Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 08.12.2019 - Eine Starkwindphase lässt dem Winter nur wenige Chancen

Dem Sturm folgt ein weiterer Sturm zum 3. Adventswochenende nach und lässt dem Winter vorerst keine Chancen. Wie sieht es aber in der Vorweihnachtszeit aus?

Stürmische Winde fegen in den kommenden 48 Stunden über Deutschland hinweg und sorgen über manchen Regionen für schwere Sturmböen. Ab Montagnachmittag gewinnt der Wind über dem Nordwesten noch an Intensität hinzu und kann mit orkanartigen Windböen an den Küstenregionen zu einer Sturmflut führen. Mehr dazu in der Windprognose.

Der weitere Verlauf der Woche ist durch einen abwechslungsreichen Wettercharakter geprägt. Mal mehr und mal weniger Niederschlag und zwischendurch zeigt sich die Sonne. Der Wind bleibt kräftig strukturiert und kann über dem Norden am Mittwoch für stürmische Windböen sorgen. Die nächste Sturmfront erreicht zum Freitag Deutschland und lässt das Unwetterpotential erneut ansteigen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Wo bleibt er, der Winter?
Wo bleibt er, der Winter?

Dynamische Tiefdruckentwicklung

Als Vollwetter kann man die Wetterentwicklung der Woche bewerten. Verantwortlich ist ein Tiefdruckzentrum, welches zunächst über Skandinavien und zur Wochenmitte zwischen Island und Skandinavien liegt. Das verhindert den Zustrom ganz milder Luftmassen und so dümpeln die Werte im Bereich von +1 bis +7 Grad vor sich im nasskalten Bereich hin. Unter bestimmten Voraussetzungen kann im Wochenverlauf auch die eine oder andere Schneeflocke beobachtet werden.

Eine enorm hohe Tiefdruckaktivität
Berechnung der Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Eine enorm hohe Tiefdruckaktivität
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Erst Sturm-, dann Südwestwetter?

Die Sturmaktivität erreicht zum 13. und 14. Dezember voraussichtlichen ihren nächsten Höhepunkt. Angefacht wird die Tiefdruckaktivität durch einen kräftigen Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland.

Stürmische Winde

Details bleiben noch abzuwarten, doch das das Zentraltief auf dem Atlantik erstreckt sich vom 13. bis 15. Dezember von Neufundland bis weit über das östliche Europa. Das Azorenhoch liegt in einer flachen Struktur über dem Süden und so kann sich der Wind nahezu ungehemmt entfalten.

Nach dem Sturm wird es milder

Der Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada bleibt nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells nicht ohne Folgen. Die Tiefdruckaktivität konzentriert sich zum 16. Dezember mehr und mehr auf dem Atlantik, was über dem Osten den Spielraum für die Ausdehnung von hohem Luftdruck erhöht.

Im Ergebnis werden die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gebremst und laufen auf das Hoch auf, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer abwechslungsreichen und unbeständigen Südwestwetterlage führen kann, bei der die Tageswerte bis zum 17. Dezember auf milde +7 bis +13 Grad ansteigen lassen kann.

Folgt dem Sturm eine milde Südwestwetterlage?
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Folgt dem Sturm eine milde Südwestwetterlage?
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Winter nur im Ansatz

Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodell bestätigt die Wetterentwicklung der Europäer bis zum 16. Dezember. Der Sturm erreicht zum 14. Dezember über Deutschland einen weiteren Höhepunkt, bevor zum 16. Dezember das Strömungsmuster auf südwestliche Richtungen kippt und milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führt.

Der Polarwirbel läuft auf Hochtouren

Ungewöhnlich hoch bleibt die Wetteraktivität auch in der Vorweihnachtszeit auf dem auf dem Atlantik. Doch das Azorenhoch spielt wieder vermehrt eine Rolle und keilt nach Norden auf, was die Wellenbewegungen entlang der Polarfront erhöht. Diesen - zunächst noch theoretischen - Ansatz verfolgt das amerikanischen Wettermodell in den letzten Stunden vermehrt.

Deutschland gelangt ab dem 20. Dezember in eine zunehmende Nordwestanströmung der Luftmassen, was die Tageswerte zum 22. Dezember auf einen Bereich unter der +5 Grad Marke absinken lassen kann. Im Vergleich zu gestern hat das amerikanische Vorhersage-Modell seine deutlich zu warme Wetterentwicklung in der Vorweihnachtszeit verworfen, was so auch zu erwarten war.

Kurz vor Weihnachten kälteres Winterwetter?
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Kurz vor Weihnachten kälteres Winterwetter?
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Auf den Punkt gebracht: Die Sache mit dem Störimpuls

Man wird sehen und abwarten müssen, wie sich das Azorenhoch auf dem Atlantik wird verhalten können. Bis es soweit ist, ist bis zum 16./17. Dezember die Entwicklung der Großwetterlage wenig winterlich. Zudem wird es nach dem 3. Advent zunehmend milder werden können.

Im Kern der Aussage steckt die Wahrscheinlichkeit einer Veränderung der Großwetterlage zur Vorweihnachtszeit. Ob das in die deutlich zu warme oder auch kalte Richtung geht, hängt von der Ausgestaltung des Azorenhochs ab.

Kontrollläufe: Eine für die Jahreszeit zu milde Temperaturentwicklung

Der Mittelwert der Kontrollläufe liegt über dem Norden im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert im leicht zu milden Bereich und über dem Süden steigt die Differenz auf eine Abweichung von +2 bis +4 Grad an, was deutlich zu mild ist. Die Wetterprognose der Amerikaner gehört ab dem 18. Dezember zu den kälteren Varianten, was einen winterlichen Ansatz in der Vorweihnachtszeit lediglich optional macht und zum aktuellen Stand infrage zu stellen ist.

Die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe ist vom 8. bis 22. Dezember als hoch zu bewerten. Doch zeigen sich immer wieder kurze Niederschlagspausen. Der vorläufige Höhepunkt der Niederschlagsaktivität ist vom 13. bis 15. Dezember zu erwarten.

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
14. Dezember +3 bis
+12 Grad
+5 bis
+7 Grad
18. Dezember -2 bis
+10 Grad
+4 bis
+6 Grad
23. Dezember -2 bis
+11 Grad
+3 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 8.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Winterprognose des Langfristmodells: Zur warm - viel zu warm

Die Korrektur des Dezembers der letzten Tage war nur von kurzer Dauer. Zwischenzeitlich ist das Langfristmodell wieder zu seinem alt bekannten Muster zurückgekehrt, was die Freunde des Winterwetters nicht gerade erfreuen dürfte.

  • Der Dezember wird,- wie in den Wochen zuvor - mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert zu warm berechnet. Zu optimistisch war die Korrektur der letzten Tage. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert als unauffällig und im Trend etwas zu nass zu bewerten.
  • Der Januar2020 wird unverändert mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad zu warm berechnet. Im Trend könnte der zweite Wintermonat um bis zu +3 Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist deutlich erhöht, was auf eine ausgeprägte Westwetterlage hindeutet.
  • Für den Februar 2020 berechnet das Langfristmodell eine Differenz der Temperaturen zum vieljährigen Mittelwert von +1 bis +2 Grad im ebenfalls deutlich zu warmen Bereich. Die Niederschlagsprognose ist im Trend leicht erhöht.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2019 +1 bis +2 Grad Grad Trend: etwas zu nass
Januar 2020 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2020 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 08.12.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Es bleibt dabei - der Winter hat weiterhin seine Probleme sich durchzusetzen und so dominiert bis zum 17. Dezember die atlantische Frontalzone mit einer zonalen Struktur das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit teils unwetterartigen Starkwindereignisse. Was sich im Tagesverlauf verändert hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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