Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 26.09.2018 - Eine Hochdruckposition entscheidet zwischen kühlen oder warmen Herbstwetter

Der Herbst hat sich in den letzten Tagen bemerkbar gemacht und festigt sich mit seinem Wettercharakter so langsam über Deutschland. Ob sich ein wechselhafter und unterkühlter Herbst aber in der ersten Oktober-Dekade wird durchsetzen können, bleibt in Frage zu stellen.

Deutschland liegt in den kommenden Tagen am östlichen Rand eines Hochdrucksystems, was nach kurzer Zufuhr von warmen Luftmassen zum Wochenende die Temperaturen mit Hilfe von nördlichen Winden wieder abkühlen lasst. Hin und wieder ziehen Wolkenfelder vorüber, Niederschläge sind aber vorerst keine zu erwarten.

Unbeständig in den Oktober

Das ändert sich aber in den ersten Oktober-Tagen. Denn mit Hilfe eines von Island nach Skandinavien ziehendes Tiefdrucksystems nimmt die Bewölkung am 1. und 2. Oktober zu und es ist mit etwas Niederschlag zu rechnen, bevor zum 3. Oktober sich eine schwache Hochdruckzone über Deutschland ausdehnen kann.

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit in einer schwachgradientigen Wetterzone, bei der nicht allzu viele Niederschläge zu erwarten sind. In der Niederschlagsprognose werden bis zum 3. Oktober Niederschlagsmengen von 0 bis 8 l/m² simuliert. Etwas mehr kann es mit 15 bis 30 l/m² am nördlichen Alpenrand sein. Viel Niederschlag ist mit 20 bis 80 l/m² zwischen der Schweiz, Italien und Österreich zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose Oktober 2018.

Der Oktober startet unbeständig und für die Jahreszeit etwas zu kühl
Der Oktober startet unbeständig und für die Jahreszeit etwas zu kühl

Wettermodelle: Der zweite Herbstmonat startet zu kühl

Darin sind sich die Vorhersagen der Prognosemodelle einig geworden. Bedingt durch die nördliche Grundströmung, welche sich am östlichen Hochdruckgradienten einstellen kann, gelangen subpolare Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Tageswerte bis zum 3. Oktober gegenüber dem langjährigen Mittelwert um 1 bis 4 Grad zu kalt ausfallen lassen kann. Bleibt das Wetter herbstlich unterkühlt?

Amerikanisches Prognosemodell: Mit einer Hochdruckzone wird es wärmer

Die Vorhersagen des amerikanischen Wettermodells sind in den letzten Stunden meist nach dem gleichen Schema abgelaufen. Die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik drückt das Hoch weiter nach Osten, sodass sich vom 3. bis 6. Oktober eine gemäßigt warme Hochdruckzone über Mitteleeuropa aufbauen kann. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit bleibt demnach als gering einzustufen.

Im weiteren Verlauf fehlt aber auf dem Atlantik der hohe Luftdruck und somit entsteht für die Tiefdrucksysteme mehr Spielraum, nach Süden abzutropfen, was im Zeitraum vom 6. bis 11. Oktober zu einem meridional ausgeprägten Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) führen kann. Deutschland, die Schweiz und Österreich würden mehr und mehr in den Einflussbereich dieser Tiefdrucksysteme gelangen können. Da es sich aber um eine milde Vorderseitenanströmung handelt, können sich die Temperaturen auf ein für die Jahreszeit leicht zu warmes Niveau einpendeln. Welche Werte sind möglich? Nach der aktuellen Vorhersage werden für den 6. Oktober +19 bis +24 Grad und für den 10. Oktober +16 bis +21 Grad berechnet.

Die Tiefdruckaktivität nimmt im Verlauf der ersten Oktober-Dekade zu

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Die Tiefdruckaktivität nimmt im Verlauf der ersten Oktober-Dekade zu © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Durchwachsenes Herbstwetter

Zwar bildet sich auch nach der Prognose des europäischen Vorhersagemodells zwischen dem 3. und 4. Oktober eine Hochdruckzone über Europa aus, doch darin eingeschlossen ist eine Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion, was vor allem über dem Süden von Deutschland, Österreich und der Schweiz für mehr Wolken und auf Regen sorgen kann. Somit ist auch mit kühleren Temperaturen zurechnen.

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Vom 4. bis 6. Oktober löst sich das Mittelmeertief langsam auf, sorgt aber dafür, dass sich über Mitteleuropa keine nachhaltige Hochdruckzone etablieren kann. In Folge daraus liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz in einem gradientenschwachen Umfeld zweier Wettersysteme, was den Wettercharakter unbeständig und die Temperaturen aber auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ansteigen lassen kann.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - gemäßigtes Herbstwetter

Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersagemodell: Gemäßigt warmes und unbeständiges Herbstwetter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Normale Wetterentwicklung

Eine gewisse Stabilität zeigt sich in der Wetterprognose der Kontrollläufe, welche seit Tagen die erste Oktober-Dekade weitgehend normal berechnen. Die Niederschlagsneigung ist über dem Norden und Osten etwas höher als über dem Westen und Süden einzustufen, was für ein Hochdruckgebiet westlich von Mitteleuropa spricht.

Zum Start in den Oktober sind liegen die Temperaturen unter dem langjährigen Mittelwert und steigen bis zum 4. Oktober auf ein Jahreszeit typisches bis leicht zu warmes Niveau an.

So liegt das Temperaturspektrum am 5. Oktober zwischen +8 bis +23 Grad (Mittelwert: +16 Grad) und am 11. Oktober zwischen +9 bis +22 Grad (Mittelwert: +15 bis +17 Grad).

Schneeschauer Anfang Oktober?

Das ist und bleibt eine Möglichkeit, wenngleich die Wahrscheinlichkeit gegenüber den letzten Tagen deutlich schwindet. Entscheidend wird sein, wie weit der Trog Anfang Oktober tatsächlich nach Mitteleuropa rein schwenkt.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 26.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Das Langfristmodell berechnet in seinem aktuellen Wettertrend den Oktober mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad weitestgehend normal und in der Niederschlagsentwicklung unauffällig gegenüber dem Sollwert. Lediglich der Süden hat eine Tendenz zu trocken auszufallen.

Der November wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht bis deutlich zu warm und in der Niederschlagsbewertung etwas zu nass berechnet. Zusammen mit dem zu warmen und zu trockenen September (aktuelle Abweichung bei +2,6 Grad) ein zu warmer und etwas zu trockener Herbsttrend 2018.

Langfristprognose Winter 2018/19: Weiterhin zu warm

Gegenüber den letzten Wochen kam in den letzten Tagen etwas Bewegung ins Spiel. Anfangs lagen die Abweichungen für die Wintermonate von Dezember bis Februar 2019 noch zwischen +1 bis +3 Grad und wurden zwischenzeitlich auf eine Abweichung von +0,5 bis +2 Grad korrigiert. Der Wettertrend bleibt aber für die Wintersaison 2018/19 zu warm und in der Niederschlagsprognose leicht zu nass. Gerade der Hochwintermonat Januar wird tendenziell zu nass bewertet.

Das Langfristmodell ist aber nur eines von vielen und andere Langfristmodelle - wie bspw. das Europäische - berechnen den Winter 2018/2019 normal mit dem Trend etwas zu mild auszufallen. Spielraum ist also vorhanden.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,5 bis +2,5 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal
November 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu nass
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 26.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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