nähert sich der Mittelwert seinem langjährigen Durchschnittswert. Freunde des Herbstwetters müssen sich wohl noch etwas gedulden.

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Das Temperaturspektrum liegt am 19. September zwischen +15 bis +29 Grad (Mittelwert: +21 bis +23 Grad) und am 25. September zwischen +9 bis +27 Grad (Mittelwert: +17 bis +18 Grad).

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit nimmt ab dem 12. September von Norden zu und schwächt sich nach Süden ab. Der Zeitraum vom 15. bis 25. September ist nach den Kontrollläufen als unbeständig zu bewerten. Eine stabile Hochdruckwetterlage ist somit weniger wahrscheinlich.

Somit bestätigen die Kontrollläufe den Wettertrend der letzten Tage von einer langsamen Umstellung vom Spätsommer in den Frühherbst im Verlauf zur letzten September-Dekade.

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 10.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Der Wettertrend Herbst und Winter hat sich gegenüber gestern nicht verändert.

  • Der September soll mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm und in der Niederschlagsprognose leicht zu trocken ausfallen.
  • Der Oktober 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm und im Niederschlagsverhalten etwas zu trocken simuliert.
  • Der letzte Herbstmonat November wird etwas zu trocken und mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad zu warm berechnet.
  • Zum Start in die Wintersaison wird der Dezember nach dem Langfristmodell mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert zu warm und im Niederschlagsverhalten positiv (zu nass) simuliert.
  • Nicht anders soll es demnach den Wintermonaten Januar und Februar ergehen. Die Abweichung liegt mit +1 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich und die Niederschlagsberechnung ist als erhöht zu bewerten.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 10.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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