Am Montag wird es vor allem über Süddeutschland mit +12/+17 Grad, örtlich bis +19 Grad kurzzeitig richtig warm, bevor von Dienstag an wieder kalte Luft aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können. Der Grund für den Warmluftschub am Montag ist ein Tiefdrucksystem über Skandinavien, welches im Verbund mit einem Hochdruckkeil warme Luftmassen aus westlichen bis südwestlichen Richtungen die Warmluft nach Deutschland transportiert. Der Hochdruckkern liegt aber westlicher zwischen Grönland, Island und England und so meridionalisiert das Strömungsmuster nachfolgend, was die Temperaturen bis zum Mittwoch über dem Süden auf +3/+8 Grad und über dem Norden auf +7/+12 Grad zurückgehen lassen kann. Schnee- und Graupelschauer wären in mittleren Lagen wieder ein Thema, genauso wie Nachtfrost.

Die Zahl der E-Mail mit den Fragen wie "Wann wird es wärmer?" nimmt stetig zu und für alle die sich eine stabile und frühlingshaft milde Wetterlage wünschen sei auch heute noch zu Geduld geraten. Warum? Beschreibt man die Großwetterlage, so handelt es sich nicht um eine für Mitteleuropa nicht "normale" Wetterlage, welche üblicherweise aus westlichen Richtungen kommt. Das Hochdrucksystem westlich von Mitteleuropa blockiert die atlantische Frontalzone nahezu vollständig und sorgt auf seiner Rückseite für eine Nord-Süd Strömung und so handelt es sich um ein "gestörtes" Zirkulationsmuster. Hat sich dieses erst einmal gefestigt, so löst es sich auch nicht so schnell auf. Hält sich das Hochdrucksystem noch länger, so könnte das Gegenteil sogar der Fall sein und auch noch weite Teile vom Wetter im Mai mit beeinflussen.

Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bleibt die kühle Nord- bis Nordostanströmung der Luftmassen noch mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 29. April erhalten. Erst zum 28./29. April gelingt es der atlantischen Frontalzone das Hochdrucksystem bei Island abzubauen und nach Süden weg zu drücken. Gleichzeitig rückt über dem westlichen Russland das Kontinentalhoch weiter nach Westen vor, so dass zwischen beiden Hochdrucksystemen - direkt über Mitteleuropa - eine Lücke entstehen kann, in welche die Frontalzone vordringen könnte. Ob das gelingen mag, bleibt abzuwarten, aber für alle die auf den Frühling warten wäre diese Wetterentwicklung ein Schritt vom "Regen in die Traufe". Sollte sich die Frontalzone tatsächlich wie simuliert über Deutschland festigen können, so ist bei mäßig kühlen Temperaturen mit reichlich Niederschlag zu rechnen und das ausgerechnet am nächsten verlängerten Wochenende um den 1. Mai herum. So liegen die simulierten Tageshöchstwerte am 1. Mai 2017 im Bereich zwischen +8/+13 Grad (örtlich bis +15 Grad) und zeitweilige Niederschläge werden berechnet.
Das europäische Wettermodell simuliert aber im Gegensatz zum amerikanischen Wettermodell eine völlig andere Wetterentwicklung und zeigt, wie komplex die kommende Wetterentwicklung sein kann. Bedingt durch die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik verlagert sich das Hoch von Island nicht nur nach Süden, sondern wird nach Südosten über die Mittelmeerregion verschoben. Somit ergibt sich auf dem Atlantik für die Tiefdrucksysteme mehr Spielraum sich nach Süden auszudehnen und das Zirkulationsmuster erneut zu meridionalisieren, dieses Mal aber liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der warmen Vorderseite, was für sommerliche Temperaturen von +17/+25 Grad bei einem trockenen Wettercharakter rund um den 1. Mai sorgen könnte.

Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Wer hier regelmäßig mit liest, der weiß, dass der Temperaturtrend der letzten Tage für Anfang Mai stets positiv war. Daran hat sich in den Kontrollläufen von heute nichts verändert. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Mai zwischen +7/+17 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad) und am 3. Mai zwischen +8/+21 Grad (Mittelwert: +15/+17 Grad). Zum Vergleich: heute liegt der Mittelwert bei +7/+9 Grad. Vor allem die Mittelwerte normalisieren sich gegenüber dem langjährigen Mittelwert Anfang Mai. So verwundert es nicht, dass die Simulation des amerikanischen Wettermodells einen "kalten Ausreißer" darstellt und weniger wahrscheinlich als andere Varianten ist. Es zeigt aber zugleich, wie unsicher die Wetterentwicklung Anfang Mai noch ist, der Temperaturtrend ist aber - wie im nachfolgenden Diagramm deutlicher zu erkennen - positiv.

Diagramm Temperaturen Mai vom 22. April 2017

Die Niederschlagsneigung bleibt aber Anfang Mai nach den Kontrollläufen als schwach bis mäßig zu bewerten, was ein trockenes Wetter zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich macht . Die Frage nach "Wann kommt der Frühling?", bzw. "wann wird es wärmer?" kann also mit höherer Wahrscheinlichkeit mit den ersten Mai-Tagen beantwortet werden. Ob es dann richtig warm werden kann, oder ob es doch noch einmal kälter wird, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer 2017.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen

 

Der Start in die neue Woche kann über dem Süden mit Werten von bis zu +14/+18 Grad richtig mild ausfallen. Das ist aber nur ein kurzfristig mildes Vergnügen, denn das eigentliche Grundmuster bleibt wie gehabt: meridional. Nichtsdestotrotz können am Montag auf der Vorderseite eines nach Skandinavien ziehenden Tiefdrucksystems kurzzeitig recht warme Luftmassen über dem Süden von Deutschland geführt werden, bevor am Dienstag und Mittwoch der Wind aus nordwestlichen Richtungen wieder für kühlere Temperaturwerte sorgen kann. So können die Tageshöchstwerte bspw. am Mittwoch wieder über dem Süden auf +1/+6 Grad und +5/+10 Grad über dem Norden absinken, so dass Schnee- und Graupelschauer, wie auch leichter Nachtfrost wieder ein Thema werden können.

Der Aufbau der Großwetterlage lässt auch im Zeitraum vom 26./30 April nur wenig Entwicklungsspielraum zu. So liegt westlich von Mitteleuropa am 26. April ein Hochdrucksystem, welches im Verbund mit Tiefdrucksystemen über der Mittelmeerregion und der Barentssee kalte Luftmassen nach Süden führt. Am 27./28. April zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ein "Angriff" der atlantischen Frontalzone auf das Hochdruckkonstrukt mit dem Versuch wieder "normale" Strömungsverhältnisse herzustellen. Das Hoch weicht nach Süden in Richtung der Azoren aus, kann aber über Deutschland und Skandinavien einen Hochdruckkeil bis zum Kontinentalhoch aufrecht erhalten. Gleichzeitig zieht das Mittemeertief über dem östlichen Europa nach Norden und stützt dabei die Hochdruckbrücke. In Folge daraus blockiert das Hoch den Versuch der atlantischen Frontalzone bis nach Mitteleuropa vorzudringen schon frühzeitig auf dem Atlantik. Gleichzeitig aber zieht das Tief sehr kalte Luftmassen über dem östlichen Kanada und Grönland nach Süden in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik verstärkt.
Da aber mit dem aufstrebenden Hoch über Mitteleuropa das Zirkulationsmuster erneut meridionalisiert (Nord-Süd, Süd-Nord) tropft das Tiefdruckgebilde auf dem Atlantik nach Süden in Richtung der Azoren ab und stützt eine meridionale Entwicklung des Zirkulationsmusters. Das Hochdrucksystem liegt am 1. Mai 2017 nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells im Bereich zwischen England, dem europäischen Nordmeer und Skandinavien, während ein Tiefdrucksystem über der Ostsee im Verbund mit dem Hoch kühle (nicht kalte) Luftmassen nach Süden in Richtung Deutschland führen kann. Mit anderen Worten zusammengefasst: netter Versuch die Großwetterlage umzubauen, letztlich endet es möglicherweise in einer Wiederholungsneigung und die kalte Witterung kann noch bis in die ersten Mai-Tage hinein wirken.

Der Temperaturtrend der letzten Tage war aber positiv, gilt das nun nicht mehr? Doch, der Temperaturtrend bleibt positiv. Es muss aber auch dazu gesagt werden, dass das Temperaturniveau Ende April mit einer Abweichung von 3 bis 8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu kalt ist. So ist ein sich normalisierender Temperaturtrend zum 1. Mai als positiv zu bewerten, bleibt aber letztlich zu kalt. Wie sind die Wahrscheinlichkeiten zu bewerten? Der Aufbau des meridionalen Musters ist als komplex zu bewerten und insbesondere der Versuch der Frontalzone bis nach Mitteleuropa vorzudringen ist ein erheblicher Unsicherheitsfaktor, was die Wetterentwicklung Ende April und Anfang Mai nochmals gründlich auf den "Kopf" stellen könnte. Die Kontrollläufe bestätigen den sich normalisierenden Temperaturtrend Anfang Mai. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Mai 2017 zwischen +4/+18 Grad (Mittelwert: +12/+14 Grad) und am 3. Mai zwischen +7/+24 Grad (Mittelwert: +15/+17 Grad). Zum Vergleich: aktuell liegt der Mittelwert bei +6/+8 Grad. Deutlicher zeigt sich die Normalisierung im nachfolgenden Diagramm der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm:

Diagramm Temperaturen Mai vom 21. April 2017

Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen Anfang Mai weiterhin als schwach bis mäßig zu bewerten, was einen unbeständigen Wettercharakter nicht auszuschließt. Wann der Trend zum Frühling sich durchsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer 2017.

Zwar sind am Freitag und auch am Montag vor allem über Süddeutschland wärmere Temperaturen möglich, sonst bleibt es aber mit Werten von +5/+10 Grad für die Jahreszeit zu kalt und es ist immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, welche am Samstag und Dienstag wieder bis auf die mittleren Lagen herab als Schnee- oder Graupelschauer niedergehen können. Auch örtlicher Nachtfrost bleibt ein Thema, insbesondere bei aufklarendem Himmel.

Der Grund für die zu kalte Wetterlage ist und bleibt ein Hochdrucksystem westlich von Deutschland und ein Tiefdruckzentrum zwischen Skandinavien und der Barentssee. Erst wenn sich diese Konstellation auflöst, ist auch wieder mit wärmeren Temperaturen zu rechnen. Schaut man sich die Berechnungen der Wettermodelle an, so wird eine große Übereinstimmung über die Entwicklung der Großwetterlage berechnet.
Wie wird das Wetter zum 1. Mai 2017? Beide Wettermodelle berechnen zum 27./29. April ein sehr kräftiges Tiefdrucksystem zwischen Neufundland und Grönland, was das Hochdrucksystem zunächst nach Süden ausweichen lässt. Gleichzeitig aber schwächt sich das Tief über Skandinavien ab, so dass zwischen dem Hoch auf dem Atlantik und den Kontinentalhoch eine schwache Hochdruckbrücke entstehen kann. Bedingt durch das kräftige Tief auf dem Atlantik kann somit zum 30. April / 1. Mai ein autarkes Hoch als Gegenpol über Skandinavien entstehen. So wird das Tief durch das Hoch blockiert und "tropft" vor Mitteleuropa nach Spanien und Portugal in Richtung Süden ab. Je nachdem wie sich nun die Hochdruckachse über Skandinavien positionieren kann, bedeutet das mäßig milde oder frühlingshaft warme Temperaturen für Deutschland, die Schweiz und Österreich. Verläuft die Hochdruckachse von Ost nach West, so kann relativ kühle Festlandsluft herangeführt werden, liegt die Hochdruckachse aber mehr von Nordwest nach Südost, so können im Verbund mit dem Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik warme Luftmassen über die Alpen herangeführt werden.

Wie wahrscheinlich ist ein Skandinavienhoch Anfang Mai? So ein Hoch ist zwar nicht gerade ein Signal für die Wiederherstellung eines "normalen" Zirkulationsmusters, aber es ist immerhin schon einmal ein Anfang für langsam ansteigende Temperaturen, da mit dem Hoch die Zufuhr kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen blockiert werden kann. Schaut man sich die Kontrollläufe an, so zeigt sich ein rapides Auf und Ab der Temperaturen. Hoch geht’s am Freitag, runter geht’s am Samstag und Sonntag, bevor es am Montag (zumindest über dem Süden) wieder rauf und am Dienstag wieder runter geht und dann auch erst einmal unten bleibt. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 28. April gegenüber dem vieljährigen Mittelwert um 3 bis 7 Grad im zu kalten Bereich, was zu Tageshöchstwerten zwischen +5/+12 Grad bei einem Mittelwert von +8/+10 Grad führen kann.
Nein, mit Frühling hat das weniger was gemeinsam. Und dennoch: der Temperaturtrend bleibt insgesamt positiv zu bewerten, steigt Anfang Mai weiter an und könnte zum 2./3. Mai durchaus Jahreszeit-typische Werte erreichen. Für das verlängerte Wochenende um den 1. Mai herum bedeutet das aber zum heutigen Stand für die Jahreszeit zu kalte Temperaturen. Simuliert werden bspw. für den Samstag +7/+13 Grad und für den Montag +8/+14 Grad. Deutlicher lässt sich das im nachfolgenden Diagramm erklären - ansteigender Temperaturtrend, aber die Wahrscheinlichkeit für zu kalte Temperaturen sind am 1. Mai noch hoch.

Diagramm Temperaturen Mai vom 20. April 2017

Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen als schwach bis mäßig zu bewerten, was einen unbeständigen Wettercharakter Anfang Mai nicht auszuschließen. Wann der Trend zum Frühling sich durchsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Ausblick auf das Wetter im Frühling und Sommer 2017.

Die Möglichkeit für kurzfristige Veränderungen im Verlauf des letzten April-Drittels bleiben auch heute bestehen, wenngleich die eingefahrene Großwetterlage den Takt vorgibt. So sind gegenüber dem langjährigen Mittelwert bis Ende April mit hoher Wahrscheinlichkeit zu kalte Temperaturen zu erwarten. Der Grund hierfür ist und bleibt das Hoch westlich von Europa, welches im Verbund mit tiefem Luftdruck über Skandinavien ein meridionales Strömungsmuster hervorruft und Deutschland, Österreich und auch die Schweiz in den Zustrom kalter Luftmassen bringen kann.

Was aber sind das für Veränderungen, welches das Wetter im Detail noch verändern können? Durch das meridionale Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) kommt es entlang der Polarfront zu sog. Wellenbewegungen. Je kräftiger diese sind, desto größer die Neigung zu Trogwetterlagen. Nun haben aber Trogwetterlagen die Eigenschaft sehr warme Luftmassen nach Norden und kalte Luftmassen nach Süden zu führen, was zu erheblichen Temperaturdifferenzen führt. Je höher die Differenz ist, desto höher die Turbulenzen beim Wetter und wer das Wetter kennt, weiß, was die Turbulenzen in der Wetterentwicklung für einen Einfluss haben können. Anders ausgedrückt: Der Trend ist klar zu kalt, die Neigung zu Veränderungen nimmt aber zu, so dass eine gesunde Skepsis hinsichtlich des zu kalten Temperaturtrends angebracht ist.

Wie aber wird das Wetter Anfang Mai? Das nächste verlängerte Wochenende steht mit dem 1. Mai bevor und viele Fragen erreichen uns derzeit per E-Mail, wie sich das Wetter wohl entwickeln wird. Zum heutigen Stand berechnet das amerikanische Wettermodell einen Hochdruckkeil von England, welcher sich in Richtung Skandinavien entwickeln kann. Das ist natürlich eine ungünstige Position für alle die sich wärmere Temperaturen und einen stabilen Wettercharakter wünschen. Warum? Deutschland liegt auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems, was aus nordöstlichen Richtungen Anfang Mai kühle (nicht kalte) Luftmassen heranführen kann. Aber: aus dieser Position heraus können sich weitere Wetterentwicklungen ergeben, welche das Wetter im Mai nachhaltig beeinflussen können.

In der ersten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem zum 1./3. Mai in Richtung Skandinavien und kann die Temperaturen langsam aber stetig in den frühlingshaft milden Bereich ansteigen lassen. Hochdrucksysteme über Skandinavien sind meist langlebiger und könnten den Wettercharakter im Mai nachhaltig beeinflussen. In der zweiten Variante bleibt das Hochdrucksystem mit seinem Kerngebiet westlich von Mitteleuropa, was weiterhin für die Zufuhr kalter Luftmassen sorgen kann. In der dritten Variante wird das Hoch weiter nach Süden zurückgedrängt, was der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum gibt, ein "normales" und damit westlich orientiertes Strömungsmuster aufzubauen. In diesem Falle wäre mit einem wechselhaften Wettercharakter bei mäßig warmen Temperaturen zu erwarten.
So unwahrscheinlich wäre die dritte Variante nicht, denn häufiger folgt nach einem "gestörten Zirkulationsmuster" eine westlich orientierte Großwetterlage nach. Und zum Verlängerten Wochenende, was berechnen die Wettermodelle? Das amerikanische und auch europäische Wettermodell halten das meridionale Grundmuster auch am verlängerten Wochenende aufrecht und berechnen Temperaturwerte, welche im Bereich zwischen +6/+12 Grad liegen können. Die Wahrscheinlichkeiten, dass sich das in den kommenden Tagen noch Verändern kann, bleiben hoch, was auch der positive Temperaturtrend der Kontrollläufe - wie im nachfolgenden Diagramm - nochmals unterstreicht:
Diagramm Temperaturen Mai vom 19. April 2017

In den Simulationen von heute Morgen zeigte sich für Ende April ein deutlicher Anstieg des Temperaturtrends - zumindest in die normale Richtung. In den Berechnungen von heute Nachmittag wurde dieser bestätigt. Das Hochdrucksystem kann sich demnach westlich von Europa noch bis zum 26./27. April halten, schwächt sich darüber hinaus ab und wird von einem kräftigen Tiefdrucksystem über Grönland und Island nach Süden weg gedrückt. Das ermöglicht über Mitteleuropa drei mögliche Wetterentwicklungen für Ende April und Anfang Mai (1. Mai Tag der Arbeit - verlängertes Wochenende).

In der ersten Variante kann sich das Hochdrucksystem zwischen den Azoren, Spanien und England positionieren, was Deutschland, Österreich und die Schweiz an den östlichen Rand des Hochdrucksystems bringt und damit die "Gefahr" der weiteren Zufuhr kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen bestehen bleibt.
In der zweiten Variante zieht das kräftige Tiefdrucksystem zwischen Grönland, Island und Skandinavien auf seinen südlichen Gradienten den hohen Luftdruck quer über Mitteleuropa, so dass sich die Hochdruckachse von den Azoren, Mitteleuropa bis über das östliche Europa erstrecken kann. Deutschland würde in diesem Falle in eine milde und trockene Südwestströmung gelangen können.
In der dritten Variante bleibt das Hochdrucksystem über den Azoren bestehen, gleichzeitig aber strebt das Kontinentalhoch von Russland in Richtung Skandinavien vor, so dass zwischen beiden Hochdrucksystemen über Mitteleuropa eine Lücke entsteht, in welche die Tiefdrucksysteme vordringen können. Mäßig warmes Wetter bei einem unbeständigen Wetter wären hieraus die Folge.

Im Mai ist auch im Wald die Vegetation im vollen Gange

Was aber ist die wahrscheinlichste Variante zum 1. Mai? Interpretiert man die Simulationen der Wettermodelle 1:1, so wären zum heutigen Stand Anfang Mai die mäßig warme Südwestwetterlage am wahrscheinlichsten. Die Temperaturen könnten demnach auf +15/+20 Grad, örtlich bis +23 Grad ansteigen und bei einem Mix aus Sonne und Wolken wäre nur mit einer geringen Schauerneigung zu rechnen. Und nach dem 1. Mai, wie entwickelt sich das das Wetter? Der positive Temperaturtrend wird von den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells darüber hinaus sogar noch verstärkt, so dass mit einer südlichen Anströmung sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Deutlicher zeigt sich das aber in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt, normal, zu warm im nachfolgenden Diagramm:
Diagramm Temperaturen Mai vom 18. April 2017